Was mich auf die Palme bringt, wenn Menschen Dinge vertuschen, die offensichtlich sind, also, wenn zum Beispiel jemand den anderen ausnutzt, oder mies behandelt, und das ist offensichtlich. Und dann tut man so als Außenstehender, als ob das völlig okay ist oder seine Gründe hat, nur um selber nicht mit reingezogen zu werden.
Wenn man nicht angehört wird, wenn man nicht ausreden kann wohl das ausreden kann ich auch nicht so gut lassen bei anderen. Das geht mir zu langsam. Was mich auf die Palme bringt ist auch, wenn ich Dinge logisch finde und andere das nicht checken aus meiner Sicht natürlich.
Und die Sprüche meiner Mutter, von wegen zu oder abgenommen, jedes Mal, wenn ich bei ihr bin.
Wenn man nicht ernstgenommen wird
Die meisten in meinem Semester wissen von meinem ADHS, allein schon weil mir viele auf Instagram folgen & ich da die letzten Monate immer wieder mal was zu in meiner Story repostet hab. Ich geh damit offen um.
Aber das Verständnis…
Ich glaube - wenn sie überhaupt darüber nachdenken - dann denken sie, mit Medikamenten bin ich „ganz normal“.
Als ich dann gestern Abend meiner Projektgruppe geschrieben habe, dass ich den Bericht morgen Vormittag, also jetzt, fertig stelle, und nicht nachts (die anderen arbeiten meistens nachts dran) kam nur gemurre „Wieso machst du das nicht einfach abends, jetzt müssen wir wieder auf dich warten, morgen ist Abgabe…“
Hab nur trocken geantwortet, dass mein Dopamin Speicher zwischen 18-20 Uhr gegen 0 geht (nehme Elvanse) und ich dann garantiert nicht mehr am Schreibtisch sitzen kann. Und dass ich ihnen schon mehrmals gesagt habe, das ich abends nicht mehr arbeiten / lernen kann, dafür kann ich bei Gott keine Konzentration mehr aufbringen.
Joa. Schweigen im Walde, keine Reaktion mehr darauf.
@CirillaVonCintra Bei uns ist es umgekehrt, ich bin die chaotischere von uns beiden. Mein Partner mag es ordentlich und räumt mir hinterher. Dafür bin ich „sauberer“, also pedantischer, was das Putzen von Dreck anbelangt, das ergänzt sich wunderbar. Außer, er räumt etwas weg, das ich habe rumliegen lassen, um es nicht zu vergessen.
Aber mit einer anderen Person als ihm würde ich niemals zusammen wohnen wollen, bei allen Ex-Partnern war es nämlich so, dass sie einfach gar nichts gemacht haben, was dann regelmäßig zu Streit geführt hat. Dann lieber allein und das Chaos ist mein eigenes.
Zum Thema allein schlafen kann ich nur den Vorrednern beipflichten, sich im Bett breit machen und hin und her rollen können hat erheblich zu meiner Schlafqualität beigetragen. Dazu kommt, dass mir vorm Einschlafen und manchmal auch in Träumen die besten, kreativsten Ideen kommen. Die kann ich dann aufschreiben ohne dass den Anderen mein Aufstehen stört. Hat meinem Partner dann auch eine Dekoration seines Schreibtischs usw eingebracht ( wie Monitorben und Stuhlrich), ich schlafe im Büro, das ist im Keller, da ist es herrlich kühl. Zudem schnarcht mein Partner extrem laut und egal, wie er liegt.
Brauche ich auch. Und kann es außer bei meiner Wolle und den Büchern nirgends halten und bin ihm vor allem wegen der Unterlagen-Sortiererei sehr dankbar.
Das bringt mich auch auf die Palme! Und das wird dann mit einem Satz wie „so isser eben!“ gerechtfertigt. Meist, nachdem man gefragt wurde, warum man zu der entsprechenden Person keinen Kontakt mehr hat.
Hast du mit ihr mal drüber gesprochen? Falls ja und es hat nichts gebracht, hast du mal versucht, ihr das mit gleicher Münze zurückzuzahlen? Also dass du auch immer irgendwas auf gleicher Ebene kommentierst wie Gewicht, Haare oder so? Das muss nicht fies sein, aber das Spiegel vorhalten hilft oft. Habe das eine Weile bei Leuten gemacht, die mich fragen mussten, wann ich denn nun endlich Kinder kriege, teilweise sogar Leute, die ich an dem Tag erst kennengelernt habe! Als Smalltalk. Ich habe dann zurück gefragt, wie viel die Person denn noch trinken möchte… Oder wann sie 20, 30 kg abnimmt? Das war dann lustigerweise zu persönlich. Meine Reproduktion aber nicht. Sorry, ich schweife ab.
Dafür mal einen Drücker aus der Ferne! So ähnlich geht mir das auch! Ich muss morgens anfangen, die Motivation und die Konzentration nutzen, so lange sie da sind und danach ist Sense. Zu Hause auf der Baustelle zum Beispiel mache ich nur Klo- und Trinkpausen, esse ganz schnell was. Denn wenn ich mir eine lange Pause genehmige, mache ich danach nichts mehr, egal, wann die ist.
Ja, mit meiner Mutter, da habe ich schon mal gekontert, beim Gewicht nicht, weil das bei ihr immer dünn und gleich ist, aber sie hat dann immer wieder bestimmte Personen bis ins höchste gelobt, das hat mich natürlich sehr getriggert, weil sie das bei mir nie gemacht hat. Dann habe ich einmal zu ihr gesagt, aus dir hätte auch mehr werden können/Du hättest auch mehr erreichen können, seitdem hört sie damit auf.
Und mit den Pausen, ja morgens bin ich am fittesten , da kann ich viel machen, aber irgendwann ist die Konzentration ziemlich schnell weg. Das nervt mich natürlich bei Dingen, die ich selber gerne erreichen möchte zum Beispiel Sprachen lernen. Bei der Arbeit habe ich 1,5 Stunden Mittagspause, danach bin ich total fertig, Aber 10 Stunden ohne Pause geht halt auch nicht.
Den Menschen, die abends um acht noch etwas von mir wollten, habe ich angeboten, das morgens um fünf zu klären. Darauf verzichteten die meisten freiwillig und haben inzwischen auch verstanden, dass mein Tagesrhythmus einfach ein anderer ist. Es hat allerdings eine Weile gedauert….
Das würde ich sogar bevorzugen. Beruflich bedingt fange ich im Frühjahr/Frühsommer oft zwischen 3-5 Uhr morgens an, und ich mag es auch. Draußen ist es ruhig, nur die Wildtiere und ich, keiner geht dir auf die nerven…
Abgesehen vom Monster töten, was machst du denn beruflich, Ciri?
Da hast Du einen Drachentöter-Satz gefunden.
Bin in der Landschaftsplanung, d.h. ich mache faunistische Bestandsaufnahmen (also Kartierungen bzw Monitoring) von verschiedenen Tierarten.
Vögel kartiert man teilw noch vor Sonnenaufgang, Fledermäuse nach Sonnenuntergang. Bin also zu wilden Zeiten immer draußen.
Das klingt ja fantastisch!
Klassiker:
„Du stehst auf Stress, nicht wahr?"
„Du bist ja unerträglich…"
„Warum schaffen es die anderen, nur du nicht?"
„Du bist anders drauf als sonst…"
„Bist du immer so?"
Da kann ich nachlegen.
Mein Mann nennt es Stresskaffee, wenn ich mir noch einen Kaffee mache wenn ich eigentlich längst los muss.
Willst du noch ne Kaffee? Ach ne, ist noch nicht stressig genug...
Du bist zu/so schnell, das höre ich schon mein ganzes Leben… nur schnell rennen, das kann ich natürlich wieder nicht
Oh ja das kenne ich zu gut diesen Satz…
Noch lieber mag ich:
Du machst dir den ganzen Stress doch selber! Mach doch mal entspannt …
Das hör ich auch immer …
Obwohl mich diese Aussage immer verwirrt, wenn man nicht gerade nach Stunden bezahlt wird, wo es sich also für einen selbst Lohnen würde langsamer zu sein, sehe ich darin kein Problem schnell zu sein ?!
Außer vielleicht das der Chef dann sehen könnte wie langsam die Kollegen sind
Tatsächlich bekam ich von Kollegen schon gesagt, sie kommen sich neben mir so langsam vor das Problem ist nur ich bin in allem zu schnell und danach fix und fertig
. Ich versuch mich „seit Jahren“ dem Tempo der anderen anzupassen, was mittlerweile manchmal ganz gut klappt.
Ja, in diese Richtung geht es bei uns auch… Mein Mann (ADHS) wirft mir (NT) immer mal wieder vor, ich sei so langsam… Aber dass er nach einem Hyperfokus-Ich-räume-das-ganze-Haus-um-und-backe-nebenbei-noch-zwei-Torten-Aktionstag dann drei Tage flach liegt, blendet er dabei wohl aus
ach du bist auch so ein gesundheitsheini?
Nein mir fehlt die Geduld auf den Aufzug zu warten.
Und ja ich bin müde, mir tuen die Beine weh, ich würde gerne mit dem Aufzug fahren… wenn der nicht so lange brauchen würde. Und wenn ich dann die Etagenanzeige sehe, wenn der ewig in Etage X rumhängt. Und dann hält der die nächste Etage auch an…
In der Zeit bau ich nen neuen Aufzug.
wenn ich versuche mein Tempo anzupassen muß ich wahrscheinlich explodieren.
Ich bekomme es nur in meinem Tempo hin. Dieses Zusammennehmen wenn ich langsamer, leiser… ruhiger etwas mach… boaaarrrr…