Die zappeligen Philipps dieser Welt ![]()
Es braucht deutlich mehr Häuser die sowas anbieten und nicht nur alibihaft wie es Bad Münder tat/tut.
Psychiatrien, Reha-Kliniken etc. sind immer voll mit Patienten. Die Nachfrage steigt, das Angebot nicht. Dazu ist das Angebot nicht nachhaltig, es gibt einen Drehtüreffekt. Nicht nachhaltig aus Patienten- und Finanzsicht. Kapazitäten gehen damit auch verloren. Mit dem Drehtüreffekt kommen Patienten früher oder später wieder mit den gleichen oder ähnlichen Problemen.
Man kümmert sich oft nur um Symptome und Folgen statt Ursachen zu finden und zu behandeln. Durch letzteres könnte man dem Drehtüreffekt entgegen wirken.
Ich bin auch gerade in meiner Antrags-Schlacht.
Hatte eigentlich ne Reha für Asthma bewilligt bekommen.
Allerdings auch frühestens nächstes Jahr März/April.
Mit der neuen Situation und der Diagnose, versuche ich nun die bewilligte Klinik zu ändern.
Und da gehst dann wieder los.
Es sollen Befunde beigeschafft werde über Psychotherapie, über Medikation und vom Facharzt.
Warum ne ambulante Therapie nicht ausreichen würde.
Bin etwas verunsichert. Meine ehemalige Therapeutin ist jetzt in Rente und ich hab noch keine Anschlusstherapeutin gefunden. Suche aktuell auch nicht gezielt. Ist eh aussichtslos hier in der Region. Erst recht mit adulter ADHS.
Ich weiß auch schon, dass ich aktuell nicht in meine Firma, sprich in den Beruf zurück will.
Da wäre mein nächster Zusammenbruch vorprogrammiert.
Ich will mich umorientieren und es wäre so mega hilfreich im Vorfeld mit der ADHS in einer Reha resetet zu werden.
Ich schreib also meine Thera an, ob sie mir noch meinen Abschlussbefund ausstellt. Wobei ich in ihren Augen ja gut aufgestellt wäre.
Weiß grade nicht so recht weiter.
Jetzt mal unabhängig von REHA und so, wäre da nicht überhaupt deine Akte bzw Bericht wichtig
für egal, was da noch kommt?
Du hast doch sonst nix in der Hand und ist ja dann auch nicht mehr so, als könntest du unbegrenzt nachfragen, oder auch Nachfolgetheras…
Wenn weg, dann weg, selbst wenn auch im Ruhestand, die Patientensachen 10 Jahre aufheben müssen, wobei sich mir diese Frage gerade stellt ![]()
Muss ein_e Thera Patientensachen auch zehn Jahre aufheben, beim Gang in den Ruhestand?
Hab mir bisher darüber noch gar keine Gedanken gemacht.
Ich bin mit allem, was Therapie und Reha und Therapeutensuche usw. betrifft immer so überfordert.
Danke für den Hinweis. Ich hab meine Akte angefordert und sie um eine kurze Stellungnahme über meinen aktuellen psychischen Zustand gebeten.
Mal schauen, ob und was sie mir dazu schreibt.
Bin auch ganz leicht genervt, dass ich den Brief von der RV erst heute bekommen habe. Gestern war ich bei der Psychiaterin. Da hätten wir zusammen drauf eingehen können.
Jetzt muss ich sie anmailen und da auch wieder auf Antwort warten.
Diese Antrags-Schlacht ist anstrengend und vor allem, das auch dran bleiben. Nicht vor sich her schieben ![]()
Am liebsten würde ich der RV nen seitenlangen Brief schreiben. Über die ganze Odyssee in meinem Leben. Warum ich heute am Limit bin und nun mit der Diagnose hoffe, durch eine Reha und anschließender Selbsthilfe (mach ich ja eh bereits) in einem neuen Aufgabengebiet wieder arbeitsfähig zu werden und so eine drohende Arbeitslosigkeit versuche abzuwenden.
Mhhh… jetzt wo das da so steht… vielleicht sollte ich das einfach machen….
Ein Schelm, wer nicht auf den Gedanken kommt, ob da auch gerne Geld gespart werden möchte
machen wir es doch mal schwierig, vielleicht gibt ja jemand auf…
Also
mach jetzt ![]()
Ich schreibe auch seit einer Woche an einer Art Bericht, in dem ich alles zusammenfasse, was ich bisher So an Krankheiten, Beschwerden, an Diagnosen, Therapien und OPs hatte und versuche, so eine schlüssige Argumentation zu entwickeln, warum es jetzt ein Klinik Aufenthalt sein muss
Eigentlich war das zuerst nur eine Art Stichwort Liste, damit ich das für Aufnahmeantrag und – Gespräch parat habe.
Hab das aber jetzt zusammen mit meinen schon länger andauernden Problemen, die ich den Wendler Utah Diagnosekriterien (das hatte ich letztes Jahr schon für die Diagnose vorbereitet) zugeordnet habe, an meinen Arzt geschickt
Bin mal gespannt, was er dazu sagt
Am Ende sind das auch alles nur Menschen, und wenn sie selber keine Arbeit mehr damit haben, fällt es Ihnen auch leichter, einem zu helfen
Mir wurde jetzt auch eine Reha für ADHS/Burnout/Ängste von der DRV genehmigt. Den Antrag zu schreiben war wirklich eine Herausforderung. Da ich im Moment krankgeschrieben bin, hatte ich wenigstens genug Zeit dafür.
Mein Psychiater hatte mir die Schön Klinik Bad Bramstedt und die Mittelrhein-Klinik Bad Salzig empfohlen. Beide aber von der DRV abgelehnt wegen zu langer Wartezeiten. Jetzt ist es die MEDIAN Klinik Bad Dürkheim geworden. Ich bin mal sehr gespannt. Im Dezember geht es los.
Wie war das eigentlich bei euch: Konntet ihr nach der Reha wieder arbeiten gehen, oder wart ihr weiterhin arbeitsunfähig?
Liebe Grüße
Kann man sich in einer Akutklinik einfach so selber anmelden, oder braucht man da eine Einweisung vom Facharzt? Frage mich, ob ich in einer Akutklinik nicht besser aufgehoben wäre. Mein Psychiater mag mir aber keine Einweisung schreiben ![]()
Da brauchst Du die Einweisung vom Arzt, es muss aber nicht zwingend ein Facharzt sein.
Meine Hausärztin hat gesagt, sie hat auch schon Patienten in die psychosomatische Klinik eingewiesen, aber das kommt wohl auch auf die Klinik an
Schön Klinik hat auf der Website was von Facharzt stehen
Welche Unterlagen werden für eine Krankenhausbehandlung (vollstationäre Therapie) benötigt?
Eine sogenannte „Verordnung von Krankenhausbehandlung“ oder „Fachärztliche Einweisung“
Diese erhalten Sie von psychologischen Fachärztinnen und -ärzten (Psychiater oder psychologischen Psychotherapeuten bzw. Fachärzte für Psychosomatische Medizin) Ihres Vertrauens. Sollten Sie keine Fachärztin/keinen Facharzt haben, kann Ihnen eine Psychiatrische Institutsambulanz diese Bescheinigung ausstellen. Ohne die erforderliche Verordnung ist eine Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse nicht möglich.
Die Vorlage können Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigungherunterladen.
Ja wahrscheinlich ist das sogar sinnvoll.
Auch die ganzen Anstrengungen, für die es keine Belege gibt. Und wie oft man zurückgewiesen wurde, weil man ja so toll reflektiert ist.
Und auch welche Probleme bereits als Teenager vorhanden waren.
Bspw. Bulimie, undiagnostizierte Migräne, Depressionen. Die ganzen Untersuchungen um körperliche Ursachen auszuschließen und trotzdem keine Antworten bekommen zu haben.
Oh ja, da kommt ne ganze Menge ohne Therapiemaßnahmen zusammen.
Abgesehen davon, dass ich sowieso immer bis zum Ultimo damit gewartet habe, mir Hilfe zu suchen. Anderen gehst ja schlechter! Will ja denjenigen keine Therapieplätze oder Klinikplätze wegnehmen, die es bestimmt dringender brauchen als ich.
Uiui, ich werde 3 Tage lang daran sitzen, alles zusammenzufassen.
Wenn ich’s nicht wieder vergesse oder prokrastiniere.![]()
los jetzt, nicht labern, machen ![]()
Wenn ich von meinem HA Berichte brauche, schreibe ich die auch schon mal vor und er kann sie dann ergänzen oder ändern. Meistens übernimmt er sie.
Ich drücke dir (und allen, die auch grad eine Klinik suchen) die Daumen, dass du/ihr bald einen Platz findet. Du könntest mit dem Fragebogen schon mal anfangen, man kann ihn Zwischenspeichern und später weiter dran arbeiten.
Ich war ja 2016 in Bad Bramstedt, damals wusste ich allerdings noch nichts vom ADHS. Mir hat es dort gut gefallen.
Hilfe dafür und mehr gibts da: https://www.teilhabeberatung.de/
Öm, man kann dem Handy auch was diktieren ![]()
Danke für deinen positiven Bericht. Toll, dass dir dort so gut geholfen werden konnte.
Inzwischen kann ich meiner Liste neue Symptome hinzufügen:
- immer das Gefühl, ich würde nicht genug Luft bekommen, als würde einfach nicht genug in die Lungen reinpassen
- Dann, der ständige Drang zu gähnen, mit dem Gefühl, damit könnte ich den Brustkorb erweitern, klappt aber auch nicht
- Total nah am Wasser gebaut, bei jeder Kleinigkeit kommen mir gleich die Tränen
Das mit dem gähnen kenne ich, das ist ein Stress Symptom, das hatte ich schon öfter
Inzwischen aber mit einem diffusen Angstgefühl, dass mich ohnehin die meiste Zeit begleitet
Ich schau schon keine Nachrichten mehr, weil ich dann gleich Angst bekomme vor einer Eskalation des Nahostkonflikts Oder des Ukraine Kriegs in Richtung dritter Weltkrieg
Hab ein bisschen Angst, dass ich demnächst völlig durchdrehe ![]()
Liebe @Minzli grrr…. Ich mag gar nicht mal eben so einen Ratschlag raushauen , weil man es meist in so einer Situation nicht gut haben kann …. Aber als ich dein Posting las, viel mir als erstes ein ob dir vielleicht Atemübungen etwas helfen könnten ?
Danke, das ist lieb, dass Du da mitdenkst ![]()
Ein paar Atemübungen habe ich noch im Repertoire, die mache ich dann immer.
Hält leider nur nicht lange an…
Erschwerend kommt hinzu, dass ich als Nachwirkung der Erkältung immer noch ständig eine verstopfte Nase habe, dann nehme ich Nasenspray und weiß schon, dass ich da demnächst mal wieder einen Entzug machen kann ![]()
Schau mal in Richtung Hyperventilation, also nicht das akute hyperventilieren, sondern das chronische. Die Symptome sind ähnlich, können durch Bluttests nachgewiesen werden (Messung pCO2)
Ich habe in der Reha ( Asthma) gelernt, dass unbewusstes durch stress „gelerntes“ zu tiefes Atmen diese Symptome auslöst und der Test hatte es bewiesen.
Durch Atemtraining kannst du es verbessern und heilen, zB einatmen bis 4 zählen, atem anhalten bis 4 zählen, ausatmen bis 8 zählen
Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung liebe @Minzli ![]()
Hier mal meine Apps, die ich nutze wenn ich Unterstützung bei der Atmung benötige.
Tut auch so zum runterkommen gut.
Ich nutze mehrer Apps weil ich die je nach Gemütszustand aussuche.
Die eine ist visuell schöner, die andere hat mehr Einstellungen . Die andere ist ganz simpel . Einige gehen mit Sprachanleitung anderen mit Klängen , Melodien oder Sounds. Etc…,
Diese Apps sind nach einer Hyperfokus auf AtemApps prokrastinations Session übrig geblieben . ![]()
