ich wollte fragen ob jemand folgendes Problem erlebt hat oder Infos dazu hat.
Grundsätzlich vertrage ich elvanse gut, tagsüber habe ich quasi nur vorteile, bis auf einen etwas holprigen Übergang nach ca 6h nach Einnahme.
Abends bin ich auch sehr müde, kann gut einschlafen.
Dann is es aber so das ich immer zwischen 6:30-7:00 aufwache und dazu im ganzen Körper ein Unruhegefühl habe und nicht mehr einschlafen kann.
Für manche klingt das vielleicht nich nach wenig schlaf, aber ich gehörte eig zu den Menschen die sehr tief schlafen und 10 Wecker brauchen um aus dem Bett zu kommen. Gerade am Wochenende fehlt mir dieses richtige Ausschlafen sehr.
Ich nehme derzeit 40mg Elvanse oder 20mg Paroxetin.
Das Problem entstand als ich noch zwei Einnahmen Elvanse hatte, 45mg + 10mg.
Hatte allgemein lange Zeit 2 Einnahmen gehabt in unterschiedlichen Dosierungen, bis ich fest gestellt habe das ich mit einer Einnahme besser klar komme.
Verwirrt bin ich eben jetzt weil das Problem weiter da ist bei den 40mg, obwohl ich in der Vergangenheit auch 40mg hatte sogar mit zweiteinnahme.
Kennst das jemand und kann das auf eine zu Hohe Dosis hindeuten?
interessant mit der Unterzuckerung, hatte auch in die Richtung überlegt oder auch Dehydrierung, aber eigentlich trinke ich schon ausreichend und ich esse auch abends immer recht reichlich, vielleicht so gegen 19:00..
Paroxetin nehme ich schon einige Jahre, und tatsächlich hatte ich das mit dem frühen aufwachen manchmal bei einer Dosisänderung aber nur paar Tage… jetzt hälts das eben schon seit 2 Wochen oder so an..
also es wird dann schon besser wenn ich aufstehe, was trinke und esse.. aber dann merk ich eben das ich nich so ausgeschlafen bin
Allgemein gesprochen macht Amphetamin wacher (Hemmung der Wiederaufnahme im synaptischen Spalt + erhöhte Ausschüttung von Noradrenalin).
Aufgrund der langen Halbwertszeit wirkt über Nacht dann eben auch ein Rest im ZNS, der die Schlafarchitektur beeinflussen und leichteren Schlaf begünstigen kann.
Was die Unruhe gleich nach dem Aufwachen angeht, kann es ganz einfach eine Kombi aus Abfall der Neurotransmitter-Spiegel unter Ausgangslage (wie beim klassischen Rebound-Phänomen) + weniger erholsamerem Schlaf sein.
Ob das die alleinigen Auslöser sind und / oder ob ein Wechsel von Paroxetin zu einem anderen AD eine sinnvolle Lösung wäre, da es bekanntlich den Abbau von DEX / D-AMP hemmt, gehört aber in ärztliche Hände.
Das könnte man beim nächsten Termin anhand des Tagebuchs ausklamüsern und so dem Arzt auch wichtige Hinweise liefern, wo es haken könnte.
Guten Morgen, das is ja nett das du dich nochma erkundigst
Also das mit den 35mg war nix, mich macht das nur noch instabiler im Moment, und bin sogar heut noch ne stunde früher aufgewacht.
Hab gestern ne recht lange chat gpt Analyse gemacht, und KI sieht es wahrscheinlicher das das frühe aufwachen folge von stressigen letzten Monaten ist, und Elvanse höchstens nur sekundär das verstärkt.
Und das was ich das empfinde sei wohl wegen zu viel Cortisol aktivierung am morgen.
Ich soll nun versuchen nicht zu viel zu grübeln und ein bisschen langsam machen… wünscht mir glück
Deswegen fragte ich nach deiner Schilddrüse… Aber kann natürlich auch “nur” der Stress sein.
Das ist vermutlich der Physiotherapeut in mir. Es wird so lange rum gedoktort, bis es dem Patienten besser geht.
vllt versuchst du kurz vorm Schlafen gehen noch mal einen kleinen Happen zum besseren überbrücken und guckst mal, ob das einen Unterschied macht. Zum Bsp. ein Löffel Erdnussbutter oder sowas (nur nix mit zu viel Zucker, damit du keine Einschlafschwierigkeiten kriegst)
Also da ich bei den 40mg ja nach 6h auch so rebound ähnliche Symptome hab die auch echt nerven, hab ich wieder begonnen gestern 10mg nach ca 5,5h zu nehmen.
Super interessant was dann kam.
dieser Übergang ist weg nach 6h
Ich konnte um 17:00 noch konzentriert auto fahren
Abends war ich entspannt wie lange nicht
Bin zwar auch morgens kurz aufgewacht zur genannten Zeit, hatte Aber immernoch das Ruhegefühl vom Abend vorher, weßhalb ich noch ein Stündchen Dösen konnte
Jetzt am nächsten morgen hab ich das Gefühl das die 40mg anders wirken, irgendwie unspektakulärer, aber ich genieße irgendwie die Ruhe.
Ich glaube deßhalb bin ich vor paar wochen auf 45 hoch, weil ich dachte das es lebendiger wirken muss. Aber da kam dann irgendwann in kombi mit anderen Ereignissen dieser Stress in der früh
Bin irgendwie total verwirrt jetzt. Mich scheinen die 10mg ziemlich zu Deckeln emotional? Oder wirkt bei mir eine Dosis zu kurz wodurch ich dann abends und in die Nacht rein total dysreguliere?
Rein von der Pharmakokinetik her dürfte die 10mg Booster Dosis 5,5h nach der morgendlichen Einnahme noch keinen Effekt auf dein ursprüngliches Problemchen 6h nach der Einnahme gehabt haben, da die Booster Dosis - wie die Dosis morgens ja auch - erstmal in „Darmstadt“ ankommen muss.
Von da gelangt die dann über die „Wand von Darmstadt“ in die Blutbahn, wo das L (Lysin) abgespalten und daraus der aktive Metabolit Dexamfetamin wird.
Die Verbesserung in den Stunden danach bis abends dürfte dann aber natürlich schon mit der Booster Dosis verknüpft sein.
Aaaaaber - wie immer gilt → Ein Tag ist nicht aussagekräftig.
Das Hirn kann einem auch einen Streich spielen, wenn es weiß, dass da gerade eine neue Dosis dazugekommen ist.
Oder einfach mal Tagesform bedingt, dass es nach 6h kein empfundenes „Wirkloch“ gab
Du wirst es schon so für eine Woche beobachten müssen
Ja du hast recht, ich hab das auch bisschen zu optimistisch formuliert in der Nachricht davor.
Hab nochmal meine Notitzen gecheckt und es da so beschrieben:
Einnahme 10mg nach 5,5h
45min später bisschen Herzklopfen/ unwohl (wahrscheinlich das was immer passiert 6-6,5h nach den 40mg)
Dann 2h nach den 10mg für 45mg meine Überdosissymptome ( bei mir immer blutdruck/ pulsanstieg, gereizt, unruhig)
Da dacht ich dann kurz, oh nein das is wieder nix. Aber das hat nur ca 45min gedauert dann war es wieder ruhig und dann kam die erwähnte entspannte autofahrt etc.
Heisst für mich: die 10mg kamen etwas zu früh, ich müsste sie wahrscheinlich 30-60min später nehmen, hab dann aber weiter den Übergang zwischen stunde 6-6,5? Komplett über dosiert glaub ich nicht, weil wenn ich z.B 50mg aufeinmal nehme hab ich die oben genannten symptome den ganzen Tag
Mir geht so gerade durch den Kopf, dass du vielleicht tatsächlich weniger Schlaf brauchst, weil du durch das Elvanse weniger gestresst bist, also weniger Erholung brauchst…
Ich wäre übrigens froh, wenn ich bis 6:30 schlafen könnte. Bin meistens 4:30 schon mal wach und meistens so eine Stunde „aktiv“ - also Kaffee und bisschen PC, bisschen Katze kraulen, bisschen Pläne machen für den Tag… dann lege ich mich nochmal hin so bis acht etwa
Ja das denk ich auch immer wieder. Komisch is halt das es so entstanden is nach einer Stressphase Anfangs des Jahres + wahrscheinlich leichter überdosierung.
Was wiederum dafür spricht dass ich vielleicht nich mehr so viel schlaf brauche, heute bin ich auch um 6:30 aufgewacht und fühl mich eigentlich fit jetzt.
Ich weiß das viele froh wären so viel zu schlafen. Trotzdem verunsichert mich das, da ich eben ein Kandidat war, der gern mal bis zu 10h am Stück geschlafen hat, und ohne Wecker niemals vor 9:00 aufgewacht wäre. Wobei das auch vor dieser stressphase nicht mehr so ausgeprägt war, was ich eher als gutes Zeichen empfand. Nur das es jetzt nochmal 1-2h früher is , is eben komisch
Wie gesagt stand jetzt könnte ich einfach beobachten aber hab halt angst das des elvanse des irgendwie überdeckt und ich irgendwann im Burnout lande oder so. Weil als ich noch kein Elvanse genommen hab, war ein Tag unter 7h schlaf schon ein total Ausfall..
Darum brauchst du dir keinen Kopf machen.
Der Körper meldet sich schon, wenn es über längere Zeit zu viel wahr.
In völliger Erschöpfung endet es eher, wenn man sich dauerhaft verausgabt und Körpersignale ignoriert. Das scheint mir bei dir nicht der Fall zu sein.
Zu fixiert auf kleinste tägliche Veränderungen sollte man allerdings auch nicht sein und sich damit unnötig bekloppt machen.
Es scheint doch zu funktionieren und neben der Medikation sollte man natürlich auch an einem gesünderen Umgang mit sich sich selbst arbeiten. Erholungspausen, Schlafroutine, Skills aus dem Bereich (kognitive) Verhaltenstherapie, etc.
Ja ich glaub so das viele Gedanken machen is wahrscheinlich auch so, vielleicht sogar das größte Problem.
Z.B eig fühlt es sich ja stimmig an jetzt mit den 40 + 10, mir gibt es einfach Sicherheit das eben nicht nach 6h alles wieder anstrengender wird.
Und dann kommen wieder die Zweifelgedanken: „ du hast zu ungeduldig eindosiert, hast dich nicht streng an eine Woche 20,30,40,50 etc gehalten, vielleicht bist du total überdosiert“
ich würde bei morgens/nachts aufwachen immer an eine beginnende Insulinresitenz denken.
Vielleicht mal Nüchternglukose checken. stimme Petrolblau dabei zu. etwas ganz kleines Kohlenhydrathaltiges kurz vorm schlafen kann helfen.
Finde auch das von ChatGPT schlüssig und habe es bei mir ähnlich erlebt. Elvanse gibt mir den Schub viel machen zu können und ich überlaste mich dadurch.
Insgesamt kann es durch elvanse ja zu weniger Apetit kommen und wenn man in einem Energiedefizit ist, muss unter umständen die Leber Glukose fürs Gehirn produzieren, dabei hilft Cortisol. sprich, wenn man immer wieder in einem Defizit ist (auch wenn man insgesamt vielleicht genug isst), ist der Körper gestresster, Blutzuckerspiegel instabiler etc.
Hatte das eine Zeitlang in den ersten Monaten bei Elvanse. Führte dazu dass das ganze Hormongleichgewicht durcheinander war, auch mein Zyklus, langsam reguliert sich das wieder und ich wache nicht mehr morgens auf. Wichtig ist, dass ich tagsüber genug und regelmäßig esse. Hatte tatsächlich auch mal ne zeitlang so kontinuierliche Glukosesensoren verwendet, bei mir haben die MEssungen gut gepasst zu dem wie ich es erlebt habe.Esse ich zu wenig, und zu unregelmäßig, sind die Glukosespitzen und Tiefen viel größer. Nachts unterzuckert und morgens dann zu hoher nüchternwert, weil der Körper eben auf die Unterzuckerung reagiert. ein paar Tage regelmäßiger und ausreichend gegessen und der Blutzucker ist total ausgeglichen.
Ich bin selbst noch nicht bei meiner perfekten Dosis angelangt, aber bei den symptomen würde ich eher versuchen niedriger zu dosieren. Ich versuche auch immer wieder mal höher zu dosieren, aber das geht nach hinten los. Ich merke, dass ich eher den Stress allgemein handeln muss und dann ist die niedrigere Dosis optimal. Auch daran denken, dass der Wirkspiegel ja erstmal erreicht werden muss, also ist der erste Tag mit der Dosierung und dem Booster nicht so aussagekräftig. ich fahre inzwischen am besten zwischen 30 mg und 40 mg zu wechseln. bei nur 40 mg bin ich nach ein paar Tagen überdosiert und nur 30 mg ist irgendwie zu wenig.
Also ich würd sagen ich ess eigentlich immernoch so wie vor Elvanse. Aber probiere das mal mit einem Snack vor dem schlafen..
Und ja, erlebe das grad auch.. heute Tag 3 mit 40 + 10 als booster, und zack hatte ich heut Vormittag Überdosis Symptome von den 40mg…. Jetzt weiß ich natürlich nich ob es sich noch einpendelt…
Finds echt krass was es fuer nen unterschied macht ob ich am Vortag nochma 10mg hatte oder nicht. Is ja jetzt keine riesenmenge irgendwie ein ganz anderer Wirkverlauf
Ich habe hier schon öfter Beiträge gesehen, bei denen sich Leute einen Teil der Medikation in Wasser gelöst haben, um sie dann wirklich mg-genau bedarfsgerecht anwenden zu können. Manch einer brauch eben genau 36,5 und passt nicht in Schema F.
Habe mir jetzt nicht alle deine Beiträge in anderen Threads durch gelesen, aber hast du als Komorbidität evtl auch Depressionen? Wenn man anfängt die Ursache, also das ADHS zu behandeln verbessert sich die Depression manchmal und dann wäre eben neben dem allgemeinen “mehr Energie durch Stimulanzien” evtl auch ein Effekt auf die Schlafdauer möglich, weil die Depression sich verbessert. Bei Depression schläaft man gut und gern 10-12 Std.
Jaa kann gut sein das ich da auch dazu gehöre, bin allgemein sehr sensitiv was Medikamenten Wirkungen angeht, aber leider oft auch etwas zu sehr fixiert auf jegliche Veränderungen, was eine herausfordernde Kombi is.
Ich probiere heut man 35 + 10, gestern war 100% ein Überdosistag den ich nich nochmal mag
Bzgl. Depression, also sicher hatte und habe ich immer mal wieder mindestens dysphorische Phasen. Bei mir spielt aber eher dann noch eine Angstkomponente mit rein. Deßhalb nehm ich auch Paroxetin, wobei gefühlt das LdX viel mehr hilft bei meinen Ängsten / Stabilität
Bei Einmaldosis morgens sollte der nach ca. 5 Einnahmen erreicht sein.
Passt man die Dosis an → beginnt der Kreislauf wieder von vorn.
Kommt ein Booster dazu → beginnt der Kreislauf auch wieder von vorn → zusätzlich sind es nun zwei Wirkverläufe die aufeinander aufbauen.
Hier waren es zunächst nun 40mg.
Dann Booster dazu → dieser Kreislauf beginnt von vorn.
Wirkung verändert sich nach 3 Tagen mit Booster.
Steady State dürfte noch nicht erreicht sein.
Jetzt wird die Morgendosis verändert → dieser Kreislauf beginnt also wieder von vorn und während er noch gar nicht abgeschlossen war.
Statt die Morgendosis anzupassen, die vorher optimal zu sein schien, würde ich also den Booster weglassen und ein paar Tage warten bis alles wieder im Gleichgewicht ist?
Oder - egal welche Dosis man verändert - so wirklich aussagekräftig wäre es eben erst nach einer Woche, weil sich die Wirkung bis dahin noch verändern kann.