Wie lange dauert ....? Uhr vs. ADxS Gefühl

Ich hatte heute Abend einen Anflug von Fleiß und habe aufgeräumt und gesaugt.

Und dann wollte ich mein Bett noch frisch beziehen und dachte so „oh nee, das dauert viel zu lange“

Mir ist aufgefallen, dass sich „Bett beziehen“ für mich wie 2 Stunden (harte) Arbeit anfühlt.

Also ich starte einen neuen Thread!

Uhr vs ADxS-Gefühl
Bett überziehen: 6 min - 2 Stunden

P.S. Nachdem mir diese Paradoxie bewusst wurde, habe ich es schnell noch überzogen.

Was sind Eure ‚Zeitfresser‘?

Ich hab das ganz oft beim handschreiben… Anstatt ich mir Zeit lasse, weil Zeit habe ich eig genug, schreibe ich immer ganz schnell und kann in manchen Fällen nicht mal mehr meine eigene handschrift lesen.

Auch wenn ich langsam anfange, ich werde immer ungeduldig dabei und zum Ende hin wird es immer schrecklich.

Bei mir ist es leider immer so, egal ob ich schnell oder langsam schreibe. Sogar der Versuch gezielt, lesbar zu schreiben, endet in einer Katastrophe. Besonders schlimm bei Briefumschlägen, da werden mehrere benötigt, bis was gescheites rauskommt.

Weiß echt nicht, wie ich damals durch die Schule gekommen bin :nothere

In der Grundschule war ich der einzige in der Klasse, wo die Lehrerin gesagt hat, ich soll mit Bleistift schreiben.


@Hedwig
Dass geht mir genau so. Habe mir vor ein paar Tagen den Timer auf 25 Minuten gestellt. Als mein Bett neu bezogen war, habe ich mich gewundert, warum der Timer noch gut 15 Minuten anzeigt. :roll:

@allmighty
Ich möchte gar nicht wissen wie viele Briefumschläge bei mir schon unbenutzt im Altpapier gelandet sind, weil ich sie falsch oder unleserlich beschriftet habe. :rotwerd

Spülmaschine

Uhr vs ADxS-Gefühl
5 min - 10 min (heute)
5 min - 1 Stunde (FRÜHER)

seitdem habe ich ca. 7000 mal eine Spülmaschine ausgeräumt und doch eine gewisse Lernkurve durchlebt

Komplette Staffel einer Serie schauen:

Uhr: 10 Stunden
Gefühl: 3 Stunden

Haare föhnen

Gefühlt: 1 Stunde
Wirklichkeit: 5 - 10 Minuten, mit Glätten 15

Ich hab‘s als Kind schon gehasst.

Ich habe alles in umgekehrter Richtung…

Leider dauert bei mir grundsätzlich alles viel viel länger als ich denke…

Ich unterschätze grundsätzlich die Zeit.

Das ist doch gerade das Interessante!
Wie schätzt Du Spülmaschine ausräumen ein? Und wie lange brauchst Du wirklich?

Bei mir ist es ja auch nur GEFÜHLT so lange.
Die Überwindung ist dann entsprechend hoch.

Da hab ich die Zeiten garnicht mehr im
Kopf… aber ich hatte auf jeden Fall auch die Zeit gestoppt und hatte ca. 4oder5 mal länger gebraucht als geplant. Nächstes mal nach ich mit Zeit und gucke nochmals;)

Ich muss dazu sagen das war noch die Zeit vor der Medikation. Wie das jetzt ist weiß ich garnicht.

Bist Du dann besonders gründlich beim Ausräumen der Spülmaschine? So mit Nachpolieren?
Ich habe um die Spülmaschine rum alle wichtigen Schränke und Schubladen, damit’s kurz und schmerzlos ist.
Allein für das Ausräumen gehen ca. 25 Stunden pro Jahr drauf. Das sind drei Arbeitstage. Oder gefühlte 5 Staffeln.

Bei mir verhält es sich genau umgekehrt und generell paradox.

Wenn ich denke, dass ich etwas ja noch schnell erledigen kann, dann dauert das „Schnell“ schon gerne mal über eine Stunde.

Wenn ich aber etwas vor mir herprokastiniere, weil es mir vor der Länge der Erledigung graut, dann dauert es hinterher oft gar nicht so lange.

Wenn ich aber mit dem Auto reise und mir Zeitmarker setzte, wann ich wo sein will, gelingt es mir meistens diese minutengenau einzuhalten. Ohne Navi!

Hehe jaaaaaa :nothere
Katastrophe!!! Mein Perfektionismus kommt da voll zum Einsatz alles perfekt perfekt perfekt machen…

Wenn ich putze räume ich erst mal ALLES aus dem Raum raus inklusive Möbel und mache den Raum sauber und dann kommt alles einzeln rein vorher wieder innen außen oben unten sauber machen…

Spülmaschine ausräumen da ordne ich alles ordentlich in die schränke alles hat seinen genauen Platz und ich merke sofort wenn etwas wo anders steht auch wenn Drumherum Chaos herrscht …

Ich arbeite schon daran es zu ändern.

Me too !

5 Minuten vor dem losgehen da meine ich auch noch den ganzen Haushalt schaffen zu können.

Und wenn eine Abgabefrist droht , dann weiß ich nicht woher mein Zeitgefühl kommt, aber meist schafft sie es noch knapp zum losgehen aus dem Drucker zu kommen.

und im Hyperfokus gelandet , mutieren 10 Stunden gefühlt zu einer Stunde.

Oh jaaaaaa! Ausgehfertig hänge ich dann „noch mal eben“ die Wäsche auf und stelle die neue Waschmaschine an…und schwupps fehlen mir wieder 20 Minuten hinten raus.

Komischerweise schaffe ich total wichtge Sachen meistens in letzter Sekunde. Ich brause mit 100 Sachen in die Autobahnausfahrt, habe laut Uhr noch 10 Minuten und bin um 18:29 im Laden.
Wie genau mir das dann gelingt, ist mir ein Rätsel, aber wenn ich wirklich gegen die Uhr ankämpfe, gewinne ich fast immer.

Wenn ich die Uhr aber nicht im Blick habe, verliere ich.

Also ich finde, wir sollten eine neue Zeit einführen. Die ADHS-Zeitrechnung.

Wir scheinen wirklich fast alle ein komplett anderes Zeitgespür zu haben.
Das wäre doch ein Thema für die Forschung!

Bei mir ist der Samstagmorgen ein großes Thema.

Da bin ich von der Woche so fertig, dass ich mich nach dem Aufstehen wie in einer Zeitnebelwolke befinde. Alles scheint in Zeitlupe abzulaufen und diese Zeit brauche ich auch, um mich zu sammeln.

Wenn ich in dieser Routine unterbrochen werde, ist der ganze Tag dahin.

Diese Sammelleidenschaft kenne ich auch :wink:

Jetzt wo ich so drüber nachdenke:
Als Schülerin hatte ich eine Uhr ohne Zifferblatt, da konnte man nur ungefähr auf die Minute genau abschätzen.

Dann habe ich eine Swatch mit Stoppuhrfunktion bekommen. Von da an habe ich ALLES gestoppt.

Das wurde so zur Obsession, dass ich danach für ca. 25 Jahre ohne Uhr lebte.
Habe mir dieses Jahr im Frühjahr ne Uhr gekauft.

Letztes Jahr war die Batterie meiner Küchenuhr kaputt und ich habe es nicht gemerkt, obwohl ich ja mein Handy hatte und die Uhr um Auto.

Mir fehlte völlig das Zeitgefühl, kam viel zu spät zu einem Termin.
Insgesamt fühlen sich unangenehme Dinge länger für mich an als in echt.
Oder die Dinge empfinde ich als unangenehm, weil sie gefühlt so lange dauern.