ADHS und Wechseljahre

Liebe Annamaria,
Falls Du die Möglichkeit hast, Dir eine andere Gynäkologin zu suchen, probiere das bitte aus.

Ich habe dieses Jahr endlich geschafft, von meinem Gyn wegzukommen (der war um die Ecke​:wink:) und bin bei einer jungen und sehr guten Ärztin gelandet. Die hat mir gut geholfen und sogar alles ausführlich erklärt :+1:
Es stimmt, dass ein Hormonstatus bei regelmäßigem Zyklus noch keine Auffälligkeiten zeigt. Aber ich selbst bin seit 4 Jahren gynäkologisch auffällig, obwohl der Hormonstatus normal ist und wurde nicht adäquat behandelt. Die Wechseljhre beginnen ja nicht mit drastischem Hormonwechsel. Kürzlich habe ich gelesen, dass Gyns für die Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden keinen festgelegten Satz bezahlt bekommen. Es ist wie die Pubertät keine Erkrankung. Deshalb ist eventuell die ärztliche Motivation gering.

PS: ich glaube nicht, dass eine Gynäkologin sich mit ADxS auskennt, außer sie ist selbst betroffen

Liebe Lupine, Anna-Maria und alle, die hier so rumschwirren, ich bin auch sehr neu hier, 43 Jahre und jetzt schon gerade sehr früh am Beginn der Wechseljahre. Bei mir ist alles entgleist seit der Geburt meiner Tochter vor fast acht Jahren. Zuerst ein heftiges restless-leg-syndrom, das nicht Mal in der Klinik in den Griff zu bekommen war. Habe aber eine liebe Neurologin gefunden, die dann endlich diagnostiziert hat und mit Medis helfen konnte. Dennoch kein Schlaf mehr in den letzten schwangerschaftswochen.

Als meine Tochter dieses Jahr diagnostiziert wurde, habe ich mich mit angestellt. Ich habe zunehmend in den letzten zwei Jahren an pms, sozialphobie, Stimmungsschwankungen, depressiven phasen und ständiger Überforderung gelitten. Außerdem werde ich kurz vor und während der Periode immer sehr dominant bis aggressiv, kann mich emotional sehr schlecht regulieren, bekomme dann Panik auch vor mir selbst, werde krank oder bin kaum belastbar.
Seit ich jetzt über mehrere Monate Ritalin nehme, sind die Schwankungen weniger geworden, ich bin gelassener und meine Reiztoleranz ist deutlich gestiegen.
Ich habe insgesamt jetzt mehr Lebensmut, nehme aber auch viel früher war, wenn es Richtung Stress kippt. Also mit dem Kopf durch die Wand geht nicht mehr.
Ich muss aber hier auch Mal ganz deutlich hervorheben: Medikamente ohne Therapie bringt nie dauerhaften Erfolg!
Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es unter medis viel leichter ist, an sich zu arbeiten. Meine Therapeutin unterstützt mich mit Verhaltenstherapie, tut jede Woche gut, dort hinzukommen. Außerdem hatte ich das Glück, an einer geleiteten adhs-betroffenen-trainingsgruppw über 10 Wochen teilnehmen zu können. Das hat so viel gebracht, ganz pragmatisch und doch wissenschaftlich auf dem aktuellen Stand sich mit vielen Techniken im leben neu zu organisieren. Aber dennoch wurde mir dort gesagt(wohlgemerkt und Klinikum) dass das Thema ADHS, Wechseljahre und Hormone in Kombination gerade sehr intensiv von der Wissenschaft untersucht wird, es aber hierzu noch keine konkreteren erkenntnisse gibt.
Mit meiner gyn habe ich die gleiche Erfahrung gemacht.jetzt wurden immerhin Mal die Hormone gecheckt. Hab aber noch keine Ergebnisse.
Aber ich springe jetzt im Dreieck zwischen neuro, Psychiaterin und gyn. Und keiner will sich mit der Verknüpfung beschäftigen oder gar mit der anderen Fachärztin austauschen, obwohl sich die Wirkung meiner Medis teilweise aufhebt

Ich hätte am liebsten einen Arzt für alles drei. Den gibt es aber wohl nicht…?

Ganz liebe Grüße, ambilana

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Liebe Ambilana,
momentan bin ich nicht in Therapie, aber bis zum Frühling durchgehend für 4 Jahre. Falls ich wieder den Boden unter den Füßen verliere, kann ich jederzeit meine Therapeutin kontaktieren. Das zu wissen hilft schon viel. Sobald ich die Diagnose habe ist mein Plan, einen Therapeut mit ADHS Erfahrung zu suchen.

Meine neue Gynäkologin ist super und hört zu. Sie interessiert sich auch für die Kombi Wechseljahre_ADHS :stuck_out_tongue_winking_eye:
Im letzten Jahr bin ich viel gesundheitliche Problematiken angegangen. Zum einen hatte ich Hypermenorrhö und dadurch bedingt zweimal im letzten Jahr Anämie. Die Hypermenorrhoe war wohl schon immer da, hat sich aber mit ca 44 Jahren zu einem massiven Problem entwickelt. Das wurde aber eher mit meinen psychischen Problemen in Verbindung gebracht (gleichzeitiger Burnout), die Hormone waren ja unauffällig. Mir wurde gesagt, dass das eben so ist. Die neue Ärztin hat mir eine Hormonspirale gesetzt, jetzt bin ich auf dem normalen Blutungslevel der anderen Frauen und kann wieder Fahrrad fahren, schwimmen gehen etc

Dann bin ich weiter ADHS auf dem Hacken. Seit gestern nehme ich Ritalin, die Antidepressiva sollte ich vorher absetzen. Ich habe sofort diese innerliche Ausgeglichenheit gespürt. Die Hektik auf dem Weg zur Arbeit war mir egal. Ich habe mich auf meinem Rad von den anderen Radlern rechts überholen lassen :innocent:
Und ich hatte nicht mehr diese abgeschnürte Atmung, unglaublich.
Das alles kannte ich so noch nicht. Zudem bin ich das zweite Mal in ADHS-Diagnostik. Natürlich muss ich das Ritalin für die Tests weglassen :upside_down_face:

Die Wechseljahre lasse ich auf mich zukommen. Ich warte jetzt erst einmal ab, bis ich diagnostiziert und ordentlich eingestellt bin. Ich hatte mit zwei Freundinnen Streit im Sommer, weil sie meine Emotionalität rein auf Hormone schieben („Women in fire“) und ADHS ablehnen/ nicht glauben. Es spielt für mich aber durchaus eine Rolle, wenn das Östrogen abnimmt. Denn das Östrogen wirkt sich ja auch auf den Dopaminspiegel aus. Wenn der mit ADHS sowieso schon zu niedrig ist + durch Östrogenmangel weiter abnimmt, passt das Auftreten von ersten Wechseljahressymptomen und Burnout + verstärkte ADHS komplett ins Wechseljahre-ADHS Bild.
Denn keiner weiß, wie ich bin, wenn ich ADHS behandle und entspannter den nächsten Jahren entgegen sehen kann. Und normalerweise streite ich mich eigentlich nicht, das ist neu in dieser Intensität, so möchte ich nicht sein.

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Hallo @Nelumba_Nucifera,

ich bin sehr interessiert an:

Gibt es dazu einen Tread?

Lieben Dank und liebe Grüße

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:adxs_wink: @Eischhörnsche schau mal hier Geschlechtsunterschiede bei ADHS - ADxS.org vielleicht findest du dort etwas…

Danke dir! :smiling_face_with_three_hearts:

Leider verstehe ich nur Bahnhof :steam_locomotive:

:partying_face: Für alle denen es genauso geht. Ich hab den Text in Chat gpt kopiert, gesagt bitte für den Laien übersetzen und siehe da, ich hab was verstanden :partying_face:

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Da wird aus dem:
Nach anderer Ansicht soll Estradiol via Interaktion mit belastenden Lebensereignissen und HPA-Achse mäßigende Auswirkungen auf Depressionen haben. Estradiol moderiert die Funktion des limbisch-OPFC-Schaltkreises und der HPA-Achse, was das Risiko einer Depression mindere.63 Estrogen verringerte die Stressantwort der HPA-Achse bei Frauen nach der Menopause signifikant. Die Reaktionen auf ACTH, Cortisol und Noradrenalin waren abgeschwächt.64

Dann das:
Hier ist die Erklärung in einfacher Sprache:

Manche Forscher glauben, dass das Hormon Estradiol (eine Form von Östrogen) dabei helfen könnte, wie unser Körper auf belastende Lebensereignisse reagiert. Estradiol könnte auch den Einfluss dieser Ereignisse auf die Entwicklung von Depressionen verringern. Es wirkt dabei auf bestimmte Bereiche im Gehirn (den limbischen OPFC-Schaltkreis und die HPA-Achse), die mit Stress und Emotionen zu tun haben.

Östrogen (wie Estradiol) kann bei Frauen nach den Wechseljahren die Stressreaktion im Körper deutlich reduzieren. Das bedeutet, dass die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Noradrenalin bei Stress weniger stark ausfällt. Dadurch könnte das Risiko, an Depressionen zu erkranken, sinken.

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Danke auch dir @Nelumba_Nucifera :blush:

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Hallo zusammen,
Ich bin 55 Jahre und habe meine Diagnose erst in 2022 erhalten. Ich bin seit ca. 8 Jahren in den Wechseljahren. Angefangen habe ich mit Medikinet, was allerdings nicht gut geholfen hat, d.h. ich musste immer mehr davon nehmen. Seit ein paar Monaten nehme ich Atomoxetin 80mg. Der Unterschied ist riesig. Ich bin bis abends gut aufgestellt. Nicht mehr so verpeilt und vor allem nicht so hyperaktiv, gestresst und getrieben. Leider ist Atomoxetin momentan nicht lieferbar. Der Hersteller hat Probleme mit der Produktion. Heute hat mir meine Ärztin Elvanse 30mg verschrieben. Ich werde es am Wochenende anfangen. Ich bin mal auf den Unterschied gespannt. Habt ihr da Erfahrungen?

LG Sabine

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Fortsetzung der Diskussion von ADHS und Wechseljahre:
Moin, ich habe seid Ende letzten Jahres meine ADHS Diagnostik.
Natürlich erst nachdem unser Sohn eine Diagnostik erhalten hat, bis dahin wusste ich nichts von ADHS, das ändert sich langsam. Ich bin jetzt 43 Jahre und min. seid dem ich 39 bin befinde ich mich in den Wechseljahren. Wahrscheinlich bin ich gleich nach dem Stillen in diese Lebensphase gerutscht. Ich hatte oft Migräne, extreme Wutausbrüche , Depressionen fingen an eigentlich alles. Eine Freundin hat mir dann etwas Östrogen und Progesteron zum Testen gegeben. Das hat mein Leben verändert. Mittlerweile habe ich eine super Frauenärztin und mache eine HRT. Meine Lebensqualität hat sich extrem verbessert. Auf eine ADHS Diagnose bin ich erst gekommen als eine Freundin die Tabletten Ihres Sohnes getestet hat und erzählt hat, das sie das erst mal in ihrem leben Kaffe getrunken hat und nur den den Vögeln draußen zu geschaut hat. Natatürlich habe ich das dann auch getestet… und nun habe ich den ersten Monat Medikinet adult genommen. Leider hat es dann stark in der Wirkung nach gelassen. Ich hab keine Ahnung auf was ich bei der Eindosierung achten soll, da ich einen sehr unregelmäßigen Zyklus hab (schon immer) nebenbei herrscht bei uns zuhause totaler stress, da unser kleiner seid einem Jahr nicht mehr zur Schule geht und eigentlich einen geregelten Tagesablauf braucht, den ich als ADHS Mama erst mal selbst lernen muss. Ich hab nächste Woche einen Termin beim Arzt ich hoffe er hat ne Idee, was als nächstes getestet werden kann. Ich habe etwas Angst davor das der Stress oder die Hormone sich total negativ auf die Medis auswirkten. Die Wirkung hat nach ca. 2,5 Wochen angefangen nach zuassen , das verdoppeln der Dossis auf 10 Mg. ist leider keine Lösug da ich dann einen starken rebound habe der den rest des tages trotz 2´ter Dosis von dann 5 mg nicht nachlässt. bei einer 2´ten 10 mg Dosis wird mir Übel + es tut alles weh wie bei einem Kater. kann das an anderen Tagen im Monat komplett anders wirken? Ich sag es mal so, ich bin total Planlos, aber wenn die Medis Wirken .ist es eine Offenbarung . Ich hoffe das war nicht zu lang.

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Hallo, ja da fing es auch bei mir richtig an. Ich kann es sehr gut nachvollziehen. Wobei ich mittleren Schulabschluss habe…. Es heißt ja sogar das ADHS zum Autismus gehört? Dann sind wir schon ziemlich intelligent :face_with_hand_over_mouth:

Was ist dir denn passiert?

Sehr genaue Beschreibung, wie ich mich die letzten Jahre fühle.
Obwohl ich mich immer gut ausdrücken konnte, fällt es mir wahnsinnig schwer meinen Gefühlszustand „zu Papier“ zu bringen.
Habe noch keine Diagnose, nur im Kopf seit etwa einem Vierteljahr und bin völlig überfordert mit
der echten Diagnose, stehe noch ganz am Anfang und glaube auf dem Weg dahin werde ich meinen Verstand verlieren. grusel

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Ich bin 50+ und ich fühle mich seit ca. 3 Jahren so als ob ich ADHS und Demenz gleichzeitig hätte. Ich bin aber nicht mit ADHS diagnostiziert, und ich weiß nicht, welche Symptome welcher Ursache zuzuschreiben sind. Die Menopause habe ich noch nicht erreicht, hoffe aber, dass es nicht mehr lange dauert.

Ich früher: gute Merkfähigkeit, ich konnte mich in der Regel an alles, was ich mal gelesen hatte, immer gut erinnern, und auch an alles, was mir gesagt wurde. Ich konnte konzentriert arbeiten und habe nur ab und zu Fehler gemacht. Es wurden mehr, je älter ich wurde, was ein Stück weit ja normal ist. Im Alltag musste ich über häufig wiederkehrende Abläufe nicht groß nachdenken, ich war immer up to date, was noch alles zu erledigen ist. Zwar musste ich auch manchmal To-Do-Listen schreiben, um gefühlsmäßig einen Überblick zu bekommen, aber ich hatte auch früher wesentlich mehr zu erledigen und zu denken als heute.

Ich heute: ich habe das Gefühl, dass ich die vielen Informationen, die man so jeden Tag bekommt, gar nicht verarbeiten kann. Manche fallen einfach durch den Filter, ich nehme sie gar nicht richtig wahr oder vergesse sie gleich wieder. Ich vergesse Namen und Wörter oder weiß nicht mehr, wie man Wörter schreibt, die ich früher ohne Nachdenken schreiben konnte. Ich kaufe mir Sachen doppelt, weil ich vergessen habe, dass ich sie schon gekauft habe, oder denke, ich müsste noch etwas erledigen, um dann festzustellen, dass ich es schon gemacht habe. Ich erschrecke ständig weil ich denke, ich hätte irgendwas vergessen oder müsste noch etwas tun. Wenn ich kurz einen Gedanken im Hinterkopf behalten müsste, ist er nach zwei Sekunden weg. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie manche Sachen funktionieren, die ich vorher 1000x gemacht habe. Wenn ich irgendwo hinfahre, muss ich überlegen, wie ich fahren muss, obwohl ich dieses Ziel schon oft angefahren habe, und ich früher darüber nicht nachdenken musste. Ich fühle mich manchmal komplett konfus. Ein Wunder, dass ich die wichtigen Dinge am Ende doch meistens hinbekomme. Aber das was nicht so drängt, bleibt auch oft liegen. Dabei lebe ich allein und muss nur für mich sorgen, habe eine Haushaltshilfe und arbeite nur Teilzeit. Habe nur wenige Aktivitäten, also eigentlich habe ich das Gegenteil von einem stressigen Leben, empfinde es aber trotzdem als stressig. Mein Kopf fühlt sich oft an wie ein Bienenschwarm oder ein Ameisenhaufen. Ich kann auch seit ein paar Jahren viel schlechter abends einschlafen. Bin nicht grüblerisch, aber innerlich unruhig.

Was ich schon immer nicht gut konnte: alles was mit exekutiven Funktionen zu tun hat, wie Ordnung halten, komplexe Handlungen koordinieren (wie z.B. Kochen) oder im Gespräch noch wissen, was ich sagen wollte, da mein Kopf meistens sofort blank wird, wenn ich von kleinsten Kleinigkeiten abgelenkt bin. So kleinste Kleinigkeiten können Dinge sein, die das Gegenüber macht oder auch meine eigenen Gedanken oder ein bisschen Nervosität.

Bei dieser Gemengelage frage ich mich schon, ob es sein kann, dass man ADHS erst so richtig merkt, wenn das Gehirn nachlässt, eben wenn man älter wird. Oder ob diese ganzen Demenz-Sachen nur von den Wechseljahren kommen. In dem Fall würde ich ADHS bei mir ausschließen, weil ich diese Dinge so krass früher nicht hatte. Schlimmstenfalls habe ich eine frühe Form von Alzheimer.

Ich habe begonnen, Progesteron einzunehmen, aber bisher merke ich keine Verbesserung.

Würde mich interessieren, ob jemand ähnliche Schwierigkeiten hat, und wie das einzuordnen ist.

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Es gibt hier nicht wenige, die ab 40+ nicht mehr ausreichend kompensieren konnten. Das Phänomen läuft manchmal unter „neurodivergenter Burnout in der (Peri-) Menopause“.

Meine Version hatte ich mal hier beschrieben:

Brain fog in den Wechseljahren gibt es sicher auch ohne ADHS-Grundlage.

Falls aber Neurodiversität reinspielt, könnte das vermutlich eine zusätzliche Stellschraube sein, um den Leidensdruck zu mindern.

Gerade dann sollte man sich für die Diagnose vermutlich jemanden suchen, der sich auskennt und nicht primär auf Basis der Schulzeugnisse diagnostiziert.

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Mach doch mal auf ADXS.org die Testung. Vielleicht gibt das etwas Orientierung?

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Aha! Wie Burnout (oder Burn-on) habe ich mich die letzten Jahre immer gefühlt. Nur die ganzen Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sind neu. Vorher war es eher nur Stress und Müdigkeit und das Gefühl, dass der Urlaub nicht reicht und keine Energie für irgendwas außer der Arbeit da ist.

Ich möchte gerade keine Diagnostik machen. Mein Arzt hat mir Medikinet verschrieben auch ohne Diagnose (ich habe eine Asperger-Diagnose, er meinte das sei ähnlich). Mit dem Medikinet bin ich noch am probieren. Es hat eine positive Wirkung, es wird mir aber auch schnell zu viel, wenn ich mehr nehme als die kleinste Dosis. Wobei ich das Medikinet besser vertrage als das MPH von Zentiva, das ich ganz am Anfang hatte.

Schon gemacht. Ergebnis nicht eindeutig. :slight_smile:
Mit dem jetzigen kognitiven Zustand habe ich genug Punkte bei Unaufmerksamkeit bekommen, aber wenig Punkte bei Hyperaktivität.

Wollte Dir gar keinen Burnout aus der Ferne attestieren.

Ich denke, unsere Diagnose-Anregungen sollten v.a. den Weg zu(m Ausprobieren von) Medikation ermöglichen. Wenn Du schon versorgt bist, hängt es ja nicht daran.

Die Eindosierung dauert. Ist normal.

Genauso wie das Problem sich manchmal aus verschiedenen Einflüssen zusammensetzt, kann auch die Besserung über verschiedenen Stellschrauben klappen. Manchmal ist es eben mit der MPH-Starthilfe leichter, weitere auszuprobieren.

Es gibt auch den überwiegend unaufmerksamen Typ - ohne Hyperaktivität. Früher nannte man es ADS - ohne H, weil eben die Hyperaktivität fehlt.

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