Wartezeit bis zur Diagnose

Hallo ihr Lieben,

Ich bin mir nicht sicher ob dieses Thema schon gibt oder in der richtigen Kategorie ist.

Habt ihr Tipps um die Wartezeit etwas angenehmer zu gestalten?

Ich habe schon oft gelesen dass das Gefühlschaos normal ist. Es ist ein schreckliches auf und ab vom „Ja ich habe definitv ADHS“ zu „Ich bilde mir alles ein, andere Leute sind auch so“. Zu einem will ich alles über ADHS wissen und im nächsten Moment kotzt mich alles an und will nichts mehr darüber hören.

Zurzeit will auch niemand ernsthaft mit mir darüber reden (in meinem Umfeld), sie glauben dass wenn ich mehr über ADHS lese und Videos anschaue, desto mehr sei ich in der Meinung dass ich ADHS habe. Aber das liegt auch nur daran dass ich Neues sehe und verstehe und auch mich besser verstehe.

  1. Juni ist wirklich nicht sehr lang und trotzdem wenn ich daran denke habe ich keine Geduld und mein Körper fänkt an zu schmerzen. Ich versuche mich irgendwie abzulenken.

Was denkt ihr so?

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Du kannst nicht nicht an einen rosa Elefanten denken. Denk an einen blauen.

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Hallo @Maychan,

Das Gefühlschaos hatte ich auch sehr stark, verstehe dich da gut!
Mir hat es auch geholfen, mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das hat vielleicht meine Unsicherheit nicht verbessert, aber so habe ich mich quasi schonmal zum Thema gebildet!

Das habe ich zB auch über mich gedacht. Aber es macht ja auch Sinn, dann mehr der Meinung zu sein! Wenn man plötzlich Sachen liest und hört und plötzlich ergibt alles Sinn :exploding_head:

Das können vielleicht Menschen nicht nachvollziehen, die diesen Leidensdruck nicht haben und sich immer gefragt haben: Was stimmt eigentlich nicht mit mir?

Deshalb lass dich so wenig wie möglich davon verunsichern. Lies hier im Forum die Geschichten der anderen, das hat mir auch sehr geholfen!

Bereite dich gut vor, sodass du etwas Sicherheit hast für die Diagnostik.

Und schreibe gerne hier, das lenkt ja auch ab :heart:

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Alles richtig.

Meine Empfehlung wäre auch - sich möglichst mit dem Thema zu beschäftigen und zu lernen, da dies tatsächlich sehr wichtig ist.

Psychoedukation wäre ja auch der erste Schritt in der Behandlung - jedenfalls in allen Leitlinien, welche ich kenne.

Weißt du schon, welche nichtmedikamentösen Maßnahmen bei ADHS die höchste Effektstärke haben? :thinking:

Das kennen viele. Geht einem manchmal auch mit anderen Dingen so, mit denen man gerade im Hyperfokus ist. Ich verstehe dann auch nicht, dass mein Umfeld das gerade nicht spannend findet - was ich so spannend finde :woman_facepalming:t2::joy:

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Das macht überhaupt nix. Ich verschiebe einfach zur „Diagnose“ - das gehört auch in die Abteilung :blush:.

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Moin @Maychan

Ich denke dass du die Zeit bis zur Diagnose sinnvoll nutzen kannst (und auch solltest) um dir, sofern noch nicht geschehen, entsprechende Notizen zu machen, was du für dich alles mit ADHS in Verbindung bringst.
Gerne mit Fallbeispielen, Problemen usw…

Das muss auch nicht strukturiert sein, nur solltest du es auf keinen Fall hinterher vergessen mitzunehmen :wink:

Das wäre so das allerwichtigste erstmal.

Die übrige Zeit kannst du nutzen, um dich weiter mit der Thematik vertraut zu machen.
Es ist immer gut, wenn man informiert ist (vor allem weil es „da draußen“ viel zu viele Ärzte gibt, die es leider nicht / nicht hinreichend sind).

Hier einmal ein paar exemplarische links zum lesen :wink:

https://www.adhspedia.de/wiki/Selbstwahrnehmung_von_ADHS-Betroffenen

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Es ist toll zu lesen dass ich nicht verrückt bin :rofl: Mein Herz hüpft gerade vor Freude, dass ihr die Situation versteht. :heart:

Nein leider nicht, ich versuche alles was mir auffällt oder Erinnerungen in ein Schreibheft festzuhalten.

Oh ja das ist eines meiner Ängste für diesen Tag. Vergessen, verlaufen oder nicht pünktlich ankommen. Ich kenne die Gegend nicht so gut wo der Arzt seine Praxis hat und das macht mich auch noch nervös.

Danke :grinning:

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Die höchste Effektstärke hat meines Wissens Sport!
Guckst du hier:

Also wenn möglich - durch den Wald joggen und dabei gute Hörbücher oder Podcasts oder Vorträge über ADHS anhören :running_woman:t2::headphones:

Dann schlägst du zwei Fliegen :fly:. :joy:

Empfehlungen für Audiogedöns:

Auf spotify „ADHS ist kein Makel“
Auf YouTube: Vortrag von Lachenmeier und Vortrag von Ulrich Brenneke. (Kennst du die schon?)

Ich hab so ne App damit kann ich YouTube nur als Audio hören, auch ohne Werbung. Find ich praktisch.

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  • Sieh dir die Gegend auf Maps an
  • Schau, wenn du mit dem Auto fährst, wie lange du brauchst und wo du parken kannst
  • Wenn du mit Bus und Bahn fährst, kläre jetzt schon einmal mögliche Fahrpläne

All das schafft Sicherheit!

Du packst das :wink:

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geht mir genau so !

Nur, dass ich mit meinen (wenigen) Freunden und meiner Freundin gesprochen habe und bis auf meine Freundin (die ist sich sehr sicher, dass ich ADS habe) sagen meine zwei engsten Freunde (eher) nein (der eine depressiv und ich denke auch ADS-Tendenzen, der andere ADHS-Tendenzen, kommt aber sehr gut mit seinem Leben klar, hat Frau, Kind und ist super erfolgreich, alles was er anpackt wird zu gold und er hängt sich auch mega rein, also sehr viel Antrieb/Motivation). Bei mir ist es noch bis 19.05. :frowning: :frowning: ich weiß nicht was ich machen soll, zwischenzeitlich denke ich, dass ich doch Durchschnitt bin, manchmal sogar etwas blöd und ADS nicht so stark ausgeprägt ist und eher das Depressive/Ängstliche, was diagnostiziert ist, als Diagnose maßgeblich ist und nichts zusätzliches dazu kommt, im schlimmsten Fall Borderline/Persönlichkeitsstörung/manische Depression… ach dieses Warten ist so ätzend und jetzt bin ich auch so erschöpft, dass ich mir einrede, dass ich bei dem Termin „unvorbereitet“ bin und vergesse was ich sagen will, bzw. ich sage was ich nicut sagen soll und umgekehrt… :confused:

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Die Angst nicht ADHS zu haben ist auch immer da, aber ich versuche mich an das Gefühl zu erinnern dass ich hatte als ich die Symptomliste durchgelesen habe. Es war für mich eine Erleuchtung, andererseits leben wir schon lange mit unseren Symtome und haben einige auch angepasst, diese nehmen wir dann als normal an.

Ich zum Beispiel habe sehr starke Nackenverspannungen und viele Leute sagen mir ich soll mich entspannen. Aber ich weiss irgendwie nicht wie das geht, habe ich jemals totale Entspannung erlebt? Auch weiss ich dass Leute die viel vorm Computer arbeiten verspannte Nacken haben, aber ein Pysiotherapeut hat gesagt bei mir wäre es extrem schlimm und nicht normal.

Ich bin mir oft nicht sicher was ich maskiert habe und was mein Symptom ist.

Ausserdem hasse ich dieses Gefühl wenn ich alles anzweifle, dieses seltsame Gefühl in der Brust, am liebsten würde ich schreien und weinen geleichzeitig.

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Deshalb ganz wichtig, mache dir eine Symptomliste mit Beispielen. Genau diese Angst hatte ich auch (und viele andere hier!) und das Beste, was du machen kannst, ist dich vorzubereiten. Der Selbsttest hier auf der Seite gibt dir auch gute Anhaltspunkte!

Weißt du, bei mir würden wahrscheinlich eher wenige Menschen generell denken, dass ich psychische Probleme habe. Weil ich SO GUT maskiere, vertusche, notlüge. Nach außen wirke ich kompetent, geordnet und in mir ist Chaos. Mein Freund, der seit 5 Jahren mit mir zusammenwohnt, der sieht das natürlich…

Aber alle anderen sehen dein Außen. Dein Innen kennst nur du!

Interessant ist auch, wenn Menschen sagen „Neeeeee, du hast doch kein ADHS!“ - frag sie doch mal, was sie glauben, was ADHS ist. Dann wirst du sehen, dass die wenigsten das wirklich wissen.
Die sehen den @ZappelPhilipp (sorry :stuck_out_tongue_closed_eyes:) und wenn du nicht genauso bist, dann passt es wohl nicht.

Letztendlich kennst du dich am besten, deshalb: bereite dich gut vor und lass dir doch die Ärzteliste mal schicken! 1 Jahr warten ist ja Horror. (Ich habe genauso lang gewartet)

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Hey,

Kann dir zwar keine Tipps oder so geben, aber wollte dennoch antworten.
Denn vor bloss 1/2 Monaten ging es mir ganz genau so!
Wirklich jedes Wort passt, und genau solche Texte haben mir damals sehr geholfen.

Die anfägliche „Euphorie“, dass ADHS die ganzen Probleme im Leben erklärt, und man nun endlich weiss wo man ansetzen kann.
Dann wieder die Ernüchterung, dass man es womöglich gar nicht hat, und selbst falls doch, die Probleme bleiben.
Die Gedanken kreisen sich den ganzen Tag bloss darum, man wird (Falls überhaupt möglich :smiling_face_with_tear:) noch unproduktiver und verbringt Stunden mit Recherchen und diesem Forum. Dann will man endlich wieder andere Lebensinhalte und man wird schon fast wütend beim blossen Gedanken an ADHS.

Was ich sagen kann, Gespräche mit Leuten, die mir zwar Nahestehen, aber keine Ahnung von ADS haben, waren nicht förderlich. Selbst wenn Sie es versuchen zu verbergen, die Skepsis kriegt man mit. Bei 50-Jährigen hört man sehr schnell „Modekrankheit“, bei 20 Jährigen erkennt sich jeder selbst etwas in den Symptomen.
Gespräche mit anderen Betroffenen dafür umso mehr!
Eine Arbeitskollegin meinte auch zu mir, dass man dafür eine Art 6. Sinn entwickelt, und sie sich bei mir ziemlich sicher wäre.

Irgenwann war ich mir dann auch selbst relativ sicher, dass ich ADS habe, da wirklich alles was ich darüber gelsen habe, gepasst hat. Und vorallem meine Hauptprobleme(Unproduktives Arbeiten und „Der komische Typ“) damit am Besten erklärt werden konnten.
Dennoch war ich skeptisch ob ich die Diagnose erhalte, da ich in meiner Kindheit kaum Symptome und gute Noten hatte.
Allerdings war mir dies dann auch relativ egal, da ich ohnehin von meinem ADS überzeugt war, selbst bei einer drohenden negativen Diagnose.
Vor dem Test habe ich mich deshalb auch gar nicht vorbereitet, nicht über mögliche Anzeichen in der Kindheit nachgedacht/Eltern gefragt. Dies nebst Faulheit vorallem auch deshalb, weil ich mich auf die Diagnose verlassen wollte, und das ging meiner Meinung nach nur durch Tests.
Dies war im nachhinein definitiv ein Fehler, da es schlussendlich bloss um die Möglichkeit der Medis geht!

Nach dem Test habe ich diesen Fehler bemerkt, und war bereits entschlossen einen 2. Versuch zu starten. Ich habe viele Anzeichen vergessen zu erzählen, einige Fragen irreführend beantwortet. Etwas Vorbereitung also auf jeden Fall empfehlenswert! Die Diagnose basiert fast nur auf deinen Aussagen. Genau deshalb ist die Diagnose meiner Meinung nach auch nicht wirklich Ausschlaggebend, die meisten werden unabhängig vom Ergebnis im tiefen Innern überzeugt sein.

Im Ergebnis stand dann auch, dass weder die Tests noch die Kindheit besonders auffallend waren, duch meine aktuellen Symptome und eine festgestellte erhöhte Intelligenz bekam ich die Diagnose aber dennoch.

Nun bin ich aktuell bei der Eindosierung und warte noch auf einen Therapieplatz.

Tipps kann ich dir wirklich keine geben, ausser hier zu lesen(und dich wiederzuerkennen) in den interessierten Phasen, und Ablenkung zu suchen in den schlechten Phasen.

Wurde ein ziemlich langer und wirrer Text, da ich wie so typisch jeden interessanten Gedankengang aufnehmen wollte :laughing:
Aber da es dir so zu gehen scheint wie mir damals, stört dich das wohl nicht. :slight_smile:
Falls dich noch mehr interessiert darfst du mir sehr gerne schreiben.

Lg Beda
m23, Schweiz

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Ja habe es tatsächlich ganz gelesen, ich finde es sehr hilfreich zu lesen dass es nicht nur so ergeht.

Danke für deinen tollen Text :grinning:

Danke für alle die hier geschrieben haben!

@Maychan

Ja, die Symptome sind tatsächlich gut ausgeprägt, habe im ADXS-Test 33/43 (starke Ausprägung).
Verspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen begleiten mich mein ganzes Leben mal mehr mal weniger. Ich machte lange 3-4x die Woche Kraftsport, das ist ein Drahtseilakt.
Einerseits war es gut für meinen Körper und Geist, Entspannung, Fokus, tolles Körpergefühl und antidepressiv.
Andererseits auch oft übertrieben, Verletzungen/Wehwehchen sind Futter für depressive Gedanken…

@Zoi

wie gesagt habe ich 33 von 43 Symptomen im Test, also starke Ausprägung. Mit Beispielen füllen, ja das sollte ich machen ABER ich glaube, ich werde TOTAL übertreiben. Ich könnte 10 Seiten darüber schreiben und es wäre noch nicht vollständig und ich wäre unzufrieden. Soll ich dann am 19.7. (hatte mich verschrieben, nicht 1 Jahr :smiley: ) mit einem Ordner kommen? Ne dafür bin ich auch zu faul, aber auch irgendwie komisch da mit zig Seiten kommen, könnte ja jeder machen, unauthentisch und vielleicht denkt der Psychiater dann ich will nur BMT (nein ich bin nicht paranoid, aber sehr unsicher wie das alles abläuft und was wichtig ist udn was nicht…)

@MrBB

interessant wie du, wie andere, wie auch ich immer wieder den eigenen Wert der Beiträge im Vornherein absenken: „Kann dir zwar keine Tipps oder so geben, aber wollte dennoch antworten.“ Ganz im Gegenteil: Das sind viele gute Tipps und Hinweise! :wink:

Was mich brennend interessiert ist die Frage nach der Intelligenz. Ich habe Angst davor, ich halte mich für überdurchschnittlich intelligent, zweifle das aber auch öfters an. Hochbegabung wohl kaum, egal was da rauskäme wäre das gefühlt nicht gut für mich: weniger als ich denke bedeutet, dass ich mich selbst überschätze und würde zu Selbstabwertung führen, wenn ich so intelligent oder gar intelligenter bin als ich denke wäre ich traurig und sauer, dass (ist etwas das mich immer begleitet hat durch Mobbing in der Schule vor allem auch durch Lehrer) ich tatsächlich immer falsch verstanden wurde und NIE richtig gefördert wurde und anscheinend echt zu faul bin. Ich finde mehr Potential verpflichtet auch, gilt aber wohl nicht, wenn man psychisch (stark) beeinträchtigt ist und keine so reibungslose Lebensbiographie hat.

Ach und wieder bin ich an so einem Punkt, wo ich mir denke ich MUSS strukturierter rangehen und das dosiert und nicht so larifari und gefühlt permanent… ich „arbeite“, aber mache nur das Nötigste, ich WILL diese Diagnostik lieber heute als morgen… ich konnte noch nie damit umgehen, dass wichtige Termine anstehen egal ob Prüfungen, Reisen oder sonst was. Ich bin total angespannt und kann nicht schlafne, heute wieder nur 2 Stunden geschlafen, irgendwann falle ich tot um :frowning:

Dann mach das trotzdem! Ist doch besser als wenn du da sitzt und versuchst, die Infos aus deinem Kopf zu kramen und dabei die Hälfte vergisst.
Ich habe zB 3 DIN A4 Seiten vollgeschrieben. Ohne die wäre ich aufgeschmissen gewesen mit dem Sieb in meinem Kopf :exploding_head:

Verstehe deine Gedanken, ich mach mir auch immer einen Kopf wie das ankommen könnte wenn ich… egal was. Wenn ich da „ruhig“ sitze, dann denkt der dass ich garkeine motorische Unruhe habe! Wenn ich viel rede, dann denkt der ich will nur unbedingt die Diagnose.

(Dass ich in meinem Alter aber gelernt habe, mich zusammenzureißen, sollte doch klar sein. Ich kann ja auch ein Bewerbungsgespräch führen, ohne die ganze Zeit rumzuwibbeln.)

Ich glaube, dass du Nachteile haben wirst, wenn du ohne diese Vorbereitung dahin gehst. Letztendlich musst du es aber selbst wissen :slight_smile:

Ohne gemein sein zu wollen - ich bin da auch nicht im Thema. Aber wieso ist das so wichtig? Also deine Intelligenz irgendwo bestätigt zu bekommen? Sorry, falls das jetzt eine doofe Frage war :see_no_evil:

Danke dir!

Ja diese Angespanntheit kenne ich nur zu gut, Prüfungen waren immer der Horror für mich, selbst in Fächern in denen ich gut war. Gut schlafen kann ich leider auch nicht, aber dafür kann ich das Aufstehen sehr gut hinauszögern, dadurch kann ich mich trotzdem ganz okay ausruhen. :smile:

Einen IQ-Test habe ich bisher auch noch nicht gemacht, allerdings gab es im Rahmen der ADHS-Abklärung ein Test, der wohl dazu diente, die Kognitive Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Habe ich gar nicht gemerkt, aber dabei wurde diese als erhöht bestimmt. Mit einem Test für Hochbegabung hatte dies allerdings nichts zu tun.
Erfahrungen in der Schweiz!

Wies der Zufall so will, habe ich mich aber tatsächlich kürzlich für einen IQ-Test in ein paar Wochen angemeldet.
Ich denke, dies ist ein weiterer guter Schritt, um mich selbst besser kennen zu lernen. Natürlich hatte ich dabei die selben Bedenken wie du, und habe mich auch erst nach ner Weile dazu entschieden.
Die gelegentliche gewisse Wut, dass ich nicht richtig gefördert/behandelt wurde, habe ich durch das ADHS ohnehin schon, wenn auch gering.
Und wie du selbst auch schreibst, habe auch ich mich unterbewusst wohl schon immer für überdurchschnittlich Intelligent gehalten. Denn auch wenn ich dies vor den Meisten nicht zugeben würde, in der Kindheit wurde mir das öfters gesagt, und das brennt sich dann doch irgendwie ein.
Zweifel daran kommen natürlich dennoch immer wieder mal hoch, gerade wenn ich auf der Arbeit versage.

Ohne Test würde ich mir die Frage aber wohl doch immer mal wieder stellen, deshalb denke ich, dass ein Resultat nur hilfreich sein kann.

@Zoi
Natürlich hast du Recht, es ändert überhaupt nichts. Auch wird wohl kaum ein erwachsener Mensch mit dem Ergebnis hausieren gehen.
Allerdings ist natürlich grad bei Selbstwertproblemen, wie ich und wohl noch einige ADHSler sie haben, Selbstbewusstsein unheimlich wichtig. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Ausserdem kann es doch nur positiv sein, einen viel zu oft wiederkehrenden Gedanken weniger zu haben. :wink:

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Ja, das macht Sinn! Ich kenn das Gefühl nicht so ganz, halte mich immer eher für eine Hochstaplerin, die sich ihre Erfolge erschlichen hat. Deshalb konnte ich mit dem Gedanken nicht so viel anfangen, muss ich aber auch nicht :wink:

Das stimmt wohl!

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das ist mein Hauptgedanke nach dem ich Lob direkt erhalte oder aber das Gefühl habe ganz souverän und gut gehandelt zu haben. Ich habe nur mit Wissenschaftlern zu tun und ertappe mich oft bei dem Gedanken, dass ich mich entweder frage, warum der/die Wissenschaftler/in ist ODER ob ich mich dumm verhalte. Es sind diese ständigen Gedanken und genug Coping-Strategien hat man ja, aber die wenigsten sind sinnvoll. Bei mir ist es auch manchmal so, dass ich laut lachen muss (natürlich nur alleine :smiley: ) und mir selbst einrede du kannst eigentlich gar nichts, wenn die nur wüssten wie du keine Ahnung hast und trotzdem souverän/zielführend im Gespräch. Es ist dieser innere Kritiker und dieses Teufelchen auf der Schulter, das einem sagt wie dermaßen schlecht und unfähig man ist. Wenn man das wahrnimmt ist das schon mal gut, aber so ganz weg wird man es nicht kriegen. Wäre aber für mich wohl der erste „echte“ Beweis dafür, dass ich doch was kann, wenn das Ergebnis eine höhere Intelligenz zeigt. Mein Vater fing an mir in der Pubertät und später zu sagen wie hochintelligent ich bin und ich habe das immer für Kritik und falsche Bewunderung abgestempelt, so auch andere wie bspw. mein späterer Klassenlehrer, der das sogar mal vor der Klasse gesagt hat mit dem Zusatz „wenn du nicht so ein Eisblock wärst“ (ganz toll)

Ach … ich komme mir auch irgendwie blöd vor darüber jetzt so viel zu schreiben. Ändert eigentlich rein gar nichts an meiner Situation weder werde ich die Vergangenheit „heilen“ können, noch werde ich davon profitieren.

Ok, das kann ich gut verstehen!

Ich glaube, du hast schon seeeeehr viel mehr in deinem Leben geleistet! Das erkennst du vielleicht nicht als Beweise an (weil Hochstapler-Syndrom).

Ich kann mir sogar bei mir zB vorstellen, dass ich mir einrede, dass ich beim Intelligenztest geschummelt habe, um irgendwie schlauer zu wirken :sweat_smile: Also dass ich auch das nicht wirklich gut anerkennen könnte. Weiß ja nicht, ob du auch so ein Kandidat bist :face_with_peeking_eye:

Aber wenn du denkst, dass es dir helfen könnte, dann WHY NOT!

Alles gut. Ich wollte dich mit meiner Frage auch nicht in eine blöde Position bringen, wenn ich das geschafft habe, dann tut es mir leid!

Vielleicht ja dann doch? So als kleine nette Stimme auf deiner Schulter, die dir sagt: Doch, du kannst was! :slight_smile:

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