Venlafaxin hilfreich aber stört den Schlaf

Bei mir ist das so, dass Sertralin so gut wie gar nichts macht. Fluoxetin stabilisiert minimal, aber ist insgesamt nicht wirklich lohnend für mich.

Venlafaxin hatte zu viele Nebenwirkungen, aber ich vermute es hat mir geholfen, weil es auch ein bisschen auf Noradrenalin und Dopamin wirkt. Ich nehme etwas ähnliches (Duloxetin), aber es macht auch auf jeden Fall Absetzerscheinungen. Das haben Sertralin und Fluoxetin nicht in dem Ausmaß, aber halt auch nicht so wirklich Effekt auf Noradrenalin und Dopamin.

Da bin ich ja mal gespannt wie sich das Fluoxetin bei mir macht.

Venlafaxin war bis auf diese Nebenwirkung bisher irgendwie auch das beste. Hat mich Stimmungsmäßig so stabilisiert, dass ich auch gerne mal Medikinet Adult weglassen konnte. (Bei 75mg wirkt es jedoch hauptsächlich auf Serotonin.)

Zu viel Noradrenalin bekommt mir irgendwie nicht. Daher bleibe ich erst mal bei serotoninergen ADs.

Mmm.

Mit Sertralin war ich ungeheuer getrieben. Sehr unruhig und stark überdreht. Leicht euphorisch und manisch. Innerlich unruhig und zittrig. Hab allerdings die Dosis immer weiter erhöht, da die Ängste und Zwänge nicht weg gingen.
Insgesamt sehr unangenehm nervös.

Venlafaxin trieb Puls und Blutdruck extrem hoch, schlimmes Schwitzen und übelste Albträume mit um sich treten.

Hatte ich allerdings mit Atomoxetin komischerweise nicht. Allerdings hatte ich zu dem Zeitpunkt einige Jahre dazwischen extrem viel Kaffee konsumiert. Vielleicht war ich daher dann schon Noradrenalin abgestumpft.

Bis dato ist Escitalopram am wenigsten problematisch. Das macht nur träge und unmotiviert.

Interessant, wie das so unterschiedlich wirkt und dann auch von Mensch zu Mensch nochmal anders.

Ich hatte kein Escitalopram, aber Citalopram. Da konnte ich gar nicht stillsitzen, war total getrieben, aber außer diesem nervigen Antrieb null Besserung. Schlimme Kombination, kann einen dazu verleiten sehr sehr dumme Impulse auszuleben, ohne zu schauen auf die Straße rennen… Da war Fluoxetin auf jeden Fall bei mir besser.

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Ich lasse mich mal überraschen. Heute ging’s mit 10mg los. Äquivalenzdosis zu 75mg sind ja 20mg Fluoxetin - schleiche aber langsam ein.

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Nach nicht mal einer Woche Einschleichen mit 10mg erste Erkenntnisse: Stuhlgang dünner und öfter. Wie bei Sertralin. Schlafqualität kann und will ich noch nicht beurteilen. Werde ja bis 20 mg gehen und dann ein Fazit ziehen. Werde meinen Darm mal was gutes Tun und Omnibiotic nehmen. Da sind noch Restbestände der Kinder wegen Antibiotika Behandlung der Kids im Haus :wink:

Das mit dem Stuhli ist mir mit Sertralin auch aufgefallen :adxs_noidea:

Ansonsten nach 8 Tagen bisher zufrieden bzgl. Reduktion der Grübelei (vor allem nach dem Aufwachen morgens).

Anfangs minimale Kopf“schmerzen“.

Müdigkeit ab 18/19 Uhr und schwere Beine (habe ich durch Verschiebung der Einnahme gegen Mittag nach hintenraus verzögert). Da Serotonin abends in Melatonin umgewandelt wird passt das jetzt mit dem Schlafrhythmus gut.

Ich verspüre auch schon etwas mehr Gelassenheit.

Warum auch immer - weniger Bedürfnis nach Koffein / Nikotin. Darüber will ich mich mal nicht beschweren.

Die Appetitminderung hält noch an, aber da zwinge ich mich.

Aber irgendwo läuft ab nachmittags dauerhaft ein alter Röhren-TV. Der stört zwar etwas und bin gespannt, wann sich der Tinnitus wieder verpieselt, aber wenn das alles ist - kann ich mit leben :crossed_fingers:t2:

Mal sehen, wie es bis Woche 3-6 wird.
Dit dauert noch n‘ bissl.

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@SneedleDeeDoo Ist völlig an mir vorbei gegangen, dass du nun auch zusätzlich (?) Antidepressiva versuchst.

Einnahmezeitpunkt verschieben Pack ich auch mal auf meinen Liste. Vielleicht habe ich auch so einen Müdigkeitspunkt den ich sinnvoll nutzen kann :slight_smile:

Witzig!
Ich hab auch vor einer Woche angefangen duloxetin vor dem Abendessen zu nehmen statt vor dem Frühstück. Fühle mich immer „krank“ wenn ich mehrere Medikamente zum gleichen Zeitpunkt nehme. (Ritalin und Duloxetin vor den Frühstück hat mich genervt.)

Ich hatte mal wieder eine depressive Episode und da lag Bupropion am nächsten, dachte ich.

Aber so wirklich antidepressiv gewirkt hat es im Nachhinein betrachte eigentlich nicht.

Mir schien, dass stattdessen mein dopaminerges, oder vor allem noradrenerges System durch Elvanse und Bupropion etwas überstimuliert wurde, was zu Reizbarkeit, erhöhter Wachheit und einer verstärkten Kampf- / Flucht-Reaktion führen kann.

  • Bupropion erhöht sowohl Dopamin (leicht), als auch Noradrenalin, was zu erhöhter Energie, aber auch zu Reizbarkeit, Angst und Übererregung führen kann.

  • Elvanse verstärkt ebenfalls Dopamin und Noradrenalin, was in Kombination mit Bupropion eine starke adrenerge Aktivierung verursachen kann.

Und so war ich dann beim Psychiater und habs mit ihm besprochen. Er stimmte zu und dann wurde der Versuch mit Sertralin gestartet :crossed_fingers:t2:

Durch das Absetzen von Bupropion und jetzt mit Sertralin wird dann vermehrt Serotonin aktiviert, während die dopaminergen und noradrenergen Systeme weniger stark stimuliert werden.

Serotonin hemmt die überaktive Stressreaktionen in der Amygdala und fördert eine ruhigere, überlegtere Reaktion auf Reize. Kann u.a. helfen, Wut, Impulsivität und emotionale Instabilität zu reduzieren.

Am Ende erhoffe ich mir dadurch also weniger Übererregung, mehr emotionale Stabilität, weniger Grübeln, reduzierte Stressreaktion und eine Stabilisierung des Serotonin-Melatonin-Kreislaufs.

Und bisher sieht’s ganz erfolgversprechend aus.
Aber warten wir mal ab, wenn in 2-4 Wochen die volle Wirkung da sein sollte. Mal sehen, wie es dann mit der Antriebssteigerung aussieht :grimacing:

Also, die extreme Müdigkeit ab 18-19 Uhr und das mit den schweren Gliedern ist mit der Einnahme von Sertralin mittags nun viel besser. Die Beine sind nun okay und die Müdigkeit tritt dann erst so 21 Uhr ein und bringt mich früh genug ins Bett (freiwillig :smile:). Wenn dann kurzzeitig leicht verschwommenes Sehen auftritt, ist es nicht schlimm.

Morgens stehe ich mittlerweile ohne negatives Grübeln auf.

Gestern mittag hatte ich plötzlich den Drang, während der Mittagspause mal am Bach entlang zu spazieren, was für mich zu tun und einen Cut vom Arbeitsstress zu haben.

Heute Morgen wurde zum Radiowecker sogar getanzt.
War bissl unheimlich, aber gut :partying_face:

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Krass. Ich war mit Sertralin maximal überdreht, weil es auch auf Dopamin wirkt.

Mit Escitalopram ist es besser

Aber nur schwach.
Bisschen kann nicht schaden. War bei Bupropion vorher ja auch so, nur hat Sertralin nicht diesen adrenergen Effekt, der mir bei der Kombi Elvanse + Bupropion auf Dauer etwas zu dolle war.

Das Überdrehte kann auch von was anderem gekommen sein. Wäre u.a. eine mögliche Nebenwirkung bei Sertralin.

Mal sehen, wie es die nächsten Wochen wird und ob/wie sich das verändern wird. Aktuell ist da ne angenehme Entspannung.

Aktueller Stand: Venlafaxin war wohl nicht das Problem bzgl. Schlaf. Ist mit 10mg / 20 mg Fluoxetin unverändert. Werde mal eine Polygraphie in Betracht ziehen zur Abklärung einer Schlafapnoe. Werde wohl alt :smile:

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Bin mir auch so… Ich habe die Höchstdosis Venlafaxin für 2,5 Jahre genommen und hatte einen sehr schlechten Schlaf (die Quantität war okay, aber die Qualität war nichts). Sehr merkwürdige, teilweise schlimme Träume, auch ein so schlimmes schwitzen, dass ich einmal im Jahr die Matratze komplett austauschen musste, weil sich immer eine Pfütze gebildet hat, wo ich lag – und die Matratze trotz Überzug komplett vergilbt an dieser Stelle war.

Gleichzeitig hat mich das Medikament aber so gepusht, dass ich die Müdigkeit am nächsten Tag nicht körperlich wahrgenommen habe. Dafür allerdings kognitiv. Ich war auch ziemlich gereizt, getrieben.
Ich war generell in dieser Zeit körperlich stark betäubt, meine Schmerzwahrnehmung war mindestens zu 50 % runtergesetzt (ich hab mir in diesen zwei Jahren mehrere Körperteile gebrochen, ohne es wirklich zu merken), auch Hungergefühl, Durst, sowie Wärme und Kälte empfinden, waren stark herabgesetzt. Ich glaube, wenn ich das alles viel stärker wahrgenommen hätte, hätte ich das Medikament sofort abgesetzt. So konnte ich aber ganz gut meine schlechte Schlafqualität ignorieren.

Ganz abgesehen davon hatte ich Orgasmus Störungen vom feinsten. Egal auf welche erdenkliche Art und Weise – ich bin in diesen 2,5 Jahren kein einziges Mal zum Orgasmus gekommen.
Die Absetzerscheinungen waren ebenfalls das gruseligste, was ich mit Medikamenten bisher durchmachen musste. Ich habe auch noch über lange Zeit hinaus deutlich stärker geschwitzt, und blitzartige Stromschläge im Kopf gehabt.
Das alles ist glücklicherweise inzwischen acht Jahre her.
Geholfen hat es definitiv gegen die Depression, in dem es mich gleich gültiger gemacht hat und somit diese emotionalen Berg – und Talfahrten nicht mehr vorkamen. Trotzdem würde ich es nicht noch mal nehmen, der Preis für diese Stabilisierung erscheint mir zu hoch.
Mit Bupropion hatte ich diese ganzen Probleme merkwürdigerweise nicht.

Wegen Müdigkeit von Antidepressiva. Ich nehme Duloxetin wieder morgens. Die Müdigkeit kam wohl nur von der Dosisänderung. Nach zwei Wochen war die Schläfrigkeit nach der Einnahme weg.

@bernard , ich hab keinen Überblick gerade… Wie lang bist du vom Venlafaxin weg? Ich weiß, dass es nach paar Tagen raus aus dem Körper ist, aber ich hatte damals irgendwie trotzdem mindestens 6 Wochen Absetzsymptome.
Trotzdem ist es bestimmt gut den Schlaf richtig untersuchen zu lassen. :+1:

@Mona85 Ich habe sozusagen einen Nahtlosen Übergang von Venlafaxin auf Fluoxetin vollzogen. Venlafaxin von 75mg auf 37,5mg für eine Woche reduziert und dann 10mg Fluoxetin eingeschlichen. Da ich scheinbar zu den glücklichen gehöre, bei denen die allseits bekannten Absetzsymptome von Venlafaxin nicht zeigen war es auch nicht schlimm. Vielleicht ist es bei nur 75mg nicht so ausgeprägt.

Hoffe bald Gewissheit und eine Lösung zu finden. Der nicht erholsame Schlaf fordert mich oft sehr.

Ich hatte auch den Übergang auf Fluoxetin, aber ausgehend von 150 mg Venlafaxin, glaub ich. Lang her. :slightly_smiling_face:

Neues Update: Laut meiner Frau ist das Plappern, Schnarchen und Geräusche machen weg. Doch ein kleiner positiver Effekt in der Umstellung :grin:

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Venlafaxin macht die besten Albträume ever. So übelste Träume hatte ich noch nie. Und man kann literweise schwitzen.

Ich hab im Schlaf hoch hängende Bilder von der Wand getreten und fand mich mal 1 Meter neben dem Bett auf dem Boden wieder , bin wohl aus dem Bett geflogen vor lauter um mich treten.

Absetzprobleme gibt’s allerdings nicht, wenn man nahtlos auf ein anderes Medikament z.b. Fluoxetin umstellt.

Aber Venlafaxin war definitiv ultra heftig. Blutdruck hoch und Ruhepuls bei 130, Ohrendruck und Dauer schwitzen im Sommer

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