Unfähigkeit eigenständig hilfe zu "sehen"?

Ich fürchte Sie hat die Hoffnung, durch die ständige Kritik würdest Du etwas lernen.

Aus eigener Erfahrung: Du wirst erst dann anfangen, tatsächlich etwas zu lernen wenn Du aus dem Elternhaus ausziehst und auf eigenen Füßen stehst.
Auch weil die Erfahrung selbst für sich verantwortlich zu sein eine emotional bessere Voraussetzung bietet als unablässige Kritik und genervte Kommentare.

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ich arbeite 15j als Werkstudent in der Woche neben meinem Jurastudium. Es ist momentan und die nächsten Zeit so intensiv und zeitaufwendig das ich nicht viel mehr arbeiten kann, ohne das die Noten auf der Strecke bleiben würden , 10% Uni ist da leider nicht möglich, eher 90% Uni 10% Arbeit . Zumal es sowieso nicht reichen würde für eine eigene Wohnung. :sleepy_face:

Finde ich in einem ADHS-Selbsthilfeforum ein ziemlich zynischen Post :grimacing:

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Wow. Können wir das vielleicht im ADxS-Merchandise-Shop auf ein Küchenhandtuch gestickt bekommen? Denn diese Erinnerung brauchen User eines ADHS-Forums sicher ganz dringend.

Ist das dieses „Ich liebe rage bait“, das Du mal erwähnt hast? Studienfächer sind nicht vergleichbar. Lebensverhältnisse und Kompensationskräfte sind nicht vergleichbar. Nicht jede/r kann oder möchte andere Studierende nach Mitschriften fragen während der eigenen strategischen Abwesenheit.

Falls das klappt mit dem bestickten Küchenhandtuch, würde ich 2 vorbestellen. Ich schenke RuheImKopf dann eins zum Auszug, wenn und wann der dann eben individuell möglich ist nach Lage der Dinge.

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Geschenke sind immer ne tolle Sache :winking_face_with_tongue: Spaß beiseite, gebe dir auch recht

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Ich hätte jetzt auch vorgeschlagen entweder

  1. feste Zuständigkeitsbereiche (Wäsche, Bäder putzen etc je einer Person zuteilen), oder
  2. Fixe Aufgaben fixe Tage, zB du kochst jeden Di+Sa Abend, du räumst jeden Abend die Küche auf, du putzt am Sa das Bad etc.
  3. Ausziehen
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Hallo @RuheImKopf

Also ich persönlich stelle mich entgegen anscheinend vieler vorheriger Meinungen, total auf Deine Seite.

Und zwar weil ich persönlich es als regelrecht für unmöglich empfinde, dass Deine Mutter anscheinend nicht begreifen kann, unter welch hohem Stress Du, durch ihr Verhalten, zuhause ständig ausgesetzt bist.

Denn Du sagst es ja selbst immer wieder, nämlich das Du wirklich so gut wie möglich helfen möchtest.

Und ich verstehe es, dass es unmöglich für Dich ist, dass Du jeweils Quasi per Gedanken Übertragung, oder sowas ähnlichem?, jeweils Quasi erahnen „sollen musst“, was Deine Mutter, je nach ihrer eigenen Laune, anscheinend „von Dir erwartet“, und sie Dich ausserdem anscheinend als faul degradiert.

Weil so funktioniert ein reibungsloses Zusammenleben einfach NICHT.

Heisst wenn jemand will, dass dieses oder jenes erledigt werden muss, dann muss man das anderen klar und deutlich kommunizieren, Punkt.

Doch anscheinend ist Deine Mutter nicht fähig dazu, und lässt ihren Frust dann unkontrolliert an Dir persönlich aus, was zumindest meiner persönlichen Ansicht nach, nicht auf eine wirklich liebevolle Beziehung zwischen euch, für Rückschlüsse sorgt.

Und das ist NICHT okay.

Denn Du signalisiert ja das Du helfen willst, nur halt auch das Du dazu klare Anweisungen brauchst.

Jedenfalls ist es NICHT okay, wenn jemand „fordert“ das man seine Gedanken lesen kann, oder Dinge „erkennt“, die jeweils anscheinend nur diese Person selbst jeweils „sieht“.

P.s.
Abgesehen davon studierst Du Jura, und das ist ja bei Gott auch nicht gerade „ein Zuckerschlecken“.

Heisst: Du hängst in diesem Fall ja nicht faul zuhause rum, sondern musst sehr viel lernen.
:white_heart: :people_hugging: :four_leaf_clover:

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Genau darum geht’s mir und das ist das Verhalten was ich wahrscheinlich nicht richtig rüberbringen konnte. Es werden einfach Sachen erwartet auf die kein Mensch alleine kommen würde, wenn man die Situation nicht „gesehen“ hat. Letztens ruft sie mich um einen Ast aus dem Garten ins Auto zu tragen. Ich helfe und sie sagt „da könntest du ja auch mal alleine drauf kommen“, dabei habe ich nichtmal gewusst das der Ast existiert geschweige denn da liegt. Finde ich einfach unlogisch und wirr.

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OMG @RuheImKopf , genau sowas wie dieses Beispiel das Du hier genannt hast, habe ich mir schon gedacht. :wink:

Warum?, weil ich das kenne, und weil ich solche Menschen wie Deine Mutter „kenne“. :wink:

Jedenfalls möchte ich Dir deshalb unbedingt sagen: „NICHT Du machst etwas falsch, sondern tatsächlich Deine Mutter“. :people_hugging:

P.s.
Und deshalb muss das hier in Deinem Thema auch dringend aufhören!, heisst das Du hier für etwas gebasht wirst, und das obwohl Du in Deiner Situation überhaupt nichts falsch machst. :white_heart:

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Und zum Thema ausziehen was hier gegenüber @RuheImKopf genannt wurde.

Sorry, aber habt ihr eigentlich eine Ahnung davon wiiieee teuer Wohnungen heutzutage auf dem aktuellen Wohnungsmarkt sind???.

Und das dann noch für jemand wo studiert und gerade mal 20 Jahre alt ist???.

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Klingt ganz wie meine Chefin.

Machst Du nix, ist es falsch - machst Du was, ist es auch nicht richtig.

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Oh, ich hoffe nicht, dass mein Beitrag als Bashing rübergekommen ist, wollte nur lösungsorientiert ein paar Vorschläge machen, die unabhängig davon funktionieren, wer was sieht oder nicht.

Natürlich ist die Voraussetzung, dass sich die Mutter danach mit weiterer Kritik diesbezüglich zurückhält, sofern die Abmachungen eingehalten werden.

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Ich danke dir für deine Tipps und habe es auf keinen Fall als bashing aufgenommen :slight_smile: @moya

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Ja natürlich, weil Du einer lieber Mensch bist.:white_heart:

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Weshalb ja schon mehrfach das Thema WG im Raume stand.

Ich war auch ungefähr in seinem Alter, als ich damals auszog und mir mit meiner ersten Freundin eine Wohnung suchte. Kleine Wohnung in einer Kleinstadt mit guter Öffi-Anbindung. War nicht luxuriös, aber bezahlbar.

Oder eben wie Moya schrieb: Sich mit der Mutter zusammensetzen und einen realistischen Plan zur Arbeitsbeteiligung erstellen. Weil das mit dem „Alleine draufkommen was gerade wichtig wäre“ ist jetzt nicht unbedingt die Kernkompetenz von ADHSlern.

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Klar weiß ich das :slight_smile:
Darum habe ich sie ja auch gefragt, ob es eine Option ist und wir haben festgestellt, dass es aktuell keine ist. Das ist schade, vor allem, weil sie es sich selbst wünschen würde, aber dann muss man eben weiterüberlegen.
Es schadet aber ja nicht, über alle Optionen einmal nachgedacht und gesprochen zu haben, die in einer solchen Situation helfen könnten.

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Ich will damit nur sagen, auch ADHSler können sowas Schaffen. Ist mir manchmal zu viel rumgeheule und alles wird auf die Diagnose geschoben (Damit meine ich nicht die Threaderstellerin hier, allgemein).

„Ich kann nicht dies, ich habe ADHS…“ sowas in der Art höre ich ständig (entweder hier, oder auch offline).

Und bei vielen dieser Leuten ist ADHS definitiv nur ein Symptom, jedoch sicher nicht ihr Hauptproblem…und an vielem kann man arbeiten.

Mein Leben ist und war auch nie einfach, auch mit Medikamenten ist es immer noch ein täglicher K(r)ampf. Aber manchmal bin ich´s echt Leid, dass so viele neurodivergente nur rumheulen. Ja unser aller Leben ist schwer ich weiß. Aber man kann versuchen das beste draus zu machen im Rahmen seiner Möglichkeiten, oder halt auch nicht. Hab das Gefühl manche geben auf, bevor sie es überhaupt versucht haben.

Ich will nur zeigen, dass es auch anders sein kann. Und ich stell mich nicht hin und sage he, nehmt mich als Vorbild. Wobei ich das in meiner SHG lustigerweise wohl bin - da kommt mal „Du bist so organisiert und diszipliniert, ich will auch…“.

Ja danke, ich weiß. Steckt Jahrelange harte Arbeit und viel Therapie dahinter.

Viele sehr erfolgreiche Unternehmer, Sänger, Schauspieler, etc pp sind neurodivergent. Viele von denen bezeichnen ihr ADHS als Superpower. Gut, soweit würde ich wohl auch nicht gehen - für den 0815 ADHSler ist es wohl eher eine Belastung. Ich steh so dazwischen. Ich find ADHS hat durchaus seine Vorteile (für mich) ist andererseits aber auch sehr sehr anstrengend. Aber deswegen versuch ich ja eben, das beste draus zu machen…ich denke es liegt eben auch an meinem ADHS, das ich niemand bin der den Kopf in den Sand steckt. Und das finde ich zB sehr gut.

So genug rAiGeBaiT für heute.

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Muss leider in Uninähe bleiben und der Wohnraum ist so begrenzt, dass die neuen Erstsemester letztes Jahr in Turnhallen schlafen mussten​:sleepy_face: Spätestens Ende des Jahres werde ich aber mit meinen 2 Kollegen höchstwahrscheinlich in eine WG ziehen, bis dahin halt ich’s auch noch aus, hat ja 20 Jahre auch irgendwie funktioniert :disguised_face:

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:backhand_index_pointing_right::grimacing::backhand_index_pointing_left: Ich hier. Ab 17Uhr (Medi raus) oder wenn ich überreizt bin, mutiere ich zum nie zufriedenen Meckertier. Voll unangenehm zu lesen, wie du das erlebst, obwohl es mir natürlich eigentlich klar ist.

Du hast mich aber auf eine gute Idee gebracht, ich werde meinen Kindern sagen, sie brauchen nicht machen, was ich sage, wenn ich mecker - erstmal im freundlichen Ton bitte.

Ich find’s aber toll, wie verständnisvoll du deiner Mutter gegenüber bist. Ich glaube, ich habe bis zu meinem Auszug so ziemlich gar nichts im Haushalt gemacht :face_with_peeking_eye:

Edit: Ich glaub, ich muss dazu sagen, die Nachricht richtet sich an @RuheImKopf , nicht an @anon78052902, ist sonst sehr verwirrend mein Beitrag :sweat_smile:

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Zum Thema ausziehen: würde bei dir noch ein Wohnheim in Frage kommen? Manchmal kann man sich auf Wartelisten setzen? (Gibt in vielen Städten auch welche, die unabhängig vom Studentenwerk oder so sind)

Ansonsten vielleicht auch noch Fragen bezüglich Wohnberechtigungsschein oder Wohngeld? Da kann man manchmal auch n bissl was bekommen, braucht aber zumindest für Wohngeld ne aktuelle Bafögablehnung.

Und um vielleicht nochmal das Thema Gedankenlesen auszugreifen in Bezug auf meine bisherigen Posts: Scheinbar hatte ich die Situation bei dir etwas unterschätzt. Also klar kann man alle 5Minuten das ganze Haus auf den Kopf stellen, um aufgaben zu suchen. Aber das macht kein normaler Mensch. Und gerade so gestaffelte Aufgaben wie die Wäsche oder sehr Situative Aufgaben wie der Ast sind Dinge, die man von niemanden einfach so erwarten kann, dass man das immer und überall im Kopf hat. (Also auch den Status. Das können andere nur übernehmen, wenn man miteinander redet oder kommuniziert (n Korb zur Wohnungstür stellen als Zeichen, dass was mit der Wäsche ist oder so)

Ist schon echt heftig von deiner Familie. Da hilft dann nur Pläne machen und reden. Insbesondere mit Job und Studium (ungeachtet der Diagnosen) ist es ja schon viel, dann noch deiner Mutter hinterher rennen, um überall rechtzeitig zu helfen ist doch schon viel verlangt.