ADHS und Bewerbungen

Nach allem was ich von Dir bis jetzt weiß, wärst Du da bestimmt verdammt gut drin. Beobachten. Analysieren. Nachfragen. Optionen ausloten. Konzept entwickeln, abstimmen und optimieren. Die Leute mitnehmen und dann los…

Die auch gute Nacht. Ich mach jetzt auch langsam Heia :wink:

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Warum machst Du immer alles so kompliziert?

Du verstehst da etwas falsch. Ich erkenne lediglich die Komplexität. Kompliziert werden die Dinge erst durch Euch! :joy:

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Erstmal vielen Dank für gar nichts…

Ich bezog mich auf die inital Frage hier:

[quote=„soerenP, post:1, topic:26087“]
Meine Frage an euch:
Wie kann es sein, dass ich mich in meinem Beruf und in meiner Leistung sicher fühle und das gespiegelt bekomme, aber bei Bewerbungen in einer ziemlich unterbesetzten Branche immer wieder das Feedback bekomme, dass es nicht reich
[/quote] plus

Das Ding ist, dass ich das oft habe und bei den Stellen, wo ich genommen werde, auch gut performe, geschätzt werde, mich aber oft langweile und überqualifiziert finde.

Ich meinte nicht, dass du dich mit dem Bewerbungsprozess, sondern mit dir selbst auseinandersetzten könntest. Für mich wirkt es wie wiederholendes Muster.

Es auf Neurokonvergenz zu schieben und sich nur in den Fehlern des Gegenüber, sowie technischen Theorien zu bewegen ist scheinbar einfach, aber nicht hilfreich fürs Leben. Kann selbstschutz sein, gleichwohl hilft es nicht weiter.

Ich habe das Gefühl meine Message ist da durch nen Filter nur zu 5% angekommen. Aber ja, so ist das mit der Kommunikation. IQ ist super - EQ genauso wichtig. Ich sag nur Sheldon Cooper. Der ist nicht Teamfähig. Kurz gesagt: die chance ist sehr gross, dass du überheblich rüber kommst.

Die Art und Weise, wie du mir hier antwortest, finde ich nicht wertschätzend.

BTW:
Selbst wenn ich in einem Recruiting Prozess Bedenken äussere, hat das Team trotzdem das letzte Wort : sie müssen ja mit der Person zusammenarbeiten. Wegen ein bisschen Verhaspeln wird keinem abgesagt.

SO, dann lass ich euch mal wieder den „normalen“ Thread weiter führen. Ich wünsche keine Antwort hierauf. Merci Ciao

Solange du kein Problem für Expertenkomplexe wirst, ist alles gut. :laughing:

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Die Big Bang Company, mit Sheldon Cooper als CEO. :rofl:

Ach Mist, der ist ja eine fiktive Figur. :disappointed:

Stimmt, auch ein schöner Alltagstest, der Unterschied zwischen komplex und kompliziert. Kompliziertheit kannst du verlustfrei komprimieren, Komplexität nicht.

Hey @Unicorn88

Das mit dem ‚vielen Dank für gar nichts‘ war ein Scherz, es tut mir ernsthaft leid, dass die emojis nicht eindeutig waren!

Es war in sofern sogar eher als Danke zu verstehen, also klassische Ironie, die genau das Gegenteil meint. Das ist halt die schriftliche Kommunikation. Ich denke, dass die emojis mit Zunge raus und zwinkerauge, sowie einer Umarmung ein herzliches Augenzwinkern bedeuten, du deutest es anders. Da kann man aber drüber reden, das weiß ich.
Ich kannte dich nicht und hätte mir einen so missverständlichen Scherz vielleicht nicht erlauben sollen.

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Für die Rolle des Sheldon Cooper hab ich mich doch qualifiziert, oder hab ich da wieder was falsch verstanden? :wink:

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Doch, richtig, du hast dich für diese Rolle qualifiziert und bekommst seine Position. :rofl:

Gibt es eigentlich vernünftige Erhebungen dazu, welche Gebiete in der DACH-Region einander besonders schlecht verstehen? Gerade z.B. zwischen Norddeutschen und Schweizern kommt es mir besonders riskant explosiv vor. :upside_down_face:

Die neue Firma könnte doch einen deutschsprachigen Babelfisch entwickeln, mit Sarkasmus-Adapter und als Premium-Feature zubuchbarem Ironie-Detektor. :nerd_face:

Aus der Kommunikationswissenschaft ist mir zumindest bekannt, dass im Mündlichen die Leute je nach Region an unterschiedlichen Stellen Pausen machen, wo das Gegenüber reinquasseln darf. Wenn das nicht heraushört, was eine „erlaubte“ Quasselpause war, unterbricht es einen ungewollt und ärgert einen dadurch.

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Wie sieht denn der Rest hier die Lage?

Ist das das, was von mir rübergekommen ist? Jetzt abgesehen vom Missverständnis mit ‚vielen Dank für gar nichts‘, das ich voll auf meine Kappe nehme?

Was meine erste Antwort auf @Unicorn88 angeht: ich verstehe, dass der Ton weiterhin schlecht einschätzbar blieb, wenn ich es mir so durchlese. Aber es ging mir immer noch eigentlich um austausch. Es gibt für mich ja keinen Grund, mich irgendwie zu verteidigen oder rechtzufertigen. Was so rechtfertigend wirkt soll glaube ich nur eine Erklärung sein, warum ich bestimmte Reaktionen nicht verstehe oder warum ich nicht glaube, dass Vermutungen der Posts wahrscheinlich sind, was wiederum zur weiteren Diskussion führen kann.
Wenn ich hier frage, warum das sein kann, dass mir XYZ immer wieder passiert und ob das was mit ADHS zu tun hat, was für einen Sinn macht denn meine Frage und Mein Aufenthalt hier, wenn davon ausgegangen wird, dass ich die absagen nicht auf mein fehlverhalten schiebe sondern auf mein ADHS?

Das schließt sich doch auch überhaupt nicht aus und ist eher ein: „welches Fehlverhalten, das ich an den Tag gelegt haben könnte“ kennt ihr von euch, weil ihr auch ADHS habt?

Ich bin ja nicht hier um zu sagen „ich hab nichts falsch gemacht, ich hab ADHS“. Ihr seid ja nicht Papa, dem ich erklären muss, warum die Firma mich nicht genommen hat.

Und ja, da ist ein Muster und der Fehler wandert mit, deswegen bin ich hier und frage.

Ich hab ne unvernünftige Erhebung gemacht und festgestellt:
Keller-IQ und DACH-Schaden verstehen sich eigentlich ganz gut. :roll_eyes::slightly_smiling_face:

Gute Idee auf jeden Fall mit dem babelfish! Also, ohne Witz, wäre das bestimmt hilfreich und nicht unmöglich …

Bei solchen Tools bin ich allerdings mittlerweile echt skeptisch, weil ich den Leuten das denken nicht weiter abnehmen möchte. Der ganze ki Kram ist zwar nicht mehr aufzuhalten und es liegt im Endeffekt immer beim Nutzer, aber ich könnte da glaube ich nur noch so bedingt hinterstehen…

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Unterschätze bloß nicht, wie kognitiv anspruchsvoll Ironie sein kann. Ironie setzt voraus, dass kontextuelles Vorwissen schnell genug abgerufen werden kann. Interpretationen nach Ausschlussprinzip klingen so schön logisch, sind oft aber langsamer als das intuitive Verstehen. Gerade wenn sich hinter einer vermeintlich abwertenden Äußerung eigentlich eine Aufwertung versteckt, kann es wirklich mühsam sein, das rational nachträglich in die positive Richtung umzulesen. So was geht nur bei guten Bekannten. Da würde ich sagen, der Spaß ist das Risiko nicht wert. Ironie ist ja sogar ein sprachliches Instrument, einen virtuellen Raum für Insider zu schaffen. Klassischer fände ich die variante, wo sich hinter einer positiven Aussage eine negative Bedeutung verbirgt.

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Mensch, du stellst vielleicht Fragen … :adxs_gruebel:

In der Diskussion hier warst du ja schon etwas gefrustet durch die Absage, das macht die Situation schwieriger vergleichbar mit der Bewerbungssituation. Um den Bogen zu ADHS zurückzuschlagen, evtl. spielt wirklich die Impulsivität ein Stück mit rein. Meine Empfindung war nicht „voll überheblicher arroganter Schnösel“, sondern eher „Kommunikation fühlt sich irgendwie unberechenbar an und das macht es anstrengend.“ Das Gemeine dabei ist auch die Nichtlinearität. Da kann 90% deines Output völlig ok sein, aber es genügen schon ein paar von diesen missverständlichen Überraschungs-Spikes in der Kommunikation, um vigilant zu werden. Dahinter würde ich einen Mix vermuten aus ADHS, Geschlecht und regionaler Kultur. Wir hatten das ja weiter oben schon mal, dass das teils übers Ziel hinausschießende Kompensation sein kann.

Ansonsten habe ich bei dir den Eindruck, dass du was drauf hast, ein bisschen die Herausforderung suchst und dass man sich mit dir auch gut einigen kann. Nur warm werden muss man erst mal, da würde mehr Berechenbarkeit und vielleicht etwas Redundanz in der Kommunikation vermutlich schon was bringen. Danach darf es mit der Zeit wilder werden. :wink:

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Kann deine Einstellung zu KI gut nachvollziehen. Prinzipiell will ich es natürlich neutral als Werkzeug mit bestimmten Stärken und Einsatzgebieten sehen, aber der undifferenzierte Hype bringt mich fast um den Verstand. Außerdem nimmt er Menschen die Hoffnung, ihre Wunschberufe in Angriff zu nehmen.

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Jo, voll, hab ich gemerkt :slightly_smiling_face:Ich glaube, es ist auch ein bisschen die Idee dabei gewesen, dass niemand ernsthaft so unhöflich sein wird, weshalb es nur Ironie sein kann. Aber ich sehe voll und ganz ein, dass solche Gedanken bei Fremden sehr riskant sind. Und dass ich es dann durchziehe ist wohl tatsächlich sehr impulsiv und nicht Ziel führend.

Aber nochmal konkreter nachgefragt, das hab ich nämlich noch nicht rauslesen können:
Komm ich auch so rüber, als würde ich mich nicht selber reflektieren wollen? Die Schuld immer bei den anderen suche? Der Vorwurf trifft mich dann schon und wenn es so ist, wär es ja auch wichtig für mich, dass ich es verstehe…

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Nein, dass du dich nicht reflektieren willst und nur bei den anderen die Schuld suchst, hätte ich definitiv so nicht bei dir rausgelesen vom Gesamtbild her. Der Eindruck kann sich aber aufdrängen, weil wir immer mal etwas abgeschwiffen sind und du dich leicht an Details oder Teilthemen festzubeißen scheinst (passiert mir auch). Es ging zwischendurch z.B. um die Testaufgabe und wie sinnvoll oder blödsinnig oder repräsentativ oder weltfremd sie war. Ja, für mich klang sie nicht realitätsnah. So was würde mich auch ärgern. Vom groben Überfliegen des Thread kann sich der Eindruck einstellen, dass da gerade jemand über alles Mögliche abrantet, nur nicht über sich selbst. :wink: Wir zwei anderen hatten ja mitgeholfen beim Abranten.

Und ich hatte es auch so verstanden, dass du ADHS nicht als reine Ausrede nutzen wolltest, sondern eher zur Ursachenforschung und Sondierung, weil manche Inkompatibilitäten ja wirklich schwer zu überbrücken sein können (siehe Impulsivität). Und dann kam noch HB dazu, ab da wurde es unübersichtlich.

Und wenn in diesem Thread Leute mit einem bestimmten Berufsstand mitlesen, könnten die sich ebenfalls potentiell von einigem angepiekt fühlen, was wir so geschrieben hatten.

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Alles klar, danke, das sind auch plausible Erklärungen!

Das Argument ist schon goldig. :joy: Hm, warum sind wohl alle früheren lernenden Chatbot-Versuche binnen kürzester Expositionszeit zu Arschlöchern mutiert? :rofl:

Reine Neugier, aber darf ich fragen, wie viel Social Media, Internet, Nachrichten usw. du so konsumierst? Weite Teile nehme ich in der Kommunikation als extrem konfrontativ und defensiv wahr, weshalb mein Konsum da auch stark auf bestimmte Medien und Plattformen eingeschränkt ist. Ich fürchte auch, die ganze Informationsflut macht es zunehmend schwerer, immer wohlwollend zu interpretieren und die Option zu wählen, die am plausibelsten klingt und den Absender am positivsten darstellt. Mit der Zeit macht das die Gesellschaft mürbe. Es gibt so viel echte Bosheit, Unhöflichkeit und Gehässigkeit, da kann man die zunehmend schwerer von abgrenzen, die nur impulsiv ein paar Späße machen. :frowning_face: Warst du vielleicht schon zu erfolgreich bei Digital Detox?

Und ja, ich bin auch schon von einem YouTuber aus der Skeptikerbewegung als „Arrogant und Überheblich“ bezeichnet worden, weil ich ihm erklärt habe, dass ich als Vielleicht-Zielgruppe kaum Debunking-Videos zu Quackthemen anschaue, weil ich bereits den Quack schnell und treffsicher ignorieren kann (Critical Ignoring). Das hatte mich auch durchaus getroffen, weil ich mich den Skeptikern eigentlich „im Geiste nahe“ fühle, aber sie halten an Strategien fest, die meinem Eindruck nach den heutigen Rahmenbedingungen nicht mehr gerecht werden. Sind wohl gerade dünnhäutige Zeiten. :pensive:

Also, wenn ich so ein Argument ausformulieren kann, ist mir ja schon klar, dass es Quatsch ist, ne? :slightly_smiling_face: War aber denke ich trotzdem leider unterbewusst ein Hintergedanke.

Und NEIN, leider bin ich gerade gar nicht erfolgreich mit digital Detox. Ich zieh mir auf YouTube den ganzen Trump Kram aus der Sicht amerikanischer Demokraten und Satiriker rein und ein bisschen deutsche Satire, neben viel zu wenig unpolitischer E-Gitarrennerderei. Natürlich weiß ich, dass die Leute da unmöglich miteinander umgehen, aber mein naives Gehirn scheint da zu differenzieren zwischen hier: „wir sind alle nett und wenn ich ironisch pöbel, verstehen es alle als ironie“ und YouTube: „ein YouTube Kommentar muss einer bestimmten form entsprechen, sonst wird er missverstanden“ Das ist wahrscheinlich das größte Problem. Egal, welches Thema, mein Gehirn scheint irgendwie Schlüsse zu ziehen, die nicht bewusst sind aber überzeugend und ich mir hinterher denke, oaaah, echt nicht so schlau, kurz Mal bewusst abchecken hätte geholfen. Manchmal geht das schnell, das ich den Fehler finde, manchmal nicht so schnell. Hört sich für mich jetzt irgendwie trivial an, aber es fühlt sich gleichzeitig auch nach einem Muster an, das nicht sein muss. Und vielleicht gibt’s auch nen schlauen Namen für das phänomen, der mir entweder nicht einfällt oder den mir noch jemand nennen muss.
Ne Form von Projektion vielleicht? Fehleinschätzung? Film?
Und ja, wenn ich so drüber nachdenke, ist es wahrscheinlich zumindest temporär so, dass in diesen momenten ein Mini Sheldon Cooper in mir ist, obwohl ich mich nie als so weltfremd gesehen hätte. Ich wage nur zu behaupten, dass ich mich dann in den meisten fällen draus befreien kann. Nur die Bewerbungsgeschichte muss ich noch klären. Hab heute nur den Tag lang Hamburger Bürgerschaftswahl ausgezählt und war danach so groggy, dass ich es nicht mehr gewagt habe bei besagtem Feedback-Menschen anzurufen…

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