Welche ADHS-Medikamente bei Histaminintoleranz?

Hallo,

welche kommen da grundsätzlich (nicht) infrage?

Gibt es da Studien?

Habt ihr damit Erfahrungen? Welche z. B.?

Dankeschön

LG

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Moin, lies mal bei ADxS.org nach.
Alle AD(H)S-Medis erhöhen Histamin. Manche Betroffene kommen noch am ehesten mit unretardiertem MPH klar.

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Hallo Zusammen,

ich greife hier den Thread nochmal auf, weil ich bei mir genau die Problematik feststelle, dass Elvanse bei mir meine Histaminintoleranz befeuert.

Das hat mich bis jetzt auch daran gehindert, eine größere Dosis zu nehmen. Erst jetzt verstehe ich, was hier passiert. Elvanse ansich zeigt Wirkung, durch das angestiegene Histamin bekomme ich allerdings auch Symptome der Histamintoleranz. Dazu gehört auch, dass meine Konzentration wiederum etwas beeinträchtigt wird. Elvanse hebt sich quasi wieder etwas auf dadurch.

Den Abschnitt auf adxs.org habe ich gelesen. In dem Fall muss ich einen „Tod“ sterben bzw. kann das Medikament (oder andere Medikamente) nicht optimal nutzen?

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Hast Du in der Zwischenzeit eine Lösung gefunden?

Bei mir scheint das ähnlich zu sein mit Medikinet adult und ich frage mich gerade, wie ich das lösen soll…

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Da wäre dann allerdings Medikinet eher als Ritalin geeignet.

Laut der Tabelle von Martin Winkler würde da als Retardpräparat am ehesten Kinecteen infrage kommen.

Ist für Erwachsene nicht zugelassen. Aber wenn du nachweislich eine Histaminintoleranz hast - wer weiß. Vielleicht kannst du das Off Label bekommen.

@Justine Verstehe ich das falsch? Ich hätte es so interpretiert, dass MPH generell Histamin erhöht und man dadurch eventuell Probleme bekommen kann. Warum dann Herr Winkler aufgrund der Präparate und Zusatzstoffe unterscheidet ist mir irgendwie schleierhaft, falls der Übeltäter eher MPH an sich ist.

Der Wirkstoff MPH ist tatsächlich der Übeltäter.

Allerdings können die Zusatzstoffe es noch schlimmer machen. In Ritalin ist Weizen - in Medikinet Mais.

Aber da muss man den Martin Winkler tatsächlich mal fragen - ob er das berücksichtigt hat bzw. wie er das sieht.

Gut aufgepasst!

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Hab nachgefragt:

Scheint wohl klinisch keine Rolle zu spielen. Subjektiv aber schon.

Das spielt klinisch überhaupt keine Rolle bzw. ist dann doch eher subjektive eigene Überzeugung und weniger klinisch messbar

So liest man das auch im Histaminintoleranz Forum.

In seiner Gruppe schreibt eine, sie kommt mit einer Kombination aus Elvanse und einem Antihistaminikum gut klar.

Ist eine Histaminintoleranz überhaupt messbar?

Edit: gibts nicht. Also gibt kein diagnostisches Verfahren, das eine Histaminunverträglichkeit nachweisen kann.

Deshalb ist das auch insgesamt schwierig.

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Histaminintoleranz nicht messbar? Hmmmm…
Jede Fischvergiftung ist eine Histaminvergiftung.
Wieso sollen Menschen, die höhere Histaminwerte erleiden (meist weil Abbau gehemmt ist, aber es gibt mehrere Pfade) Fischvergiftungsunangreifbar sein?

Das Wort Histaminintoleranz ist vielleicht irreführend.
Es beschreibt inhaltlich die Reaktion auf erhöhte Histaminwerte. Nicht irritieren lassen :wink:

Man kann den Histamin- und Diaminoxidasespiegel im Blut bestimmen nach einer Diät. Da gehts aber nur um Nahrungsmittel. Die Symptome sind ja sehr unspezifisch.

Die wissenschaftliche Evidenz für die postulierten Zusammenhänge ist da aber ziemlich begrenzt. Eine verlässliche Laborbestimmung zur definitiven Diagnose gibts nicht.

Welche Auswirkungen da Stimulanzien haben lässt sich nur schlecht bestimmen - sonst gäbe es auch wahrscheinlich mehr Studien oder? Es gibt wohl nur die eine mit Ratten.

Jedenfalls hat Winkler ja angegeben das einige Präparate bei Histaminintoleranz ok sind und andere nicht. Da gehts dann wohl eher um die Zusatzstoffe.

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Hat noch jemand noch Erfahrungen hat mit Histaminintoleranz und adhs-Medikamenten? Ich habe alles ausprobiert! Attentin, Elvanse, Medikinet retard und für Kinder, Ritalin… Alles treibt das Histamin so krass, dass ich 13h schlafe statt normaler 7-8, knallroter Ausschlag und Herzrasen sogar von Brot und Kartoffeln … wenn ich die adhs-Medikamente nehme, kriege ich Histamin-Schübe sogar von Sport… das endet dann in totaler Schwäche und gar nichts geht mehr… und wenn ich die adhs-Medikamente absetze, ist das mit dem Histamin zwar nervig aber ok, dafür klappt der Alltag nicht mehr… hrrrrr… wer hat noch Erfahrungen damit?

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Hallo Joh,

Seit Anfang März nehme ich ADHS Medikamente und ich habe eine Histsminunverträglichkeit.

Gestartet habe ich mit Medikinet adult 10 mg. Aufgrund der zu starken Nebenwirkungen habe ich recht schnell auf Elvanse gewechselt. Da habe ich 30 mg genommen. Die Wirkung ist eher leicht, Nebenwirkungen habe ich etwas trockener Mund, weniger Appetit, starke Schlafstörungen.

Zuerst habe ich 15 mg genommen. Nach 11 Tagen habe ich auf 30 mg erhöht. Der 9 Tag mit 30 mg war eine Katastrophe, ich war innerlich total nervös, unruhig, unausgeglichener, ungeduldiger, fahriger, unklarer und konnte einfach nicht mit meiner Arbeit anfangen. Danach die beiden Tage war es wieder deutlich besser, aber nicht weg.
Mein Arzt hat mir jetzt 50 mg aufgeschrieben, die habe ich heute zum ersten Mal genommen und bin sehr gespannt.

Das das mit dem Histamin zusammen hängt, da hätte ich ja mal früher drauf kommen können.

Oft nehme ich am Abend eine Cetirizin gegen das Histamin. Die habe ich aber ein paar Tage schon nicht genommen. Vielleicht sollte ich sie lieber wieder nehmen?

Hast du mittlerweile etwas Neues raus gefunden?

Viele Grüße

Ich bin auch ziemlich Histamin empfindlich, wenn auch ohne diagnostizierte Intoleranz und nehme Quercetin dagegen.
Mir hilft das, kennt ihr das?

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Hallo Minzli,

Quercentin kenne ich nicht, hört sich aber sehr interessant an. Das möchte ich unbedingt ausprobieren. Kannst du eins empfehlen?

Was ich nehme ist Magnesium und Vitamin C. Und ich hatte lange einen großen Eisenmangel, den habe ich nur mit Infusionen in den Griff bekommen.

Viele Grüße

Aktuell nehme ich dieses hier, hatte aber auch schon andere Marken.
Darauf gekommen bin ich übrigens durch Long Covid, hier gilt auch als eine der vermuteten Ursachen eine Mastzellenaktivierung mit überhöhter Histamin Ausschüttung
War damals ein Tipp der Charité Berlin, die sich 2021 als erste und damals nahezu einzige mit Long COVID befasst haben.
Da gibt es ja viele Parallelen zu ME/CFS, da ist die Charité spezialisiert

Aber bitte vorsichtig damit
Es ist zwar rein pflanzlich, aber eben nur ein NEG und nicht geprüft wie ein zugelassenes Medikament
Neben-und Wechselwirkungen sind natürlich auch möglich
Ich vertrage es gut und es hilft mir auch und ich habe den Tipp schon oft erfolgreich weitergegeben

Ich nehme ziemlich viele NEG, u.a. auch Magnesium (schon länger, seit der ADHS Medikationaber regelmäßig), Im Winter Vitamin C, D und Zink
Seit der Schulter OP noch Vitamin K und Calcium und seit neuestem Curcumin
Und wenn ich meine Ernährung nicht im Griff habe, noch Omega 3 Kapseln
Normalerweise versuche ich aber, das meiste über die Ernährung hinzukriegen
Aber mit 3 Scheiben Käse- oder Nutella Brot am Tag klappt das halt nicht :see_no_evil:

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Eigentlich habe ich das mit der Histaminunverträglichkeit ganz gut im Griff.

Bei mir ist aber auch das Problem, dass ich so gerne Schokolade esse und mich da nicht zurück halten kann.
Das ist anders seit ich ADHS Medikamente nehme. Da fällt es mir sehr viel leichter auf Süßes insgesamt zu verzichten. Also nehme ich seitdem noch weniger Histamin zu mir .

Umso länger ich mich mit Histamin und den ADHS Medikamenten beschäftige, umso mehr denke ich das einige der „Nebenwirkungen“ vom Histamin kommen und das wäre so logisch, bzw. würde alles zusammen passen.

Ich lese noch etwas weiter zu dem Thema und versuche dann ein Medikament zu testen, dass mit der Histaminunvertröglichkeit passt. Hoffentlich geht mein Arzt da mit und kennt sich etwas damit aus.

Viele Grüße

Ich lehne mich vorsichtig aus dem Fenster, dass das viele betrifft :face_with_hand_over_mouth:

Und dann sind gewisse NEG ganz sicher nicht verkehrt. Finde das in solchen Fällen ziemlich vernünftig :adxs_daumen:

Liest man leider in vielen Eindosierungs-Threads, wenn mal wieder die Frage „Isst du ausreichend zur Einnahme?“ aufkommt.

Wie oft da kommt: „Ja, morgens 1-2 Scheiben belegtes Toast“.

Und danach so? :confused:

„Idealerweise“ noch „wertvollstes, ballaststoffreiches“ Weizentoast fürn „juten“ Blutzuckerspiegel.

Bei Heißhungerattacken gibts dann noch mehr „wertvolle“ Energie und immer wichtig - schnelle Kohlenhydrate und Zuckeeeeeer *lechz :adxs_anfeuer:

Leider ist das in vielen Fällen dann dicht gefolgt von: „Das wirkt ja gar nicht richtig… müüüühmüüpdüpüp“

Will mich gar nicht lustig machen oder irgendwem Vorwürfe machen und schon gar nicht großkotzig wirken. Jeder soll machen wie er will.

Aber manchmal schmerzt es auch ein wenig, wenn man mal liest, was da im Hirn bei uns anders läuft und wie noch wichtiger für unsere Hirnchen die tägliche Versorgung mit Nährstoffen wäre.

Wie sich das auf die Produktion von Neurotransmittern auswirkt und da alles zusammenspielt und wie es auch zur besseren Signalübertragung und Feuerrate zwischen den Synapsen im Hirn beiträgt und noch vieles mehr :pensive:

Kann denn so eine Histaminintoleranz nur psychische Symptome hervorbringen?

Ich stelle mir hier immer nur Ausschlag, Juckreiz und Co darunter vor.

Auch und noch vieles mehr wie Herzrasen, Blutdruck und und und :slight_smile:

Irgendwo da wird auch auf ne Schweizer Seite verlinkt. Gibt aber auch gute Deutsche Seiten dazu.