Das hat mich heute geärgert

Fast hätte ich gerade aus dem Fenster geguckt, ob Du da stehst und mich beschreibst…

Gerade hatten wir die Diskussion: „Wie viele Menschen haben denn trotz drei Impfungen seit 20 Monaten kaum mal ihr Grundstück verlassen?“ „Ja, da ist was dran. Andererseits haben andere Leute auch monatelang im Krankenhaus gelegen und wir nicht.“

Das erste Bild, das ich dazu habe ist: Jemand mit Waschzwang erklärt mir, dass seine Hände sauberer sind als meine und verweist dann auch noch auf die AHA-Regeln der Regierung, die zu Händewaschen aufruft.

Das zweite Bild zeigt eine verwirrte Neurodiverse, die das Verhalten Neurotypischer zur Stärkung ihres Arguments heranzieht und erwartet, dass sich das vermutlich ebenfalls, aber „anders neurodiverse“ Gegenüber doch „normaler“ verhalten möge,

Verrückte Zeiten. Und schwierig, die aktuellen Verrücktheit der Zeiten von den langjährigen Verrücktheiten der Familie und beide dann noch von den eigenen biosozialen Verrücktheiten zu unterscheiden. Zumal sich wohl alle wechselseitig beeinflussen. Thomas Mann bräuchte für die Buddenbrooks 2.022 wohl nur ein Diktiergerät und könnte runterplappern, was er gerade um sich rum und in sich beobachtet.

Wenn ich mir meiner Sichtweise und meiner Grenzen sicherer wäre, wäre ich schon abgehauen. Um dann - wie Du auch schon geschrieben hast - die nächsten Monate in Selbstreparatur die Huhn und Ei-Frage zu klären und zu überlegen, ob ich mich jemals wieder anderen „Haushalten“ länger als einen Kaffeebesuch zumuten kann.

Habe mich lange nicht mehr so zerrissen und versponnen in inneren Wertekonflikten gefühlt, glaube ich. Wenn das in der Wirkzeit hochkommt, habe ich Angst, dass ich überdosiert bin und deshalb vielleicht „konfliktbereiter“ und überhaupt… vielleicht hätte ich mich nie mit dem Thema befassen sollen. Und wenn es vor der Einnahme passiert, denke ich… dass es genau daran liegt. [Während der Wirkzeit scheinen die Gedanken während der Wirkzeit übrigens sinnvoller und scheinen auch mehr Flexibilität zu erlauben. Aber das ist ja auch kein Wunder. Würde ich auch so einrichten, wenn ich eine Wirkzeit mit Selbsterhaltungstrieb wäre…)

Zweimal ankündigen, dass man fährt, und dann doch zu bleiben…, kann ich übrigens nicht empfehlen. Für Euch getestet, obwohl es schon bei meiner Oma in den 80ern immer eine lächerliche Drama Queen-Strategie war, aber hey… vielleicht besser Mut zur eigenen Lächerlichkeit als gar kein Humor.

Und dann gibt es ja auch noch die magischen Sätze, die auf einmal jemand sagt, von dem man sie gar nicht erwartet… So etwas wie „Dass jemand panische Angst hat, macht ihn nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen.“ Was den Nachmittag, wenn man es lässt, in ein wärmeres Licht taucht…

Und ein paar Eisbrocken schmilzt. Und man fegt vielleicht die Reste der Brocken zusammen und setzt nochmal alles auf Rot.

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Und wenn wir schon dabei sind, muss auch ich mir hier mal wieder was von der Seele schreiben, Speicherkapazität verbrauchen um mich auszukotzen, sowie mich gleichzeitig auch dafür zu entschuldigen, das ich das hier mache, obwohl ich mich vor nicht allzu langer Zeit total Scheiße benommen hatte, eine total irrationale Löschaktion meiner eigenen Beiträge durchgeführt hatte, weil mir wohl irgendwie eine Sicherung durchgebrannt war, was total daneben war, ohne Worte, und wohl ein Zeichen dafür das meine Eltern und Geschwister vielleicht Recht damit haben, das ich irgendwie nicht richtig ticke?.

Jedenfalls, normalerweise bin ich nie ein ängstlicher Mensch gewesen, trotz vieler Misserfolge und Tiefschläge in meinem Leben. Ich hatte noch nie eine Panik Attacke oder Angst Störungen, sondern habe einfach immer weiter gemacht, Augen zu und durch, irgendwie geht es schon weiter, und so war es bis jetzt auch immer.

Aber, ich muss es leider aussprechen, seit Ausbruch der Pandemie, leide ich glaube ich zunehmend an einer Angststörung.
Ich sehe alle Massnahmen ein, halte mich streng daran, bin geimpft und so weiter. Deshalb, weil ich mich an alles halte, habe ich eigentlich kaum Angst davor an Corona zu erkranken.

Aber, ich habe Angst wie es ansonsten in meinem Leben weiter geht, z. B. beruflich, finanziell, ob ich den Kontakt zu meinen Kindern verliere, da wir uns nur noch selten sehen, und große Angst davor das meine finanziellen Polster bald zur Neige gehen, ich bald Bankrott bin, was mir schlaflose Nächte bereitet, solche Dinge, machen mir zum ersten mal in meinem Leben richtig Angst.
Ich weiß, eigentlich nicht der richtige Ort um darüber zu schreiben, denn das ist eigentlich nichts was mich „ärgert“, sondern mir Angst macht, so oder so, Entschuldigung für’s auskotzen an diesem Ort, und überhaupt.

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„Das hat mich heute geä“ … passt ja auf beides: geärgert und geängstigt. Machen wir ihn doch dazu. Der Ort mit dem Ä.

Mir hat vorhin, glaube ich, der Satz aus der Familie mit dem „Angst macht einen nicht zu einem schlechteren Menschen“ so geholfen, weil er mir einerseits wohltuend Kontra gegeben hat in meinem Mich-Aufregen. Andererseits haben sich aber auch die verängstigten Teile in mir selbst ein klein bisschen entspannt. Denn „wenn das so ist“, dann … gilt das ja auch für mich.

Also - der Thread mit dem Ä? Und dann erstmal gucken, ob es Angste sind oder Ärger. Oft weiß man das ja gar nicht auf Anhieb. Ein bisschen so wie in diesem Rumi-Gedicht vielleicht: https://wirkraum.ch/images/content/fundgrube/texte/Das%20Gasthaus.pdf

Vielleicht lässt sich mit den Ängsten besser reden oder umgehen, wenn die sich nicht als Ärger verkleiden müssen, nur um sich mal wo aufwärmen zu können. Notfalls auch über Nacht.

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Ich :hugs: euch beiden @anon48277439 und @anon94021787 jetzt einfach mal und wünsche euch von :heart: all das, was ihr euch fürs neue Jahr wünscht, mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen.
Natürlich wünsche ich auch allen anderen die hier vielleicht mit lesen, das sich ihre Wünsche für das neue Jahr erfüllen mögen, in diesem Sinne, ein gutes neues 2022 allerseits. :partying_face::sparkles::tada:

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Ich muss mal ein „hat mich geärgert“ loswerden, sonst schlepp ich das den ganzen Tag mit.
Eigentlich ist es sogar ein „Bin ich hier das A** in der Situation gewesen??“ Ihr dürft es mir gerne beantworten :sweat_smile:

Ich war mit meinem Hund (mit Leine) vor dem Tor zum (Mehrfam. Haus-Komplex) Hof und hab auf meinen Freund gewartet. Von der Innenseite des Tors kam ein junger Hund angelaufen (ohne Leine) und er und mein Hund haben angefangen „durchs Tor“ zu spielen. Der junge hat so kläglich gefiept, dass ich das Tor aufgeschlossen hab, damit sie hallo sagen können. Bin in den Hof rein und der Hund ist an mir vorbei raus gerannt. Dann kam die Besitzerin des Hundes und mault (ja mault!!) mich an, warum ich das Tor nicht wieder zugemacht hätte und das man das ja immer als erstes machen müsse!!
Ihr Hund hat indessen pipi am Baum (Gehweg) gemacht.
Ich war so perplex dass ich einfach entschuldigend „Achso ja…“ gesagt habe. Sie ist weiter den Gehweg lang mit Hund (immernoch ohne Leine) und ruft ziemlich aggressiv über die Schulter (während ich das Tor wieder zuschließen will - ich wohne ja hier!!) „Jetzt Tor offen lassen“.
Dann kam mein Freund und wir sind halt spazieren gegangen…

Es liegt doch nicht in meiner Verantwortung auf einen fremden Hund ohne Leine aufzupassen? Durch das Tor gehen ständig Leute und es werden sogar Autos auf den Hof gefahren. Wenn ihr Hund so „fluchtgefährded“ ist, darf man ihn halt nur in einem Hundepark freilassen?!
Es nervt mich soooo dass ich immer sofort klein bei gebe oder mich sogar entschuldige, wenn Leute mich auf der Straße blöd anmachen. Klar, man muss nicht auch unhöflich werden, aber ich hätte gerne sowas gesagt wie „dieses Tor wird sehr häufig benutzt, wenn Ihr Hund nicht auf Sie hört, müssen Sie eine Leine verwenden“.

Oder seht ihr das anders?

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Hey @Mondkind !

Ich verstehe deine Verärgerung. Mir geht das tatsächlich auch öfter so, dass ich in solchen Momenten nicht schlagkräftig reagiere und einfach Paroli biete. Da kann ich mich auch lang drüber ärgern im Nachhinein. Hatte neulich auch eine Situation, wo mir eine Fahrradfahrerin nen Vogel gezeigt hat, weil ich mit meinem Auto aus einer Straße kam. Doof nur, dass sie von links kam und gar keine Vorfahrt hatte. Sich souverän darüber beschweren konnte sie anscheinend trotzdem. Gibt schon Leute…

Du wohnst dort. Du kennst also die Situation um das Tor. Entsprechend wirst du wohl auch einschätzen können, was angemessen ist in so einem Moment. Ich denke mal, die Frau wollte mir ihrem kleinen Hund so oder so dadurch, wenn ich das richtig verstanden habe…?

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Oh ja, so Situationen im Straßenverkehr kenn ich auch guuut! Frage mich dann auch immer, wo diese Leute das Selbstbewusstsein hernehmen, obwohl sie sogar im Unrecht sind?!

Stimmt, das hab ich mich jetzt auch gerade gefragt. Sie wollte bestimmt eh durch. Oder hat durch das weiter laufen nur überspielt, dass sie ihren Hund nicht zu sich rufen kann :sweat_smile:
So oder so - bei einem Tor zu einem Hundepark oder TA Praxis oä sehe ich das ja ein, dass man versucht möglichst schnell die Tür zu schließen. Aber ein Tor, dass einen riesigen Hinterhof von ca 5 mehrstöckigen Häusern verbindet? Ne sorry, wenn ich den Müll runterbringe, lasse ich das Tor für den Rückweg auch weiterhin offen :wink:

Bleibt die Frage, wie lernt man dieses „schlagfertig sein“ und „nicht immer automatisch die Schuld bei sich selbst sehen“? :grin:

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Ich hatte mal eine Situation, da saß an einer Bushaltestelle ein fetter hässlicher Mann auf der überdachten Bank und quarzte vor sich hin. Es regnete in Strömen. Mütter mit Kindern standen im Regen, ebenso ältere Herrschaften. Weil sie den widerlichen Qualm nicht abbekommen wollte.
Ich stellte mich dann auch in den Regen und nach 2 Minuten dachte ich mir: boah nö! Ich ihn also drauf angesprochen ob er seine Fluppe mal ausmachen kann. Eher auf eine unfreundliche Art und Weise.
Dann kam gleich: „Ach, kleines Mädchen, geh erstmal arbeiten wie ich und lern Respekt.“
Die Leier also…mal wieder.
Er erzählte mir in dieser Situation was von Respekt, aha.
Allerdings ging es da emotional mit mir durch, ich hab ihn nurnoch blöd angemacht, aber die Schlagfertigkeit war da auch weg.
Lustigerweise war ich die Einzige, die was gesagt hat. Aber sowas triggert mich enorm.
Als wir dann imm Bus waren, hat eine Frau zu mir gesagt, dass sie das gut fand.

Aber diese Coolness, ja, die muss man lernen. Man darf da emotional nicht befangen sein. Das ist schwer, aber machbar. Ich merke selbst, dass es bei mir besser wird.

Wichtig ist zu realisieren, dass es in diesem Moment nicht um Leben oder Tod geht, sondern nur um ein Tor.
Wir empfinden aber meist Leben oder Tod. Das muss man ablegen. Egal wie die Diskussion ausgeht, das Leben geht vermutlich weiter. Mit dieser Gelassenheit fallen einem dann auch schlagfertige Argumente ein.
Aber eher sorgt es dafür, dass man keine Lust hat seine Energie für so dämliche Sachen zu verschwenden.

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@Mondkind kann Deine Reaktion verstehen, wenn man so angepflaumt wird ist man meistens erst mal baff, weiss dann nicht was sagen, mir geht es in solchen Situationen meistens genau gleich.
Bis ich dann die passenden Worte finde ist die betreffende Person meist wieder auf und davon, schon und um die Ecke und weit weg.

Ich würde diese Person wahrscheinlich in Zukunft nach Möglichkeit ignorieren und Zoff vermeiden, in der Regel lohnt es sich nicht mit so jemanden eine Diskussion zu führen, führt meistens nur zu noch mehr Frust und Ärger, und das ist es nicht Wert.

Finde nicht das das was mit klein beigeben zu tun hat, ehr mit „der klügere gibt nach“, denn solche Leute die Streit suchen wollen einen ja provozieren, wollen das man aus der Haut fahrt, worüber sie sich dann diebisch freuen, ich würde so jemanden den Gefallen nicht tun.

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So, ich muss hier jetzt leider auch mal schreiben, aber ganz ehrlich, mein Schweinehund pfeift einfach!

Wahrscheinlich muss ich ein bisschen ausholen, denn das Ganze fand jetzt im Rahmen einer Woche statt:
Genau vor einer Woche, am Rosenmontag, hat es mich erwischt und ich habe eine richtig fiese Blasenentzündung bekommen. Ich habe gleich bei der Urologie angerufen… um festzustellen, dass da keiner ist… für die gesamte nächste Woche. Dann hab ich beim Hausarzt angerufen, um rauszufinden, dass es bei dem haargenau so ist. Anschließend habe ich also die komplette Hausarzt-Liste unserer Stadt abtelefoniert, weil an Rosenmontag wirklich gar kein Arzt da war. Also tatsächlich… niemand war in seiner/ihrer Praxis.

Bis ich durch einen glücklichen Zufall eine private Ärztin in einem unserer ländlichen Ortsteile erreichte, die eigentlich nicht in der Praxis war, aber da ihre Praxis im selben Gebäude wie ihre private Wohnung war, hat sie gemeint, ich solle kommen. Das war natürlich erstmal meine Rettung. Hauptsache ein Antibiotikum - wie, wo, egal!

An sich fand ich ihre Art erst einmal auch sehr freundlich, habe mich gut behandelt gefühlt, bis sie ansprach, dass häufige Blasenentzündungen ja auch von einer schlechten Schilddrüsenfunktion kommen könnten. Bingo! Ich habe ja nun schon ein Weilchen mit meinem lieben Freund, Hashimoto, zu tun. Da war ich erstmal ganz fasziniert, weil ich das vorher noch nie irgendwo gehört hatte. Wir unterhielten uns dann noch weiter darüber, bis ich mir ein Herz fasste und endlich mal von meinen Schlafstörungen erzählte. Denn die belasteten mich nun schon seit fast 2 Jahren und ich hatte bei meinem Hausarzt vorher nie die Gelegenheit mal darüber zu sprechen. Bzw. waren sie gerade im letzten halben Jahr deutlich schlimmer geworden.

Ich erzähle ihr also, was meine Vermutung ist: Pavor Nocturnus. Nachtschreck. Klar, davon hatte sie schon gehört. Ich schildere ihr meine Symptome, klar und deutlich. Nächtliches Aufschrecken, Herzrasen, Todesangst, Aufspringen aus dem Bett, Um sich schlagen, Desorientierung und nach ein paar Minuten ist alles wieder vorbei und ich schlafe weiter (bis zum nächsten Schreck). Ich dachte, wenn sie schon so viel Ahnung von der Schilddrüse hat, kann sie mir vielleicht auch damit helfen. Aber… leider kam nicht das dabei raus, was ich erwartete. ‚Ich bin ja nicht so die Ärztin, die gleich alles auf die Psyche schiebt. Bevor wir hier von Pavor Nocturnus reden, gehen wir erstmal alles andere durch.‘ Ihre Vermutung dann? Es könnte die kleine Tasse Kaffee sein, die ich morgens trinke. Und falls nicht, dann ist es eine Allergie auf Hausstaub. Weil da ziehen sich in der Nacht die Bronchien zusammen und das kann einem so vorkommen wie Herzrasen…

Das dachte ich da noch nicht, aber mittlerweile fasse ich mir an den Kopf und denke mir: Bitte was?! Was ergibt das für einen Sinn? Eine Allergie, von der ich tagsüber wirklich gar nichts merke, die mir nur in der Nacht in Form von Herzrasen Probleme macht?? Ich habe ja nicht mal Atemnot oder sowas.

Aber gut, da habe ich erstmal gedacht… naja, man muss ja alles ausschließen, was es sonst noch so gibt. Da habe ich dann also begonnen ihre Idee mit dem Kaffee aufzugreifen und trinke jetzt seit drei Tagen keinen Kaffee mehr.

Und jetzt kommt der nächste Hammer. Ich hatte einen Tag später Kopfschmerzen. Ich dachte auch erstmal, dass das lediglich Entzug vom Kaffee sei. Einen Tag später hatte ich dann einen richtigen Migräneanfall, mit Licht-, Geruchs-, Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen und Verschlimmerung der Symptome bei kleinsten Bewegungen. Gott sei Dank war der Spuk aber nach einer Nacht wieder vorbei.

Heute bekam ich dann einen Anruf von der Ärztin, wie es mir ohne den Kaffee ginge. Ich erzählte von der Migräne. Was war da ihre Antwort? ‚Naja, viele Leute denken ja, sie hätten Migräne, aber am Ende ist es eigentlich was mit dem Magen. Sie haben durch den ständigen Kaffeekonsum wahrscheinlich Magenprobleme bekommen.‘ Wie bitte?? Jetzt hab ich nicht nur eine angebliche Allergie, von der ich nächtliche Attacken bekomme, sondern statt Migräne auch noch Magenprobleme, von denen ich sonst nichts merke? Ich habe Migräne! Und nein, das sind nicht einfach nur Kopfschmerzen! Wenn man von seinen Freunden und der Familie nicht ernst genommen wird, weil ‚die haben ja auch manchmal dolle Kopfweh‘, dann verstehe ich das noch. Viele Menschen wissen nicht, wie sich eine Migräne anfühlt und das ist gut so. Denn das Gefühl wünsche ich nicht mal meinem schlimmsten Feind. Aber Ärzte? Dabei war sie nicht einmal die Einzige. Ich wurde schon meiner Frauenärztin doof angeschaut, als ich in ihrem Anamnesebogen ‚Migräne ohne Aura‘ angekreuzt hatte. Ihr Kommentar: ‚Und sie haben nicht einfach nur Kopfschmerzen?‘ Ich dachte echt, mich tritt ein Pferd.

Es tut mir leid, aber ich fühle mich allmählich so richtig auf den Arm genommen. Das ist ja so, als würde man zum Arzt mit einer Grippe gehen und um ein Grippemittel bitten und der Arzt sagt stattdessen, dass man ja eigentlich einen Leistenbruch hätte und eher dagegen was tun sollte, statt ein Grippemittel zu verschreiben. (Ich weiß, das ist jetzt weit hergeholt, denn es stimmt ja schon, dass sich im Körper letztlich alles gegenseitig beeinflusst - aber das sollte jetzt lediglich meine Verzweiflung und Wut ein wenig untermauern).

Kennt das hier noch jemand? Ich kann ja mit Sicherheit nicht die Einzige sein, die so von einer Ärztin missverstanden wird!

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Gehste zu 10 Ärzten haste 11 Diagnosen :wink:

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Nur, dass man eigentlich schon weiß, was das Problem ist, aber trotzdem noch 11 andere Diagnosen bekommt. :face_holding_back_tears:

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Oje, vor allem deinen Ärger über das Migräne-Magen Ding kann ich sehr gut nachfühlen… hach, was haben wir uns nicht schon alles hören müssen deswegen…
Unser damaliger „Familienhausarzt“ hat mir, als ich ein Kind war, meine Migräne MIT Aura nicht abgekauft, bzw. meinen Eltern weiß machen wollen, ich hätte etwas am Magen,- Migräne bei Kindern gibt es nicht, das erbrechen müsse eine andere Ursache haben.

Gute Besserung!

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@Chihiro boah wenn ich sowas lese zum Thema Migräne platzt mir echt die Hutschnur!!! Ich hab auch Migräne ohne Aura und kann das so gut nachempfinden…
Darf ich dir erzählen was ich in nem Migräneforum gelernt habe? Wenn man immer um die selbe Zeit (beispielsweise morgens zum Frühstück) einen Kaffee trinkt gewöhnt sich der Körper dran. Tut man es allerdings plötzlich nicht mehr, kann der Körper mit Migräne reagieren. Bei mir hilft - wenn ich es ganz am Anfang erwische - auch ein Espresso schwarz mit Zucker um die Migräne zu verhindern. Muss aber direkt beim ersten Anzeichen sein…

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Was für ein Glück, dass es diesen Thread gibt! Ich habe mich heute den ganzen Tag geärgert und muss jetzt auch mal was loswerden:

Heute war eine Freundin von mir auf Grund einer chronischen Erkrankung beim Arzt und als das Gespräch auf das Thema Stress kam meinte sie zu ihm, sie überlege, sich auf ADxS testen zu lassen. (Sie hat in der Uni ziemlich ADxS-typische Probleme, die sie auch schon in der Schule hatte und deshalb überlegt, das vllt mal abklären zu lassen.) Daraufhin meinte der Arzt zu ihr, dass sie das ja wohl auf keinen Fall machen solle weil Ritalin wäre wie eine Droge und würde ja auch ständig von Studenten missbraucht werden. Und Ritalin abzusetzen wäre genauso wie der Versuch, von Heroin runter zu kommen. Und außerdem gäbe es ja wohl „Krankheiten“ bei denen man nur genug suchen müsse und dann würde man schon was finden und ADHS gehöre wohl eindeutig dazu. Danach hat sie mich dann ganz schockiert angerufen und gefragt, warum ich ihr denn nicht auch gleich abgeraten hätte.

Ich bin wirklich fassungslos, dass es scheinbar immer noch Ärzte gibt, die so mit dem Thema umgehen und trotz offensichtlicher, absoluter Unkenntnis Patienten davon abhalten, sich fachärztlichen Rat einzuholen. Ich hab wirklich kurz überlegt, dem Arzt eine Mail zu schreiben aber es würde vermutlich eh nichts ändern…

Auf einer schmalen Landstraße hat mich ein weißer Lieferwagen (ganz Klischee!) fast rasiert.
Waren gefühlt 10 cm und der hatte knapp 80 drauf… Hatte kurz richtig Panik und Angst meinen Lenker zu verreißen weil ich selber gerade bergab fuhr und ziemlich schnell war. Und die Straße war verdammt schmal. Conclusion: Die Straße fahr ich nie wieder…

@KryptoTrillionär , zum Glück ist Dir nichts passiert. :four_leaf_clover:
Hoffentlich hattest Du aber trotzdem einen schönen Tag :sun_with_face: , ich habe auch noch eine Runde gedreht, hat richtig gut getan, jetzt mache ich mir nur noch eine vegane Gemüsepfanne und dann haue ich mich vor die Glotze, ich wünsche Dir einen schönen Sonntag Abend und einen guten Start in die neue Woche. :heart:

Ich ärgere mich darüber, dass ich mich sogar online schnell gekränkt und übergangen fühle.

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@anon16814608 :hugs::sun_with_face::smiley_cat:

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@AbrissBirne Huhu :adxs_winy:

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