P.s. aber vorerst ist es wohl einfach sowieso wahrscheinlich das beste wenn wir es für „heute“ einfach gut sein lassen, denn ich zumindest bin inzwischen ziemlich müde, und dann kann ich ohnehin nicht mehr debattieren.
Gute Nacht @LogLady , schlafe gut und träume etwas schönes.
Ich sehe meine Antworten die ganze Zeit im genannten Zitat.
Ich kann mir aber vorstellen, dass man es evt. nicht nochmal zitieren kann wegen der Sternchen, oder es sonst ein Thema mit der Formatierung gibt.
Aber lassen wir es gut sein. Das ist die ganze Aufregung echt nicht wert…
Für mich steckt die Unterscheidung schon in den Begriffen selbst. „Oppositionell“ ist eine Reaktion auf ein Gegenüber. Trotz ist ja auch eher eine offene Konfrontation. Die PDA hat eher was mit der Person selbst zu tun. Anforderungen kommen ja nicht zwingend von einem Gegenüber. Die Reaktionen könnten auch weniger offen und aggressiv sein.
Anforderungen haben, meiner Ansicht nach, doch aber schon mit anderen zu tun. Ohne andere Menschen, stellt ja auch niemand Anforderungen an dich und dann muss man die ja auch nicht erfüllen.
Ohne andere Menschen hast du auch keinen Vergleich, der dazu führen könnte selbst Anforderungen an dich zu habe.
Jein, eine Anforderung an eine Person kann schon sein, dass man was anziehen, aufs Klo oder was essen muss… Dort sehe ich den Unterschied.
Und vielleicht noch, ob jemand eigentlich würde, wenn er könnte (pathologisch bedeutet ja krankheitsbedingt). Das hat man ja auch bei Depressionen - man würde was machen, wenn man könnte.
Bei Trotz ist es ja eher so, dass man etwas nicht macht, was ein anderer will, obwohl man es vielleicht selbst wollen würde.
Ja das ist auf jeden Fall ein Unterschied. Trotz ist eine Reaktion auf eine Person, der du mit deinem Trotz zeigen möchtest, dass du nicht einverstanden bist, wie die andere Person die Anforderungen an dich stellt oder, welche Anforderungen sie an dich stellt. Oder auch, aufgrund von Streit oder zwischenmenschlichen Anspannungen eine Reaktion um der Person zu zeigen, dass man verletzt oder enttäscht ist von ihr.
Nur kann nicht sowohl bei ODD und PDA nicht bei beiden schlichtweg eine Überforderung vorliegen? Ich glaube nämlich Trotz ist auch eine Überforderungsreaktion. Bei PDA wird ja auch häufig mit Verweigerung oder Wutanfällen reagiert, auf das nicht umsetzen können, was von dir verlangt wird.
Bei PDA ist es nur eventuell ein generelles Überforderungsproblem und bei ODD eine Überforderung im sozialen System.
PDA und ODD sind für mich aktuell eher verschiedene Interpretationen des gleichen Verhaltens, wenn ich ehrlich sein soll.
Wer will schon entscheiden, ob Angst oder Verweigerung der Grund ist. Am Ende ist es Trotz, wenn man nicht will - unabhängig vom Motiv.
Ich denke auch, dass man beidem richtig begegnet, indem man versucht auf das Gegenüber einzugehen. Das muss nicht heißen immer nachgeben, aber eben sinnvoll gemeinsam versuchen die Themen zu lösen.
Wobei ich insgesamt glaube dass ODD eher in extremeren Formen diagnostiziert wird… eher nicht so bei normalen Trotzverhalten. Aber ich weiß es nicht und kann es nur vermuten.
Naja entscheiden kann man das nicht, vielleicht aber, wie du schon sagst, indem man auf den Trotzenden eingeht und versucht den Grund für das Verhalten zu finden. Am besten wahrscheinlich wenn der Trotz verflogen ist. Ich denke im trotz ist eh wenig möglich. Irgendwas steckt ja immer hinter einem Verhalten. Man verweigert sich nie ohne Grund. Gerade Kinder sind besonders daran interessiert von ihren Bezugspersonen gemocht zu werden und alles gut zu machen. Wenn sie die Dinge nicht tun, sind entweder die Forderungen vollkommen absurd, oder du gehörst nicht zu den Personen die es wertschätzt, oder die Anforderungen werden als überfordernd wahrgenommen oder, oder, oder. Gerade als Erwachsene ist für uns vieles Selbstverständlich, was für das Kind aber noch irgendwie zu schwer ist. Wir merken es nur nicht immer oder nicht immer rechtzeitig und das Ergebnis bekommt man allerdings recht schnell. Kinder sagen halt nicht, ich glaube ich bin deinen Anforderungen aktuell noch nicht gewachsen, sondern die sagen oder schreien dann eher, du blöde Kuh, oder, oder. Ich mein der ein oder andere Erwachsene kennt das ja vielleicht auch heute noch von sich, wenn er mit Situationen überfordert ist. Ich zumindest schaffe das auch heute noch. Wenn auch nicht mehr in der Frequenz.
Ja, ich habe einen gewissen Hang zum Schwarzmalen aktuell.
Was mich manchmal halt so schockt, dass mein Sohn halt auch in der Schule einfach sagt, was ihm nicht passt. Mal eben raushaut, dass ihm fad ist oder er beinhart mitteilt „das will ich nicht machen…“
Das kommt nicht so gut an und ich muss sagen, dass ich es teils halt schon arg finde, weil ich das teils schon frech finde und ich halt schon Autoritäten immer geachtet habe (aber ja, ich weiß, er ist nicht ich ich kann mich da aber so null reinversetzen…).
Aber gut, das kann ja auch mit der ADHS zusammenhängen.
Manchmal ist es halt schon sehr anstrengend die Kombi aus Nichtmitmachen, Dauerkontra und Gegenwehr.
Achja und er sagt gaaanz gerne: Das ist unfair, dass ihr die Regeln macht.
Also ich war da ähnlich und bin heute noch manchmal etwas zu frei raus und ja das macht Probleme und ich denke das ist schon etwas woran es sich lohnt zu arbeiten. Auf der einen Seite ja gut, dass er sich mitteilt und auch seinen Mund aufmacht und nicht alles einfach so hinnimmt. Nur natürlich gibt es Grenzen und die liegen häufig da, wo andere dadurch verletzt werden oder da wo du einen großen Nachteil hast. In der Schule durch schlechte Noten, denn auch Verhalten beeinflusst die Noten, oder beim späteren Arbeitgeber, wenn du Dinge nicht machst, obwohl sie nunmal bestandteil deines Jobs sind. Ich glaube der Lernauftrag besteht darin, zu erkennen, warum mache ich etwas nicht und was kann ich ändern, damit ich die Pflichtsachen machen kann und welche Vorteile habe ich von der Änderung und wann ist es auch durchaus wichtig Dingen, Ansichten etc. nicht zuzustimmen. Das ist aber ja auch wirklich nicht leicht.
Und für manche Kinder ist Mitbestimmung wichtig. Eventuell könnte man hier bei einigen Themen einen demokratischen Familienrat einführen. Hier kann jeder seine Argumente beitragen und wenn seine Überzeugend sind kann es ja auch sein, dass manche Regeln geändert werden. Hier lernt er richtig was.
Ja, das versuche ich. Aber die Hauptzankpunkte, da ist es schwierig…
Außerdem muss ich gestehen, dass es alleine schon Konflikte gibt, weil wir wollen die HÜ möglichst schnell hinter uns haben und fertig sein. Wir sind immer soooo erleichtert, wenn es aus ist.
Das Kind allerdings will lieber Aufschieben und am allerliebsten sie gar nicht machen… Tja.
Das wäre doch vielleicht ein klassisches Mitbestimmungsthema. Dann mach doch den Versuch, dass er sich überlegt, wann und dann gilt das aber auch - seine Aufgaben, seine Regeln…
Schon versucht, aber dann hält er sich nicht dran. Das ist dann richtig ätzend. Er will dann natürlich nur schieben, schieben, schieben…
Ich bin da inzwischen nicht mehr so geneigt mit ihm was auszumachen und sage ihm das auch.
Achja und wir haben alleine schon keine Lust, weil je später, desto anstrengender und desto mehr sind wir Eltern halt genervt, wobei wir ehrlich eh schon oft recht genervt sind.