Moin, ich versuch, mich mal kurz zu fassen + strukturiert zu antworten. xDDD Der war gut! 
Vorab, ich kann aus Sicherheitsgründen keinem empfehlen, die Spiegel so einzustellen, dass man mind. den direkten Hintermann nicht sieht, um somit nicht geblendet zu werden oder den im eigenen Kofferraum sehen zu können. Man fährt so viel blinder durch die Gegend, als es gut + sicher ist!
Jetzt, wo ich versuche, ruhiger durch den Verkehr zu fahren … Ja, es geht.
Dabei wird mir bewusst, dass da draußen sehr viele Narzissten oder Dumme oder einfach schlechte Autofahrer … gibt. Es gibt Mamis mit Kindern, die abgelenkt sind, gestresst sind, daher schlecht auf den Verkehr fokussiert sind, Opis, die durchgehend 50 fahren, obwohl man 30 oder 50 fahren könnte, dicke SUV-Fahrer, in dicken SUVs, die meinen, dass man Platz machen müsste, weil sie der Landvogt sind …
In einem Fall musste ich aber aussteigen, habe aber nicht an die Scheibe geklopft, sondern lachend gewunken und als dann die Scheibe unten war, gefragt, ob alles ok ist, ob ich vllt Hilfe holen soll, weil derjenige so scheixe gefahren ist. In einem anderen Fall hat mich jemand überholt, dem ich wohl zu langsam war, der schaute mich im Vorbeifahren an und den winkte ich grinsend zu. Ist beides auch nicht ganz ok, ja.
Womit ich gut fahre (Ha ha), einfach durch die Menschen durchschauen, was ich eigentlich ganz gut kann, „böse“ Blickkontakte iVm dem Autofahren triggern mich. Wenn ich verbal angegangen werde (Ja, es gibt auch Fälle, in denen ich angeschrien wurde), kann ich mich zu 99,9 % nicht zurückhalten. Wie in einen meiner Lieblingsfilme: „Niemand nennt mich eine feige Sau!“.
Hab mal einen Autofahrer vor mir beobachtet, der auf Biegen und Brechen, den anderen Autofahrer aufgrund einer Spurverengung nicht reinlassen wollte, es dann doch machte und der hat den von der Straße gehupt. Dachte ich, da fährste jetzt mal an dem in der Warteschlange zur Ampel langsam vorbei (zweispurig) und dann sagste dem im ruhigen Ton, dass er schon weiß, dass er aufgrund … kein Recht hat. Da hab ich mich auch noch verhaspelt, was mir total peinlich war und ich hab kaum ausgesprochen, schrie der mich übelst an, was ich fürn Wxcher wäre, was mich das angehen würde, ich keine Ahnung hätte … Da wurde mir mehr als nur der Spiegel vorgehalten. Weiß jetzt nicht, was passiert wäre, wenn ich ausgestiegen wäre. Denn eine kleine Kante bin ich auch.
Habs dann ein zweites Mal versucht und mich wieder verhaspelt und der gleich wieder verbal voll auf mich drauf. Dabei wollte ich dem bloß ein wenig besserwisserisch sagen, dass er im Unrecht war. Bin dann aber weitergefahren, weils mir zu peinlich war, dass ich mich zwei Mal versprochen hatte.
Abstand zum Vordermann halten, ist auf jeden auch ne gute Sache. Führt zu weniger Stress. Auch wenns schon stressig ist, wenn man deutlich langsamer fahren muss, um Abstand zu halten, weil man mal wieder ne Schnarchnase vor sich hat.
Auch, wenn ich das ein o andere eines Narzissten in mir selbst sehe, möchte ich mich dennoch, nach weiterer Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Thema, nicht als solcher bezeichnen.
Bei mir ist schon immer das Thema Impulsitivät/Störung der Impulskontrolle ein Problem gewesen und nicht die Aggressivität. Ich mache im Straßenverkehr unüberlegt Dinge ohne Rücksicht auf Konsequenzen, ich bin aber nicht darauf aus, gezielt Schaden anzurichten.
Vllt muss ich einfach „nur“ mit diesen Triggern besser klar kommen bzw. lernen, mich gar nicht triggern zu lassen!?
Ich nehme oder nahm zumindest Kritik auch als Angriff an meiner Person. Ist im Straßenverkehr dann genauso. Das ist aber auch wohl eher ein Thema bzgl. RSD und somit auch einhergehend mit ADHS und nicht mit Narzissmus?!
Ich bin ansonsten gut eingestellt mit 150 mg Venlafaxin. Spüre das sonst ganz deutlich, wenn ich sonst in manchen Situationen wie ein HB-Männchen hochgehen könnte, es aber nicht tu, weil ich bewusst spüre, dass ich jetzt nicht weiter darf, ruhig bleiben muss. Und jeder, der Kinder hat, weiß, wie oft es solche Situationen täglich gibt.