Wisst ihr, wie ihr wirklich seid?

Ich stelle mir selbst diese Frage immer wieder.

Ich kann zb in Situationen mit neuen Menschen total gesprächig sein und lustig und dann wird angenommen, dass ich immer so bin.

Tatsächlich fällt mir sowas aber total schwer, weil ich ständig das Gefühl habe, dass ich abgewertet werde und andere eh toller sind, als ich. Ich glaube, deshalb drehe ich dann so auf.

Wie ist das bei euch?

Wie seht ihr euch selbst? Welche Version von euch fühlt sich echt an, welche kostet euch (manchmal erst im Nachhinein) total viel Energie, wenn ihr drüber nachdenkt?

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Hallo @Fluttershy , Hmmm also für mich persönlich ist es das schlimmste was es gibt wenn ich mich an so Events unter Leuten befinde die anscheinend der ganzen Welt ständig beweisen möchten was für tolle Leute sie sind.

Und man dann dort so mega aufgebrezelt erscheinen muss und ständig irgendwer am filmen oder fotografieren ist.

Und man dann dort so mit einem Champagner Glas rum steht und die ganze Zeit jeden Menschen dort anlächeln muss, während man Smalltalk führt.

Und Naja jedenfalls solche oder ähnliche Situationen sind mir z.B. extrem unangenehm, weil dann muss ich mich die ganze Zeit extrem verstellen, und ständig zu Lächeln, dass bin ich nicht, weil sowas ist mir echt total zuwider.

Jedenfalls hoffe ich das ich in meinem nächsten Leben als Katze mit einem mürrischen Gesicht wieder geboren werde, und mich dann hoffentlich eine Katzenfrau aufnimmt, und mich trotz meines mürrischen Gesichtsausdruck total gerne hat.
:pouting_cat: :heart: :grinning_cat_with_smiling_eyes:

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Ich bin das Gegenteil, bei fremden Menschen bin ich total zurückhaltend, höre erstmal zu wie sie so drauf sind und wäge ab ob sie mich so nehmen könnten wie ich bin. Habe ich das Gefühl die Chemie stimmt, dann drehe ich auf und zeige wie ich bin, wenn ich das Gefühl habe sie würden mich nicht so akzeptieren bleibe ich im zuhörenmodus und gebe von mir nichts preis, weil ich auf Ablehnung keine Lust habe.

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@AbrissBirne oder gerade deshalb wirst du dann aufgenommen, mit einem pspsps :grin::relieved_face:

Ja, so oberflächliche Zusammenkünfte, irgendwie ins Gespräch kommen (müssen). Fällt mir immer schwer, vorzustellen, dass einige aus solchen Events tatsächlich Energie ziehen.

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Also Naja, ich bleibe anfangs natürlich auch immer im Hintergrund und höre auch erst mal den anderen Leuten zu, heisst über was reden sie, wie reden sie, und beobachte dann erst mal Quasi „die Show“.

Dass ich mich jemand fremdem in solchen Situationen öffne kommt ehr selten vor, nämlich nur dann wenn ich merke das mir eine Person „ähnlich“ ist, heisst ein bisschen anders als alle anderen ist, und sich dafür aber nicht schämt.

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Hallo @Fluttershy , Sorry wenn ich zuerst nicht so richtig wusste wie ich auf Deine eigentliche Frage, nämlich „wisst ihr wer ihr seid“ antworten sollte.

Aber jetzt im Nachhinein und nachdem ich noch mal darüber nachdenken konnte, kann ich Deine Frage mit einem klaren JA beantworten, heisst JA ich weiss wer ich bin, und heutzutage bin ich sogar stolz darauf wer ich bin, oder besser gesagt kann dazu stehen „wie ich bin“.

Was wirklich ein grosser Fortschritt für mich ist, denn früher als ich noch sehr jung war, habe ich mich meistens darum bemüht „unsichtbar zu sein“.

Aber heute mache ich das nicht mehr, sondern im Gegenteil, ich kommuniziere heute sogar mit mir total fremden Menschen, und irgendwie macht mir das sogar irgendwie Spass, zumindest dann wenn ich mit jemand auf der selben Wellenlänge bin.

Was etwas ist was ich von mir von früher überhaupt nicht kenne, obwohl ich natürlich unbedingt dazu sagen muss, dass das auch nur geht wenn ich mit Menschen zu tun habe die mir irgendwie ähnlich sind, aber meine Hürden mit den „Normalos“ nach wie vor bestehen und „nicht IMMER einfach für mich sind“, aber auch nicht IMMER „nur“ schwierig.

Und obwohl es auch mit anderen Menschen die „anders“ sind, wie z.B. hier im Forum, auch mal zu Missverständnissen kommen kann, fühle ich mich trotz allem, Quasi unter meinesgleichen, hier im Forum immer gut und sicher aufgehoben.

Aber ausserhalb vom Forum, wie gesagt, da kann ich heutzutage auch viel sicherer auftreten und zu mir selbst stehen, denn ich bin eben wie ich bin.

Entweder man mag mich, oder man mag mich nicht, und wenn mich jemand mag dann freue ich mich, und wenn mich jemand nicht mag, dann ist es halt so, „cest la vie“ wie die Franzosen sagen, und ich finde ja auch nicht jeden anderen Menschen sofort, oder uneingeschränkt Super, von daher, und nochmal: „cest la vie“, mich beschäftigen solche Gedanken ehrlich gesagt auch nicht übermässig.

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P.s.
Ehrlich gesagt war es mir schon immer egal ob ich bei anderen „beliebt“ bin oder nicht, weil ich dahingehend keine Gefühle für andere habe, heisst in Tat und Wahrheit ist es mir wirklich absolut egal.
Aber das sogenannte „kommunizieren mit Menschen“, dass interessiert mich natürlich schon, weil ich andere Menschen einfach gerne studiere.

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Ich meinte dich nicht in meinem Beitrag, mein Beitrag bezog sich auf die Threaderstellerin, ich hatte zu spät gemerkt, dass ich die Antwortfunktion nicht genommen hatte. :face_with_peeking_eye:

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Ich habe mich in den letzten 4,5 Jahren sehr verändert… fange glaube auch Mal ein Tagebuch hier an.

Früher war ich immer für jeden da…habe geholfen wo es geht… seit der Trennung stehe ich außerhalb der Familie ziemlich alleine da..

Wären meine Kinder hier nicht verwurzelt und würde ich nicht so an ihnen hängen gäbe es aktuell eine Stadt 130km weg wo ich eher meine Zukunft sehe. Da ich da sehr viele tolle Menschen kenne.

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So, jetzt darf ich wieder schreiben, meine Nachrichten als Neue wurden gestern beschränkt :grin::new_moon_face:

Klingt, als hättest du da einen angenehmen Weg gefunden. Und ja, du hast natürlich vollkommen Recht: Ich mag ja auch nicht jeden direkt oder überhaupt, mit dem ich Kontakt habe.

Ich komme natürlich auch mit Menschen besser zurecht, die mir ähneln und die die Welt halt auch bisschen anders sehen. Bei allen anderen habe ich oft das Problem, dass ich meine Art ihrer anpasse, wenn wir im Kontakt stehen. Das geschieht ganz unbewusst und ist mir iwann aufgefallen. Das raubt natürlich enorm viel Energie. Dadurch ist auch meine Frage zu Beginn entstanden, weil ich dadurch echt manchmal überlege, wie bin ich denn nun eigentlich.

Im Laufe des erwachsen werdens achte ich diesbezüglich aber immer mehr auf mich und was mein Körper mir sagt. Ich gehe zb nicht mehr zu Treffen oder Veranstaltungen, die sich absolut nicht passend für mich anfühlen, nur weil es erwartet wird (im privaten natürlich eher).

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Wie alt sind denn deine Kinder?

Mein erster Gedanke war gerade, dass 130km erstmal keine sooo große Entfernung darstellen, kommt aber natürlich auf die Umstände an.

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6+9

Habe sie sehr regelmäßig und die brauchen auch den Papa. Vor allen Dingen mein Großer ist ein Papakind. Ich könnte niemals so weit weg ziehen aktuell.

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Achso klar, das verstehe ich. Das geht ja auch nicht.

Toll, dass du weiterhin so für sie da bist​:+1::sun_with_face:

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Ich habe jetzt nach einem halben Jahr meine politische Aktivität wieder beendet. Weil ich glaube gemerkt hab, ja viele Leute kennengelernt und auch gute Gespräche gehabt. Aber das ist nicht mein Endziel. Klar wäre ich gerne weiter gekommen bei der Kommunalwahl.

Aber jetzt steht für mich im Januar erstmal Klinik an, auch wenn’s keine ADHS Klinik ist. Aber mir geht’s erstmal um die Depression und die wollen das ADHS zumindest mit begleiten.

Danach warten wahrscheinlich schon wieder neue Aufgaben auf mich. Soviel zum Thema ich wollte es Mal ein paar Monate ruhiger angehen lassen.

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Klar bin ich weiterhin für meine Kids da.

Gehe auch auf Elternabende, Elternsprechtage, korrespondiere regelmäßig mit der Schule der Kids und pflege die sozialen Kontakte.

Wenn es so läuft wie es aktuell aussieht könnte es sein das ich ab Frühjahr Co Trainer vom großen werde.

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So mache ich es oft auch. Also ich halte mich erstmal im Hintergrund, höre zu, beobachte, gebe nur meinen Senf dazu wenn ich aktiv angesprochen werde- und je nachdem, wie ich die Leute einschätze, werde ich dann offener, oder bleibe eben eher für mich.

Introvertiert, mag meine Ruhe und brauche Rückzugsorte, eher ruhig, bin viel glücklicher in der Gesellschaft von Tieren oder alleine draußen :evergreen_tree:

Jegliche Interaktion mit Menschen. V a mit vielen Leuten (überfüllte Cafés zB). Ich mag andererseits aber auch mal Partys und Clubs, aber irgendwann wird mir das zu viel, und dann muss ich gehen- auch wenn die Party lange noch nicht zu Ende ist. Aber das kostet viel Kraft, und die Opfere ich nicht mehr einfach so.

Die Version, die alleine zuhause ist :laughing: mit Selbstgesprächen, auf Möbeln rumklettern, beim Kochen laut und schief Lieder mitsingen, nur in Unterwäsche rumlaufen, Unordnung schaffen und dann aber in 5min wieder aufgeräumt, …

Die Version sehen seeeehr wenig Menschen, in der Vergangenheit eigentlich nur Ex Partner. Hat schon lange niemand mehr zu Gesicht bekommen. Wobei ich denke, so eine Version hat jeder, auch neurotypische Menschen- auch die werden vielleicht eine etwas weirde Seite haben, die sie nur alleine zuhause ausleben, oder max noch mit dem Partner.

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Bin ich total bei dir, Natur und Tiere sind einfach am schönsten :slightly_smiling_face: da geht’s mir auch immer am besten. Oder an so Tagen, an denen ich einfach ne Serie schaue, auf dem Handy und mit Kopfhörern, den ganzen Tag lang und nebenbei Dinge mache wie Abwasch und das Handy in jedem Raum mitnehme. Das tut iwie total gut​:smiley:

Zum Thema Rückzugsort: Ich war mal auf einem Urlaub mit insgesamt glaub 6 Pärchen, in Kroatien, ein Haus gemietet. Zwischenzeitlich war das so schwer auszuhalten, dass ich nur noch nach Hause wollte. Nie wieder und wenn, dann nur mit Menschen, die perfekt passen zu meinem ich.

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Alles Gute für die Klinikzeit :folded_hands:t2:

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Danke, schauen wir was moch erwartet. Aktuell wird erstmal in der Klinik gestartet, da wir auch nochmal ADHS Medikation testen wollen… ggf wäre sogar ein Wechsel in die Tagesklinik möglich.

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Es klingt als hättest du RSD (Rejection Sensory Disorder). Also die Angst vor Zurückweisung.

Um möglichst nicht zurückgewiesen zu werden, verstellst du dich, maskierst. Deine Stressreaktion von den 4 bekannten: Fight, Flight, Freeze, Fawn ist vermutlich die letzte aus der Aufzählung. Immer schön lächeln, besonders wenn es bedrohlich scheint.

Du musst dir im Klaren sein, daß nicht jeder auf dieser Welt dich mögen kann. Und daß das so in Ordnung ist. Du magst ja auch nicht jeden und das ist in Ordnung.

Das Ding ist, je weniger du dich anstrengst, gemocht zu werden, desto authentischer bist du und desto mehr Leute findest du, die dich einfach so mögen. Die erkennst du da dran, daß es mit denen einfach nicht anstrengend ist.

Um es noch drastischer zu formulieren: Wenn du maskierst, manipulierst du andere. Wenn du den anderen in wirklicher Tiefe Respekt zeigen möchtest, zeige und verhalte dich wie du bist. Ob sie dich mögen ist dann ihre Entscheidung

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