Mein Kopf ist leider nie leer. Mit Medis etwas leerer, aber trotzdem…
Was Kreativität und co. betrifft merke ich keinen Unterschied.
Termine gebe ich in mein Handy ein und schalte die Erinnerung ein. Ich kann mir leider keine langfristige Termine merken.
Moin miteinander,
ich wäre dankbar, wenn alle Elvanse-Einnehmer an dieser Umfrage teilnehmen könnten, wie lange bei ihnen eine Einzeldosis wirkt:
<URL url="https://adhs-forum.adxs.org/t/wie-lange-wirkt-elvanse/136/64 text=„viewtopic.php?f=19&t=175&p=16900“>https://adhs-forum.adxs.org/t/wie-lange-wirkt-elvanse/136/64
Herzlichen Dank
UlBre
Hallöchen,
Ist jemanden schonmal aufgefallen, dann man mit MPH besser mit Zahlen umgehen kann bzw besser mathematisch Rechnen kann?
Mit LDX hingegen fällt es leichter zu sprechen. (Auch flüssiger Englisch zu sprechen)
Unangenehm überraschende Einsicht nach Rückwechsel von Elvanse auf MPH (mit „ohne alles“ dazwischen…):
Der oben genutzte Vergleich scheint mir auch beim Wechsel in die andere Richtung noch hilfreich. Leider hatte ich nicht auf dem Schirm, dass viele Hard-Core-Fitnesstrainer der alten Schule von Yoga mal so eher gar nichts halten. Und genau das bestimmt gerade die meiste Zeit mein Selbstgespräch.
Ich will das Bild nicht zu sehr strapazieren (Nein, wäre ja gar nicht meine Art! :nothere ), aber:
Das „Ich mit MPH“ hält das „Ich mit Elvanse“ für ein totales Weichei an der Schwelle zum Versager.
Ich fühle mich wirklich, als wäre ich nach einem Jahr zum ersten Mal wieder zum „ernstzunehmenden“ Fitnesstraining mit Geräten, etc. gegangen und hätte beim Einführungstraining erzählt: „Doch, doch, ich habe das ganz Jahr Sport gemacht. Also Yoga.“
Power Yoga wenigstens? Nee, eher so Viniyoga, verletzungsbedingt. Und Bhakti Yoga mit den anderen im Kurs, also liebende Hingabe an die höhere Macht und so…
Am Anfang verkniff sich der Trainer noch das Kichern und den Kommentar, dass er das ja nun nicht „Sport“ nennen würde, allenfalls „Reha von Kranken“. Vermutlich, weil er die Kundin nicht gleich wieder vergraulen will.
Aber zunehmend wird mein Blick auf die Elvanse-Zeit ziemlich unkomfortabel und unbarmherzig. In Richtung: „Ist ja niedlich, das ganze Mantra-Singen im Kreis und so. Vielleicht bringt es was für das Karma, haha, aber die Zeit hättest Du doch echt besser nutzen können. Ich verstehe das nicht. Totale Verschwendung. Habt Ihr auch Räucherstäbchen angezündet?“
Und meine Selbstachtung rettet nur, dass Mantra-Singen sich immer noch „netter“ anfühlte als das Karaoke-Lied von der Erhöhung des Sympathikotonus, das die meisten Muskeln gerade zusammen proben. Ob diese Sichtweise wohl bald der hardcore-Überzeugung weicht, dass Nett ja nur die kleine Schwester von Scheiße ist? Wir werden sehen.
Interessant immerhin, wie krass eine veränderte Muskelspannung die Sicht im Gehirn dreht. Ist ja schlüssig, fight or flight, usw. Aber das Zusammenspiel merke ich erst jetzt richtig.
Aber ist ja schön, wenn du bei dem Training mithalten kannst und keine NW bekommst.
Ich habe das Experiment vor einem guten Jahr auch gemacht, weil ich keinen Bock mehr auf dieses „Walla-Walla“ hatte… aber offenbar hat dieses Problem der üblen Stimmung bei der 5mg-Dosis mir einen Strich durch die Rechnung gemacht… aber das ist eben die Dosis, die ich nehmen müsste… oder 7,5 mg aber das Teilen von Retardkapseln mit Kügelchen ist ja wirklich nix auf Dauer…
Ein Rückwechsel von Elvanse zu MPH ist genau aus dem Grund für mich zurzeit überhaupt kein Thema. ich versuche ja gerade, noch mehr loszulassen und weniger verbissen an die Dinge heranzugehen. Da wäre MPH mMn kontraproduktiv. Tatsächlich bin ich auch sehr zufrieden mit Elvanse und habe noch nie daran gedacht, wieder zu wechseln.
@Elementary
Was war denn dein Grund für den Wechsel?
Ach, mit „Walla-Walla“ einerseits und „zu verbissen“ andererseits habt Ihr die Gegenpole ganz gut beschrieben.
Administrativ-Kram, den ich wirklich dringend erledigen muss, habe ich (auch) „mit Elvanse“ länger nicht erledigt. (Und Admin-Probleme sind bei mir einer der Hauptgründe, dass ich mich überhaupt mit dem ganzen Zeug befasse. Ich habe das Glück, dass mich mein Job eigentlich echt interessiert. Immerhin, aber an jedem Job hängt eben auch Uninteressantes dran.)
Ich bin sehr verträglich mit Elvanse. Ich habe einen schönen, stabilen Blick auf die Welt, etc., fühle mich meistens wohl und das sind ja auch alles ernste Resilienzfaktoren. Aber weniger intrinsisch motivierte Aufgaben und Administrativkram, usw. müssen eben immerhin auf einem Minimum laufen.
Ich weiß, am besten „einfach delegieren“, bla. Und ich lese auch einigermaßen neidvoll, wie viele hier ihr Heil schlicht in buchhaltenden Ehefrauen, Steuerberatern, etc. finden. (Ich hoffe, Ihr feiert und hofiert Eure Frauen dafür… Euer Leben wäre ohne sie ein anderes.)
Im Moment scheint mir Delegieren jedenfalls keine Option, u.a., weil Vorarbeiten nicht gemacht sind. Ich hatte zeitweise die Sorge, es läuft mit Elvanse sogar schlechter als „ohne alles“, weil ich vielleicht „zu wenig Angst“ habe, zu wenig nachteilige Konsequenzen antizipiere, etc. Also vielleicht das, was Nono mit „Walla-Walla“ meint. Oder auch: „Auf Goa mit Blumenkette um den Hals muss man keinen Jahresabschluss machen und keine Rechnungen zahlen“.
Sekundär kommt noch hinzu, dass ich den Eindruck habe, eine Erbanlage zu Ödem-Neigung verträgt sich nicht gut mit Elvanse. Das ist alles noch diffus wie so viele unspaßige Frauen-Themen, aber es gibt in der Packungsbeilage tatsächlich Hinweise auf (seltene) „Schwellungen im Gewebe“.
Ich glaube, ich agiere da noch einigermaßen rational. Ich habe weder große Vorurteile gegen Medikation, noch finde ich es toll oder sehe darin einen Königsweg. Aber allein das Risiko, dass ich mir was reinziehe, was die eigentlichen Probleme vielleicht sogar noch schlimmer macht oder sich jedenfalls länger hochschaukeln lässt, um den Preis des „sich unterwegs besser Fühlens“, fände ich dann schon heftig.
„Ganz ohne“ fühle ich aber eigentlich schon wieder paralysierend zu viel Druck, so dass Prokrastination fast schon Überlebenskonzept ist und Eskapismus zum Luftholen „logisch nachvollziehbar“. Kann derzeit auch daran liegen, dass der Druck gerade wirklich ernst geworden ist, ob allein schon wg. ADxS oder auch wegen Walla, who knows. Es ist ja auch Pandemie und alles. Das wäre also evtl. kein Dauerproblem. Mittelfristig helfen bessere Strukturen wohl, aber jetzt ist es eben mal so und einmal muss ich durch den Anforderungsberg durch.
Ich merke aber, dass meine Sichtweise ganz ohne Medikamente so „nüchtern“ und unabgefedert wird, dass ich das jedenfalls in hormonell noch kritischeren PMS-Phasen eher nicht riskieren will.
Also wieder MPH, weil ich eigentlich leidlich klar kam. Mein Hauptanlass zum Wechseln waren damals heftige Muskelverspannungen. (Ich dosiere allerdings auch nah an der Tageshöchstdosis, ist so abgesprochen. Und wie Nono zu Recht sagt, ist die Flexibilität da auch schlechter als mit E.)
Ich wusste damals aber nicht, ob die Verspannungen auch an den damals belastenden äußeren Umständen lagen. Die Praktikabilitätsprobleme mit Mittagessen, etc. würde ich jedenfalls aktuell noch lösen können, wo noch nicht alles wieder hochgefahren ist und immer noch weniger Außentermine anstehen, etc.
Und nun merke ich, dass es jedenfalls nicht allein an den äußeren Umständen lag, sondern sich die Muskeln auch jetzt wieder heftig melden. U.a. auch im Nacken, etc., wo meine Familie ohnehin anfällig ist.
Hinzu kommt, dass ich zum ersten Mal auch ein Gespür kriege, dass bottom-up wohl auch viel zurückfunkt. Dass also Muskelverspannungen auch ein gewisses Panik-Gefühl auslösen oder verstärken können und nicht nur umgekehrt (top-down) Panik-Gefühle zu Muskelverspannungen führen.
Was mich aktuell z.B. auch noch in Frage stellen lässt, wie viel von der damaligen Situation eigentlich wirklich den äußeren Umständen geschuldet war und wie viel vielleicht auch der MPH-Einnahme. Das in Betracht zu ziehen ist ein ziemliches Brett, ehrlich gesagt, aber ich habe „zum Glück“ die damalige Belastungssituation auch länger ohne Medikation erlebt, bzw. war sie überhaupt erst Anlass für die Diagnose, etc.
Ich komme schon irgendwie klar. Ich kriege das schon hin jetzt. Ich vermute, die Spannungen gehen auch noch etwas zurück über die Zeit.
Flexibilität in der Sichtweise mag grds. ja sogar ein Asset sein, aber einen Sachverhalt unter Elvanse mit X, unter MPH mit Y und ganz ohne mit Z (und leider auch schwarz sehend) zu bewerten, das ist schon ziemlich spooky.
Vor allem aber ärgere ich mich, ehrlich gesagt, über die Gesamtsituation.
Ich würde mal annehmen, dass wir hier was Psychoedukation angeht, schon ziemlich gut aufgestellt und individuell sehr bemüht sind. Also im Ranking mündiger Patienten wohl mindestens oberes Drittel, dank unseres Austauschs, dank @UlBre und adxs, usw. Und ich habe z.B. auch viel Glück mit der Expertise in der Praxis, in der ich behandelt werde, und dem Mut, den die da zum Ausprobieren und Umstellen haben. Zudem habe ich eigentlich keinerlei Vorbelastungen, Drogenerfahrungen o.ä.
Also ich habe richtig viel auf der Haben-Seite, für das ich dankbar bin.
Und trotzdem habe ich z.B. erst fast ein Jahr nach MPH-Einnahme-Beginn „zufällig“ erfahren, dass MPH bei Kindern zu verbesserter Muskelspannung in bestimmten Bereichen führt … und konnte im Gegenschluss überlegen, ob mein „Zuviel“ an Spannung vielleicht auch damit zusammenhängt.
Und mein Empfinden jetzt, dass vielleicht manches Panik-Gefühl umgekehrt gerade erst durch Muskelspannung erzeugt wird und nicht umgekehrt, habe ich rein zufällig durch Hyperfokus-Ausflüge in Traumaforschung, Somatic Experience und so Zeug. Oder durch Befassung mit Haltungsproblemen, Nackenverspannung und wie viel da z.B. auch von der Zungenmuskulatur und Zugkräften da abhängt.
Das nervt mich einfach. Vor allem: Wie tief kann man ohne Diagnose, aber selbst noch mit Diagnose, aber suboptimaler oder sogar nachteiliger Medikamentierung abstürzen, wenn man das alles nicht hat? Und wer sammelt einen dann wieder vom Boden auf? Jemand ohne ADHS-Expertise?
Das sind alles so viele Teufelskreise, Wirkungs-Regelkreise… An den meisten möglichen Schaltstellen ist vieles umstritten oder irgendwer will sich die Taschen vollmachen mit seiner „Lösung“. Nichts Genaues weiß selbst die Forschung nicht, usw.
So viel wollte ich gar nicht schreiben, weil ich auch wieder auf den Admin-Mount Everest muss und der Trainer längst pfeift, aber vielleicht findet sich irgendwer irgendwann in irgendwas davon wieder. Und es ist m.E. ein Thema, das wirklich die Wurzel berührt… Also kann nur helfen, wenn wir hier häufchenweise Wissen aus allen Ecken sammeln.
Das kann ich alles gut nachvollziehen. Vielleicht sollte man das wirklich pragmatisch sehen mit den Medikamenten, keine Wunderdinge erwarten oder verteufeln, stattdessen immer mal wieder ausprobieren, was geht, mit oder ohne oder mit etwas anderem.
Ich finde, es ist ja schon ein Vorteil zu wissen und reflektieren zu können, was alles anders ist bei den verschiedenen Medikamenten, um entsprechend damit umgehen zu können, sowohl durch eigene Erfahrung, aber auch durch die Erfahrungen anderer.
Denn du hast recht: Der Austausch hier ist das Wichtigste und das ist auch der Grund, warum ich wieder hier bin. Nirgends sonst kann ich so viel über mich selbst erfahren, wie ich funktioniere, was ich anders machen, ausprobieren könnte. Es kann eigentlich nie zu viel Wissen sein und das Ende der Fahnenstange sehe ich auch noch nicht.
Wir sind hier in einer ganz schön privilegierten Situation, erst recht dann, wenn man auch noch einen Arzt hat, der offen für alles Mögliche ist und dem man auch mal sagen kann: „Ich habe gehört, da gibt es das Medikament xy, das soll diese und jene Vorteile haben, kann ich das mal probieren, ob es mir besser hilft?“. Das kann leider nicht jeder von sich behaupten.
@Elementary kurze Anmerkung: bei mir waren mit MPH die Verspannungen / Schmerzen weggegangen, mit Elvanse weggeblieben. Was mir bei beiden dazwischengrätscht, sind meine Emotionen. Die überlagern die Stimulanzien bzw. schalten sie aus (Elvanse) oder verstärken sie massiv negativ (mph, also keine Alternative). Dann ist wieder alles beim Alten und das Hibbel prokrastiniert wie Horst im Oktober… aber dann kombiniert mit Panik.
Der hübsche Dreisprung Emotion → Prokrastination → Schmerzen → (Gehe über Los) → Angst (als Emotion) … der plagt mich auch nach wie vor sehr.
Ja, es nervt.
Allerdings mag ich das Wallawalla… das mag ein Vorteil sein.
Wenn ich mich recht erinnere, empfielt Barkley für solche wie mich die Kombination aus Elvanse und Atomoxetin, weil letzteres sich besser auf Emotionsregulation niederschlägt… weiß da jemand Näheres oder hat Erfahrung? Aber das wäre was für einen anderen Thread…
Genau das bekam ich kürzlich vom Arzt empfohlen. Die Kombi wäre gut bei starken Gefühlschwankungen, die bei mir in Richtung Depressivität ausschlagen. Ich habe davon bisher aber die Finger gelassen, da ich froh bin, inzwischen nur noch auf ein Medikament angewiesen zu sein (hatte ja lange die Kombi mit einem Antidepressivum, erst Venlafaxin, dann Elontril). Und dann ausgerechnet Atomoxetin. :roll:
Erfahrungen diesbezüglich würden mich aber dennoch interessieren.
Mich auch… meine Doc hat leider darauf nicht reagiert. Ich arbeite dran.
Es scheint in der Tat der seltenere Fall zu sein, dass MPH zu mehr Muskelproblemen führt als Elvanse. Bei mir ist es wohl so. Ich habe zwei Versuche gemacht, um Placebo/Nocebo einigermaßen auszuschließen. Es gibt ja auch Studien-Indizien in beide Richtungen, wohl auch abhängig von der Ausgangslage.
Bei Kindern verschwindet wohl zB eine muskelbedingte Inkontinenz gerade dank MPH oft komplett. In viel selteneren Fällen wird sie von MPH erst herbeigeführt (reversibel, aber dann oft nicht der Medikation zugeschrieben, weil ungewöhnlich; hatte ich schon mal verlinkt).
Insofern bin ich schon froh, dass es nicht solche Muskeln betrifft und eben nur lästig ist und sich ja evtl. noch bessert. Ich habe z.B. auch nicht langsam gesteigert, sondern hatte gleich wieder ein Rezept für die ursprünglich bewährte Dosis. Da könnte man vielleicht auch besser drauf achten als sensitiver Rückwechsler.
Verstanden habe ich den Zusammenhang mit Dopamin-Wiederaufnahmehemmung und Sympathikotonus auch noch nicht. Und während ich wenig Aufnahmehemmung habe, mich an Trillis Vokabelschatz zur Kryptowährung zu bedienen wie eine Hochstaplerin: Selbst der Bergdoktor versteht mehr von Medizin als ich. Abtauchen in einen monothematischen Kaninchenbau führt da ja nur zu gefährlichem Halbwissen an der nächsten Biegung.
Ich schreibe zu medikationsbedingten Problemen auch nicht gern. Ich fürchte, wer hier verunsichert reinliest, ignoriert 14 positive Erfahrungen und hängt sich an einer Nebenwirkung auf. Das will ich nicht, aber man kann eben als Betroffener oder „Community“ nur auf das achten, was man als möglichen Wirkzusammenhang entfernt auf dem Schirm hat. Auch/obwohl/gerade weil Verspannungen drölftausend Gründe haben können.
In seltsamem Kontrast zu manch „meinungsstarken“ Diskussionen haben wir bislang forenübergreifend z.B. kaum 40 Suchtreffer zu „Muskeltonus“… Mal ganz zu schweigen von exotischeren Themen wie der kürzlich mal von @Hibbelanna erwähnten auffälligen Dehnbarkeit der Bänder. Die habe ich z.B. auch und wäre ohne Lektüre hier nicht im Traum auf die Idee gekommen, dass das evtl. ADHS-„vergesellschaftet“ sein könnte.
Ganz zu schweigen eben von exotischeren Problemen wie evtl. medi-verstärkten Schwellungen, Ödemen etc.: Lymphdrainage soll da zB u.a. über eine Senkung des Sympathikotonus wirken. Gleichzeitig nehme ich munter ein Medikament, das diesen Tonus also offenbar steigert. So paradoxes Zeug will ich wenigstens bewusst tun. Ob ich es der Physio sage, die eher dem Hüther-Lager zuzurechnen ist, … nochmal überlegen.
Ich muss los. Der Trainer hat ein paar Tage Basislager zum Erklimmen des Mount Admin klargemacht. Dabei sein sei alles. Und @Koo dichtet schon fleißig „Walhalla statt Walla-Walla“ als Motivations- und Marschmusik. Bis demnächst.
Hej, wie wäre es denn mit einer (un)klassischen Kombinationsbehandlung ?
MPH + 2 Massagetermine/Woche ?
Die richtige Kombi machts ja immer…
LG, UlBre
Danke Dir. Ich werde die Anregung mit dem Drill Instructor/Trainer besprechen.
Aus meiner eigenen „derzeit in der Grube“-Perspektive:
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Es gibt ein Kinderbuch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.“ So schreite ich auch meine Teufelskreise bisweilen rückwärts ab, wissen wollend, wer mir in den Kopf geschissen hat und in der Hoffnung, sie dereinst doch noch zu Engelskreisen umzukehren.
Es ist alles besser geworden, keine Frage. Noch nicht alles gut, aber was Gutes in allem. Das schon.
Drücke Dir alle 5 Daumen !
Massagen haben übrigens einen höchst stresslindernde Wirkung (via Oxytocin-Ausschüttung) und sind daher unabhängig von der muskelentspannenden Wirkung auch merklich AD(H)S-lindernd…
A Propos Massage/Entspannung… Hat hier schon jemand schon mal diese neuen Akupressur Matten ausprobiert?
Ich hatte kürzlich Gelegenheit, eine auszuprobieren… ganz nett!! Mein Mann findet sie genial und möchte sich eine zulegen…
Danke für die Erinnerung, @Nono . Ich habe meine (bei mir: „Yantra“-) Matte tatsächlich wieder von meinem „Gadget-Friedhof“ geholt. Ich halte grds. schon was davon, auch wenn es nicht das Must-Have ist, auf das ich damals hoffte. (War bei mir noch in der Zeit vor Medikation, mit mehr Rettungsversuch-Käufen.)
Allein die Durchblutungsförderung durch diese Fakir-Akupressur-Teilchen wirkt ja einleuchtend. Zusätzlich kommen vielleicht noch die Liege-Auszeit und das Selfcare-Ritual als solche günstig dazu. Es scheint mir also nicht nur Influencer-Marketing. Aber es ist wie mit allem: Kommt allein schon zu selten zum Einsatz bislang, um sich gelohnt zu haben. Am besten legt man sich die Yoga-Matte und diese daneben wohl schon einladend aus. Wenn sie dann aber zu lange liegen, werden sie bei mir andererseits wieder unsichtbarer Einrichtungsbestandteil des umgebenden Stilllebens. Vielleicht hilft da so eine Speisekarte wie YouTube-Jessica sie macht: „Aus dieser Auswahl könnte ich mal 10 Minuten was tun“, wenn es nicht zum regelmäßigen Ritual reicht.
Auch sonst geht es etwas besser. Ich habe vermutlich zu früh losgejammert, weil ich mich in so ein Bermuda-Dreieck der Ausweglosigkeit aus „Ohne alles kann ich gefühlt im Moment nicht; mit Elvanse passt mein Mindset nicht zu meinen Alltagsanforderungen; mit MPH tut alles weh. Nichts hilft und niemand kommt.“ hineingedacht habe.
Im Rückblick würde ich vermutlich nicht wieder von Zieldosis sofort auf Zieldosis (rück)wechseln, sondern nochmal 1, 2 kurze Zwischenschritte machen. Das liegt bei mir aber individuell an den körperlichen Auswirkungen.
Naja, und die Phase, in der man wieder mehr passenden Antrieb hat, aber erstmal die eigenen Häufchen aus der vorherigen Phase wegputzen und die neue Energie gegen die teils berechtigten Selbstvorwürfe abschirmen muss… In denen wünscht man sich ja fast schon wieder eine alles verstehende und verzeihende Yogalehrerin herbei. Ein ewiger Kreis aus Walla-Walla-Walhalla.
Ich bin inzwischen an den Punkt gekommen, wo ich alles einfach so hinnehme. Ich habe das ganze Probieren/Wechsel etc. echt satt.
Jetzt bin ich seit langem auf Ritalin und muss leider feststellen, dass sich in Punkto Motivation, Antrieb etc. alles wieder verschlimmert, Dazu noch, dass ich wieder angefangen habe, viel zu futtern, vor allem Süßigkeiten.
Sorry, weiß es hilft niemandem, aber bin etwas verzweifelt und müde. Meine Gedanken drehen sich gefühlt nur um das Thema, wie es mir geht, warum es mir so geht, warum es mir gestern anders ging etc. Vielleicht ist es nur eine Phase, werden wir sehen.
Bald habe ich einen Termin mit dem Doc und werde das Thema Atomoxetin ansprechen.
Solidarische Grüße, @allmighty.
Kann sein, ehrlicherweise, dass mir der Wechsel im Moment auch einfach hilft, weil es ein Wechsel ist… Es gibt einen objektiv denkbaren Grund, warum es besser gehen könnte als die letzten Monate.
Früher in der Schulzeit hat bei mir manchmal noch ausgereicht, einen „Tag 1“ zu beschließen, um neue Kraft zu mobilisieren und nach vorne zu gucken. Später funktionierte das einige Male nicht mehr, und irgendwann fand ich schon die Hoffnung darauf lächerlich.
Aber es stimmt doch eigentlich immer noch: Neu anfangen kann man mit dem letzten Atemzug. Und wenn in Übergangsphasen angebrachter ist, einfach ein- und auszuatmen statt was zu wollen oder an sich rumzuschrauben, hat das vielleicht auch einen eigenen Sinn.
So versuche ich jedenfalls meine Selbstvorwürfe und -zweifel in Schach zu halten, bevor sie alle Ressourcen rund um Schlafen - Essen - Bewegung - Medi-Wirkung - Netzwerk - „Psychoedukation“ und sonstige Grundhaltung mit sich in eine Abwärtsspirale ziehen. Wo es Teufelskreise gibt, muss es denklogisch auch Engelskreise mit der umgekehrten Dynamik geben. Wer sollte das besser wissen als The Allmighty!
Im Rückblick sehe ich nur darin ein Risiko, dass man sich eine eher gedrückte Stimmung manchmal zu schnell und zu lange mit eigenem Unvermögen „ist eben so wg. ADHS“ erklärt und gar nicht selbst mitbekommt, dass evtl. ein bisschen externe Unterstützung schneller zur Besserung führen könnte.
Meine Ex hat auch Yoga mit Matte gemacht.
Und ich bin wohl extrem verspannt, besonders im Schulterbereich.
Was bringt dir Yoga konkret? Gibt es da einfache Übungen die man überall machen kann, zb. im Bett?
Also ich mache eine manchmal: Gerade auf dem Rücken liegen und beide Beine langsam nach oben heben und halten…