Umgang mit Menschen und Freundschaften

Oh wie schön :adxs_friends: so gut zu lesen, wenn etwas für jemanden funktioniert freu und es geht auf jeden Fall weiter @Perlentaucherin da vorne, siehste, ok noch ein wenig versteckt, aber da ist er, dein Weg :white_heart:

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Ich schiebe die Blumen für die Einmachglas-Methode mal Hobbyhopper rüber.
Dieses Tick Tick aus dem Glas sorgt hier immer noch für Party im Kopf :smiley:


Das klingt ja wundervoll und sehr gut beschrieben mit dem IFS-Modell.
Es scheint auch schon gut zu fruchten. Klingt nach einem guten Coach :adxs_daumen:

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Das Buch heißt: Immun gegen Probleme, Stress und Krisen (von Sebastian Maurit)
Ich möchte es jededem wärmstens empfehlen, die🌈der durch Stigmatisierung so verletzt wurde(n), daß sie heute sehr zurückgezogen leben und die Menschen ja fast schon deswegen meiden. Es hat mir mehr Selbsliebe mir selber gegenüber geschenkt, und dadurch kann ich auch andere Menschen mehr lieben/Gefühle begegnen. Mein Selbstwertgefühl ist gestiegen und ich traue mich dagegen zu wehren. Aber man muss dafür etwas tun: üben,üben,üben. Denn nur durch Üben wird es irgendwann zur selbstverständlichsten Sache der Welt „wegzuhören“, echten Widerstand in der richtigen Stärke und Moment zu bieten und sich so zu präsentieren, wie man ist! Man ist nicht „nur dick“, „nur dünn“, „auffällig“, „Stumm wie n Fisch“,„Plappermaul“ etc. - nein! Man hat mehr als der erste Eindruck scheint, WENN man es zeigt! Sich traut, andere gute und positive Eigenschaften oder Charakterzüge als „nur“ dies und das zu zeigen.
Das Buch ist super und für jegliche Art an Stress, Krisen und Problemen einzusetzen, wenn man es will und Strategien einfach mal ausprobiert, die als Übung vorgegeben wird. Eire Augen würde ich dann gerne sehen, wenn der AHA-Effekt auch in Eurem Gesicht stehen wird :grin:

Vielen lieben Dank für die warmen Worte. Das tut sooo gut und fühlt sich wie eine warme Umarmung für meine Seele an. So ein schönes Kimpliment. Das gebe ich Dir gerne zurück.
Ich bekomme gerne Post! Also sendet mir gerne welche. Auch wenn ich jicht immer jeden Tag drauf eingehen möchte oder kann, aber ihr bekommt eine Antwort.

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Ergänzung:
Ich bin so dankbar für den Titel dieses Themas! Es liest sich so leicht „Umgang…Menschen…Freundschaft…“ ABER es geht so sehr in die Tiefe (der Herzen, in die Vergangenheit, in die Gefühle, ins Langzeitgedächtnis) und es ist sooo ein tolles Thema, daß JEDER etwas hiervon mitnehmen kann, denn jeder braucht einen anderen Menschen um sich herum in seiner Nähe! Wir Menschen sind „Herdentiere“, wir gehen ein, wenn wir alleine sind!

Freundschaft ist ein Grundbedürfnis, was sich jeder wünscht, aber noch lange nicht jeder hat - weil man es vielleicht nie lernen konnte aus verschiedenen Gründen! Ich zum Beispiel konnte nie eine Freundschaft pflegen, weil ich einfach zu viel „für mich“ alleine mit meinem Sport war. Ich wurde egoistisch und musste keine Freundachaften pflegen. Ich wünsche mir aber eine „beste Freundin“, aber bin unerfahren aus oben genannten Gründen. Versteht Ihr, wie ich es meine? und nochmal zurück zum Thema - HIER in diesem Thema, kann man, wenn man es zulassen mag, vieles für sich herausnehmen. Mann muss nichts schreiben, wenn man nicht mag, aber vielleicht kommt dem Leser die ein oder andere hier beschriebene Situation bekannt vor und mag einfach mehr lesen. Somit macht man sich schon Gedanken und setzt sich in dem Moment ja schon damit auseinander?!

Also ein ein gelungenes Thema!
5 Sterne von 5!

Ich habe Euch alle lieb, jeder wie er ist! Gruppenknuddel​:kissing_heart::sleeping:
Gute Nacht, schlaft und träumt schön!

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Liebe(r)@Perlentaucherin, das IFS erinnert mich laut Deiner Beschreibung an das „innere Kind“ in uns. Jeder hat andere Erfahrungen in verschiedenen Lebensabschnitten gemacht. In sehr jungen Jahren (Baby/Kleinkind), im Kindesalter (Grundachulzeit), in der Pubertät (Jugendlicher/junger Erwachsenenalter) und als Erwachsener selber. Das „innere Kind“ meldet sich bei mir als jetziger Erwachsener auch, wenn ich verletzt wurde - aber es schreit, weil es aus einer schlechten Erfahrung als Kind zu mir ruft. Und nur ich als erwachsende Person meiner Vergangenheit, kann wissen, was das Kind JETZT braucht. Und ich beruhige es durch gute Erfahrungen. Ich unterdrücke es nicht, ich höre dem „verletzten Ich“ zu, was es zu sagen hat, wie es sich anfühlt und gebe ihm, was es braucht. Oft reicht eine „liebe Umarmung“ und aus dem inneren Kind kann ich wieder aks Erwachsener aus der Situation gehen.
So ähnlich hört sich IFS an. Gibt es da Parallelen? Ich habe das Buch gelesen: Das Kind in Dir muss Heimat finden. Dort wurde es nämlich ähnlich erklärt, wie das, was Du über IFS schreibst.
Ist auf jedenfall sehr wohltuend.
Mich freut es, wenn man erfolgreich (alles was Glücksgefühle, Zufriedenheit und Freude auslöst) ist und es einem hilft - wie bei Dir! Man spürt förmlich beim Lesen Deines Beitrages, daß Du von innen heraus strahlst und positive Kräfte in Dir wirken. Ich google morgen mal nach IFS. Interessante Sache! Kann man bestimmt auch sehr vielseitig „einsetzen“, wenn man weiß wie. Danke jedefalls für diese Info!

So, bin müde…gähn…gutes Nächtle…

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Dankeschön, @Silberlocke. :slightly_smiling_face:
Ich empfinde es wirklich so, wie Du sagst. Es ist - endlich - ein Weg für mich, der funktioniert. Nicht sofort komplett und wohl auch noch ein längerer Weg, aber wirklich einer, der, so empfinde ich es, letztendlich dazu führt, meine (ADHS- und andere) Eigenheiten anzunehmen, mich mit all den Verletzungen auszusöhnen, so dass ich es irgendwann mal damit gut sein lassen kann, und wieder zu leben anstatt zu kämpfen oder zu funktionieren.

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Oh, Danke @SneedleDeeDoo. Und entschudige, @Hobbyhopper, das warst ja Du mit mit dem Reagenzglas.:partying_face: Hab ich gestern gerade weiterempfohlen, und ist sehr gut angekommen.

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Danke @Xulia, das hört sich interessant an. Ich werde mir das Buch mal anschauen.

Zu dem, was Du zu Stefanie Stahl, ihrem Buch zum „inneren Kind“ und Ähnlichkeit zu IFS gesagt hast, antworte ich gleich noch.

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Hi nochmal, liebe @Xulia,

Zu dem, was Du zu Stefanie Stahl und ihrem Buch zum „inneren Kind“ gesagt hast:

ich habe das Buch auch gelesen und versucht, mit ihrem Ansatz zu arbeiten, der in machen Punkten wirklich ähnlich ist, wie die IFS-Methode, habe aber irgendwann aufgegeben, weil ich viel mehr innere Kinder-Anteile in mir sah als nur das „Schattenkind“ und „Sonnenkind“. Meine waren z.B. nicht alle in einem Alter, und es gab/gibt auch andere Anteile und Stimmen, die mich z.B. ständig kritisierten oder antrieben oder die plötzlich sehr wütend werden oder flüchten wollten. Irgendwie fand ich den Ansatz mit dem „inneren Kind“ zu schematisch für mich, zu sehr „nach Fahrplan“, ich konnte ihn nicht individuell auf mich und meinen inneren Zustand anpassen, es fehlte mir immer irgendwas. In mir war viel mehr los, es war viel lauter und bunter, sozusagen.

In einer Supervision habe ich dann das IFS-Modell kennen gelernt und war vollkommen „geflasht“, wie man so sagt. Vor allem von dem Anteil, der das „Selbst“ genannt wird, weil dieser Anteil in mir sich trotz aller Traumata und allem Mist, den ich erlebt habe, wirklich vollkommen unverletzt anfühlt. DAS war etwas völlig neues für mich, und, was ich eben unglaublich finde: ich kann dieses Gefühl, diesen liebevollen, ruhigen, gelassenen inneren Zustand immer wieder selbst herstellen und in diesem Zustand an meinen Dingen arbeiten. Und das mit der Zeit immer mehr ohne Coach oder Therapeuten.

Sicher, meine ADHS-Symptome wg. dauerhaft veränderter Gene und auch die kaputte Stressverarbeitungs-Achse lassen sich dadurch nicht „reparieren“, damit muss ich wohl leben, wie mit einer Behinderung, das will ich auch, zum Glück hilft mir das Medikinet. Aber die Arbeit mit meiner Coachin und dieser Methode und die neue Art, mich selbst und andere zu betrachten und mit mir anders umzugehen, fühlen sich für mich an, wie nach einer langen Suche (u.a. mit verschiedenen Therapien und vielen, vielen Ratgeberbüchern) endlich nach Hause zu kommen, und zwar zu mir Selbst.

Wenn jemand den Ansatz IFS bzw. Internal Family System näher kennen lernen will: es gibt gute und leicht verständliche Einführungen, z.B.

„Das System der Inneren Familie: Einführung in die IFS-Therapie - Ein Weg zu mehr Selbstführung“ von Richard S. Schwartz, der die Methode entwickelt hat
[https://www.amazon.de/Das-System-Inneren-Familie-Selbstf-C3-BChrung-dp-3466348161/dp/3466348161/ref=dp_ob_title_bk]

oder „Kein Teil von mir ist schlecht: Mit dem Modell des inneren Familiensystems (IFS) Trauma heilen und zur Ganzheit zurückfinden“, auch von ihm, mit anderen zusammen
[Amazon.de]

und auch sehr gut: „Ich steh mir selbst nicht mehr im Weg: Innere Persönlichkeitsanteile erkennen, verstehen und heilen“ von Heike Mayer, einer Schülerin von Richard Schwartz
[Amazon.de]

Bevor ich mich ganz darauf eingelassen habe, speziell mit einem Coach so zu arbeiten, habe ich sehr viel dazu gelesen (muss ja immer auf Nummer Sicher gehen, bevor ich mich einlasse :wink:). Für mich ist es wirklich gut.

Danke Dir für Dein Interesse, @Xulia - aber nun hab ich wieder das Gefühl, so viel geschrieben zu haben, was nicht zum Thema Umgang mit Menschen und Freundschaften gehört. :unamused: Ich gelobe Besserung! Dabei ist das ein wichtiges und schwieriges Thema und ein Grundbedürfnis, wie Du oben auch schon sagtest, was vielen von uns „unter den Nägeln brennt“, auch mir.

LG Perlentaucherin

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Guten Morgen Perlentaucherin,

Ich habe das Glück gehabt, das mein erste Therapeutin sich mit Schema Modell auskennt, das hat mir sehr geholfen. Sie ist sehr gut auf mich eingegangen und hat es mir so aufbereitet das es für mich passt, da hatte Ich nur eine Vermutung wegen ADHS und war wegen Burnout und Depressionen bei Ihr. Durch ihren Zuspruch bin Ich erst in die Diagnose und habe mich dem Thema gestellt. fear for whatever hat mich immer zurückgehalten „du musst das alleine Schaffen, alles eine Sache des Willens“ Tja da war der innere Kritiker (Manfred) ganz schön aktiv.

Was Ich sagen will, Ich kann mir jetzt nachdem Ich 2 Monate Schematherapie in der Klinik „gelernt“ habe, viel besser mit mir umgehen und weiß wo was hingehört. Wenn mich mein inneres Kind dann doch wieder veräppelt und mir das erst 1-2 Tage später aufält, dann versuche Ich darüber zu lachen.

Ich kann mit Bauanleitungen und Regelwerke sehr gut Leben und brauche das auch, durch das Schema Model hab Ich jetzt auch eine von Mir selbst. Da Ich vor dem Aufenthalt schon Vorarbeit geleistet hat, konnte Ich auch recht gut auseinanderhalten, was mein ADHS ist und was Bewältigungsreaktionen nach dem Schemamodell sind. War nicht einfach aber man bekommt ja ein Gefühl für sich und seine Funktion.

So konnte Ich einiges abwehren, was sonst als Bewältigungsreaktion(Schemamodell) definiert worden wäre.
Unsere spontane Teilnahme an Gesprächen und einbringen von Wissen dazu, heisst bei Mir ja Ich mag Dich und Ich finde auch super Interessant. Wurde aber und deswegen war die Stationäre Situation super als Übungsfeld, es als „der will sich nur Profilieren und interessiert sich gar nicht richtig für die Person“

Ich fand auch einzelne Therapie Sessions mit Imagination sehr wichtig und hilfreich, aber das Ist schon harter Stoff.

Es hat sich aber super gelohnt, jetzt fühle Ich den kleinen Boris in Mir und sehe ihn und seine Bedürfnisse. Ich muss ihm ja auch erklären was mit Uns los ist, was es bedeutet ADHS/Asperger zu haben und was unser normal und ok ist. Ich finde es wichtig, für mich, gerade in der Vergangenheitsbewältigung darauf zu achten, dass das innere Kind ja die ganze Zeit dabei war und das alles ausgehalten hat. Jetzt versuche Ich ihm ein gesunder Erwachsener zu sein und ihn lieb zu haben - Ich sehe Dich ! dann gibst auch mal nen Kaffee für mich und nen Eis für „ihn“ :slight_smile:

Ich denke halt auch absolut in Bildern und es laufen immer Filme wenn Ich nachdenke, das Schemamodell ist perfekt dafür, für mich :wink:
Wollte meine Erfahrung zum Thema Schematherapie teilen und niemanden davon überzeugen, das es „das Beste“ ist :wink:

Vielen Dank Perlentaucherin

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Hey @MoleAndMonkey,

vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen teilst. Tut mir sehr gut, und ich finde mich da sehr wieder. V.a. was Du über den kleinen Boris geschrieben hast, hat mich sehr berührt, also ihm zu erklären, was unser „normal“ ist, und was es bedeutet, ADHS/Asperger zu haben, und dass Du mit ihm Eisessen gehst. Das ist so schön zu lesen, wie Du ihn annimmst und fürsorglich mit ihm bist. :heart: Und einen „Mannfred“ habe ich auch. :blush:

Danke auch, dass Du Deinen Prozess mit Schematherapie beschreibst. Das hört sich sehr ähnlich an wie IFS und ebenso schön, aber auch manchmal ebenso hart … Mir hat Dein Beitrag nochmal gezeigt, dass es DAS eine Modell oder DEN einen Ansatz für jeden nicht gibt, sondern jeder auf seinem Weg vielleicht irgendwann das findet, was für ihn „funktioniert“ und ihn dazu bringt, sich selbst mehr anzunehmen und liebevoll und fürsorglich mit sich umzugehen. Egal, ob nun über Therapie, Coaching, Ratgeber oder sonstwas.

Leider geht mir mit dem, was ich in IFS gefunden habe, manchmal die Begeisterung und Euphorie durch, so dass ich etwas „drüber“ bin. Tut mir leid, wenn das wie Missionieren klang.

LG Perlentaucherin

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Guten Morgen Ihr Lieben @alle

Ich sehe es genauso:
Es gibt nicht DEN richtigen Weg. Man kann sich alles mal durchlesen, das ein oder andere Googeln und für sich NUR das herausnehmen, was für einen SELBER das Beste ist.

Ich finde die Ansätze mit dem IFS sehr interessant und werde mich darüber mehr informieren. Danke für die Links dafür!

Ich finde nicht, daß das Thema IFS hier falsch ist, da es ja auch um den wichtigsten Menschen geht, der im Mittelpunkt steht - nämlich man SELBER! Wenn man sich selber nicht liebt ode sich nicht leiden mag, der kann auch andere Menschen (Umgang mit Menschen) nicht mögen/leiden.

Daher vielen Dank für Eure Infos, eigene Ideen, Gefühle und evtl. auch offene und ehrliche Kritik.:+1:

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Ich kenne die Euphorie sehr gut und nein es klingt nicht nach Missionieren, du schreibst ja auch das es „die Lösung für alle“ nicht gibt.

Ich finde es sehr mutig von Dir das du Dich dem ganzen so gestellt hast. Sich so mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, ist schon sehr hart und Ich kann sehr gut nachvollziehen wie sich das anfühlt.

Frau Dr. Edith Eger hat geschrieben, dass wenn man bestimmte Situationen die auf der Seele lasten verdrängt, man immer wieder von ihnen eingeholt wird. Das durchleben dieser Situationen mit therapeutischer Begleitung ist der Schlüssel um damit abzuschließen, Frieden zu finden und sich selber aus der Opferrolle rauszuholen.

Der letzte Satz von Dir zeigt ja deutlich, das da noch ein Kritiker in Dir steckt :wink:
Ich hab den mal aktiv in einer Imagination mit meinem Therapeuten während der Reha vor die Tür gesetzt und tatsächlich einen Stuhl genommen und vor die Tür gestellt. Klingt abgefahren, aber irgendwie hilft es.

Es ist ja nicht deine Verantwortung, wie Menschen auf Dich reagieren. Wenn Sie meinen du bist drüber, who cares. Dann liegt es am Gegenüber zu sagen, sorry Ich empfinde das als „drüber“ …
Wenn es Dich aber selber stört und Dich diese Euphorie anstrengt oder so, das wäre dann etwas anderes, weil es dann um Dich und dein eigenes Wohlbefinden gehen würde.

Ich lerne das auch gerade und bin da noch ein Welpe, ertappe mich auch mit solchen Gedanken, ob Ich jetzt drüber bin. Ich versuche in Zukunft einfach besser mit Mir umzugehen und mich nach meinen Bedürfnissen zu richten bzw. zu orientieren.

Also Brust raus sei Euphorisch und genieße diese Welle …

Lg M&M

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Darauf wollte ich dir eigentlich noch antworten:
Es kommt halt darauf an, was bei dir „nicht geht“. Und das musst du dann im Gespräch so „verpacken“, dass es für den potenziellen Arbeitgeber fast schon vorteilhaft klingt, dich einzustellen.

Ich bin z. B. 0,0 Multitaskingfähig. Geht einfach nicht, ich muss mich auf eine Sache konzentrieren können. Damit gehe ich im Bewerbungsgespräch aber sehr offensiv um: „Sie werden mich vielleicht eh früher oder später nach meinen Schwächen fragen…“ Und dann das so beschreiben, wie es für den AG am besten passt: "Ich kann nicht 2 Sachen gleichzeitig. Ich werde nicht an einer Sache arbeiten und mich mit einer Kollegin noch über andere Sachen unterhalten können. Projektbezogene Gespräche führe ich gerne, muss nur dafür kurz die Arbeit unterbrechen, damit ich mich voll auf das Gespräch konzentrieren und die wichtigste Informationen mitschreiben kann.

Ich bin aber eh zum arbeiten hier und nicht zum tratschen, denn dafür bezahlen Sie nicht ihr gutes Geld. Private Gespräche führe ich dann gerne nach Feierabend, dann hab ich den Kopf dafür frei."
Das hört sich für den AG ehrlich an, macht dich von vornerein vertrauenswürdig.
Und der AG kann sicher sein, dass du nicht `ne halbe Stunde in der Kaffeeküche rumhängst um über Kollege Müllers neues Auto zu reden. z. B. Und für dich ist es gut, wenn der meist unangenehme Punkt „Wo sehen Sie ihre Schwächen?“ dann schon mal außen vor ist.

Jobs, wo das ein Einstellungshindernis ist, kann ich eh nicht annehmen, da würde ich die Probezeit nicht überstehen. Deswegen macht es nichts, wenn ich den Job gar nicht erst bekomme.

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auf den Punkt gebracht :+1:

Hallo!
Ich bin noch relativ neu hier im Forum und daweil nur stille Leserin, aber das Thema hat mich sofort angesprochen.

Ich habe in letzter Zeit sehr oft das Gefühl ur distanziert zu meinen Freunden, insbesondere Freundinnen zu stehen. Wenn man das Gefühl hat, man muss sich ständig selber darum kümmern, dass es zu Treffen/Unternehmungen usw. kommt, ist das einfach sehr ermüdend. Zusätzlich habe ich auch noch ein immer wieder auftauchendes Problem mit einer sehr guten Freundin, die ich seit dem Kindergarten kenne, dass ich mich von ihr ständig ausgeschlossen und vor den Kopfgestoßen fühle…Wir haben darüber Anfang des Jahres schon mal intensiver gesprochen, doch leider hat es zu keiner Verhaltensänderung auf ihrer Seite geführt und ich hinterfrage diese Freundschaft erneut komplett…

Vor ein paar Tagen habe ich dann hier das erste mal über RSD gelesen und dadurch auch eine Erklärung für ganz viel gefunden. Natürlich ist das etwas woran man arbeiten kann/sollte, doch ich finde auch, dass Menschen die einem nahe stehen wenn man erzählt wie man sich durch ihr Verhalten fühlt und dass man da eben sehr sensitiv ist darauf Rücksicht nehmen sollten, denn sie sollten eine doch eg nicht verletzen wollen??

Und um noch was zu sozialen Kontakten bei der Arbeit zu sagen: ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe momentan noch sehr viel Parteienverkehr…da ich wahrscheinlich auch auch eine Sozial Phobie/Angststörung haben (wird noch abgeklärt) liegt mir das natürlich garnicht…Oder eg liegt es mir schon, es ist nur ur anstrengend für mich diese freundliche Maske den ganzen Tag auf haben zu müssen und da ich auch ur schnell gereizt/genervt bin fällt mir das natürlich noch schwerer…
Mit meinen Kolleginnen und Kollegen komme ich sehr gut aus, allerdings auch mehr maskiert als tatsächlich…So hart es sich anhört aber ich habe einfach gar kein Interesse an denen und ihrem leben…so gings mir auch bei meinen Mitschülerinnen in der Berufsschule oder bei den Kursteilnehmerinnen im Matura-Kurs (ich glaub spätestens jz weiß jeder das ich aus Österreich bin haha). Ich komme immer mit allen gut aus, aber dass ich mit vorstellen könnte, dass daraus Freundschaften entstehen kann ich nicht.

Etwas was mir auch in letzter Zeit auffällt und mehr Raum bekommt, seit ich in einer Beziehung bin ist, dass ich das Verhalten usw. von meinen Freundinne/Freunden und anderen Personen in meine Umfeld immer sehr kritisch betrachte und auch oft was daran auszusetzen habe. Den Personen sag ich das natürlich nicht so direkt, aber wenn ich meinem Freund davon erzähle steigt er meistens auch voll drauf ein und dann reden wir so ein bisschen von oben herab…wenn ich das so schreib hört sich das nicht sehr nett an, aber es ist eg sehr harmlos, ich kanns nur nicht so gut erklären. Vielleicht versteht ja tdm jmd wie ichs mein :sweat_smile:

Auf der anderen Seite würde ich sehr gerne neue Freundschaften knüpfen, aber das fällt mir eben durch die oben beschriebenen Probleme etwas schwer…
Hat jemand Erfahrung mit ADHS Gruppen? Sowas würde es bei mir in der Nähe nämlich geben, aber ich weiß nicht ob das was für mich ist.

So das wurde doch etwas mehr als gedacht haha
Find den Gedanken mit völlig Fremden solche persönlichen Sachen zu teilen noch etwas ungewohnt, aber es hat aufjedenfall gut getan :slight_smile:

P.S.: war kurz vor dem Absenden am überlegen alles wieder zu löschen :see_no_evil:

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Hello :adxs_winy: @Ela99 Herzlich Willkommen in diesem bunten Haufen hier.

Das mit dem, wieder löschen, ist schon einigen so ergangen, aber schön, daß Du es nicht gemacht hast.

Diese Gruppe da in deiner Nähe, vielleicht wäre das eine spannende Erfahrung für dich, gerade für den Austausch so im real life.

Und was den Austausch hier angeht, manchmal ist es auch einfacher, mit völlig Fremden zu plaudern.

Schön, daß du uns gefunden hast :adxs_peace:

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Liebe/r @Ella99
Ich finde es toll, daß Du Deine Gedanken und Erfahrungen mit uns teilst und eben NICHT gelöscht hast!!!
Du hast es in das richtige Thema geschrieben.

Wenn Du eh neu hier im Forum bist, dann hast Du anfangs wohl wie jeder hier, erst einmal nachgeschaut, welche Themen was für Dich sind und welche nicht. Ich freue mich, daß Du DIESES gefunden hast.

Seitdem ich Medikinet adult bekomme, hat sich neine Zwischenmenschliche Beziehung um einiges verbessert. Ich war sehr zurückgezogen, fühlte mich sonderbar (negativ gemeint) und so gar nicht „normal“ wie die anderen Kinder/Jugendliche! Ich fühlte mich auch oft sehr alleine und wünschte, ich hätte Freundinnen. Durch das ADHS, das ich wohl schon als Kind hatte, hatte ich Schwierigkeiten, eine Fteundschaft zu pflegen. Alles kam erschwerend dazu: Schul-/Lernstress, Sport, Alltag, und erwachsen werden. Nun bin ich Erwachsen und blicke zurück, wie ich doch alles bewältigt habe.

Wenn ich Deine Antwort lese @Ella99, kommt mir vieles von Dir bekannt vor.
Aber wie schon gesagt, die Gabe von Medikinet Adult (30-30-0) hat mir geholfen (wird immer besser), daß die soziale/zwischenmenschliche Beziehung immer besser wird/wurde. Es gibt also noch Hoffnung. Das Leben ist so schön, wenn man Momente bewusst mitbekommt, die dann super laufen. Man erfreut sich daran, so kleine Schritte nach vorne gemacht zu haben.

Ich bin derzeit auf hoher See mit der Familie unterwegs und ich genieße auch mal die Ruhe - das ist neu! Ich laufe nicht die ganze Zeit umher oder habe das Gefühl, an Land gehen zu müssen. Ich genieße durchs Fernglas zu schauen, und dort wirklich mal eine Stunde am selben Fleck zu stehen. Menschen kommen und wollen auch durch Fernglas schauen und man kommt ins Gespräch, was man gesehen hat. Ich bin nicht mehr „komisch“ oder falle so extrem auf wie früher, indem ich meinen Gegenüber „zugequasselt“ habe. Man wechselt im Dialog das Wort und nicht wie früher im Monolog.

Ich habe gestern Schweinswale gesehen und war so erregt gewesen, daß ich es jedem sagen musste, der mir über den Weg rannte (Es war 22 Uhr und mein Medikament wirkte nicht mehr!) Aber jeder hat sich über meine Info gefreut und lief direkt zur Steuerbord Seite, um Fotos von den schönen Tieren zu bekommen.

Du siehst, es geht dennoch (auch ohne Medikation) in kleinen Schritten voran und es tut sooo gut.

PS: Habe meinen Neurologen gefragt, ob ich auch mal eine Kapsel weglassen/auslassen könnte. Er hält nicht sehr viel davon, da ich ja noch der „Findungsphase“ mit der richtigen Medikation bin. Aber wenn ich abends mal früher besser schlafen möchte, oder alkohol trinken möchte, kann ich eine Dosis ausfallen lassen. Das habe ich auch einmal gemacht. Aber ich nehme doch lieber die Kapsel, als Alkohol trinken zu dürfen!
So kann ich abends noch „ruhig“ einen Film schauen oder aufs Meer hinaus schauen…

Ich grüße Euch aus dem schönen Alesund in Norwegen.
Eure Xulia

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Danke für deine ausführliche Antwort!

Es beruhigt mich sehr zu lesen, dass es mit Medikamenten auch in dieser Hinsicht leichter werden könnte. Ich bin nämlich noch sehr frisch diagnostiziert und werde wahrscheinlich mit Elvanse im August starten.

Ich wünsch dir noch einen schönen Urlaub!

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Hallo Ela99, bin auch aus Ö und frisch diagnostiziert. Die Idee zuneiner Gruppe zu gehen, ist mir auch schon gekommen. Lebst du im Osten? Ich wäre inter an deinen Erfahrungen, es gibt ja auch online-Gruppen… hast du das schon mal ausprobiert?
Liebe Grüße

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