Umstellung auf Ersatzpräparat angekündigt

Hi zusammen,

mein Arzt hat in der Terminvereinbarung angekündigt, dass er das Medikament von medikinet adult auf ein Ersatzpräparat umstellen muss.

Was erwartet mich da? Es gibt ja wohl Unterschiede bei z.b. der Freisetzung?

Hat der Arzt eine Wahl bei der Verschreibung? Was wäre aus eurer Sicht am „ähnlichsten“?

Oder wäre es der passende Zeitpunkt, evtl auf concerta umzusteigen bzw zu testen? Ich mache eh erstmal ein paar Wochen Medikamentenpause…

Wäre für Tipps und Gedanken dankbar. Nebenproblem: er beendet aufgrund der neuen Regularien meine Behandlung zum Jahresende, da ist die Zeit zum Rumprobieren sehr knapp. Die Hausärztin verschreibt ja dann nur aufgrund des letzten Berichtes, nehme ich an.

Hallo Kernig,

bisher gibt es keine Generika für Medikinet Adult, falls doch wäre das ganz neu.

Unterschiede bei der Freisetzung sollte es in diesem Fall nicht geben - theoretisch!

Erfahrungen damit gibt es aus diesem Forum keine, du bist der erste, der von einem eventuellen Medikinet-Generikum berichtet.

Das verstehe ich nicht. Welche neuen Regularien sind gemeint? Geht dein Psychiater in Ruhestand?

Deine Hausärztin verordnet vielleicht auf Grund des letzten Berichtes dein Medikament weiter, aber sicher nur ein, zwei Jahre, bis sie einen neuen Facharzt-Bericht sehen will. So ist es bei mir jedenfalls. D. h. eine neue Psychiaterin brauchst du mittelfristig wieder.

wie wegen neuer Regularien?

Ist es ein Psychiater?

Dann such dir ganz radch mal einen neuen Psychiater damit du auch beim Hausarzt die Medikamente weiterverodnet bekommen kannst. Ohne Facharztberichze allev6 oder 12 Monate wird das nicht möglich sein

Es gint kein Generika für Medikinet!

Rs gint Ritalin und „Generikaherszeller“ die eine ähnliche bzw. vergleichbare Retardierung für Methylfinidat Medikamente hat dann Concerta und dazu Generikahersteller die wohl von Retardierung (Concerta und Generika) vergleichbar zu Medikinet sind aber eine länge Wirtzeit haben müssen.

Ist eher die Frage warum dein Srzt das macht

Ich gehe gleich mal googlen ob es da juristische Ansätze gibt oder es ggf. was mit der Vergütung zu tun hat. Ich kenne drastische Leistungseinschränkungen von meiner Endokrinologin weil sie einige Angebote nicht mehr ausreichend vergütet bzw. überhaupt vergütet zu sehen scheint, daß sie das Leistungsspektrum so herunterstrich.

Die Arztpraxis begibt sich aus meiner Sicht auf ziemlich dünnes Eis, wenn sie sagt, dass sie aufgrund wirtschaftlicher Gründe die Behandlung ihrer Patienten abbrechen will.

Sie sagen ja nicht, dass sie es aufgrund des Übermaßes der Patienten nicht schaffen, alle adäquat zu behandeln, sondern dass die Praxis ab 2027 weniger Geld bekommt und daher Patienten reduziert.

Und weniger Geld von der Kasse zu bekommen, ist kein Grund für einen Behandlungsabbruch, sondern das zweifelhafte Los von Kassenarztpraxen und vom wunderbaren aktuellen Bundestag verbrochen.

Also wenn alle Stricke reißen, muss deine Praxis dich auf jeden Fall weiterbehandeln.

Ansonsten klopfst du vielleicht jetzt schon bei der Institutsambulanz an und lässt dir für 2027 einen Termin zur Weiterbetreuung geben.

Das tut sie nicht, wahrscheinlich wird sie Adhs und auch andere Behandlungen komplett nicht mehr erbringen/ behandeln. Der Arzt/ die Praxis ist schon recht frei auf was sie sich „spezialisieren“ und behandeln wollen und wenn ich das richtig gelesen habe auf die Schnelle ws sehr harte Daumenschrauben bei der Wahl der zu verordnen Medikamente wegen Rabattverträgen geben wird, aber auch nicht sicher ist wieviele Patienten mit dieser Diagnose vergütet weden und quasie die anderen Behandlungen vergütungsfrei behandeln, weil auch die Menge/ Anzahl der Behandlungen so stark beschränkt wird und z. B. die Praxis eh nie eine Schwerpunktpraxis war, kann ich zumindest nachvollziehen das man sich bevor man Proble bekommt oder ggf. in der letzten Zeit immer wieder Probleme durch die Kasse bzw. durch mögliche drohende Regresse hatte das man sich entscheidet diese Leistungen grundsätzlich nicht mehr anzubieten und somit nicht mehr in Konflikt mit den Kassen zu kommen.

Klingt blöd, doch je mehr Stress Praxen gemacht wird, je mehr man Praxen durch Androhung von Regressen oder Regressen Praxen bedroht um so wahrscheinlich das sie solche Leistung nicht mehr bereit sind zu erbringen.

Unabhängig ob das gut oder fair gegenüber den Patienten ist kann ich es nachvollziehen, denn wenn deine finanzielle Zukunft immer wieder stark gefährdet ist würdest du wahrscheinlich ähnlich reagieren und ich hatte in den letzten Jahren bei 3 Ärzten mitbekommen wie bedrohend für ihr Privatvermögen, für die berufliche Zukunft diese Regressforderungen von 30.00, 50.000, 70.p00 Euro auf Ärzte einwirken denn sie haften persönlich sind eben keine GmbH, das tut ihnen sehr weh, bedrängt sie weil sie Angst haben die Gehälter ihrer geschätzten Mitarbeiter im nächsten Monat nicht mehr zahlen zu können und vieles mehr.

Traurig und peinlich denn meist trifft es die falschen Praxen und nicht die durch Risikokapital expandierten Öraxen, die genau wissen wie sie das Buget und System ausreizen zu können ohne Konsequenzen…

Da die Reaktion auf unterschiedliche Präparate sehr individuell ist würde ich einfach ausprobieren und ggf bei Problemen ein paar Tage abwarten , wie eine Eindosiereung.

Kann sein dass du es sogar besser verträgst und wenn es nicht passt an den Arzt wenden.

Der Arzt / Apotheker muss sich an Rabattverägen orientieren , kann aber im Einzelfall „autIdem“ auf ein Rezept setzten . Man zahlt dann aber ggf. mehr dazu.

Das wäre ein Versuch wert

Lasse es nicht drauf ankommen , frage jetzt schon deine Hausärztin ob sie das überhaupt macht und fange am besten gestern schon an , nach einem neuen Arzt zu suchen.

Aber Berichten zufolge, kann es trotzdem einen großen Unterschied machen, dass manche Medikinet besser vertragen als Ritalin bzw. Generika davon.

@kernig wahrscheinlich wirst du das ausprobieren müssen… Wenn du es nicht verträgst, hat der Arzt einen Grund und sollte dich wieder auf das (vermutlich teurere) Medikinet zurückstellen können.

Concerta ist noch teurer als Medikinet. Da ist dann die Frage, ob du das überhaupt bekommst, wenn es nicht „medizinisch begründet“ ist.

Ich habe Kinecteen (auch teurer als Medikinet, wobei es da vielleicht auch drauf ankommt wie viele Dosen du von Medikinet über den Tag nimmst, aber günstiger als Concerta), weil ich mit dem Ritalin Generika nicht zurecht kam.

Das wirkt ähnlich/ gleich lange wie Concerta, hat halt einen anderen Freisetzungsmechanismus.

Bis 2027 ist es, denke ich, lange genug um das für dich auszuprobieren.

Es ist halt die Frage, ob dein Arzt und/oder die Krankenkasse da mit macht :pensive_face:

Es gibt Methylphenidat A1 Pharma. Allerdings ist das für Erwachsene nicht zugelassen. Vielleicht wird das geändert.

Warum Erwachsene und Jugendliche unterschiedliche Präparate brauchen, verstehe ich nicht.

1 „Gefällt mir“

Ich finde das total verwunderlich. Es gibt doch gar keine Generika für Medikinet Adult. Er müsste dich also auf Ritalin Adult oder Concerta umstellen und dann würde das in der Apotheke gegen Generika ausgetauscht.

Ganz davon abgesehen, dass sich mir die Logik dahinter nicht erschließt, finde ich das unverantwortlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass er dir gleichzeitig sagt, er behandelt dich nicht weiter. Wenn er tatsächlich sagt, er stellt dich - aus welchen Gründen auch immer - auf einen anderen Freisetzungsmechanismus um, dann muss er dich zumindest engmaschig dabei begleiten.

Du hast gefragt ichvhabe die Möglichkeit aufgeführt! Rest mit Arzt besprechen!

Dazu kann und werde ich nichts sagen, weil du es sowieso erst ausprobieren müsstest und der Arzt es auch verordnen muß!

Auch das ist kein Generikum von Medikinet Adult.

@kernig Für eine Umstellung auf ein Generikum gibt es keinen Anlass, solange es keines gibt. Wenn du mit Medikinet Adult gut zurecht kommst, solltest du weiterhin darauf bestehen.

Also ich habe jetzt:

5 mg medikinet adult

20 mg Ritalin adult von infectofarm

30 mg Methylphenidat AL von aliud Pharma

Ja keine Ahnung, ich mische das ja lustig über den Tag: früh 30, zwischendurch 5, nachmittag 20 mg. Deshalb meine Frage, ob man prognostizieren kann, wie die Freisetzung bei den anderen Produkten im Vergleich ist.

Da geht es um mögliche Regressforderungen der Krankenkassen…

Die gute Nachricht: mir wurde angeboten, an einer Kombi-Gruppen-/Einzeltherapie teilzunehmen. Quasi noch in 2026 damit zu beginnen, damit die Behandlung dann in 2027 fortgesetzt werden darf. Bin ich sehr dankbar, bei mir war schon Katastrophenstimmung.

3 „Gefällt mir“

Okay, dann kann sich das mit dem Ersatzprodukt ja nur auf das Ritalin beziehen, denn die 5 mg gibt es von keinem anderen Hersteller, das muss dir also weiter von Medikinet verschrieben werden.

Das ist doch mal eine gute Nachricht :four_leaf_clover:

1 „Gefällt mir“

Dein Psychiater wird immer sonderbarer. Ich habe noch von keinem Arzt gehört, der eine Regressforderung wegen Medikinet Adult bekommen hat! Wieso auch, da es ja keine preiswerteren Generika gibt!

Ich glaube, deinem Arzt sitzt jemand im Nacken, der ihm sagt, wo er, in diesem Fall sogar eingebildet (!), mögliche wirtschaftliche Einbußen hätte. Im anderen Thread schriebst du, er hätte dich „aus Kulanz“ als Patientin genommen, und im nächsten Jahr darf er es nicht mehr, weil er nur soundsoviel Patienten haben darf.

Mal abgesehen davon, ob das wirklich so stimmt - Kulanz wäre es ja erst, wenn er dich weiter behandeln würde, ohne dafür Geld zu kriegen!

Und dazu kommt - beschränkt wird doch nur die Anzahl der Patient/innen pro Quartal. Er muss doch aber nicht Jede/n jedes Quartal bestellen, sondern könnte die gut eingestellten Routinepatienten einmal im halben oder ganzen Jahr begrüßen.

Aber es ist natürlich leichter verdientes Geld, immer viele Leute dazwischen zu haben, wo man nicht nachdenken muss und guten Tag und auf Wiedersehen und Rezept unterschreiben und fertig.

Und dann sagt uns wieder eine schlaue Statistik, die Deutschen gehen viel öfter zum Arzt als die Norweger usw. und das Gesundheitswesen sei ja so teuer. Das suchen sich die Deutschen doch aber gar nicht aus, sondern sie werden genötigt! Als wenn wir nicht alle Besseres zu tun hätten.

3 „Gefällt mir“

Du urteilst für meinen Geschmack zu hart und schnell. Ich führe keine Praxis und kann das nicht beurteilen, deshalb halte ich mich zurück. Und versuche erst einmal zu verstehen, deshalb meine Fragen hierzu.

Mein Eindruck von ihm ist ein ganz anderer.

Kulanz: ich habe mit Diagnostikbericht alle Psychiater und Neurologen im Umkreis von 100 km kontaktiert. Keiner hat mich genommen um Medikamente zu verschreiben. Er schon, obwohl er eigentlich voll war, hat er mich für die einzelnen Termine „auf Abruf“ kontaktiert, als jemand abgesagt hat. Ich finde das ziemlich flexibel, andere haben das nicht gemacht, ich hätte heute noch keinen Psychiater…

Und ja: es gibt diese Regressforderungen und ich verstehe, dass kein Arzt da Bock drauf hat.

Meine Frage bleibt immer noch bestehen: wie unterscheiden sich die Medikamente?

1 „Gefällt mir“

wenn du das mischt würde es nur 1 Problem geben 5mg gibt es als retard nur bon Medikinet und von keinem anderen Hersteller

und wer so mischz sollte keine Probleme kriegen - wissen tust du es aner erst wenn es definitiv ausprobiert wird

Hatte ich irgendwo in einen Trest erklärt auch warum gewisse dinge deshalb nicht getauscht werden könnten…

Ich hatte hier die Suchfunktion bemüht. Wohl mit falschen Stichwörtern, nix gefunden und mich deshalb entschieden, hier danach zu fragen.

Vielleicht kann ja noch jemand was zur Fragestellung beitragen…

Theoretisch sollten sich die Medikamente nicht unterscheiden, wenn z.B. Ritalin Adult gegen ein Generika getauscht wird.

Praktisch hab ich aber auch schon gelesen, dass es welche gibt, die zwischen den Marken einen Unterschied merken.

Falls du meinst wo der Unterschied zu Medikinet und Ritalin ist, ist es die Art der Retardierung.

Medikinet besteht aus zwei unterschiedlichen Kügelchen, die Hälfte löst sich sofort auf und gibt den Wirkstoff frei, die andere Hälfte ist mit Magen-saftresistentem ünerzig und lösst sich erst im basischen Milieu des Dünndarms auf.

Deswegen muss hier zwingend eine Gute Mahlzeit mit Fett und Proteinen gegessen werden, sonst gelangt das zu schnell in den Dünndarm und der gesamte Wirkstoff wird viel zu schnell freigesetzt, was zur Überdosierung und viel kürzerer Wirkdauer führen kann.

Ritalin: auch hier wird die Hälfte sofort frei gesetzt, die andere Hälfte zeitverzögert, unabhängig von den Mahlzeiten.

Beide fluten Recht schnell an.

Concerta: saugt sich mit Flüssigkeit voll und gibt den Wirkstoff langsam über lasergebohrte löcher ab (Mikropumpe). Ein kleiner Teil des Wirkstoffs wird direkt frei gegeben.

Kinecteen: hat einen Überzug der sich direkt löst und einen kleineren Teil des Wirkstoffs direkt frei gibt.

Der Rest wird zu einer Art gel, das en Wirkstoff langsam abgibt.

Beide fluten milder an, halten dafür aber deutlich länger. Bis zu 12 Stunden (realistisch eher 10).

Vorteil, milderer stärkt und milderes abflachen als bei Ritalin und Medikinet. Kann Rebound verhindern oder abmildern.

Muss oft nur 1x am Tag eingenommen werden.

1 „Gefällt mir“

ich habs doch in diesem Treat irgendwo erklärt wozu dann Suchfunktion?