Nach seiner Logik kann man also fliegen, wir wollen es nur alle nicht genug, ja? Oh mann, das muss saumäßig weh tun, wenn sowas sogar vom eigenen Sohn kommt. Ich denke hier verstehen dich da alle sehr gut, ich tue es jedenfalls, sowas ist Mist. Man zweifelt selbst oft genug, wenn andere einem dann noch so viel Bullshit an den Kopf werfen ist das nicht hilfreich.
Mir hat mal ein Psychotherapeut gesagt, als ich meinte ich suche ADHS-Diagnostik: “Was den Schuh wollen Sie sich unbedingt anziehen? Das ist doch total die Modediagnose.” Ich war in dem Moment völlig baff und eher hilflos. Inzwischen ist es mir egal, wenn mir jemand nicht glaubt (wobei das beim eigenen Kind vermutlich schwieriger ist, als bei irgendwem Fremden), ich kenne meine Baustellen, die habe ich (egal wie es als richtige Diagnose dann heißt), die kann mir keiner absprechen.
Deine Geschichte ist auf jeden Fall was für hier
zum Dampf ablassen, wenn du magst. Hilft zu lesen, dass man nicht allein ist und mit dem Frust fertig zu werden.
Die meisten hier beschreiben auch oft, dass sie mit nicht all zu vielen Leuten (eben auch nicht mit der eigenen Familie) überhaupt über ihr ADHS reden, eben weil es zu viele Leute gibt, die da merkwürdig reagieren.
Vllt kannst du deinem Sohn klar machen, dass es egal um welche Krankheit es geht nicht okay ist jemandem sein Leid abzusprechen (vllt kriegst du ihn ja erst mal auf dieser allgemeinen Ebene statt spezifisch auf ADHS zu gehen).
An einigen Stellen müsste er doch vllt auch merken, dass du im Alltag Probleme hast, woran denkt er denn liegt das? Ihn hast du offenbar groß genug bekommen, dafür sollte zumindest etwas Respekt drin sein. Wenn man ihm den nicht abverlangen kann ist ihm vermutlich da nicht mehr zu helfen, bis er evtl selbst mal eine Situation hat in der er absolut nicht so kann, wie er vllt will.
Wünsche dir alles Liebe und viel Erfolg
![]()