Wie lief bei euch die Einstellung auf Medikinet?

Hallo Zusammen!

Seit gut zwei Wochen bin ich mit ADS diagnostiziert und habe Medikinet verschrieben bekommen.

Nun bin ich mir unsicher wegen der Medikamenteneinstellung. Irgendwie kommt mir das alles etwas „spanisch“ vor. Ich soll selber meine Dosis anpassen (wöchentlich erhöhen bis sich das für mich „richtig“ anfühlt) und habe den nächsten Termin erst in ca. 10 Wochen. Wenn was sein sollte usw. kann ich jederzeit zwischendurch einen Termin machen.
Ist das normal? Ich bin da etwas verunsichert. An sich ist der Arzt auf ADHS spezialisiert.

Nein, eigentlich ist das nicht besorgniserregend.

Mir hatte der Arzt auch ziemlich freie Hand gegeben, aber ich kannte MPH auch schon durch mein Kind.

Dumme Frage, hat dir der Arzt gesagt dass es voraussichtlich nur über den halben Tag wirkt, und hat er dir vor allem gesagt, dass ein gutes Frühstück dazu gehört (steht aber auch im Beipackzettel)?

Hier im Forum häufen sich gerade ein paar „Nichtfrühstücker“, die vom Arzt Medikinet Adult bekommen haben, ohne dass der/die Ärzt/in mal drauf kam nach den Frühstücksgewohnheiten zu fragen, deswegen komm ich drauf.

Uund: :willkommen

Fühl dich wohl hier! Schön dass du da bist.

Viele Grüße
Falschparker

Vielen Dank für deine Antwort und das nette Willkommen heißen! :slight_smile:

Das mit der Wirkung über den halben Tag wurde mir gesagt. Ich wollte jetzt erst einmal die Dosis wöchentlich um 10mg erhöhen bis sich vormittags eine Wirkung einstellt und dann schauen, wie es am Nachmittag aussieht. Bisher habe ich nämlich noch absolut gar nichts gemerkt.

Wegen dem Frühstück wurde ich tatsächlich nicht informiert, aber habe das dem Beipackzettel entnommen. Da ich mir ohnehin angewöhnen wollte zu frühstücken trifft sich das ganz gut :smiley:

Hallo und Willkommen

War bei mir ähnlich. Meine Fachärztin hat mir auch relativ freie Hand gelassen. Anfänglich sollte ich sogar Morgens und Mittags mit den Dosierungen „rumspielen“.

Das hat sich dann irgendwann eingependelt. Ich empfinde Medikinet als sehr angenehm, da man offenbar sehr gut bemerkt wenn es zu wenig bzw. zu viel ist. Ich hatte mal zwei Tage, an denen ich 90mg insgesamt genommen habe (Was ja eigentlich schon über der Empfehlung von max. 80mg ist), da war ich Abends ordentlich „hibbelig“.

Eventuell als Hinweis: Medikinet Adult gibt es ja in verschiedenen Dosierungen. Ich hab nach der Steigerung auf 30-30-0 schnell auch auf die 30mg Kapseln gewechselt. Musste mich dann nicht mehr mit drei 10mg Kapseln am Morgen & Mittag „rumschlagen“. Zudem hab ich auch dann die 52er Packungsgröße bekommen. So komm ich wenigstens knapp einen Monat mit einer Packung hin…

Hallo Ruhrpottmensch!

Vielen Dank auch dir für die Antwort.
Jetzt bin ich beruhigt! :slight_smile:
Wie lange hat es bei dir gedauert bis du die richtige Dosierung gefunden hast?

Ich bin mal gespannt wie es bei mir mit der Dosierung laufen wird. Mein Arzt ist leider eine ziemliche Fahrtstrecke von mir weg, das wird noch lustig, wenn ich regelmäßig hin muss, um ein neues Rezept abzuholen. Soweit ich das verstanden habe, kann ich die Rezepte ja nicht über den Hausarzt bekommen?
Danke dir für den Hinweis mit den größeren Einheiten :smiley: ich hatte schon angefangen zu rechnen.

Hey,
Ich habe auch erst seit paar Wochen ADS diagnostiziert bekommen und habe zuerst medikinet bekommen. Mein Arzt hat direkt mit 20 mg angefangen und Ich habe es ein Monat versucht aber die psychischen Nebenwirkungen waren bei mir zu krass. Ich kann dir wirklich Dexamphetamin empfehlen, andere Leute die ich kenne die beides schon ausprobiert haben finden das Dexamphetamin immer besser. Vielleicht kannst du das beim nächsten Termin mal ansprechen wenn du mit dem medikinet nicht zurecht kommst. Und ich finde den nächsten Termin in 10 Wochen auch etwas krass bei mir hatte ich am Anfang einmal die Woche ein Gespräch… finde ich so nicht gut wie dein Arzt das macht


Da ich von der Diagnose-Ambulanz eine Empfehlung mitbekommen habe, die Dosis alle paar Tage um 10mg zu steigern, bin ich relativ schnell bei meiner jetzigen Tagesdosis von 60mg angekommen. Vielleicht vier Wochen. Ich habe auch auch danach (und mache es jetzt nach 3 Monaten immer noch) noch „ausprobiert“… Mal den Zeitpunkt der Einnahme Morgens oder Mittags variiert, dann auch mal ein bisschen mehr oder weniger genommen, mit dem Frühstück „experimentiert“ oder lasse, wie heute zum Beispiel, auch mal Tagesweise die Einnahme weg (Der Chefarzt der Diagnose-Ambulanz empfahl mir auch, durchaus ein- oder zweimal im Jahr eine Art von „MPH-Detox“ zu machen. Mal für drei oder vier Wochen auf die Einnahme verzichten)…

Wie gesagt… Ich empfinde Medikinet als sehr „angenehm“, habe selbst kaum „Nebenwirkungen“ sondern insgesamt eher eine deutlich spürbare „Verbesserung“ des Alltag. Da habe ich bei manch einem AD mehr „Schwierigkeiten“ & Nebenwirkungen gehabt…

Aber auch hier, wie eigentlich bei allen Medikamenten:
Jeder Mensch ist da halt anders und jedes Medikament wirkt auch individuell anders… Daher ist auch bei Medikinet wohl die Anfangszeit, in der man durchaus ein bisschen „Pausprobieren“ muss…