Zimmer aufräumen Teenager

Hallo an alle,

ich wollte mal fragen wie das Zimmer aufräumen bei euch daheim so aussieht? Ich hab irgendwie das Gefühl damit allein zu sein, mich falsch zu Verhalten ect…

Unsere 13 Jährige Tochter räumt nicht auf. Sie vermüllt (sorry für den Ausdruck aber anders kann ich es nicht beschreiben) innerhalb weniger Tage ihr komplettes Zimmer. Ausgemistet habe ich schon und so viele Sachen besitzt sie eigentlich nicht wenn alles gut verräumt ist aber sie schafft es das alles vorhandene das Zimmer in ein Schlachtfeld verwandelt.

Schränke stehen offen, alles liegt am Boden, im Bett, Essen und Trinken wird rein aber nie wieder rausgebracht. Es sieht teilweise katastrophal aus. Sie fühlt sich damit dann auch sowas von unwohl. Äußert das auch aber sagt sie kann nicht, weiß nicht wie, will keine Hilfe und fängt es erst gar nicht an.

Wenn ich dann sage das wir gemeinsam aufräumen oder zumindest mal einen Teil erledigen dann geht sie in den Widerstand, sie sagt sie schafft es nicht, es ist ihr zu viel. Sie tobt und knallt die Türen zu.

Ich bekomme sie einfach nicht dazu es gemeinsam zu erledigen und alleine macht sie es auch nicht.

Habe auch schon versucht den Timetimer auf 5 Minuten zu stellen täglich oder ihr Lieblingslied reinzumachen. Haben uns mit umliegenden Gegenständen beworfen und wer getroffen wurde hat das Teil aufgeräumt. Aber mir gehen die Ideen und die Geduld aus.

Ich weiß nicht wie ich es handhaben soll. Wenn ich gar nichts mache dann passiert auch gar nichts. Hab ich auch schon versucht. Dann denke ich mir wieder Okey, sie wird es irgendwann lernen und ist momentan einfach zu sehr überfordert (nimmt keine Medikation weil 1 Jahr Versuch mehr Nebenwirkungen hatte und sie sich jetzt weigert etwas Neues zu probieren) und ich möchte das sie sich im Zimmer wohl fühlt, einen gemütlichen Rückzugsort hat und ihr helfen und dann räume ich wieder auf.

Keine paar Tage später wieder das selbe.

Habt ihr irgendwelche Ideen? Ist es falsch von mir ihr das immer noch abzunehmen?

Danke fürs lesen

Liebe Grüße

Wie wäre der erste Schritt

Gegessen und getrunken wird ausschließlich in der Küche weil es für die Zimmerhygien von ihr anders nicht bewerkstellig werden kann. Zuwiderhanndlungen werden mit Konsequenzen quittiert

Schau mal ob dir was auf diesen beiden Kanälen hilft ?

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Ab einem gewissen Alter harmoniert das gemeinsame aufräumen nicht mehr.

Ich habe z.b bei meinem Patenkind (AdHs) manchmal geholfen. Ich hatte den nötigen Abstand um mich nicht darüber aufzuregen was ich da so alles vorfand. Vielleicht gibt es ja jemanden im Umfeld, der dass machen würde .

Ich bin heutzutage immer noch von aufräumen und Ordnung halten überfordert auch wenn ich schon ein paar Strategien habe.

Leider kann ich 5 Stundenlang aufräumen mit super Ergebniss und innerhalb von 5 Minuten das Chaos wieder herrichten .

Könntet ihr den Kleiderschrank auslagern?

Das mit den Lebensmitteln/Geschirr ist auch so ein nervige Sache.

Welche Lebensmittel und welches Geschirr sammelt sich denn hauptsächlich dort ?

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Ich kann dir leider keinen Tipp geben, bei uns war es ähnlich, wir hatten auch keine Lösung, haben das irgendwann schulterzuckend zur Kenntnis genommen und nur verlangt, dass die Kinderzimmer lebensmittelfrei sind.

Zusätzlich haben wir die Wäsche nur gewaschen, wenn sie im Wäschekorb neben der Waschmaschine lag. Ich brauchte zwar zuerst einen langen Atem, bis der Kleiderschrank wirklich leer war, aber als meine 13 jährige nichts mehr anzuziehen hatte, wurden sogar die Schmutzwäscheberge aus den hintersten Ecken hervor gezogen.

Das Ganze hat sich in dem Alter dann relativ bald von selbst :grin: erledigt, wenn der erste Besuch der nächsten neuen großen Liebe (nein, ich bin nicht verliebt, das ist nur ein Kumpel :grin:) oder anderer Freunde anstand. Man glaubt gar nicht, in welchem Tempo Kinder und Jugendliche zusammen räumen können.

Wir hatten gerne Besuch von den Freunden unserer Kinder :smiling_face_with_sunglasses:.

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Ja daran hab ich auch gedacht aber irgendwie bekommen wir es nicht umgesetzt denke ich. So blöd es klingt sind wir gerade so machtlos in allem und gehen auf dem Zahnfleisch. Bringen denn Konsequenzen bei ADHS wirklich etwas und wenn ja wie könnten die aussehen? Ich dachte immer das das alles nicht wirklich was bringt weil die Kinder zwar wollen aber nicht können und eine Konsequenz dann eine Strafe für etwas ist das über ihnen steht. Oder lieg ich da falsch.

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Es wäre mir schon peinlich die Oma oder so zu involvieren dann hat man gleich noch mehr das Gefühl nichts zu schaffen. Aber ja wäre ein denkbarer Ansatz.

Es liegen Getränke herum, besonders toll wenn das dann umfällt weil der Deckel nicht drauf geschraubt ist. Und leere Teller oder Schüsseln. Leere Tüten, Verpackungen. Reste vom Essen….

Der Kleiderschrank passt in unserer Wohnung nirgends anders hin, sie hat schon das größte Zimmer damit viel Platz ist.

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Ja ich komme auch immer wieder an den Punkt das ich sage ich wasche nichts mehr was nicht im Korb landet aber dann merke ich ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit in dem Thema und weiß das sie es eigentlich ordentlich mag und dann Greif ich dich wieder ein und erledige alles :woozy_face:

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Ich bin ja noch nicht wirklich vielwissend in Sachen ADHS, aber ich glaube nicht, dass du falsch liegst. Bestrafung baut ja nur noch mehr Druck auf. Bei meinen Kindern hätte das Hinzuziehen der Oma das Ganze noch verschlimmert, weil die einfach knallhart war in Sachen Ordnung. Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, war diese großmütterliche Haushaltshärte meiner Oma auch kaum auszuhalten für mich, von daher glaube ich nicht, dass deiner Tochter das helfen würde. Das mit den Lebensmitteln haben wir immer und immer wieder erklärt und uns den Mund fusslig geredet, und es hat immer besser funktioniert, aber irgendwas ist durchaus mal durch gerutscht.

Ich glaube, es gibt hier im Forum Leute, die da wesentlich bessere Antworten haben als ich :+1:

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Hallo,

nein, nach meiner Erfahrung nicht, das ist nur gegenseitige Quälerei. Unser 13-jähriger ist leider durch die langen Schulschließungen in der Corona-Zeit sehr geschädigt, denn damals konnten wir viel weniger Regeln durchsetzen und hinterher auch nicht mehr richtig damit anfangen. Liegt vielleicht mehr an den ADHS-Eltern als am ADHS-Kind.

Also Konsequenz ist ein Wort, was erfunden wurde, um Eltern von ADHS-lern zu beschämen. Finde ich.

Vielleicht könnt ihr eine Mindestregel zum Überleben durchsetzen - keine Lebensmittel, und wenn doch werden die Folgen unmittelbar weggeputzt, um Unappetitlichkeiten zu vermeiden.

Unordnung ist ein Thema, bei dem man sich nicht aufhalten muss. Ist doch gleichgültig, was wo liegt.

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Ich versuche das Chaos zu einem guten Teil hinzunehmen.

Mein bester Tipp ist: Für regelmäßig Besuch sorgen.
Dann ist das Zimmer ordentlicher.

Mir ist aber an sich nur wichtig:
kein Geschirr im Zimmer → dauernder Zankpunk
kein Essen im Zimmer → auch Zankpunkt…
Ich muss jederzeit von Tür zum Fenster kommen

Kleidung:
Mein großer Sohn (12) ist sehr pingelig, was er anzieht. Dann liegt aber alles am Boden rum. Er kommt dann oft abends drauf, was er alles uuuuunbedingt zum Anziehen braucht. Er wurde daher in das Wäschewaschen eingewiesen. Regel hierbei ist von meiner Seite allerdings, dass er eine volle(!) Ladung zusammen sammelt.
Meinen Mann nervt zwar, weil er hat einen fixen Wäschetag, aber so funktioniert das super.

Konsequenz - jaja, das ist ja DER Supertipp überhaupt. Die wenigsten Menschen wissen was Konsequenz wirklich heißt… :wink: aber mal eben klugscheißen kann man super damit.
Konsequenz ist eine sehr laaaaange Sache - man kann evt. nach einem Jahr mit einem Ergebnis rechnen. Die Mühe mache ich mir dort, wo es mir wichtig ist…

Übergriffige Ideen a la Verwandte zu räumen einsetzen, würde ich sein lassen.
Die zwei gelinkten Videos sprechen mich vom Bild und Titel her schon nicht an… aber ich hab’s echt nicht mit diesen Klufscheißer Videos und auch nicht mit diversen Erziehungstipps… Hab’s aber nicht geklickt und vermutlich tue ich den Videos unrecht. :wink:

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Hallo @Siri

Ich würde trotzdem nochmals bei den Medikamenten ansetzen.

Du sagst es lief da einiges schief und jetzt weigert sie sich. Was lief schief? Vielleicht könnte man das ja jetzt besser machen?

Vermutlich wird es ohne Medikation auch keine Verbesserung geben. Weil sie nicht anders kann.

Wie sind denn eure Mahlzeiten gestaltet? Isst jeder irgendwann irgendwo? Gibt es gemeinsame Mahlzeiten am Tisch?

Ich würde meinen Kindern nicht erlauben im Zimmer zu essen. Aber sie sind noch jünger und kennen es auch nicht anders als dass wir am Tisch essen.

Viel Kraft und liebe Grüsse

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Wir essen auch gemeinsam am Tisch… Teenager fangen aber an diverse „Zwischenmahlzeiten“ einzunehmen.
Und nein, bei uns wäre an sich gar nicht erlaubt sich zu bedienen… aber ehrlich gesagt, da kommst nicht hinterher…

Und keine Sorge. Die kommen von ganz alleine drauf, dass man abseits vom Tisch essen kann :zany_face:

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Liebe @Siri ,

dass deine Tochter gar keine Medikamente mehr nimmt, lese ich jetzt erst!

13 Jahre, ADHS und dann keine Medikamente, da kannst du gar nichts verlangen. Und leiden tut sie auch drunter, dass sie nichts geregelt kriegt. Wobei die Zimmerordnung nicht ihr größtes Problem sein dürfte!

Da hat euch eure Ärztin schön was eingebrockt. So stümperhaft eindosiert, dass deine Tochter selbst nicht mehr will. Das ist grausam.

Morgenkapsel ohne Mittagskapsel, und dann Umstieg auf Ritalin, aber gleich zu hoch eingestiegen. Ist klar, dass sie jetzt keine Lust mehr hat.

Das Wichtigste scheint mir zu sein, deiner Tochter einen neuen Versuch mit Medikamenten schmackhaft zu machen. Und dann ganz sachte einsteigen, am besten in den Ferien, wo ihr die Wirkung zu Hause beobachten und rechtzeitig nachgeben könnt.

Auch Ritalin LA kann (und sollte!) man zweimal am Tag geben, nicht nur Medikinet.

Gerade bei Kindern scheint mir der verbreitetste Fehler von ADHS-Ärzt/innen zu sein, zu viel zu selten zu geben. Und das führt traurigerweise zu Abbrüchen, d. h. Kinder und Eltern glauben hinterher, mit Medikamenten sei es schlimmer als ohne und lassen es ganz sein.

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Das ist doch keine übergriffige Idee wenn die Tochter mit der Person einverstanden wäre um es gemeinsam in netter Atmosphäre zu erledigen ,

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Wieso sollen denn Konsequenzen nichts nutzen?

Dein Kind kann denken => dein Kind geht in die Schule und lernt => also ist sie auch in der Lage aus Konsequenzen zu lernen.

Du stellst Regeln auf, die für alle gelten und von allen einzuhalten sind.

Blöd wäre jetzt du müsstest von deinem Mann die Wäsche in der Wohnung zusammensammeln, dann könntest du es schlecht von der Tochter erwarten sie zu bringen…

Nehmen wir das Beispiel Wäsche:

Du Stellst die Regel auf, daß Wäsche grundsätzlich nur noch in den Wäschekob gelegt wird. Wäsche die nicht darin liegt wird auch nicht gewaschen, eingesammelt wird die Wäsche von dir nicht mehr. Solltest du Waschtage haben würde das auch bedeuten z.B. was nicht bis Donnerstagabend im Wäschekob liegt kann auch am Freitag nicht mitgewaschen wird.

Was ist die Konsequenz?
Wirklich nur noch die Wäsche aus dem Wäschekorb zu waschen!

Ganz gleich wie schwer es dir fällt, ganz gleich wie weh es dir tut sollte sie heulen oder schreien das Lieblingsstücke nicht gewaschen ist ist oder sie gar nichts mehr an sauberer Wäsche zum anziehen zu haben

ES WIRD NUR GEWASCHEN WAS IM WÄSCHEKOB LIEG ! ! !

Du kannst ja die ersten 8 Wochen gelegentlich daran erinnern das die Wäsche noch nicht im Wäschekob liegt und du nur wäschst was im Wäschekob liegt.

Irgendwann wenn nichts mehr da ist, sie sich vor anderen schämt wird sie es bringen.

In der Schule hat es ja auch für deine Tochter Konsequenzen wenn sie sich nicht an Regeln in der Schule hält, ob bei Nutzung das Handy erst am Schulende zurückgegeben wird oder anderes und es funktioniert da ja.

Man muß nur seine Gefühle im Griff behalten und nur umsetzen was als Regel besprochen wurde.

Du misshandelst nicht, du übst ja auch keine Gewalt aus sondern hälst dich an Regeln und Vereinbarungen.

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Wir hatten vor einem Jahr mit Medikamenten begonnen und schulisch stiegen die Noten von 4-5 auf 2 an. Das war schon erstaunlich. Allerdings hatte sie jeden Tag einen heftigen Rebound.

Es wurde Medikinet erhöht und dann auf Ritalin umgestiegen und dann Concerta. Concerta hatte meiner Meinung nach am besten funktioniert. Aber auch hier wieder abends ein Rebound der sie täglich zu schlimmen ausrastern gebracht hat.

Dann wurde Elvanse versucht und bis 30 mg aufdosiert aber da war sie nur noch am weinen und lag im Bett.

Der letzte Versuch war dann letztes Jahr in den Herbstferien wieder mit Concerta. Ich hatte in den Ferien mit ihr Urlaub genommen wir fuhren Weg und haben ganz klein mit 18 mg begonnen und nach einer Woche auf 27 erhöht. Ich fand sie während der Wirkung viel entspannter. Allerdings kamen bei ihr dadurch Ängste und Zwänge sehr stark durch. Sie sagt das sie sich mit den Tabletten anders fühlt und es ihr ohne besser geht. Das kann ich leider nicht bestätigen.

Die Ärztin wollte dann Atomoxetin testen aber da hat sie dann dicht gemacht und wollte es erst gar nicht probieren. Seitdem passiert nicht viel.

In die Schule geht sie aber mit ach und Krach, lernen geht gar nicht und alles andere auch sehr sehr schwer. Mitte März haben wir einen Termin bei einem neuen KJP. Wollte mir eigentlich eine 2. Meinung holen. Jetzt hört auch die alte KJP in der Praxis auf und wir hätten eh neu schauen müssen. Da passt es ganz gut.

Vor den Sommerferien geht sie auf Reha. Das war ihr Wunsch und haben wir jetzt bekommen. Ich hoffe das sie da etwas für sich mitnehmen kann und evtl auch sieht wie andere Medis nehmen, aufräumen ect….

Was das Essen angeht, haben wir immer schon alle 4 gemeinsam zu Abend gegessen. Da meine große inzwischen in der Ausbildung ist ist sie oft nicht mehr mit da aber das gemeinsame Abendessen bleibt und meistens sitzen wir da auch zu 3. allerdings mit Pubertät ect. Ist es anders geworden. Oft viel Gemotze wenn ihr was nicht schmeckt, oder wenn der Tag zu viel war dann will sie nicht. Da versuchen wir wenig Druck zu machen und dann sitzt sie halt nicht am Tisch. Wollte ich so auch nie aber dagegen zu kämpfen macht auch keinen Sinn.

Das Geschirr sammelt sich von nach der Schule, mal hier und da was snacken. Je älter sie werden umso mehr ziehen sie sich in ihr Zimmer zurück. Was ja auch ok ist. Versuche auch immer wieder sie zu erinnern das das Geschirr was reingeht bitte auch wieder raus soll.

Manchmal versuche ich es auch indem ich sage das ich gleich die Spülmaschine anschalten möchte und sie dich bitte schauen soll was bei ihr noch steht. Das funktioniert manchmal aber in der Summe ist es nicht ausreichend das Chaos zu beseitigen.

In kürzester Zeit verwandelt sie ihr Zimmer ins Chaos. Ich bin manchmal selbst erstaunt wie schnell das geht :woman_shrugging:t3:

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Ja inzwischen macht sie sich auch oft nach der Schule selbst was zu essen oder bringt was von unterwegs mit. Gesnackt wird hier zwischendurch auch immer wieder und so schnell kann ich gar nicht schauen. Wäre dann ja auch nur noch mit Hinweisen, ermahnen und schimpfen beschäftigt und das zu allem was sonst noch nicht läuft. Das schaffen wir gar nicht.

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Ja wenn ich nochmal richtig a fangen könnte mit dem Wissen jetzt nach einem Jahr dann wäre ich dankbar. Jetzt spielt die Pubertät halt auch noch extrem mit rein und es ist sehr schwer was zu erreichen.

Wenn sie für dich den Mehrwert nicht erkennt und sich weigert gönnen wir nicht viel machen. Das ist traurig und frustrierend aber es sind einem die Hände gebunden egal wie sehr man sich bemüht und redet.

Sie darf nach Pfingsten auf Reha gehen und wir haben jetzt im März einen Termin bei einem neuen KJP. Ich hoffe der redet etwas mehr Klartext mit ihr. Die alte KJP hat aufgehört und ich hatte eh einen Termin für eine 2. Meinung ausgemacht. Sie sagte immer nur zu ihr das sie das selbst entscheidet ob sie etwas nimmt oder nicht und das es bei uns ja ganz komisch wäre das das Kind sich unter der Medikation „anders“ fühlt und das sie das so von anderen gar nicht kennt.

Atomoxetin war dann der letze Vorschlag da sie viele Teenager Mädels hat denen das gut hilft bei Ängsten, Zwängen und emotionalen Auf und ab.

Bei jedem neuen Medikament bekamen wir zu hören wie gut das doch wirken würde und wie toll damit alle zurecht kommen. Tja nur wir wurden immer wieder leider vom Gegenteil überzeugt. Ich kann nicht mal genau sagen welche einzeldosis bei uns wirklich passend wäre. Es ist leider etwas schwierig.

Und ja sie leidet sehr und das aufräumen ist wenn man das große Ganze betrachtet eigentlich kein Problem. :confused: Aber eben eins der Dinge die hier so schwer laufen. Ich sehe wie schlecht es ihr geht und das sie einfach nicht kann. Deswegen helfe ich immer noch so viel oder übernehme alles aber frage mich natürlich auch ob das so richtig ist wie ich es mache oder ob ich ihr damit nicht schade wenn ich ihr alles abnehme.

Hatte sie in schlimmen Momenten oft auch gefragt wie lange sie das noch machen will/kann bis sie sich helfen lassen wird. Es ist schwer mit anzusehen aber ich kann nichts erzwingen. Immer wieder gut zureden… sie hat einen tollen Verhaltenstherapeuten da geht sie gerne hin aber sozial emotional hat sie gerade so viele Baustellen das ich da bei ihm mit sowas wie aufräumen gar nicht kommen brauche.

Ich denke auch das ich erst eine Chance hätte Dinge mit ihr anzugehen wenn die Basis stimmt und sie Medikamente gut verträgt und eingestellt ist. Aktuell ist jede Anforderung an sie (egal ob Zähne putzen, etwas erledigen, Schule….) ein Kampf und sie blockt sofort ab oder rastet aus und verweigert alles. Ihr extreme Wut ist sehr belastend und man läuft hier auf Eierschalen. Das meiste wird abgenommen und hingenommen weil man Angst vor der nächsten Eskalation hat. Aber auf Dauer schade ich ihr damit ja auch.

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Ja das klingt alles logisch und nachvollziehbar und sollte so laufen. Aber irgendwie klappt es nicht. Sie rastet jeden Tag wegen so vieler Dinge aus und dann ist das schwer auszuhalten. Ich würde mir wünschen das sie von selbst darauf kommt. Und einfach ein bisschen was selbst übernimmt aber sie sagt immer nur „ich kann nicht“.

Gestern hab ich alles wieder weggewaschen und aufgeräumt, da es auch gefährlich ist so durchs Zimmer zu laufen mit allem was herum liegt.

Ihr Atem ist auch sooo lang was das angeht und da kann ich so schwer mithalten. Sie könnte wahrscheinlich monatelang so leben sie kriegt es irgendwie einfach nicht umgesetzt.

Wenn sie wenigstens mit mir gemeinsam aufräumen würde…. Aber auch das klappt nicht und wenn ich das vorschlage bricht sie nur in Tränen aus und brüllt und weint.

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