ADHS-Zustände uneinsichtigen nicht-ADHSlern erklären

Hallo Paul,

das tut mir sehr leid. Aber ich glaube, das wird sich auch nicht ändern. Ich empfehle niemand, den eigenen Eltern oder Geschwistern ADHS zu erklären - oder auch nur von der Diagnose zu erzählen. Warum auch, wenn man erwachsen ist und mit keinem von ihnen mehr in einem Haushalt lebt.

Wobei ich sagen kann, dass sich das Verhältnis zu meiner Mutter nach meiner ADHS-Diagnose gebessert hat - aber nicht weil ich es im Gespräch mit ihr thematisiert hätte, sondern weil ich ihr mit Hilfe einer Psychologin bewusst vergeben habe für einige Dinge, die durch mein ADHS und ihre Reaktion in meiner Kindheit schief gelaufen sind. Das war 2003/2004, und meine Mutter lebte immerhin noch bis 2019.

Warum sollte ich sie damit konfrontieren? Mama, du hast Mist gebaut, aber jetzt ist alles gut? Nee. Das war doch damals schon 30 Jahre her.

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