Achtung: Ich neige zu Romanen. Ich hab große Probleme mich beim Schreiben kurz zu fassen. Meine berufliche Reise war ein auf und ab. Nach der Schule wusste ich erstmal so gsr nicht was ich wollte. Für alles was in Richtung Kunst ging, brauchte ich ein Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss. Der Mediengestalter äußerte sich als ziehmlich öde, weil man entgegen der Erwartungen doch sehr wenig selbst entscheiden durfte wie etwas aus zusehen hatte. Zumindest in den Betrieben in denen ich Praktika gemacht hatte. Das wurde mir schnell zu Öde. Dann hatte ich mich als Florist ausprobiert, der hätte mir gefallen, mich hat es aber abgeschreckt, dass ich so viel an Latein lernen musste. Dann hatte ich gedacht, ich wollte Bestattungsfachkraft werden. Ich kam aber an keinen Betrieb, der ausbilden wollte oder ein Praktikum anbat. Dann hab ich erstmal ne weile nichts gemacht, weil mich die Ausbildungssuche sehr überfordert hatte. Dann hatte ich erstmal bei Famila an der Kasse gejobt, das hab ich für 6 monate durchgehalten, bin aber vor Langeweile fast umgekommen und ich hatte ständig ein paar Euro fehlbeträge durch Flüchtigkeitsfehler, was dem Arbeitgeber natürlich sauer aufstieß. Dann hab ich eine Ausbildung als Bäckereifachverkäuferin angefangen, der Betrieb hat mir dann aber meine erst feste Lebenskriese seit der Schulzeit beschert. Dort wurde mir immer wieder gezeigt, dass ich zu langsam und zu ungenau arbeite. Auch war der Umgang mit hungrigen Menschen einfach nochmal komplett anders, als einfach menschen an der kasse zu bedienen. grauenhaft. Ich hab dort wieder wie in der Schule an mir gezweifelt, mir eingeredet, ich sei dumm und wäre einfach nicht fähig richtig zu arbeiten. Die ausbildung hab ich dann abgebrochen, nachdem mir die Bezirksleitung nahegelegt hat, dass ich kündigen sollte.
Dann bin ich in eine Maßnahme vom Arbeitsamt gekommen. Dort sollte ich laut Berater eigentlich Bewerbungstraining und so bekommen. Eigentlich war das aber nur Stunden absitzen. Ein richtiges Bewerbungstraining hab ich erst bekommen, als ich mich beim Amt beschwert hatte, dass da nichts kam. Dann hab ich ein Praktikum im Einzelhandel gemacht in einem Spielzeuggeschäft. Dort hab ich mich nicht wohl gefühlt. Gleiches wie bei der Bäckerei. Zu viele Menschen, die einfach von Grund auf unfreundlich waren und ich braucht für meine arbeiten einfach zu lange.
Dann also zurück zur Maßnahme. Dort hing ich dann schon für ein halbes Jahr. Irgendwann hab ich mich dann bei einem Planenmacher beworben und dort ein Praktikum gemacht. Der Betrieb war sehr begeistert von mir, weil ich anpacken kann, eine gute Auffassung habe, sehr kreativ bin und auch Handwerklich begabt.
Also hab ich dort meine nächste Ausbildung begonnen. Natürlich war es nicht so toll wie zu beginn. Immer wieder kamen mir meine Flüchtigkeitsfehler in die Quere, mein langsames arbeiten konnte ich mit genug routine irgendwann aufbessern. Aber ich hab halt immer wieder broblene vehabt, dass ic sehr viele fehler machte. Mein Chef verstand auch nicht, dass es das gegenteil bewirkte, wenn er mich dies bezüglich unter Druck setzte. Das machte es nur schlimmer. Ich war immer wieder in der Situation, dass ich keinen Bock mehr auf die ausbildung hatte und immer kurz vorm abbrechen. Ich hab mir dann aber selbst ummer gesagt, jetzt bin ich schon so weit und ich hab keinen Bock mehr von null wieder zu beginnen. Also hab ich es irgendwie geschafft meinen gesellenbrief zu machen. Natürlich nicht als landebester, so wie es der chef es wollte sondern mit 3er Durchschnitt und nem grottenschlechten Gesellenstück, welches ich nach der Prüfung nochmal bauen musste, weil das eigentlich eine Bestellung für einen Kunden war. Aber ich hatte es geschafft. Da ach hab ich noch ein jahr in meinem Lehrbetrieb gearbeitet, aber das war auch nur noch quälerei. Ich wurde dann gekündigt. Eigentlich mit der Aussage, man hätte kein Geld die Gesellen zu halten. Nachdem ich aber gemerkt hatte, dass der andere Geselle immer noch fröhlich dort arbeitete, hat sich das als Lüge herausgestellt. Naja, wirklich überrascht war ich aber nicht…
Dann hab ich mich bei den umliegenden Planenmacher und Segelmacherein beworben. Das schöne war, ich konnte mir förmlich aussuchen, wo ich arbeiten wollte. Selbst mit meinen 3er Zeugnis und meinem grottenschlecht geschrieben Arbeitszeugnis.
Bis ich dann aber in einer Firma ankam dauerte es auch wieder. Ich war dann erst in einer großen Industrie Firma, die Biogasdächer und Hochwasserschutz herstellte. Dort habe ich es aber nur ein halbes Jahr ausgehalten. Ich hab mich dort am Rücken verletzt und sollte nach meiner Auszeit erst wider langsam mit leichten sachen starten. Sie teilten mi h dann gleich wieder in die Nachtschicht mit den schweren dächern ein. Ich hab dann gekündigt und mich freistellen lassen.
Danach bin ich wieder in einem kleineren Betrieb. Dort hab ich es auf Grund der Leute keine 2 Monate ausgehalten. Der dortige Geselle hat mich oft sabotiert und mich dann beim Chef angeschwärzt. Weil da konnte ich eigentlich arbeiten wie ich es konnte und hab keine Fehler mehr gemacht. Der Geselle hatte nor aber mehr als einmal zu verstehen gegeben, dass er keinen Kollegen wollte. Auch da hab ich innerhalb der Probezeit gekündigt. Als nächstes war ich in einem betrieb der faltbare Bollerwagen herstellt. Dies war auch wieder so ein Betrieb, der sich nur von Ausbeutung finanzierte. Das gehalt war schlecht. Man hatte ein sehr strenges Tagespensum einzuhalten,und durfte nicht mit seinen Kollegen schnacken oder sich mal einen Kaffee holen. Auf die körperliche Gesundheit wuede auch nicht geachtet. Ich hatte ständig ruckenschmerzen durch die Nähmaschinenstühle und durfte mich nicht mal durch die gegend bewegen. Auch keine neuen Stühle wurden besorgt. Ich hab dann auch innerhalb der Probezeit gekündigt. Tja und dann hat mich das Arbeitsamt wieder in eine Maßnahme gesteckt. Ich konnte dann aber schnell wieder raus. Ich hab nach einem Monat wieder bei einem Betrieb beworben, bei dem ich dann 9 Jahre war. Dies war ein Sanitätshaus , welches Hilfsmittel für behinderte menschen herstellt. Ich hab in der Schneiderei gearbeitet. Zwischen zeitlich hatte ich dann noch meine Kinder bekommen und war wegen Elternzeit raus. Anfangs konnte ich dort arbeiten wie ich wollte und konnte. Hauptsache die arbeit wurde fertig und war ordentlich. Das änderte sich aber. Irgenwann stand immer mehr das Geld im Vordergrund und der druck Wuchs, was bei mir dann wieder auch die Fehlerquote wachsen ließ. Dies hat auch irgendwann nicht mehr interessiert und es wurde immer mehr druck gemacht. Ich hab dann noch bersucht 5 jahre in einer anderen Abteilung zu arbeiten als Quereinsteiger, aber auch dort wurde die Geldgier immer mehr spürbar. Dann haben viele aus diesen Gründen gekündigt und ich zog, nach dem ich eine Gehaltserhöhung, die mir versprochen wurde nicht bekam, nach. Jetzt bin ich, seit 2023 in einem Konkurrenzhaus, welches sich aus ehemaligen Arbeitnehmern gegründet hat, die in meiner vorherigen Firma gearbeitet haben und aus den gleichen oder ähnlichen Gründen wie ich gekündigt haben.
Jetzt bin ich zurzeit recht glücklich. Ich kann arbeiten wie ich kann und will. Kann mich kreativ ausleben. Einzig mit einer Arbeitskollegin hab ich immer wieder beef, aber das erledigt sich sowieso irgendwann biologisch. Da kann ich die Arschbacken auf jedenfall zusammenkneifen. Zumindest hab ich das jetzt schon 2 Jahre geschafft
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So viele andere Alternativen hab ich als technischer Konfektionär in Teilzeit aber leider auch nicht mehr.
Eine Umschulung will man mir aber nicht finanzieren bei Arbeitsamt.