Wie schafft ihr den ersten Schritt, bei allem was ansteht?

Bei mir eher das sich als wertlos ansehen, weil ich meinen Selbstwert an Leistung in der Schule/Arbeit/Studium geknüpft habe. Da arbeite ich noch dran,nicht so einfach das zu lösen. Aber schon deutlich besser als früher.

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Das finde ich total spannend…

Mut, ich möchte den Mut mit in den Ring werfen. Ich war, in jungen Jahren, wesentlich mutiger und habe gemacht, was auch immer zu tun war.

Noch nicht so verkopft, wie heute, denn alle Erfahrungen hinterlassen ihre Spuren und damit ist es, gefühlt, sehr viel schwieriger geworden.

Keinen Stillstand und wenn ein Problem auftaucht, was in 9 von 10 Fällen selbstverständlich um die Ecke kam, dann war der Moment, das ich mich drum kümmern konnte.

Da bin ich mit viel mehr Zu/Vertrauen drangegangen, learning by doing, mit hinfallen und aufstehen.

Und das Gefühl musste stimmen, dann passte es auch, das kann ich leider nicht wirklich erklären, ist heute aber noch so, neben dem zerdenken.

Erste erste Schritte sind auch noch nicht so negativ belegt, als wenn etwas bereits eine üble Performance hingelegt hat…

:adxs_gruebel:

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Dann ggf. Ergotherapie wegen ins Handeln kommen oder bist du ggf. mit Stimulanzien etwas zu hoch eingestellt das das typische Prokrastinieten da ist.

Bei zu viel Stimulanz bin ich auch gar nicht ins Handeln gekommen

Sorry dann hatte ich das falsch eben aufgefasst

Hallo @Rkroe ,

herzlich willkommen im Forum!

Bist du mal körperlich durchgecheckt worden? Da fallen mir spontan Schilddrüse und Testosteron ein.

Hier kann es helfen, statt einer Gesprächstherapie mal in Richtung einer körperorientierten Therapie zu denken, die dabei helfen kann, mit diesen Gefühlen besser umzugehen.

Viele Hochschulen haben Schreibwerkstätten, in die man mit solchen Problemen gehen kann. Hast du danach bei dir schon mal geschaut?

Was mir hilft beim nicht anfangen können ist neben dem altbewährten Trick, sich einen kurzen Timer zu stellen, über den man dann reinrutscht, das Interstitial Journaling. Dabei schreibt man die Uhrzeit auf und die eine Sache, die man als nächstes macht. Das entlastet das Gehirn ungemein von der Priorisierung von Aufgaben, was mich oft lähmt. Ich schreibe zusätzlich immer bei jedem nächsten Schritt noch auf, was ich wirklich gemacht habe in der Zeit. Damit verpflichte ich mich mir gegenüber selbst stärker.

Ich drücke dir die Daumen, dass du Lösungen für dich findest!

Hallo @Rkroe , also ich persönlich habe bezüglich meines Vaters das selbe erlebt, heisst ich hatte einen Vater der NIE für mich da gewesen ist, was aber nicht nur mich selbst betroffen hatte, sondern genauso meine beiden älteren Brüder, und diese beiden ganz ohne Zweifel ebenfalls unter diesem Umstand sehr gelitten haben.

Sondern vielleicht sogar noch mehr als ich, da meinen beiden Brüdern durch den „Entzug“ des männlichen Vorbilds in ihrem restlichen Leben, diese Vernachlässigung ihres eigenen Vaters, tatsächlich sehr in ihrer Entwicklung geschadet hat.

Doch auch mir als Mädchen hat dieser Mangel in meinem restlichen Leben sehr geschadet, da auch ich danach NIE eine „normale Beziehung“ zu Männern aufbauen konnte.

Und zwar weil mein „Urvertrauen“ gegenüber dem männlichen Geschlecht, durch die von klein auf negative Beziehung, oder eigentlich besser gesagt „dem zerstörten Vertrauensverhältnis“ zu meinem Vater, welches leider darauf beruhte, dass ich schon als kleines Mädchen miterleben musste, dass mein Vater meine Mutter, sie bei ihm jeder „möglichen dafür anbietenden Situation“, er meine Mutter mit anderen Frauen X-fach betrogen hatte, und das tatsächlich dann auch immer wieder in „vollen Zügen genossen hatte“, heisst „OHNE jegliches schlechtes Gewissen“.

Heisst das er weder meiner Mutter gegenüber ein Gefühl von Reue spürte, als auch nicht gegenüber seinen 3 Kindern, sondern einzig und alleine immer nur seinen eigenen Bedürfnissen gefolgt ist.

Und deshalb war er immer nur ein wahrer Meister im Lügen, und DAS über Jahre, und sogar Jahrzehnte hinweg, und sogar bis zum heutigen Tag, und ich und meineBrüder hassten ihn dafür, und verachten diesen Menschen auch heute noch., und werden diesem Menschen niemals verzeihen können, da ER uns alle ins Unglück gestürzt hat.

Und meine Mutter hatte soviel ertragen, und das nur wegen uns Kindern, die sie vor diesen Lügen und dem Missbrauch des Vaters schützen wollte.

Aber Sorry, gerade eben merke ich wie sehr mich diese Erinnerungen viel zu stark aufwühlen, und ich jetzt deshalb nicht mehr weiterschreiben kann.

Jedenfalls, Dir wünsche ich auf jeden Fall nur das allerbeste was man sich auf Erden wünschen kann.:white_heart:

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Hallo und willkommen auch meinerseits!

Da du schon seit Jahren in Behandlung bist; ist da komplexe posttraumaitsche Belastungsstörung mal Thema (kPTBS) gewesen oder Hochbegabung ((HB) du schriebst zwar vom IQ Test, aber nicht wie hoch die Punktzahl war)? Bringt in Kombi mit ADHS noch mal ganz eigene Tücken mit sich.

Dem würde ich mich auch anschließen und noch ergänzen; wie sieht es mit Schlafapnoe oder Knirschen/Beißen aus?

Vitaminmängel (z.B. D oder B12) oder ähnliches mal abklären lassen fiele mir sonst noch ein.


So wie du kenne ich inzwischen auch recht viele Methoden und bei mir funktionieren manchmal welche, aber auch nie dauerhaft. Manchmal versagt leider das Repertoire des Werkzeugkoffers, so sehr er auch gut bestückt ist. :upside_down_face:

Ich glaube genau das, ist da auch das Einzige was da auf Dauer hilft, sich in Selbstakzeptanz zu üben, da bist du doch immerhin schon auf einer richtigen Fährte.

Sonst bleibt nur alle Tricks immer mal wieder zu probieren und zu hoffen, dass das eine Werkzeug passt.

Du nimmst ja auch noch nicht so sehr lange Medikamente, das wirkt sich evtl auch noch aus. Zu Wissen was man hat verändert den Blickwinkel, dauerhafte Medikation noch mal zusätzlich und alles neu zu bewerten kostet viel Kraft. Die Welt bleibt leider nicht für einen stehen bis man fertig ist damit sich neu zusammen zu puzzlen. :exploding_head: :face_exhaling:

Vllt hilfreich zum Weiterlesen:

Letzterer hilft, um mehr über sich selbst zu lachen und etwas weniger streng mit sich zu sein (ging mir jedenfalls so).

Sich selbst nur so viel Druck zu machen, wie nötig ist, ist so leicht gesagt und so schwer getan. In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du es schaffst dir Druck raus zu nehmen! :four_leaf_clover:

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Hi, danke für die Antwort. Testosteron und Schildrüse wurde alles bei mir mal getestet. Alles unauffällig.

Das könnte sinnvoll sein. Manchmal brauche ich Tage um zu verstehen was meine Gefühle sind.

Meine Uni hat sowas leider ncit und ich musste zwangsweise umziehen und bin nun 1,5h von der Uni entfernt, weshalb das ganze nicht mehr so einfach für mich ist.

In eienr ähnlichen Art und weise mache ich das mit Notion, das hat auch anfangs gut geklappt, aber nach einer gewissen Zeit, betrüge ich mich da immer selbst. Ich weiß nicht ob es willensstärke ist, die mir da mangelt oder was anderes… Das belastet mich schon lange

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kPTBS habe ich nicht. IQ tests habe ich 2 gemacht mit 14 bei starken Konzentrationsschwierigkeiten und schwerer Depression lag der Wert bei 116. Mit 18 in gutem psychischen Zustand lag der Wert bei 122, also keine Hochbegabung. Mein psychiater meint ich hätte extrem hohe emotionale Intelligenz aufgrund von Hochsensibilität, was einige Defizite der ADHS maskiert hat in meinem Leben.

Schlaf ist auf jedenfall ein Problem. da gibt es Phasenweise mal 2-3 nächte die Woche wo ich mitten in der Nacht aufwache, mit den Stimulanzien wurde das aber besser(nicht ganz weg aber besser). Vitaminmangel alles gecheckt. B vitamine nehme ich täglich, da mir diese bei der Konzentration helfen. Vitamin D war zwar leichter Mangel (wie bei allen in DE) aber nach supplementierung war da keine Änderung bei mir. Ich nehme noch Vit C sehr hoch dosiert, was meine Stimmung enorm stabilisiert und verbessert. Warum das so ist ist mir unklar.

Ich habe auch einen langen sehr schmerzhaften Weg hinter mir und scheue deswegen aber nicht vor dem zurück, was noch kommt, aber mal ein paar Tage Verzweiflung darf ich mir ja erlauben :smiley: .

Ich habe hier schon paar mal gesehen das die ADHS medikationsfindung eine Odysee wird, das gibt mir immerhin Mut, das da noch was besser werden kann. Ich muss gestehen das ich ADHS nicht so logisch analysiseren kann wie damals Depression und Angststörung(was stark bei der Therapie geholfen hat), daher bin ich da mehr auf Hilfe angewiesen. Ich sehe mein Leben allerdings deswegen nicht neu, seit der Diagnose, weil ich mir der Merkmale schon bewusst war. Jetzt hat das ganze nur ein Label bekommen, was mir hilft genauer Lösungen zu finden, die für mich passen. :slight_smile:

Ich bin mein größter Kritiker, das weiß ich wohl, aber meistens komme ich damit zurecht. Ich sehe Gedanken immer als Schienensystem mit dem Zug als meine aktuellen Gedanken, den Emotionen als Weiche und den schienen als die Ansichten die in meinem Kopf hängen. Je nach Emotionen fährt er Zug in eine Richtung und gaukelt mir so seine Realität vor. Erst wenn man sich bewusst wird, das Gedanken und Ansichten sich stetig ändern, je nach dem wie man gelaunt ist, verlieren diese Gedanken an Macht über einen. Darum kann ich glaube ich oft gut mit mir als Kritiker umgehen, aber auch nicht immer.

Deine Erfahrungen tun mir Leid und so ganz heilen wird das wohl nie, aber es ist sehr sehr stark das du darüber reden kannst! Ich hatte 8 jahre keinen Kontakt zu meinem vater auf eigenen Wunsch hin. Bin dann eines Tages einfach hingefahren habe ihm klare Grenzen gesetzt (keine Kritik an meienr Mutter, keine Geschichten wer wem was angetan hat und keine Mitleidigkeit). Wenn er sich nicht an meien regeln hält, bin ich weg und er sieht mich nie wieder. Bis jetzt hat er sich knapp 5 jahre dran gehalten und mir hat der KOntakt ganz gut getan. Ich habe nunmal gewisse Ähnlichkeiten mit ihm, beispielsweise das Interesse am Kochen wodurch uns immer irgendwas bleibt zum Teilen und schenken, aber das funbktioniert eben nur unter Rahmbedingungen und wenn ich immer mal wieder Abstand haben kann.

Das klappt natürlich niemals bei allen Menschen, das muss jeder mit sich selber ausmachen. Mir wurde nur damals in der Ergotherapie geraten, auch wenn du deine Differenzen hast, es kann helfen eine Vaterfigur zu haben, selbst wenn du sie da reinzwängen musst. Bisher hat es mir viel Hilfe, Bestätigung und Vertrauen gebracht, aber deshalb werde ich trotzdem nie vergessen oder vergeben was war, sondern viel mehr damit Leben. Für mein Eigenwohl.

Wenn man viel schlechtes durchlebt hat, hat man meiner Meinung nach, das Anrecht egoistisch leben zu dürfen (solange niemand wirklich zu schaden kommt, aber dein Wohl ist wichtiger als das der anderen). Also mach was dir gut und stelle dich gelegentlich diesen Emotionen, dann haben sie irgendwann keine Macht mehr über dich.

Ich wünsche dir auch alles Gute und viel Spaß im Leben :heart_hands:

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Hm… Das war aber ohne Medis oder? Mit ADHS Behandlung sind die Ergebnisse noch mal so um 5-15 Punkte besser… :grimacing:

Edit: ach ja, wie sieht es eigentlich mit Rheumata aus?

Sobald eine Methode nicht mehr neu ist, nutzt sie sich für das ADHS-Gehirn ab. Dann muss was anderes her (kann auch was aus der Mottenkiste Gekramtes sein, dass man nach all den Jahren wieder aufregend findet). Beim „ADHS-Einführungskurs“ in der PIA nach der Diagnose wurde direkt gesagt, freut euch, wenn eine Methode drei Wochen funktioniert. Ärgert euch nicht, wenn sie es danach nicht mehr tut. Sucht euch was Neues.

Anstrengend? Ja.

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genau ohne ADHS medikation. Rheumata ist auch nichts bekannt

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wow, danke dafür. Das hilft mir gerade so sehr ! Ich hake gerade total daran ,meine Bachelorarbeit zu starten. Weil ich nichtmal den ganzen Umfang sehen kann bzw das Ende, weil es keine genaue Vorgabe gibt (Die Arbeit kann 50 Seiten haben, sie kann auch 100 Seiten haben, hauptsache alles ist drin und sie ist gut…so nach dem Motto) :melting_face:

Deswegen mache ich momentan :sparkles:nichts :sparkles: . Weil der unsichtbare Berg, die Dimension die das ganze annehmen könnte, mich regelrecht erschlägt :melting_face:

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Muss da glaube nochmal was richtig stellen ^^’
Also ich mache nicht alles im Leben „rational“, aber halt die Dinge, auf die ich keinen Bock hab.
Sprich: irgendwelche Anträge, die eine Übung, die ich halt mal machen muss…
Und es schwankt halt auch, also gibt Wochen, in denen es alles voll Spaß macht und gut klappt und Wochen, wo nur Minimalsarbeit angesagt ist. (Schummel da aber auch ein bisschen, hab nen monatlichen Zyklus, kannst du vielleicht den männlichen Zyklus n bissl mit ausnutzen? Also ihr habt ja (täglich ungefähr) auch einen Zyklus)

Und die Muster, die du jetzt so beschrieben hast, kenne ich vor allem von meinem Partner (AD(H?)S, extremst schwere Depressionen, wahrscheinlich Traumata…). Und da kann ich dir jetzt leider nicht die ultimative Lösung anbieten, die haben wir noch nicht gefunden (Also außer Therapie, aber das zählt da gerade nicht). Aber er nutzt halt viel das Body Doubling, dass wer (ich) dabei bin. Und klar ist das Aufwand, aber seit ich mir selbst beigebracht habe, dass es nicht meine Verantwortung ist und auch weniger stationäre oder ausufernde Hobbys habe, kann ich ihm da auch besser helfen.

Und natürlich verschiedenste Arten von Timern. (Pomodore, den Anfangstimer, nur 5Minuten am Tag…)

Und das Mindset, aber das ist halt von Mensch zu Mensch unterschiedlich, nicht jeder kann dieses selbst hochpushen, dass man sich über jeden Mist freut wie n 5-Jähriges Kind zu Weihnachten.

Und natürlich @Kathy’s Vorschlag mit der Ergotherapie. Wenn du sagst, dass du schon so ziemlich austherapiert bist (wer ist das schon wirklich ^^’ ), es aber an der Umsetzung/den Methoden fehlt, soll das enorm helfen.

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Hallo Rkroe,

du hast ja echt schon viel durchprobiert und dir viele Gedanken dazu gemacht.
Wie wäre es, die Suche nach dem Kickstarter aufzugeben?
Und stattdessen mit der Erkenntnis zu leben: „Mir fällt das Anfangen sehr schwer. Ich hätte es gerne anders, aber ist nunmal so.“
Konsequenz: Kein Warten auf intrinsische Motivation, Kein innerer Dialog über Warum-will-ich-nicht?. Minimalanforderungen für Erlangen des Abschlusses definieren, Plan erstellen und stumpf abarbeiten, um dein Ziel des Uniabschluss zu erreichen. Kein „jetzt habe ich schon so lange gebraucht, jetzt muss es auch gut werden“. Nur fertig werden, in möglichst kurzer Zeit um dein Leiden an der Schreibarbeit nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

Vielleicht hilft auch, dich parallel schon zu bewerben? Das gibt Ausblick auf das Interessante, was dich nach dem Abschluss erwartet. Und du schaffst dir äußeren Druck, weil du ja fertig werden musst, um die Stelle antreten zu können.

Aus eigener Uni-Erfahrung: Bring es einfach hinter dich. Irgendwie fertig werden. Das Spannende kommt im Job, da willst du hin! Kein Mensch fragt nach Noten, es zählt Berufserfahrung. Da muss der Fuß in die Tür.

Nicht denken - machen! Egal wie klein die Schritte sind, aber machen!

Du kannst das :four_leaf_clover:

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Viel wahres dran. Merke wie mein inner Schweinehund gegen die Aussage anrennt :smiley:
Ich möchte demnächst auch meine Masterarbeit anmelden um etwas Druck zu kriegen. Dazu muss ich aber noch eine Sache zu Ende bringen.

Bei zu hohem Druck bei Abschlüssen(abi,uni) kriege ich Panikattacken, das will ich nicht nochmal durchmachen, aber etwas Druck werde ich wohl brauchen. Meine Freundin meinte auch schon zu mir „Du willst doch fertig werden, damit du für das, was du jetzt tust und was dir Spaß macht auch bezahlt wirst“.

Heute morgen habe ich 1,5-2h gebraucht bis 5mg Medikinet und 40mg Lisdex ausreichend gekickt haben. Dann war Freude und Lust aktiv zu sein da und bin direkt an den PC gegangen und produktiv gewesen, obwohl ich die Möglichkeit habe, das nicht zu sein.

Jetzt bin ich aber wieder hier im Forum weil ich mich von einer Gedankenspirale habe einfangen lassen. Gleichzeitig hat mir dieser Satz gerade wieder Motivation gegeben um weiter zu machen :smiley:

Habe Donnerstag noch einen Termin beim Psychiater und da spreche ich nochmal darüber wie ich eingestellt bin. Werde da mein Problem nochmal äußern. Vielleicht kann er mir da mehr Klarheit schaffen, was es mit intrinsischer Motivation und ADHS auf sich hat oder mich bremsen wie du auch vorschlägst. Im Grunde bedeutet ja intrinsische Motivation prokrastination verhindern, also einfach Sachen abzuarbeiten um das zu tun was getan werden muss, aber eben ohne Druck von außen. Genau da liegt eben mein Problem, dass mir das häufig schwer fällt. Das man mal keine Lust hat etwas zu machen ist ja okay, aber sich dann zu überwinden ist das was ich erlernen will. Genau wie ich Antidepressiva gebraucht habe um meine Angststörung zu therapieren (ist quasi weg, bis auf das Problem mit akademischen abschlüssen), brauche ich Stimulanzien um dieses Problem anzugehen.

Arbeiten ohne zu hinterfragen ist so stark gegen meine Natur, dass ich mich schwer tue das als Lösung zu akzeptieren, aber wenn ich keine Wahl habe werde ich das wohl machen müssen…:roll_eyes:

Off topic, aber habe nur ich das Gefühl oder wirken meine Texte teils so als wäre ich sehr sprunghaft in meinen Gedanken?

Bei meiner Diplom-Arbeit hatte ich ein völlig uninteressantes Thema. Den Abschluss habe ich nur gemacht, um hinterher mehr Kohle zu verdienen. Da geb ich @Optimistin völlig Recht.

Das Thema der Arbeit war nicht nur uninteressant, ich hatte auch fast null Ahnung davon. Um irgendwie in die Gänge zu kommen, hab ich mit einem unklaren Begriff am Rand des Themas angefangen. Mich irgendwie reingebohrt, Querverknüpfungen verfolgt, kreuz und quer gesprungen, auch mal verlaufen, aber so ganz allmählich formte sich aus den Bruchstücken ein Bild. Vieles von dem, was ich am Ánfang (reingebohrt) fand, war am Schluss unbrauchbar oder überflüssig, aber es hatte mir geholfen einen Anfang zu machen. So wie @Akana schrieb:

Und dann (erst) ist es Zeit für den Perfektionisten in dir, lieber @Rkroe aus dem Zusammengesuchten eine (fast) perfekte Arbeit zu machen. Grips genung hast du ja. Und dann hast du noch einen inneren Schweinehund, der laut protestiert. Wer hat so einen nicht? Leider lieferst du ihm Munition gegen das „Druck kriegen“

Eine Erfahrung aus der alten Zeit (vor der Diagnose und ohne ADHS-Medikation) gilt jetzt nicht mehr. Wer weiß, ob du heute überhaupt noch Panik kannst :wink: ?

Sprunghaft manchmal schon, aber nicht störend für mich. Es ist halt viel los in deinem Hirn. Du gehst deine Schwierigkeiten von unterschiedlichen Perspektiven an und findest immer neue Aspekte. Interessant.
Zum Schluss meine Frage: Wann wirst du deine Masterarbeit anmelden?
„demnächst“ und „noch eine Sache“ beruhigt nur den inneren Schweinehund. Mir persönlich ist es zu ungenau und zu unverbindlich.

Mir macht mein Thema recht viel Spaß, aber bei mir ist das auch so, das ich in meinem Fachgebiet Interesse an fast allem habe sobald ich mich da etwas reinlese.

Das glaube ich auch. Aktuell komme ich wieder gut zugange und bin dann 3-5h komplett im Fokus. Ich mache dann aber bewusst keine Pausen, damit ich die Hürde anzufangen nicht nochmal nehmen muss.

Das war schon immer meine Stärke, weshalb ich mich in der Wissenschaft auch wohl fühle, wo genau das gebraucht wird :slight_smile:

Um anmelden zu dürfen muss ich noch eine Projektarbeit abgeben und einen Vortrag darüber halten. Bei der Projektarbeit habe ich den praktischen Teil erledigt, sowie Einleitung, Ergebnisse + Diskussion fertig geschrieben, aber teilweise keinen guten Lesefluss(bei einer anderen Arbeit war das dasselbe Problem), weshalb ich diesmal etwas mehr darauf achte und zur Not mir das von KI +meiner Freundin umformulieren lasse, damit es schneller geht. Ich muss jetzt „nur“ noch die Ergebnisse graphisch darstellen und Formsachen erledigen wie Quellen richtig zitieren, Grafiken einbauen, Absätze machen etc. Ich bin bisher sehr sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen und der Diskussion, die haben aber auch sehr lange gebraucht, sind aber echt spannend und schlüssig. Bin aber rückblickend komplett übers Ziel hinaus geschossen und habe weit mehr gemacht als ich musste (mir wurde aufgrund meiner guten praktischen Arbeit eine gute Note schon fast versprochen).

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Kenne ich. Vielleicht, weil man schlecht einschätzen kann, was wirklich wichtig für diese Ausarbeitung ist und was nur Kür?
Stell dich schonmal darauf ein: Im Job wird dieses Verhalten abgestraft. Überflüssige Arbeit kostet Geld und bindet Ressourcen, da werden Chefs sehr empfindlich. Es ist immer Zeitdruck, da kann man sich solche Kapriolen nicht leisten.
Deshalb als Betroffener immer fragen, welcher Leistungsumfang tatsächlich für eine Aufgabe gefordert ist und bis wann sie erledigt sein muss. Nicht davon ausgehen, dass man das selbst schon einschätzen kann, zumindest in der Einarbeitung und bei großen Projekten.

Das kann ich verstehen. Für deinen späteren Arbeitsalltag sind neue Strategien notwendig, da funktioniert diese Holzhammermethode nicht - allein schon, weil du an keinem Tag zu keiner Zeit 3h ungestört wirst arbeiten können (weder Büro noch Homeoffice).

Konzentration auf die Erledigung dieses wichtigen Zwischenziels. :four_leaf_clover:

Das ist eine von vielen Projektarbeiten Rkroe. Nicht deine Abschlussarbeit! Du verpulverst viel zuviel Energie auf diesem unwichtigen Nebenschauplatz.
So rasch wie möglich hinter dich bringen, damit du dein eigentliches Ziel, die Abschlussarbeit, endlich anfassen kannst! Du bist schon 2 Jahre dabei, das Leid soll doch endlich mal ein Ende für dich haben.

Ist dieses Streben nach Perfektion in deinen Studienaufgaben vielleicht auch ein unbewußter Weg, länger vor der vollen Verantwortung für das eigene Leben verschont zu werden..?

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Sorry. Ich antworte erst heute. Eine heftige Infektion hatte mich „außer Betrieb“ genommen.

Du bist ja schon viel weiter, als ich das aus deinem vorherigen Text entnommen habe. Prima. Du liegst also jetzt in den letzten Zügen :wink:

Do it !
Also weißt du ja, was Priorität verdient. Dass die Arbeit „schön“ (Grafiken, Schriftbild, Zitate usw.) sein soll, versteh ich. Vorsicht: Perfektion wäre jetzt dein Feind. Studienqualität muss nicht sein. Um von 98% Perfektion auf 99% zu kommen, kannst du Jahre brauchen. Bitte nicht.
Der Gedanke, die Texte deiner Arbeit von einer KI überarbeiten zu lassen, hat seinen Charme. Aber … nur dann, wenn es dir Zeit spart. Korrekturlesen, Grammatik, Orthografie usw). sollte die KI beherrschen.
Weißt du schon, in welcher Reihenfolge du die einzelnen Punkte angehst?

Kann ich nur unterstreichen!

Berichte bitte, wann du welchen Schritt unternimmst. :face_with_raised_eyebrow: Sonst frag ich nochmal nach …