du schreibst du hast ritalin zwischendurch genommen. also dann auch nicht durchgängig an jedem tag und auch nicht zur gleichen uhrzeit?
den besten tipp, den ich dir geben kann: regelmäßigkeit bzgl. medi-einnahme. es ist so ein komplexes feld, wie unterschiedlich die manchmal wirken können (schlaf, zyklus, ernährung). ich habe ja auch viel rumexperimentiert: einen tag mittags mal 10er, dann wieder 20er, dann mal nachmittags…. nicht, dass ich davon ausgehe du handhabst das genau so, ich möchte nur verdeutlichen, dass es sehr schwierig wird zu wissen welche dosis die optimale ist/was vom medikament kommt und was nicht, wenn man sie nur zwischendurch/bei bedarf nimmt. nimmt man mal 10mg mehr und die mal ein paar stunden später am tag und steht dann noch am nächsten tag früher auf als sonst/nimmt die medi früher, kann man leicht das gefühl der überdosierung bekommen. ich war dann immer verunsichert, kommt das hibbelige jetzt vom
adhs, bin ich unterdosiert? muss ich mehr nehmen oder ist es eine überdosierung und ich muss reduzieren?…
es ist sehr viel leichter zu durchschauen wie die medi-wirkung wirklich ist, wenn man diese konsequent zur gleichen zeit nimmt und nur langsam hochdosiert. ich kann mittlerweile auch sagen, dass diese zweite dosis am tag mir nicht gut getan hat, weshalb ich jetzt nur noch morgens was nehme und es (bis jetzt) bis abends reicht und sehr angenehm ist. bei einer zweiten dosis hat man wieder genau das problem mit dem richtigen timing, peak abwarten… ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ich esse jeden tag so unterschiedlich, dass eine dosis, die heute vllt gut wirkt, am
nächsten tag durch zu wenig (gute) nahrung schon wieder ganz anders reinhaut…
will nicht sagen, dass zwei dosen am tag generell nicht funktionieren, nur gerade für die eindosierung tendenziell für noch mehr verwirrung sorgen.
Diese Angst war/ist definitiv anders als die Panikangst zu der Zeit, als ich vorher voll drüber war. Es ist schwer zu spezifizieren, aber vermutlich vorrangig soziale Angst. Die Angst wegen der Medikation habe ich auch. Aber möglicherweise erst als Folge, wenn es mir nicht so gut geht.
Am Mittwoch war es womöglich, weil ich an dem Tag wieder angefangen habe mit Bupropion. Die nächsten Tage war es erst mal besser wieder.
Das mit der Regelmäßigkeit fiel mir echt schwer. Vor allem wegen der Angst, ob ich funktioniere. Medikation war jetzt 5 Tage hintereinander nun gleich: morgens Bupropion 150 & Elvanse 20. Abends Baldrian, Valdoxan und Lunivia. Letzeres, damit ich nicht gleich wieder wegen Schlafmangel aus der Bahn geworfen werden.
Besonders was die Stimmung angeht, waren die letzten Tage unter dem Strich gut, wenn auch schwankend. Am besten schien mir der Donnerstag.
Gestern war ich auch gut drauf, guter Antrieb, Dinge erledigt und qualitativ gute Zeit mit meinem Sohn. Ab Mittag bekomme ich Schwierigkeiten beim Konzentrieren, denke langsamer. Während ich spreche, vergesse ich, was ich sagen will. Es setzt auch ein leichter Kopfdruck ein und ich bekomme schwere Augen. Beides bleibt den restlichen Tag unterschwellig mein Begleiter. Die Stimmung und der Antrieb bleiben aber gut und ich bin teilweise sogar euphorisch. Ich habe für meine Verhältnisse gestern auch viel gesprochen. Das ist durchaus positiv und mir lieber als meine typische Dysphorie, wo ich gar nichts sagen möchte. Könnte aber ein Zeichen von Überdosierung sein.
Mein Schlaf war letzte Nacht wieder schlechter. Insgesamt bin ich sehr müde. Nach den Medikamenten bin ich sogar nochmal auf der Coach etwas eingenickt. Heute Vormittag war ich in einem Stimmungstief, leicht reizbar, Fokussieren und Konzentrieren kaum möglich. Nach dem Mittagessen, während ich angespannt war, habe ich einen Kaffee getrunken (auf den ich sonst größtenteils verzichte) Interessanterweise war ich 15 Min später viel ausgeglichener.
Jetzt bin ich wieder am Grübeln, ob ich die Dosis Elvanse ändern sollte (5mg hoch oder runter) oder noch ein paar Tage probieren sollte.
PS: ich weiß, dass Bupropion die Verstoffwechslung von Elvanse hemmt und vermutlich auch die Wirkung verstärkt. Es ist für mich eine bewusste Entscheidung. Ich komme von Bupropion, hatte es nur zum Testen weggelassen. Mir scheint der Verlauf von Elvanse deutlich angenehmer mit Bupropion. Dies kann aber natürlich sein, dass ich über die Tage ein noch höherer Spiegel aufbaut.
Hallo an alle! Ich bin eine Mutter von einem jetzt 15 jährigen Sohn. Er hat eine einfache Aufmerksamkeit/ Konzentrationsstörung laut Psychologen diagnostiziert bekommen, das war in der Grundschulzeit. Jetzt hantiere ich seit 2 Jahren mit dem Medikament herum. Eindosiert langsam in 2,5 mg Dosen mit Medikinet. Bei 20 mg total gereizt, heulerisch, zurückgezogen. Also runter gegangen auf 15 mg,immer noch genervt und auch nicht super gut. Selbst sagt er, er hat ein komisches Gefühl im Bauch immer wenn er im Bus sitzt, also wenn es anfängt zu wirken.
Nun nimmt er Elvanse. Bei 20mg total müde, kein Appetit und schulische Leistung um 2 Noten schlechter. Alle Arbeiten von 4 auf 6er Noten. Er ist vernebelt und erscheint mir noch bedrückter. Es waren Ferien und da er zu spät aufstand, haben wir eine Woche ungewollt pausiert. Wieder angefangen mit 10mg. Klassenbucheintrag und aus der Klasse geflogen, weil er ständig geredet hat. Also nach paar Tagen auf 15mg. Erster Tag super, konnte mir von der Schule erzählen was durchgenommen wurde und gut drauf. Neben mich gesetzt und abends nach dem Sport neben mir laut seine Deutschlektüre vorgelesen. Macht er so nie! Nach einer Woche eine 3+ in seinem schlechten Fach Mathe geschrieben., aber wieder ruhig und sucht den Rückzug im Zimmer. Klar, er ist auch in der Pubertät. Mitarbeit ist schlecht und Unkonzentriertheit laut drei Lehrern egal bei welcher Dosis. Ich finde nicht die optimale Einstellung. Ob ich mal höher als 20mg gehen soll, darauf antwortet mir die Ärztin nicht. Beim letzten Gespräch sagte Sie mir auch ganz klar nicht ohne Ihre Zustimmung. Ich bin so verzweifelt, weil er seine 9. Klasse jetzt vielleicht nicht schaffen wird und ich nicht weiß wie wir es in den Griff bekommen sollen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hallo,
wie habt ihr rausgefunden wie ihr auf die unterschiedlichen Dosierungen reagiert? Ausprobieren und beobachten? Und wie lang seid ihr jeweils bei einer Dosis geblieben?
Steady state:
Achtung, bitte nochmal prüfen!! Meiner Rechnung nach hat man bei 35mg Dosis am 5. Tag 44.41mg. Also fast doppelt so viel, wie du schreibst. Bei 70mg Dosis umso mehr.
(wobei sich am dem 3. Tag kaum noch was tut)
Ich habe die Diagnose seit 2022. Habe es erst mi Medikinet adult 10mg 1-1-0 probiert. Leider hat es nicht viel geholfen. Seit ein paar Monaten nehme ich Atomoxetin 80mg und es war besser. Da Atomoxetin seit einiger Zeit nicht lieferbar ist, bin ich auf Elvanse zwangsweise umgestiegen. Kennt jemand die ungefähre gleiche Dosierung von Elvanse zu Atomoxetin 80mg? Elvanse ist ja auch mit 70mg erhältlich…
Hallo zusammen! Bin komplett neu hier und bitte um Unterstützung bei der Eindosierung bzw. Mittelwahl.
Meine Frage geht an @UlBre Richtung Attentin. Wäre das Mittel eine Alternative für mich?
Im Dez. ADHS-diagnostiziert, 67 J. alt. Habe nach 5 Wo. Eindosierung von LDX starke Schlafprobleme. 70 % der Nächte zwischen Schulnote 4- und 5-. Vor Einnahme von LDX akzeptabel mit Melatonin im Griff. Als wenn die Tageswirkung v. LDX wie ein Schleier in die Nacht reicht, mich immer wieder weckt und wach hält. Melatonin retard/1,8 mg, auch verdoppelt, bleibt jetzt ohne Wirkung.
Ansonsten währenddessen sehr positive Erfahrung (Exekutive Funktionen, Depression, Energie) mit 15 mg LDX gemacht, inkl. anfangs 4 Tage unfassbarem Honeymoon
. Kurze Versuche mit 30 mg(1, 2 und 3 Tage) fühlten sich drüber an. Habe jetzt abgebrochen, weil völlig durch und jede positive Wirkung verloren gegangen. Erst mal Schlaf kurieren.
Eindosierungsgespräch mit Psychiater gestern eine Katastrophe, obwohl ich mit Notizen und Daten gut vorbereitet war. Ein paar Stichworte konnte ich anbringen und er wusste Bescheid. Solch extremen Schlafstörungen wären ihm noch nie untergekommen, Wechsel zu Medikinet adult - Zack! Keine Erklärung, kein Dazwischenkommen. Wäre Attentin mit der kürzeren Wirkdauer eine Alternative ?
Vielen Dank !
Superlangsammetabolisierer?
Dann wirkt eine Einzeldosis sehr viel länger als bei anderen.
Wie lange hält eine Einzeldosiswirkung bei dir an?
Folge wäre auch ein sehr langer Zeitraum bis zum Steady state und damit eine sich ober Tage ansammelnde Überdosierung obwohl jeden Tag dieselbe Dosis genommen wurde.
Falls das sein könnte:
Wie wäre es, nach dem Washout nochmal mit 5 mg Schritten anzufangen, immer mindestens 10 Tage lang und nur in 2,5 mg Schritten zu steigern?
Kann ich bestätigen.
Pause Anfang Januar 50 mg abgesetzt.
2-3-4 Tage unangenehm. Wie ein Unwohlsein im Körper , als will man da nicht drin sein…LG
@wirrwarr Interessant. Um welches Buch handelt es sich hier?
@wirrwarr Wüsste auch gern welches Buch das ist… ![]()
Ich vermute mal Krause, Krause (2014): ADHS im Erwachsenenalter. Mit das Beste, was es zu dem Thema in deutscher Sprache gibt.
ja, genau, das ist das buch
Hallo UlBre, Eindosierung so vorgenommen, wie von dir oben vorgeschlagen, Steady-State-Ziel aber auf 12 Tage verlängert. Gestern, nach 28 Tagen, am 4. Tag mit 10 mg endgültig (denke ich) aus LDX ausgestiegen, da Schlafstörungen wieder nicht in den Griff zu kriegen und zerstörerisch. Nebenwirkungen auf dem Weg (von 5 - 10 mg) teils schwer aushaltbar.
Scheint also tatsächlich so, dass ich, trotz der positiven Anfangserfahrungen mit LDX auf ein anderes Medikament wechseln sollte. Noch irgendeine Idee dazu ? Trotzdem auf jeden Fall Danke für den Vorschlag! Einen Versuch war es allemal wert.
Koffein hattest du komplett und zu 120% weggelassen?
Ja, dann Attentin.
Oder MPH…
Ja, habe ich. Dann wird’s wohl erstmal mit MPH weitergehen, wie es der Psychiater vorgeschlagen hat. Das Leben ohne LDX ist gerade erst einmal eine Erleichterung. Wer hätte das gedacht! Mir war während der Einnahme nicht klar oder differenzierbar, wie stark die Neben- u. Wechselwirkungen auf Körper, Geist & Seele einwirken. Allerdings, so ist zumindest mein subjektiver Eindruck, haken diese sich bei sowieso schon vorhandenen Handicaps unter (Depression & eine rheumatischen Erkrankung) und verstärken die vorhandenen negativen Phänomene noch einmal.
Und, das erst einmal Wichtigste, der Schlaf normalisiert sich langsam wieder.
Übrigens, habe eine Spende im Sinn, da ich Ihre Webseite incl. angeschlossenem Forum (plus Kontaktmöglichkeit) ganz beeindruckend und hervorragend finde!
Herzlichen Dank noch einmal dafür
A. G.