Ich hatte mal wieder eine depressive Episode und da lag Bupropion am nächsten, dachte ich.
Aber so wirklich antidepressiv gewirkt hat es im Nachhinein betrachte eigentlich nicht.
Mir schien, dass stattdessen mein dopaminerges, oder vor allem noradrenerges System durch Elvanse und Bupropion etwas überstimuliert wurde, was zu Reizbarkeit, erhöhter Wachheit und einer verstärkten Kampf- / Flucht-Reaktion führen kann.
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Bupropion erhöht sowohl Dopamin (leicht), als auch Noradrenalin, was zu erhöhter Energie, aber auch zu Reizbarkeit, Angst und Übererregung führen kann.
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Elvanse verstärkt ebenfalls Dopamin und Noradrenalin, was in Kombination mit Bupropion eine starke adrenerge Aktivierung verursachen kann.
Und so war ich dann beim Psychiater und habs mit ihm besprochen. Er stimmte zu und dann wurde der Versuch mit Sertralin gestartet 
Durch das Absetzen von Bupropion und jetzt mit Sertralin wird dann vermehrt Serotonin aktiviert, während die dopaminergen und noradrenergen Systeme weniger stark stimuliert werden.
Serotonin hemmt die überaktive Stressreaktionen in der Amygdala und fördert eine ruhigere, überlegtere Reaktion auf Reize. Kann u.a. helfen, Wut, Impulsivität und emotionale Instabilität zu reduzieren.
Am Ende erhoffe ich mir dadurch also weniger Übererregung, mehr emotionale Stabilität, weniger Grübeln, reduzierte Stressreaktion und eine Stabilisierung des Serotonin-Melatonin-Kreislaufs.
Und bisher sieht’s ganz erfolgversprechend aus.
Aber warten wir mal ab, wenn in 2-4 Wochen die volle Wirkung da sein sollte. Mal sehen, wie es dann mit der Antriebssteigerung aussieht 
Also, die extreme Müdigkeit ab 18-19 Uhr und das mit den schweren Gliedern ist mit der Einnahme von Sertralin mittags nun viel besser. Die Beine sind nun okay und die Müdigkeit tritt dann erst so 21 Uhr ein und bringt mich früh genug ins Bett (freiwillig
). Wenn dann kurzzeitig leicht verschwommenes Sehen auftritt, ist es nicht schlimm.
Morgens stehe ich mittlerweile ohne negatives Grübeln auf.
Gestern mittag hatte ich plötzlich den Drang, während der Mittagspause mal am Bach entlang zu spazieren, was für mich zu tun und einen Cut vom Arbeitsstress zu haben.
Heute Morgen wurde zum Radiowecker sogar getanzt.
War bissl unheimlich, aber gut 