Liebe @moya , also ich persönlich hatte „das Problem“ mit der Unlust zum Lernen ja tatsächlich früher überwiegend mit meiner Tochter, und das eigentlich seit Schulbeginn, heisst wenn ich ehrlich bin, eigentlich sogar während der gesamten Schulzeit, heisst solange ich mich zurück erinnern kann, heisst vom Anfang bis zum Schluss hatte meine Tochter „Null Bock“ darauf um zuhause etwas für die Schule „zu lernen“, sondern machte ihre Hausaufgaben „nur weil sie es musste“, aber niemals mit Begeisterung.
Und höchstwahrscheinlich hat sie die Schule eigentlich von Anfang an gehasst, weil sie aus ihrer Sicht ständig zu Sachen gezwungen wurde, die sie entweder nicht die Bohne interressierten, oder sie den Lernstoff in Wahrheit irgendwie einfach nur blödsinnig und total langweilg fand, und es deshalb auch nur total unnötig empfunden hatte, dann für den ganzen Schwachsinn z.B. auch noch Sachen auswendig lernen zu müssen, und das nur damit man dann deshalb gute Noten im Zeugnis kriegt.
Und es eigentlich, glaube ich heutzutage jedenfalls nachträglich, z.B. nie wirklich etwas in der Schulzeit gab, was meine Tochter damals in ihrer Schulzeit wirklich interessant gefunden hätte.
Heisst meine Tochter fand damals alles ausserhalb ihrer eigenen Welt, heisst den Dingen die in ihrem eigenen Kopf stattfanden, absolut uninterressant.
Doch andererseits war es für Aussenstehende, heisst selbst für mich als ihre Mutter, noch weniger für ihren Vater, möglich in ihre Welt vordringen zu können, da sie damals nur selten, wenn überhaupt irgend jemand, in ihre Welt hinein liess, sondern meistens nur sehr schwer, oder nur Bruchstückhaft, heisst selbst zulassen konnte, dass man zu ihr „vordringen“ konnte, heisst sie dort, in ihrer Welt, „antreffen“ konnte, heisst es Augenblicke gab, in denen man einen Blick auf sie, so wie sie ist, in ihrer eigenen Welt, kurzzeitig mal echt erhaschen konnte.
Ansonsten musste ich mich als Mutter eigentlich immer auf meine eigene Intuition verlassen.
Oder musste mir, aber vor allem immer wieder anderen gegenüber versuchen klar zu machen, dass meine Tochter weder „faul“, noch „dumm“, noch „aggressiv“, noch „auf Krawall gebürstet“ war, und das es ihr auch nie darum gegangen ist das sie prinzipiell sowas wie eine Schulverweigerin gewesen ist.
Sondern Nein, dass alles einfach Bullshit ist, falls ihr jemand sowas damals unterstellen wollte.
Sondern meine Tochter ganz einfach „anders“ als andere ist.
Doch inwiefern „anders“, dass wusste ich ja damals selbst noch nicht, sondern habe das alles erst langsam geschnallt, nämlich erst als ich schon fast 50 J. alt war, und dann in diesem Altersabschnitt, ja selbst erst meine ADHS Diagnose damals bekam.
Jedenfalls, heisst so oder so, und egal wie schwierig vieles im Leben ist, gibt es im Umgang mit Kindern nichts wichtigeres, als das man erstens nie gewalttätig gegenüber seinen Kindern ist, und zweitens immer seine aufrichtige Liebe gegenüber seinen Kindern zeigt, und drittens seine Kinder niemals dafür bestraft weil sie Kinder sind, heisst Kinder logischerweise nicht wie ein erwachsener Mensch denken oder handeln können, sondern immer nur nach der Entwicklung des eigenen kindlichen Verstandes.
Und wenn ein Kind „Probleme“ mit etwas hat, dann braucht es erst Recht unsere Unterstützung, und alle nur erdenkliche Liebe und Verständnis von uns.
P.s.
Trotzdem hatte meine Tochter übrigens immer genug gute Noten um den nötigen Durchschnitt zu erreichen damit sie weiter versetzt wurde.
Und sie ist auch nie „sitzen geblieben“, oder sowas.
Aber sie war halt nie eine „Spitzenschülerin“, obwohl sie es vom Intellekt her hätte seien können.
Sie hatte aber ganz einfach keine Ambitionen, oder keinen Ehrgeiz, wie es viele wahrscheinlich nennen würden.
Und z.B. hatte sie früher auch nie auch nur irgend eine Vorstellung davon was für einen Beruf sie will.