Verdacht ADHS bei meinem Sohn, aber die Mutter blockt ab

Ja, da bin ich bei dir! die Medikamente sind das einzige, was mein Nervensystem seit langem mal ansatzweise reguliert und beruhigt.

Dennoch sehe ich aber auch irgendwie, dass unsere Umwelt und Gesellschaft nicht besonders ADHS freundlich sind. Bei dem ganzen Input tagtäglich und der Schnelllebigkeit, ist es nicht verwunderlich, dass wir nicht mehr zur Ruhe kommen.

Und das ist keine Kindswohlgefährung!!!

Grundsätzlich gibt es genug zu Essen und zu trinken, wohl auch Liebe und Zuwendung, Alltagsroutinen etc.
Das Kind wird nicht schwer misshandelt, das Kind wird nicht mit Strafen die harte psychische Schäden hinterlassen sanktioniert, nicht sexuell missbraucht oder schwerst vernachlässigt.Sowas ist eine Kindswohlgefährung und die Falschbeschuldigung kann hart juristisch geahndet werden @Bine82

Das es unschön ist keine Diagnose anzustreben mag sein ggf. hat sie aber Gründe die sie so nicht äußern mag oder hat Angst mit der Diagnose etwas auszulösen was nicht mehr zurückzunehmen ist für das spätere Leben oder sie hat Angst das berufliche Wege so verbaut werden könnten und hofft das wenn man mal 1 bis 2 Jahre warte sich alles legt.

Das das bei Adhs nicht passiert wissen wir Betroffenen aber Außenstehende nicht oder zu selten.

Du kannst nicht nur immer eine Seite beleuchten @Bine82 du mußt dann schon auch die andere Seite beleuchten egal wie deine Erfahrung ist.

Früher war ja auch noch viel was denken die Leute, werde ich im Dorf ausgegrenzt, werden wir als Familie mit dieser Diagnose gemobbt und heute sind weder bei Versicherungen noch im Beamterecht Änderungen erfolgt die eine Sorge als unbegründet stehen lassen. Kinder die Krebs hatten werden auch für immer nie in den Öffentlichen Dienst kommen (Verbeamtung) oder eine Berufsunfähigkeitversicherung oder Lebensversicherung abschließen können weil sie als Hochrisikoträger für Schäden/ Ausfälle angesehen werden, daher kann ich die Mutter verstehen, auch nicht ich das nicht gut finde, doch sie wird wohl das beste für ihr Kind wollen und ggf. durch ihre Prägung anders abwägen und bewerten. Das muß man akzeptieren.

Ein dauerhaftes Verweigern und daher billigend in kauf nehmend von möglichen Langzeitschäden IST eine Kindswohlgefährdung. Egal ob das Unterlassen vorsätzlich, fehlenden Möglichkeiten oder aus Unwissenheit stattfindet.

Denn die Perspektive ist hier vom Kind ausgehend. Und nicht von Menschen die es nicht besser wissen oder selber Probleme haben.

So könnte ich ja auch sagen, Sorry das du im Unfall so einen abbekommen hast, das war keine Absicht und mir hing’ nicht gut an dem Tag, ich hatte gehofft das wird übers fahren besser. Der Schaden ist da und das ist Maßgeblich. Nicht die Motivation die den Schaden zugefügt hat.

Genauso ist ein 8 jähriges Mädchen welches zuhause den Haushalt schmeisst und die Geschwister versorgt in ihrer eigenen Entwicklung gefährdet. Ausgehend ist die Krebserkrankung der alleinerziehenden Mutter und dem fehlenden Rückhalt der Familie. Wird aus diesem 8 jährigen Mädchen eine gesunde erwachsene Frau? Eher unwahrscheinlich.

Wir alle wissen was eine unbehandeltes ADHS bedeuten KANN. Das also einfach laufen zu lassen ohne den Notwendigen Ausschluss zu nutzen, ist billigendes in kauf nehmen. Und hier ist eine erwachsene Person die das min ahnt, wenn sich nicht sogar darüber in klaren ist. Denn sonst würde sie nicht in Foren um Erfahrungen, Hilfe, Entlastung suchen.

Kindeswohlgefährdung ist auch so kein Straftatbestand, sondern ein moralisches, emphatisches, wie ethisches und auf faktisches Versagen, welches von Straftatbeständen häufig begleitet ist, aber nicht seien muß. Denn wie schon gesagt, massgeblich ist die die Unversehrtheit eines Kindes, Physisch für Psychisch.

Auch mögliche nicht Verbeamtung, BU Versicherungen sind kein Grund das in kauf zu nehmen und auch 1-2 Jahre auf Besserung und Einsicht zu hoffen finde ich moralisch verwerflich. Mit Depressionen, fulminanten Verhaltensstörungen, schlechten Noten etc. wird das eher schlechter verbeamtet zu werden oder ne Versicherung abzubekommen. Ja das muß nicht sein, aber weiß man ob es nicht doch so kommen wird?

Und nein man muß das nicht akzeptieren. ICH muß nur akzeptieren das der TE handelt wie er handelt und nicht den Weg der harten Konfrontation geht.

Was ich durchaus nachvollziehen kann und auch der letzte bin der da mit der „Shame on You Bell“ unterwegs ist. Das habe ich in meinem Kommentar deutlich erwähnt. Aber man muß nicht akzeptieren das ein Kind unter diesen Verweigern wohlmöglich leidet, leiden wird, bis hin zu lebenserschwerenden Schäden.

Konfliktscheuheit etc. macht die Sache für das Kind nicht besser.

Was mich etwa erschreckt ist das wir Betroffenen auf einmal selber unsere manchmal doch sehr strak ausgeprägten Defizite auf einmal so unter den Scheffel stellen. Wo wir uns doch sogar dafür einsetzen das die Gesellschaft bitte uns und unser Leid ernst nimmt.
Auch ist eine bedarfsgerechte Therapie an einer Diagnose gekoppelt.

Warum darf man den blauen Himmel nicht blau nennen, oder sagen das Wasser nass ist?
Weil’s weh tut, weil’s an die eigenen Ängste geht, weil’s verantwortlich macht.

In diesem Fall ist die andere Seite zwar auch mit Empathie und Mitgefühl zu begegnen. Für das Kind und seine Entwicklung ist das aber völlig hinfällig.

Was mich hier maßgeblich stört, das die Mutter ADHS grundsätzlich nicht ernst nimmt. Da sie ihrem Partner ja schon vermeidend und mit fehlendem Verständnis, wie Rücksicht begegnet. Ich glaube kaum das dann auf einmal Verständnis fürs eigenen Kind da ist, spätestens wenn die Noten schlecht sind und die Pubertät um die Ecke kommt. Und es geht nicht nur um die Mutter sondern um jegliches Soziales Umfeld. Schule, Mitschüler etc.

Der TE fragte ob wer Erfahrung mit einem solchen Fall hat. Ich habe diese Erfahrung. Ich bin das Kind. Mir hat es enorm geschadet. Meine Mutter hat es genauso verweigert, obwohl eine Kinderpsychologin sie wirklich bekniet hat mich testen zu lassen. Und das war Mitte der 80er. Wir sind heute 40 Jahre weiter.

Mich erschreckt das vermeidende Verhalten der erwachsenen Kompetent in dieser Konstellation zu belasten, während man dem Kind damit die Last auferlegt. Das muß dass iwie aushalten bis die Mutter einlenkt. Was morgen oder nie seien kann.

Auch jetzt möchte ich nochmal eindringliches darauf hinweisen das ich mir der schwere bewusst bin. Das die emotionalen Gewichte/Hindernisse des Vaters schier unerträglich werden kann. Auch der Mutter gegenüber die schlichtweg nicht von dem Leid durch ADHS zu überzeugen ist. Das macht sie ja nicht mit Absicht. Sie ist schlichtweg nicht überzeugt, da kann sie nichts für. Auch wenn es an einer eigenen psychischen Beeinträchtigung liegt. Ich zweifle auch nicht an der Liebe zu ihrem Kind.
Meine Mutter hat/ liebt mich auch. Und heute bereut sie sehr damals nichts unternommen zu haben. Aus Angst verurteilt zu werden. Getrieben von ihrer eigenen gewaltvollen Kindheit.

Der Grund meiner Mutter damals war, sie glaubte verurteilt zu werden ihr Kind nicht richtig erziehen zu können. ADHS hatten damals nur Kinder von asozialen Pack. Und meine Mutter hat alles getan das Vorurteile die sie selber hatte, nicht auf sie von anderen angewendet wird.
Wo sie ein Heimkind war, damit leben mußte das ihre Kinder vom eigenen Onkel vergewaltigt worden ist. Sie selber ist in der Prostitution groß geworden… von der Sonderschule, verheiratet mit nem armen Baustellenhelfer. Und auch die Ohnmacht den Mächtigen gegenüber das ich nicht als Versuchskarnickel von der Elite für Medikamententests missbraucht zu werde. So war sogar ein Löblicher Gedanke der meine Mutter hinderte mich testen zu lassen. Sie glaubte wirklich mich zu schützen. Also die besten Absichten einer Mutter. Absolut löblich, natürlich, von der Gesellschaft sich so erwartet. Aber leider trotzdem für mich schädlich.

Ich hab übrigens ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Denn wir haben das aufgearbeitet. An etwas schuld zu sein, heißt nicht das man ein schlechter Mensch ist und nicht sein bestes gegeben hat.

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Es wird vielleicht emotional leichter nachvollziehbar, wenn man sich den Fall vorstellt, dass ein Kind an schwerer Depression leidet und ein Elternteil eine Behandlung verweigert.
Diskutieren wir da noch?
Nein, wir entziehen dem Elternteil das Sorgerecht.
Und zu was?
Zu Recht.

Unbehandeltes ADHS geht mit einer im Schnitt um 8 bis 11 Jahre verkürzten Lebenswertwartung einher. Zum Vergleich eine ChatGPT-Zusammenstellung (ganz friedlich, ohne Gewehr):slight_smile:

Störung Durchschnittliche Lebenszeitverkürzung
Schizophrenie ca. 10–20 Jahre kürzere Lebenserwartung gegenüber der Allgemeinbevölkerung.
Bipolare Störung ca. 9–20 Jahre weniger Lebenszeit.
Rekurrente Depression ca. 7–11 Jahre weniger.
Substanz-/Alkohol-Missbrauch ca. 9–24 Jahre kürzer (eine der höchsten Reduktionen).
Angststörungen Studien zeigen Verluste um 7–8 Jahre, manche Beobachtungen bis um ≥7 Jahre, tendenziell geringer als bei schweren psychotischen Störungen.
Essstörungen Etwa 16 Jahre Lebenszeit verloren – abhängig von Subtyp und Schweregrad.
Persönlichkeitsstörungen Ca. 15 Jahre verkürzte Lebenserwartung.

Damit liegt ADHS auf demselben Impactniveau wie Depression.

Andersherum formuliert: Wer eine verkürzte Lebenserwartung eines ihm zur Fürsorge anvertrauten Menschen billigend in Kauf nimmt, wird dafür vom Staatsanwalt zur Verantwortung gezogen.
Ja, Eltern haben noch einen etwas größeren Spielraum als entgeltliche Fürsorgegeber, und
ja, ADHS ist in der Allgemeinheit noch nicht als der Lebensjahrekiller angekommen, der es ist, weshalb die Straferwartung etwas niedriger sein dürfte.

Aber einfach mal überlegen, was ein Staatsanwalt oder Familienrichter macht, wenn er die wissenschaftliche Studienlage kennt, wie viele Lebensjahre ADHS kostet, und dass eine Behandlung das mildert - glaubt irgendjemand, dass derjenige diese Informationen einfach wieder vergessen kann?
Es ist sein Job, es ist sein Job, es ist seine Pflicht, diese Maßstäbe umzusetzen, durchzusetzen. Und diesen Job und diese Pflicht hat er angenommen, weil er es wollte.

Mein allertiefster Respekt für dich und euch.
Danke, dass es solche Beispiele gibt, die anderen zeigen, was möglich ist.

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Sind da eigentlich die Komorbiditäten mit eingerechnet die man sich durch eine unbehandelte ADHS möglicherweise „anlacht“? 80% der spätdiagnostizierten Betroffenen waren es glaube ich, die mindestens eine haben sollen, u.a. Depression, Angststörung, Essstörung, Suchterkrankungen… :thinking:

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Der Vergleich ist insofern schief, denn ein Elternteil kann eine ADHS-Behandlung nur bis zum 18. Geburtstag verhindern.

Die reduzierte Lebenserwartung bezieht sich aber auf eine lebenslang nicht behandelte ADHS.

Das Gehirn zeigt bis zum 25 Lebensjahr? sehr hohe Neuroplastizität. Im Kontext des „Nachreifens“ wie Siemchen das nennt, wäre es vermutlich massiv von Vorteil so früh wie möglich dafür zu Sorgen, dass das Gehirn das auch tut. Dazu kommt noch, dass die blödesten Lernerfahrungen man nun mal in der Kindheit, Jugend macht und evtl. das spätere Leben massiv prägen, dazu kommen immer weitere Probleme.

Rechtliche Lage hin oder her…

Das alles zu riskieren, diese wichtigen Entwicklungsjahre unbehandelt zu lassen, ist scheiße und meiner Meinung nach Verantwortungslos trotz besseren Wissen ( Das Glück wurde nicht jedem zu teil es so früh zu erkennen).

Ich kenne zwei unbehandelte Fälle aus der Familie mit Diagnose in der Kindheit, eine Person kommt bis jetzt ganz ok zurecht, die andere hat bereits mit Mitte 30 sehr viel Negative Erfahrung und Herausforderungen erlebt in sehr vielen Lebensbereichen. Die Komorbiditäten die sowas mit sich ziehen kann, kennen vermutlich die meisten von uns, mich eingeschlossen.

Oder wie mein Neurologe so „schön“ bei mir gesagt hat, dass hätte man früher erkennen und behandeln müssen.

Später ist nur noch Scherben kehren, irgendwie wieder zusammen kleben angesagt und hoffen das es hält bei dem ein oder anderen… je nach ausprägung.

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Ja, selbstverständlich. Ich habe nicht gesagt, dass die Reduzierung der Lebenserwartung unter 18 Null ist.

Das erschreckendste Beispiel war für mich das Kind einer Teilnehmerin unseres Vorläuferforums Anderswelt. Sie hatte die Diagnostizierung ihres 8-jährigen nur ein Bisschen vor sich her geschoben, aber bevor es dazu kam, lief er beim Spielen vor ein fahrendes Auto, was er nicht überlebte.

Natürlich wissen wir nicht, ob eine frühere Behandlung den Unfall in diesem Einzelfall verhindert hätte, aber weniger wahrscheinlich wäre er sicher gewesen.

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Ja, das ist natürlich eingerechnet. Es stirbt ja fast niemand direkt an ADHS. Der bedeutendste Einzelfaktor ist soweit ich weiß (@UlBre stimmt das?) die höhere Wahrscheinlichkeit, als unbehandelte/r ADHS-ler/in zu rauchen.

Das gewöhnen sich die meisten Betroffenen vor dem 18. Geburtstag an. Und viele Beiträge in diesem Forum zeugen davon, dass erst im Erwachsenenalter behandelten ADHS-lern/innen trotz Medikamenten die Entwöhnung nicht oder sehr schwer gelingt.

Ein im weitesten Sinne rechtlich relevanter Konflikt entsteht ja nur, wenn wie hier bei dem Threaderöffner sich beide Eltern nicht einig sind. Wenn beide Eltern einig sind, die eventuelle ADHS ihres Kindes nicht behandeln zu lassen, wird niemand gegen sie vorgehen.

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Die eine Person von der Ich spreche ( ist übrigens nicht mal Blutsverwandt) raucht bis zu 3 Schachteln am Tag, je nach Stresslage, ich selber habe schon mit 12 angefangen. Das ist doch kein Spaß dieser ADHS scheiß. Nervt mich immer wieder, ja ich habe auch genug andere Problem, aber es kotzt mich so an. Alter und dann macht sich Teile der Familie auch noch lustig über das Verhalten dieser einen Person, da kann man Vorträge halten warum und wieso Interessiert halt keinen weil die selber in ihrer Traumwelt nonstop rumtanzen statt in der Realität. Null Reflexion, ja fällt mir auch schwer…

Wir sind als Kinder ( Freund und Ich) übrigens mit dem Fahrrad ein paar mal als Mutprobe den Berg runtergesaust und über die Hauptstraße ohne zu gucken. Das war der Kick.

Entschuldigung will den Thread nicht kapern.

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Leider gibt es keinen weinenden Smiley.

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Hi, wenn deine Frau die Diagnostik verweigert, dann kann man darauf hoffen, dass Außenstehende wie Kita, Schule sie darauf aufmerksam machen. In eurem Fall ist es sinnvoll solche Gespräche gemeinsam wahrzunehmen!

Ich würde natürlich nicht lange warten, imit der Einschulung wird es idR nur noch schlimmer…

In unserem Fall war es die Klassenlehrerin in der 1. Klasse, die uns empfohlen hatte das SPZ aufzusuchen, ohne das Wort ADHS in den Mund zu nehmen. Sie war sich nämlich auch nicht sicher, was es sein kann. Nun zwei Jahre später sitzen wir da: Tochter 8 J. ADHS und ich mit 42 J. ADHS…und es so erleichternd zu wissen warum die Dinge so sind wie sie sind! Mein Mann war auch erst skeptisch, auch konnte er sich nicht vorstellen, dass ich ADHS haben könnte. Nun sind wir alle schlauer und haben die Möglichkeit neue Wege zu gehen. Und es verbindet so sehr, wenn das Kind das Gefühl hat, dass es nicht allein damit ist, weil Papa/Mama es auch hat.

Bleib dran, gib nicht zu schnell auf, streite dich mit deiner Frau, bestehe auf die Diagnostik. Alles Gute!

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meine Mutter hat nie böswillig gehandelt.
Sie hat wirklich ihr bestes gegeben.

ich denke aber wäre ich damals wirklich in eine Pflegefamilie gekommen und vor allem behandelt worden, wäre mir einiges erspart geblieben.

Auch haben die Nachbarn es IMMER mitbekommen was zuhause bei uns abging.
Denn mein ADHS hat meine Mutter auch extrem herausgefordert. Alle haben getuschelt, keiner hat was wirklich unternommen.

Meine Vita ist entsprechend. Da findest du ALLES wieder was du deinem eigenen Kind nicht wünscht. Von Medi. missbrauch bis zur Prostitution. Zudem wurde ich jetzt fast 20 Jahre falsch auf Borderline behandelt. Mit Anti.Depri.Med resistenten Depressionen. Diversen Psych. Aufenthalten, ständigen Job wechseln etc. Gaslightning und dem „Du mußt dich nur mehr anstrengen“
Das ist der schädlichste Ansatz in meinem Leben. Da es mir meine eigene Wahrnehmung und Selbstsicherheit genommen hat. Was dazu geführt hat das Männer mit mir machen konnten was sie wollten. Ich hab alles mitgemacht da ich meiner eigenen Emotion/ Grenzen ja nicht vertrauen kann. Ihr werdet es nicht glauben, eine Domina hat mich mit 18 davor bewahrt das ich ins Rotlicht Milieu abgerutscht bin. Denn sie hatte meinem damaligen „Freund“ einen Korb gegeben als er mich ihr angeboten hatte und ihm auch klar gemacht as der sich in der Szene ja nicht mehr blicken lassen soll. Ich hab extrem lange begraucht mich von diesem Typen, marke narzisstischer Loverboy, zu trennen.
Am ende war ich meiner eigenen Emotion und Grenzen so entfernt das ich ein Roboter war der schlichtweg völlig unkontrolliert Detoniert ist. Glücklicherweise bin ich nie bei der Polizei angezeigt worden etc. Sonst hätte ich heute sogar Vorstrafen wegen Körperverletzung.

Ich bekomme keine BU mehr. Auch Risikolebensversicherungen sind sau teuer. Ne Kapitalbildende bekomme ich gar nicht mehr, wie ne Privatekrankenversicherung.
Meine Zähne sind völlig hinüber und ich kann mir trotz gutem Gehalts keine vollständige Sanierung leisten. Was ein erhöhtes Herz-Kreislauf Risiko mit sich bringt.

Auch die Defizite in der Lebensführung. Ich bin heute mit Mitte 40 nicht in der läge meine Finanzen selber zu managen und ich bin, muß man leider so sagen, darauf angewiesen das mein Partner da macht. Das hat auch mehr als 10 Jahre gedauert bis wir das auf die Kette bekommen haben. Das wir das beide akzeptieren konnten das es so ist. Denn mein Mann möchte mit einer Frau und nicht mit einem Kind zusammen sein. Er ist mein Ehemann und nicht mein Vater. Und die Grenze Zwischenleben lassen, bevormunden und konstruktiv eingreifen ist wirklich sehr eng und stressend.

Auch muß ich ende des Jahres in den Opioidentzug.

Also was den Leumund angeht bin ich völlig hinüber.

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Vorsicht Falle!

Viele Pflegeeltern berichten, für das Kind keine ADHS-Diagnose bekommen zu haben, denn die Symptome seien ja durch frühe Traumatisierung erklärbar.

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Sogar nur bis zum 14. Lebensjahr. Ab dem 15. Lebensjahr darf jeder Mensch eine Diagnostik anstreben und sogar den Ärzten / PTs untersagen, die Eltern über die Inhalte der Diagnose / Behandlung zu informieren.

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Stichwort Opioidentzug:
Da gibt es höchst erstaunliche Studien über die Craving-verringernde Wirkung von ACC und ASS.
Wundere mich, dass es dazu null Reaktion von Ärzten gibt…

Wie wertvoll, dass euer Sohn mit dir schon einmal einen Elternteil hat, der ganz genau auf ihn schaut und versucht ihn zu verstehen, sich für ihn einsetzt und für ihn da ist. Alleine deshalb kannst du davon ausgehen, dass er gut ausgestattet ins Leben startet, auch ohne zeitnahe ADHS Diagnose.

Dein Talent für Verständnis könnte bei der Mutter helfen und Druck raus nehmen. Manche Eltern haben ja Angst, dass das Kind durch eine Diagnose erst eine Behinderung auf die Stirn geschrieben bekommen und damit Nachteile im Leben bekommen werden.

Um das zu entkräften, fand ich immer den Vergleich mit einer Brille hilfreich. Das Kind kann eigentlich schon Zahlen lesen aber manchmal will es das scheinbar nicht, z.B. wenn die Zahlen klein und weit weg sind. Hier kann man eine Sehschwäche vermuten, lässt es testen, evtl. gibt es eine Brille.

Genauso mit der ADHS. Eigentlich ist er sogar interessiert, nur manchmal will er scheinbar nicht, z.B. wenn es zu langweilig ist… Verdacht, evtl Diagnose… Mit dem Unterschied, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, dem Kind (und der Familie) das Leben leichter zu machen, wenn man weiß, womit bzw. mit wem man es zu tun hat.

Super Argument auch (hatte ich damals aus dem ADHS Familie Podcast): je eher mit der (u.A. medikamentösen) Unterstützung begonnen wird, desto größer die Chancen, dass es in der späten Jugend nicht mehr gebraucht wird, weil bis dahin Strategien erarbeitet werden konnten. Und desto geringer die Gefahr einer Selbstmedikation in der Jugend einschl. Komorbitäten wie z.B. Depressionen.

Rückstellung würd ich auch hinterfragen. Haben wir bei Kind 1 auch gemacht und stellen Jahre später fest, dass es ein größeres Problem mit Langeweile hat und froh über mehr Input gewesen wäre. Einer Freundin von mir wurde im Kindergarten empfohlen, ihren Sohn auf eine Sonderschule zu schicken, weil er immer so träumerisch in die Luft geguckt hat. Die Eltern haben das anders gesehen und der Junge geht jetzt auf ein Hochbegabtengymnasium.

Ach falls die Mutter eitel ist wäre das auch ein Argument: dass der Sohn eigentlich schlau ist, aber eine Unterstützung z.B. durch Medikamente bräuchte, um auf das schlaue Gehirn überhaupt zuzugreifen.

Viel Erfolg, Geduld und gute Nerven weiterhin :four_leaf_clover: