Ich hatte letztes nach 10Jahren endlich meine Bachelor geschafft .
Was mir in den 10Jahren nicht gelungen war, war einfach nur das „nötigste“ zu machen und nicht aus jeder schriftlichen Prüfungsleistung gefühlt ne halbe Bachelorarbeit .
Mich interessierte jedes Thema und ich wollte auf die Fragestellungen meine Antworten finden.
Weniger zu machen , nur das nötigste zu machen hat mich total überfordert, weil ich ja zugleich einschätzen musste "was das nötigste " ist und somit mich permanent versuchte runterzubrechen, ich aber mit dem „notwendigen“ kein wirkliches Fazit setzen konnte.
Vor allem war meine Einstellung, dass ich ja fürs Studium teuer bezahle und ich wollte ja studieren um etwas zu lernen und nicht wegen dem Abschluss.
Es hat mir kaum jemand geglaubt, dass ich es kognitiv einfach nicht geschafft habe , nur das notwendigste dahinzuklatschen und mir ging es nicht um die guten Noten , sondern wollte nur das abgeben wo ich selber von überzeugt war und da wäre mir auch durchfallen fast egal gewesen .
Es war im Rückblick im wesentlichen der Zeitdruck , der mich in die Arbeit gebracht hat .
Ich vermute wenn ich nochmal studieren würde, dann hätte ich selbiges „Problem“.
Im Rückblick habe ich nun zig „nicht dahingeklatschte“ Facharbeiten und kann da immer wieder drauf zurückgreifen und weiß was ich gelernt habe und kann es nutzen. Da habe ich inhaltlich für mich mehr davon, wie von dem eigentlichen Abschluss.
In meiner Schulzeit und Ausbildung gelang es mir von alleine verdammt gut nur das nötigste zu tun und ich konnte gut differenzieren wo sich kein oder ein Mehraufwand lohnte .
Im Studium war nur Nix dabei , mich fixte jedes Thema an.
Zum Ende meines Studiums musste ich noch zig Dinger abgeben und mein Prof. war es, der mich bremste als ich mit Coaching, Schreibwerkstatt etc ankam um mich auf den letzten Metern noch zu optimieren. Er sagte, ich könne besser so weitermachen wie bisher , weil es ja die andern Jahre auch funktioniert hat.
Was er mir anbot waren aber regelmäßig Termine wo ich einen Iststand abgeben konnte um etwas mehr Struktur durch einen zeitlichen Rahmen zu haben . Inhaltlich gab es aber keine Hilfe .
Ich glaube wenn ich nochmal studieren würde nur um einen bestimmten Abschluss zu bekommen und mir die Inhalte nicht so wichtig , dann könnte ich ohne Probleme perfekt nur das nötigste tun.![]()
Von daher muss man glaube ich auch relativieren ob es für jemanden je nach Bezug zum Thema überhaupt kognitiv möglich ist nur das nötigste zu tun.