Danke @anon78052902 für deine schöne Antwort 
Da hast du auf jeden Fall Recht. Stelle mir wahrscheinlich selbst zu hohe Erwartungen… Aber wenn ich sehe, wie sich hier so viele User Mühe geben, dann kommt das schlechte Gewissen, dass meinerseits zu wenig kommt. Das Forum ist toll und hier ist auch nicht so viel los, was vielleicht nicht schlecht ist. So ist das Bedürfnis nicht groß, sich alle 5 Minuten hier einzuloggen, um zu überprüfen, ob etwas verpasst wurde
Schreibe gerne Beiträge, nur zur Zeit hängt mir die Überforderung des Alltags aus den Ohren raus
Fängt ja schon direkt nach dem Aufwachen an oder sogar schon den Abend zuvor: Die Angst wieder nichts gebacken zu bekommen am nächsten Tag.
Auch mit den täglichen Arbeiten wie der Haushalt kommt mir bekannt vor. Vor 4 Wochen erzählte ich ja stolz, dass ich nach fast 2 Jahren die komplette Wohnung an einem Tag am Stück sauber machte. War so glücklich und dachte, dass ich ab jetzt nur noch dran bleiben werde regelmäßig. Pustekuchen. Seit diesem Durchbruch ist nichts mehr passiert. Habe zwar vorgestern und gestern versucht endlich wieder anzufangen, aber die Aufgaben mittendrin abgebrochen. Nun liegt und steht hier alles 
Vor allem mag ich Ordnung. Damals Zuhause war mein Zimmer immer so ordentlich. Gut, meine Mutter war auch immer sehr darauf bedacht, dass es ordentlich ist. Sie konnte es nicht Mal ertragen, wenn ein Oberteil über dem Stuhl hing. Musste es sofort in den Schrank räumen
Vielleicht kam diese Strenge durch das Aufwachsen in der Sowjetunion durch, sowie Generationsbedingt, wer weiß.
Und jetzt? Jetzt liegt hier alles… Klamotten, Müll, Papiere, Briefe, Geschirr… Das ist alles so paradox.
Es ist genauso wie bei dir: Möchte keine top disziplinierte Managerin sein und das bin ich nun Mal nicht. Ist ja auch völlig menschlich nicht immer 100 % zu geben, aber kennst du das? Jeder Mensch prokastiniert Mal, ist Mal chaotisch, überfordert… Aber… Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich dem nicht gewachsen bin und mir schnell alles über den Kopf wächst… Glaube das ist so bei ADHS? Dinge, die jeder Mensch kennt, nochmal viel stärker ausgeprägt und sich dabei hilflos fühlen, oder?
Naja, um für andere da zu sein und sich wieder auf sie einzulassen, muss ich wahrscheinlich wieder Mal bei mir aufräumen. Sowohl innerlich als auch äußerlich. Merke einfach, dass mir noch der Werkzeugkasten fehlt für solche kritischen „ADHS-Zeiten“ oder wie man das nennen mag 