Verzweifelte Mama (Ausheulpost, Tipps dennoch willkommen)

Auf jeden Fall aus der Situation rauslassen! Er ist in dem Moment überhaupt nicht aufnahmefähig. Da kommt NICHTS bei ihm an, von dem was Du sagst. Er kann das gar nicht aufnehmen oder den Sinn erfassen. Er merkt nur, dass Du was sagst - und fühlt sich extrem bedrängt und unter Druck gesetzt, weil sein Hirn Deine Worte nicht verarbeiten kann. Das pusht ihn dann noch mehr hoch.

Seine Reaktion (Beleidigungen, Aggressionen) ist für ihn in dem Moment absolut nicht steuerbar. Im Zweifel weiß er hinterher gar nicht mehr, was er gemacht oder gesagt hat - er weiß nur, dass er (mal wieder) was gemacht hat, was nicht angebracht war und schämt sich dafür.

Bei uns ist es viel besser geworden, als wir unsere Tochter in solchen Situationen konsequent in ihr Zimmer geschickt haben, um sich abzureagieren. Das muss aber in einem ruhigen Moment thematisiert werden - nämlich dass wir sie nicht in ihr Zimmer schicken, weil wir sie nicht bei uns haben wollen, sondern dass ihr Zimmer ihr Safe-Space ist, in dem sie tun und lassen kann was sie will.

Dort kann sie toben, schreien, Kissen durch die Gegend werfen, drauf rumtrampeln usw. - ohne dass wir sie daran hindern und vor Allem, ohne andere ungewollt zu gefährden. Sie ist dort nicht eingesperrt und auch nicht von uns weggesperrt. Wir haben die Tür auch nie abgeschlossen - nur zugemacht. Am Anfang habe ich mich einfach vor die Tür gesetzt und gewartet. Ich habe ihr gesagt, dass ich da bin und sie jederzeit zu mir kommen kann, wenn sie sich in der Lage fühlt, mit mir zu reden, ohne mich anzuschreien.

Und ganz wichtig:
Wir haben ihr immer wieder versichert, dass wir sie auch dann lieben, wenn sie wütend ist. Dass es völlig o.k. ist, auch mal wütend und sauer zu sein. Aber dass es eben nicht o.k. ist, die Wut an anderen auszulassen und diese zu beleidigen oder zu attackieren.

Wir haben mit ihr vereinbart, das sie jederzeit ein Stopp-Signal setzen darf, wenn sie merkt, wie die Wut im Bauch losgeht. Dass sie sich dann sofort und ohne jede weitere Erklärung zurückziehen darf, ohne dass jemand von uns „nachsetzt“.

Es gibt nichts, was man sofort klären muss (und es bringt eh nichts, siehe oben). Das kann man alles hinter machen, wenn sich die Gemüter wieder abgekühlt haben.

Sehr gut. Sagt ihm ganz deutlich, dass ihr wissen wollt, wie es ihm geht, weil ihr in liebt. Er muss Euch nicht „schonen“. Es ist nicht sein Job, Euch glücklich zu machen. Ihr seid seine Eltern und es ist Euer „Job“, sich um ihn zu kümmern und ihm zu helfen, wenn es ihm schlecht geht. Aber ihr könnt ihm nur helfen, wenn ihr auch wisst, dass es ihm schlecht geht. Dafür muss er was sagen - weil Eltern zwar viel spüren können, aber leider keine Hellseher sind.

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Hi,

schau mal bitte hier wegen der Tics - vielleicht wäre augmentierend Guanfacin eine Hilfe?:

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Guanfacin, mach dich doch mal über dieses Medi schlau.

Ich habe von Ritalin über Medikinet und Elvanse alles durch, habe jetzt mit Guanfacin angefangen, aber noch zu wenig lang um etwas zu sagen.

Vieleicht ist seine Dosis auch zu hoch, wie bei mir😬30 Medikinet und auch bei 30 Elvanse überdosiert.

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Zum Thema Gymnasium noch mal was:

Die Umstellung von Volkschule auf Gymnasium ist wirklich für (fast?) alle Kinder schwer. Auch für neuronormale. Die Kinder brauchen Zeit anzukommen. Leider wird die ihnen nicht wirklich gegeben. Ich habe selber mitbekommen, dass es in den ersten Wochen gleich beinhart 5-er hagelt (wir sind in Ö, da ist das ein “Nicht genügend”) und die Kinder werden von Beginn an damit konfrontiert, dass es viele Fächer gibt und sie in allen immer Leistungen bringen müssen. Das sind Kinder die von der Volkschule her eher 1-2 maximal gewohnt sind.

Es gab auch schon gleich im ersten Semester einige Entscheidungsprüfungen… Es ist nicht unmöglich natürlich, aber wie gesagt, es gibt von Anfang an Vollgas.

Daneben müssen die Kinder sich natürlich in der neuen Schule zurechtfinden und in einer neuen Klasse mit vielen neuen Kindern etc. Sind also auch sozial gefordert…

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Ich bin euch allen wahnsinnig dankbar für die lieben verständnisvollen Worte und die viele Tipps. Musste erstmal einige Tränen verdrücken und das alles verarbeiten.

Vor allem werde ich versuchen, zu Hause die Schule mehr in den Hintergrund zu stellen und dieses Thema an andere Stellen zu bringen, wie Nachhilfe und evtl. Hausaufgabenbetreuung. Und wir werden ihm seinen Freiraum geben, wenn er sich beruhigen will.

Nachdem ich gestern Abend ein langes (wahrscheinlich zu lang für ihn) aber sehr gutes Gespräch mit meinem Sohn hatte, hoffe ich darauf, dass er die Tabletten nun auch als Unterstützung und Hilfe ansieht. Heute ist es zumindest deutlich harmonischer gelaufen, sogar beim Berichtigen seiner letzten Arbeit. Wir hatten diesmal auch ganz klar eine Zeitspanne ausgemacht, nach der wir mit den schulischen Dingen aufhören.

Euch allen einen schönen Abend und vielen Dank

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Liebe @MamaX4 :+1: :hugs: :sparkling_heart: :people_hugging: :christmas_tree: :sparkles:

Moin,

Ich bin jetzt 21 habe adhs erst in der 7? klasse diagnostoziert bekommen und fülle mcih durch ihre geschichte angesprochen vor allem mit Aggression vergesslichkeit etc.

Meiner Meinung nach sollten sie ihn nicht Unterdruck setzten aufgrund der noten, und bloss nicht wegschicken das haben meine Eltern früher gemacht die schlimmsten drei wochen meines Lebens. Ich würde sie einfach nur bitten in ein Stressfreies zuhause zu bieten denn das hatte ich aufjedenfall nicht. Und sagen sie bitte nicht das er ein schlechtes beispiel abgibt sie sollten sichs immer im Gedächnis halten das er nicht dafür kann.

Und bitte lassen sie ihn nicht den ganzen tag zocken auch wenn er aggresive ist dadurch hab ich eine PC Sucht entwickelt

Ich entschuldige mich für meine Rechtschreibung habe damals diese zeit leider geschwänzt weil zu viel stress in der Schule und ZUhause

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Meine Empfehlung: Druck rausnehmen. 4er sind ok, der Fokus liegt gerade woanders als auf 1ern und 2ern. Parole: durchkommen, möglichst nicht wiederholen.

Im Nachhinein gesehen ist mein Sohn wohl auch auf dem Spektrum. Schule immer ein schwieriges Thema. Wir haben ihn nach einem Jahr vom Gymnasium genommen. Über Realschule & FOS hat er - holprig, aber sehr selbständig - seinen Weg gemacht.

Realschule war eine Wohltat für ihn und uns. Manche haben sich gewundert, weil er hatte im Zeugnis nicht einmal eine fünf. Für uns war es die richtige Entscheidung. Ich sage nicht, dass das automatisch für euch auch richtig sein muss, aber evtl ist es eine Überlegung wert.

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Hi, ich habe gerade versucht, die frischen Antworten zu lesen. Auch von @Schusselflummi, und bei mir kommt eine Frage auf, die sich auch auf die Kompetenz Eurer Kinder in Sachen, die eigenen Gefühle zu erkennen und verbalisieren zu können. Das ist der Schritt, der notwendig ist, um sich Selbstregulierung zu erarbeiten.
Natürlich kann man sein Kind in sein Zimmer schicken, aber fragt ihr auch mal konkret, ob Eure Kids gerade wissen, was sie brauchen (ich meine nicht den Wunsch nach mehr Medienzeit) oder was ihnen helfen könnte?
a la “ich sehe gerade, dass es dir nicht gut geht, aber ich verstehe noch nicht, wie ich dir helfen kann. Kannst du mir das sagen, hast Du eine Idee?” oder auch “die Situation überfordert mich jetzt auch gerade” und vielleicht die Optionen, die ihr selbst seht (nicht zu viele) und dann die Kinder mitentscheiden lassen.
So, oder ähnlich, aber aufpassen, dass das keinen Druck erzeugt. Manche nehmen dann vielleicht eine besondere Erwartungshaltung wahr.
Als mein Sohn noch im jungen Kigaalter war und “ausgeflippt” ist, habe ich ihn geschnappt und in sein Zimmer gebracht, aber nicht allein gelassen. Ich war mit im Raum, während er sich abgeregt oder auch abreagiert hat und habe ihm die Entscheidung gelassen, ob und wann er wieder Kontakt wollte.
Es endete immer mit großer Kuschelei.

Ältere Kinder dürfen natürlich allein in ihr Zimmer, aber es sollte keinen Bestrafungscharakter haben, das schürt Ängste. Eher so kommunizieren, dass man sein Kind lieb hat, dass beide Seiten jetzt eine kurze Auszeit brauchen, aber man sofort da ist, wenn wieder Bedürfnisse nach Nähe oder Gesprächen da ist.

Essenziell ist, dass Band zu erhalten bzw. zu stärken, zwischen Eltern und Kind. Oder wenigstens zu einem Elternteil.

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War bei meiner Tochter in der Akut-Situation überhaupt keine Option, weil wirklich gar nichts bei ihr angekommen ist. Es war wirklich egal, was Du gesagt hast - sie ist nur noch mehr ausgetickt.

Danach haben wir das immer gemacht.

Im Zimmer bleiben war bei meiner Tochter auch im KiGa-Alter nicht möglich. Sie war so laut, dass ich es nicht ausgehalten habe und außerdem hat sie versucht, mich zu schlagen und zu treten und mit Dingen um sich geworfen - auch mit großen Dingen wie z.B. ihren Kinderstühlen. Sie hat auch ihren kleinen Bruder attackiert, wenn er ihr in die Quere gekommen ist.

Wenn man versucht hat, sie davon abzuhalten, wurde sie noch aggressiver. Ihre Zimmertür trägt heute noch die Spuren aus dieser Zeit in Form von Faustgroßen Löchern…
Sie wusste aber immer, dass ich direkt vor ihrer Tür bin. Ich bin also nicht weggegangen.

Die gabs bei uns danach auch.

Wir haben das in „ruhigen Zeiten“ besprochen (auch schon in sehr jungem Alter), da eben in der Akut-Situation überhaupt kein „Rankommen“ ans Kind möglich war.

Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Meine Tochter ist inzwischen 18 Jahre alt und wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Sie ist immer noch sehr impulsiv, aber weiß sehr genau, wann sie sich besser aus der Situation ziehen sollte und wie sie sich dann regulieren kann.

Sie ist vor einem halben Jahr wegen ihres Studiums ausgezogen und hat immer wieder gesagt, dass sie sich da auch drauf freut, auf eigenen Beinen zu stehen, es ihr aber viel leichter fallen würde, wenn sie blöde Eltern hätte. So geht sie doch auch mit einem weinenden Auge, weil sie eben keine blöden Eltern hat, sondern Eltern die sie nie eintauschen wollen würde. :adxs_wub:

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Ist ein schlauer Junge, vlt sogar seinem Alter vorraus.

Barkley, der amerikanische ADHS Papst hat mal gesagt das bei ADHS oft eine Entwicklungsverzögerung der Selbstorganisation und Selbstregulation vorliegt. Als Daumeregel nennt er Alter minus Ein-Drittel.

Bekommt er die Unterstützung wie andere Kinder in der zweiten Klasse? Das sinnvolle Maß der Unterstützung ist immer individuell.

Wenn die Nachhilfe dabei hilft den Schulstoff Maßvoll zu vermitteln, ist das ne gute Sache.

Ich wünsche dir nur das beste :slight_smile:

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Ist das nicht ein wiederspruch insich?

Ich wünsche euch nur das beste :slight_smile:

Hey,

wie Schusselflummi schon geschrieben hat, ist es auch bei uns in der Akutsituation nicht möglich ein Gespräch zu führen, meist schreit er dann “mir ist das gerade alles zu viel”. Im Nachhinein können wir ruhig darüber reden und er versucht zumindest seine Gefühle zu verbalisieren.

Sein Zimmer ist sein Rückzugsort. Wir haben ihn mit Absicht nie als Bestrafung in sein Zimmer geschickt. Dabeibleiben haben wir auch schon versucht, aber dann eskaliert es immer weiter. Auch wenn es mir sehr schwer fällt ihn in Ruhe zu lassen, wenn er so ausflippt, scheint das die beste Variante für ihn zu sein. Danach wird auch bei uns meist viel gekuschelt.

Wie gut unser Band ist, lässt sich natürlich in dem Alter schwer sagen. Da er sich bei allem, was so passiert an uns wendet (auch wenn er Mist gebaut hat) denke ich, dass wir ein recht gutes und stabiles Verhältnis haben. Er bekommt auch immer wieder gesagt, dass wir zwar keine Freudensprünge machen, aber wir immer hinter ihm stehen und für ihn da sind. Wie gut er das in diesem Alter schon versteht ist fraglich, aber uns ist es wichtig, dass er das weiß.

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Er war zumindest was motorische Dinge angeht, den gleichaltrigen immer einen Schritt voraus (Laufrad mit knapp 1, Fahrrad fahren mit 2 1/2 und immer die größten Fahrzeuge im Kindergarten). Das ist selbst den Erziehrinnen aufgefallen. Intelligenzmäßig finde ich es sehr schwer das einzuschätzen, da der IQ-Test auch gemeinsam mit der ADHS-Diagnostik gemacht wurde. Da war er im “guten Bereich” laut seiner KJP.

Meine mittlere Tochter ist gerade in der 1. Klasse und ich denke, dass ich ihn ähnlich unterstütze, wie sie. Seinen Ranzen packen wir gemeinsam, bzw. er packt ihn und wir schauen zusammen nochmal durch, beim Lernen und den Berichtigungen sitze ich meist dabei, um ihm die Struktur zu erklären. Den Inhalt schafft er alleine, aber sollte auch übersichtlich sein, das bekommt er alleine nicht immer hin.

Für die Selbstregulation hat er ein paar Tricks, die er teils selbständig anwendet (5x tief durchatmen, bis 10 zählen, Farben aufzählen) , manchmal erinnern wir ihn auch daran.

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kurzes Update:

Habe gerade mit der KJP gesprochen, sie hat uns jetzt angeboten/empfohlen Guanfacin 1mg abends in den Weihnachtsferien zu starten.

Werde mich jetzt nochmal durch´s Forum lesen. Habe einfach Sorge, vor einer erneuten Verschlimmerung. Er war gestern Abend schon wieder total traurig, weil er das Gefühl hat, die ganze Weihnachtszeit zu versauen. Möchte ihm Weihnachten nicht ruinieren.

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Wüsste nicht, wo da ein Widerspruch sein sollte. Ich habe ja erklärt, wo die Probleme liegen. Nicht immer muss eine ADHS vorliegen, damit man mit den Kindern Schwierigkeiten hat, oder diese nicht lernen wollen.

Und ja, ich bin mir echt sicher, dass er keine ADS hat. Es passt bei ihm wirklich nicht. Außer, dass er nicht lernen mag - aber dann müssten ja 95% der Schüler ADHS haben. :wink:

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Die Regel macht für mich Sinn. Mein ADS Sohn wirkt auf mich vom Verhalten her (sozial und emotional) auch so viel jünger. Er ist jetzt 9, aber vom Verhalten würde ich sagen Vorschulkind… maximal Taferlklassler.

Hieße das dann auch, dass sie mit 17/18 noch den Stand von 12 haben? Das würde dann heißen mit circa 30 wären wir durch mit der Pubertät :grinning_face_with_smiling_eyes::+1:.

Hmm, vermute, dass im Laufe der Pubertät, der Unterschied sich etwas angleicht. Aber zurück sein in der Entwicklung, glaube ich schon. Länger zum Erwachsenwerden brauchen ADHS-ler aber ziemlich sicher. Statt mit Anfang 20 vielleicht mit Mitte Zwanzig dann halbwegs aus der Pubertät :wink:

Mei ADS-ler ist echt noch sehr kindlich und kindisch. Ersteres ist manchmal sehr erfrischend und lieb. Zweiteres ist zuweilen sehr anstrengend und ehrlich gesagt, eckt er damit auch öfters an…

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Liebe@MamaX4,

Punkt 1: DAS IST KEIN GEJAMMER!! Du teilst Deine Sorgen und Nöte. Vermutlich kennen (fast) alle Eltern hier Deine Beschreibung so oder so ähnlich.

Punkt 2: Leider habe ich nicht viel Zeit zum Schreiben. Ich möchte Dir aber folgendes mitgeben und es hat keine Allgemeingültigkeit, nur meine subjektive Erfahrung: Vieles, was Du schilderst, kenne ich von meinem Sohn (jetzt 12, Gymi, Diagnose Ende 4. Klasse). Bei uns gipfelte die Hilflosigkeit in einem dreimonatigen Aufenthalt in einer Tagesklinik. Dort waren durchaus bemühte Menschen, jedoch endete der Aufenthalt abrupt und unerwartet mit einem Rauswurf aufgrund genau der Symptomatiken, wegen derer mein Sohn überhaupt erst dort aufgenommen wurde. Ich könnte einen mehrstündigen Vortrag halten, was das mit uns gemacht hat (Wartephase auf den Platz, während des Aufenthalts, nach dem Rausschmiss, Wiedereingliederung in die Schule usw.)., wie extrem die Gefühle waren, nicht nur beim Kind, wie eng Hoffnung und Verzweiflung beisammen liegen und was die langfristigen Folgen aus dieser fürchterlichen Erfahrung (noch immer) sind.
Die Möglichkeiten in einer solchen Einrichtung sind sehr begrenzt, während die Erkrankung höchst individuell ist. Mit der Erfahrung und dem Wissen von heute, würde ich auf keinen Fall einen Aufenthalt empfehlen. Nie mehr würde ich mich darauf einlassen. Aber auch ich kam aus einer extrem verzweifelten Situation, niemand wusste Hilfe, ich am wenigsten. Das erschien ein hilfreicher Ausweg.
Aber das Setting konnte meinem Sohn und seinen individuellen Anforderungen nicht gerecht werden. Wie oben bemerkt, es ist höchst individuell, ich möchte nur bitte einen winzigen Hinweis geben, dass die Tagesklinik allein (vielleicht) kein Wunder vollbringen kann. Man darf nicht zu viel erwarten.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du für Euch die richtige Lösung findest und eine Entscheidung triffst, die zu Eurer individuellen Situation am besten passt.
Alles Gute.

Ach und Punkt 3: Fühle Dich nicht mies wegen der Medizin: hätte Dein Kind Diabetes oder Asthma oder weiß der Geier was, würde man doch auch nicht überlegen, ob man mit Medizin hilft und unterstützt oder besser nicht. Es kann Jahre dauern, bis dir richtige Dosis gefunden ist und oft muss sie in Folge angepasst werden. Ich finde es höchst lobenswert, dass Du Dich kritisch hinterfragst, das spricht voll für Dich. Gleichzeitig ist es gut, dass Du Deinem Sohn die Möglichkeit gibst, dass das richtige Medikament sein schwieriges Leben ein winziges bisschen erleichtert. Niemand hat sich die dumme ADHS ausgesucht.

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