Verändern Zitrusfrüchte die Wirkung von Methylphenidat?

Hallo miteinander,

ich trinke seit einigen Wochen täglich Tee mit Zitrone und Ingwer. Ich nehme morgens und mittags je 20 mg Methylphenidat. Dazu noch 7.5 mg Escitalopram.

Seit ca 2 Wochen bemerke ich, dass ich unbestimmte Ängste habe, depressiv werde, mich in Sachen reinsteigere und gereizt bin. War zwar vorher auch der Fall aber nicht so schlimm wie jetzt.

Habe nun auf ein paar Seiten gelesen, dass Zitrusfrüchte die Aufnahme von MPH verändern und die Wirkung beeinflussen können.

Hat von Euch jemand damit Erfahrung? Und macht da der Saft einer halben Zitrone am Tag wirklich so viel aus?

Danke fürs Lesen!

VG

Zitronengelb

War das immer so oder sind die Probleme ggf. mit einer Dosiserhöhung möglich?

Du ißt ja nicht 2 Zitronen oder eine Pampelmuse oder Grapefruit da wäre dann solch eine Wirkung eher nicht zu erwarten

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Nein, die höhere Dosis nehme ich schon länger, seit August. Das mit dem Zitronensaft erst seit 1 Monat.

Jetzt kommt natürlich auch die trübe Jahreszeit. Hatte das in anderen Jahren Einfluss auf deine Stimmung ?

Gab es evtl. ein Präparatwechsel ?

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Kannst du herausfinden, wenn du den Zitronensaft ein paar Tage weglässt. Und dann wieder dazu nimmst, und den Unterschied beobachtest.

Da können wir noch lange spekulieren, das ist einfach die sicherste Methode, Klarheit zu bekommen.

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Aber nicht extrem viel Zitronensaft oder? oder nimmst du es gleichzeitig?

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Ja, das ist jetzt mein Plan.

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Ja, definitiv trägt das trübe Wetter mit dazu bei. Dieses Jahr scheint es mir aber besonders schlimm. Deshalb meine Vermutung mit der Zitrone. Werde auf alle Fälle auch den Arzt fragen.

Eigentlich nur eine halbe Zitrone der Saft im grünen Tee ohne Koffein über den Tag verteilt…

Präparatwechsel gab es übrigens nicht, nur die Erhöhung der Dosis von 20 auf 40 mg pro Tag im August…

Ich habe mal gehört, dass Vitamin C die Wirkung abschwächen soll. Aber durch das heiße Wasser sollte vom Vitamin C eigentlich nicht viel übrig bleiben..

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Wenn überhaupt, gilt das für Dexamfetamin bzw. Amfetamin allgemein - dann vor allem bei hochdosiertem Vitamin-C.

Bei MPH ist das nicht relevant.
Das wird anders verstoffdingselt (oder verdingsstoffelt :adxs_gruebel:)

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Okay, wollte keine falschen Infos verbreiten - Sorry! :wink:

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Kein Problem :slight_smile: Der Mythos bezüglich Zitrusfrüchte hat sich leider irgendwann mal verbreitet, betrifft aber nur bestimmte Medikamente.

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Hast du vorher auch schon grünen Tee getrunken?

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Tatsächlich nicht in dem Ausmaß wie jetzt. Ich trinke seit ca 1 Monat täglich ca 1 Liter Grünen Tee, anfangs normalen, kurz darauf aber koffeinfreien da ich das Koffein im Zusammenspiel mit dem Methylphenidat nicht vertragen hatte.:face_with_spiral_eyes:

Hhhm eigentlich soll grüner Tee ja sogar positiv wirken. Aber vielleicht harmonisiert es trotzdem nicht.
Wie gut das Koffein dann aus dem Tee raus ist weiß man ja auch nicht . Ich habe bei koffeinfreien Kaffee schon echt Unterschiede bemerkt .

Vielleicht lässt du mal den Tee weg ??

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Ja, es gibt Wechselwirkungen zwischen dem Säurehaushalt und Methylphenidat.-
Es gibt nur kaum Studien dazu.
Bei Medikinet ist ein Dose-Dumping (verringerte Retardwirkung) bekannt.

Bei Depression im Winter frage ich immer nach dem D3-Spiegel.
Einmal beim Arzt checken lassen und dann von Oktober bis Mai 2500 iE täglich ist im wintersonnenarmen Deutschland so der Normwert.

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Echt jetzt? Ich darf so viel Pampelmusensaft trinken wie ich will? Ist doch sonst bei allen möglichen Medikamenten streng verboten?

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Grapefruitsaft ist anders als die anderen kleinen Citrussäfte.
Grapefruit hemmt (sehr stark) CYP3A4, das viele Medikamente abbaut.
Bei MPH ist CYP3A4 nicht im Spiel, bei AMP wäre ich da nicht so sicher…

Grundsätzlich sollte man Grapefruit bei Medikamenteneinnahme sicherheitshalber lieber weglassen - die wenigsten wissen, wie ihre Medikamente abgebaut werden.

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