Wechseljahre, Beschwerden, Hormonersatztherapie und ADHS Medikation

Hallo zusammen,

Ich nehme jetzt seit Juli letzten Jahres ADHS Medikamente, seit Oktober Elvanse (50 mg)

Die Menopause hatte ich schon vor vier Jahren und bislang keine großartigen Beschwerden

Habe das auch anfangs recht gut vertragen und kam gut klar, seit circa 2-3 Monaten habe ich aber A) körperliche Beschwerden, die auf die Wechseljahre zurückzuführen sein könnten und B) den Eindruck, dass Elvanse noch kürzer wirkt als ohnehin schon und der Rebound ist deutlich unangenehmer geworden

Ich war daraufhin bei meinem Hausarzt (Internist) und habe ihn gebeten, mal alles zu checken, was hier irgendeinen Einfluss nehmen könnte.

Soweit alles in Ordnung, auch die Entzündungswerte (ich hatte Angst vor PolymyAlgie)
Nur das Vitamin D ist trotz Supplement zu niedrig und Estradiol und Östron

Habe jetzt mal zumindest den Östrogenstatus, allerdings noch nicht mit dem Gynäkologen besprochen
Nach ersten Recherchen scheint deraber wirklich sehr niedrig zu sein und ich möchte jetzt eine Hormonersatztherapie starten

Hat irgendjemand hier Erfahrung mit Hormonersatztherapie unter ADHS Medikation oder allgemein Infos zum Wechselwirkungen zwischen Hormonersatztherapie und Stimulanzien?

Ich finde diesen Artikel dazu recht interessant, vielleicht kannst du dich von dort aus weiterhangeln: ADHD in Females: Implications for Clinical Practice

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Hallo …ich bin mitten in den Wechseljahren und nehme seid ein paar Monaten Hormone … bioidentisch ist sehr wichtig … das Buch von Dr. Shila de liz ist nega(women on Fire) :fire:
Das ist eine Frauenärztin die mega gut ist…sie hat jetzt auch ein Buch für Mädchen in der Pubertät (Girls on Fire) :fire: richtig klasse und witzig hat sie mit ihrer Tochter zusammen geschrieben.gibt es auch beides bei Spotify als Hörbuch …ihr werdet Spaß haben…

Meine Hormone möchte ich nicht mehr missen,mir macht die Einstellung von medikinet zu schaffen😥
Also ich habe viele positive Erfahrungen gemacht,doch auch heftige Nebenwirkungen…

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Was hast Du denn für Probleme und was nimmst Du dagegen?

Bei mir sind es vor allem Muskelschmerzen (besonders morgens) und Müdigkeit und Mundtrockenheit ab mittags bzw. nachmittags, wenn die Wirkung von Elvanse nachlässt

Das Buch habe ich mal gelesen, ist aber schon ne Weile her

@Minzli schön, dass du da bis jetzt so glimpflich durchgekommen bist. Was hast du denn jetzt für Beschwerden?
Bei mir hat die Menopause die ADHS-Symptome durch die Decke gehen lassen, so dass ich mich endlich zur Abklärung durchgerungen hab. Hab teilweise kaum noch funktioniert.
Seit ca. einem Jahr nehme ich jetzt Hormonersatztherapie. Das hilft sehr gut gegen die körperlichen Beschwerden und auch die Stimmungsschwankungen wurden etwas weniger. Ich bin auch erst 44, von daher war es wie keine Diskussion, dass ich HRT nehmen muss.
Seit ein paar Wochen nehm ich jetzt Medikinet. Da sollte es keine Wechselwirkungen geben und auch die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen. Mit Elvanse habe ich keine Erfahrung.

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Ich hatte Schlafstörungen,muskelneschwerden,Stimmungsschwankungen,Kopfweh,ständig das Gefühl ich muss zur Toilette .sowie erwähnt ADHS Symptome durch die Decke,vergesslich …Impulse ,wichtig von unwichtigen nicht unterscheiden,nicht fokussieren…
zur Zeit nehme ich abends 200mg famenita und lenzetto …
mit medikinet ,da bin ich noch in der eindosierung was mega schwierig ist,bin zwischendurch immer noch sehr lustlos und antriebslos… alles sinnlos …
morgens ganz schlimm …

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Same here! Die Wechseljahre haben alles unerträglich gemacht. War nur noch deprimiert, unmotiviert, schlecht gelaunt, noch schlafloser als sonst, Blutdruck ging in die Höhe, ständige Hitze, Gewicht ist durch die Decke gegangen… Naturidente Hormone haben vieles schlagartig besser gemacht. Bin vom Arzt trotzdem zur Adhs-Diagnostik gedrängt worden: und er hatte recht.

Nehme seit einigen Wochen Intuniv und seit 2 Wochen auch Ritalin.

Mein Facharzt beschäftigt sich gerade intensiv mit dem Thema Adhs bei Frauen - auch in Bezug auf hormonelle Dinge (ab Herbst bietet er eine Kurs in dem Zusammenhang an) Denke, wenn sich die Ersatztherapie nicht mit den Medis vertragen würde, hätte er darauf hingewiesen.

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Wo ist denn dein Facharzt?

Ich steh seit einiger Zeit auf der Warteliste einer ADHSspezialistin für Frauen, es wird aber wohl noch eine Weile dauern, bis ich da tatsächlich einen Termin bekomme

Mein Facharzt beschäftigt sich gerade intensiv mit dem Thema Adhs bei Frauen - auch in Bezug auf hormonelle Dinge (ab Herbst bietet er eine Kurs in dem Zusammenhang an)

Sehr cool! Von der Sorte müsste es mehr geben. Frauen sind in der Medizin oft benachteiligt. Sei es wie bei ADHS das man denkt, Frauen hätten das nicht bzw. nicht realisiert, dass es anders daherkommt oder aber dass reine Frauenthemen wie die Menopause oft unter dem Radar liefen.
Es kommt aber Bewegung in die Sache. Man hört und liest immer mehr darüber.
Und Hormone haben nun mal einen grossen Einfluss.
Ich bin auch auf den Sub-Reddits Menopause und ADHDwomen unterwegs und da gibt es viele, die berichten, dass ihre Symptome mit der Menopause schlimmer geworden sind. Wir sind nicht die Einzigen!

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In Wien… Der Kurs wird aber online sein.

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