Du hast ADHS, wenn du dir beim Koffer packen abends denkst, dass du langärmelige Kleidung nicht jetzt, sondern morgen früh vorm Verreisen einpackst (warum auch immer?! ).
Du das natürlich vergisst (wer hätte das auch ahnen können?) und du nun vier Tage lang in einer verschneiten Jugendherberge sitzt, mit einer schönen Auswahl an Tops, aber nur der einen langärmeligen Bluse, die du bei der Anreise anhattest. Du also entweder vier Tage lang frierst oder jeden Tag die gleiche, vollgeschwitzte, stinkige Bluse anziehst
Und das als Betreuerin bei einer Jugendfreizeit. Ein schönes Vorbild für die Kinder
Sieh’s positiv. Zumindest dem heterosexuell männlichen Teil der Jugendlichen wird die gebrauchte Bluse eh nicht auffallen. Und den Freizeitbesucherinnen kannst Du demonstrieren, wie souverän cool Du mit der Situation klarkommst.
Da schau. Betreuerin bei einer Jugendfreizeit.
Hab ich auf Tippelei 2001 im Bayrischen Wald auch mal gemacht. “Winnetou, Wigwam, Waldindianer” Muss mal suchen, den Zeitungsartikel hab ich noch irgendwo.
Bin auch Team neu kaufen. Der Standarddialog bei Urlauben: „Haben wir wirklich ALLES mit eingepackt, was wir brauchen?“ - „Ja, ich glaube schon. Aber wenn nicht, dann kaufen wir es halt vor Ort nach, wo ist das Problem?“
Wir verreisen eigentlich praktisch nur mit dem Auto.
Das letzte Mal jetzt Anfang Februar ist mir auch aufgefallen, dass mein Zeitmanagment und Priorisierung der Aufgaben der Grund sein könnte. Das hat zwar oft zu sinnlosen Streitereien geführt und tatsächlich zu einer Lösung (er packt allein, ich räum auf)… Jedenfalls kommen wir nie pünktlich los.
Der Gedanke, wirklich pünktlich alles fertig zu haben und überpünktlich am Bahnhof/Flughafen/Fähranleger zu sein, scheint unmöglich.
Vielleicht haben andere Betreuer/Innen ja zu viel Kleidung dabei und können dir nen Pulli leihen?
Mich könntest du immer fragen ich bin immer für alle Eventualitäten gerüstet und könnte vermutlich aus jedem Kurztripp eine lange Reise machen. Gepäcktechnisch zumindest schlepp
Keine Ahnung, wie die Kids das heutzutage regeln, aber früher war alles sozialer. Da ist man beispielsweise über den Schulhof gelaufen und hat sich Klamotten und sonstiges Zeug (was man halt so brauchte) bei anderen ausgeliehen.
Also, ich nicht, aber andere.
Am Ende sagten die dann noch so‘n cooles Zeug, wie „K.A.O.W“. Korrekter Abzug ohne Wiedergabe.
Heutzutage hängt man wahrscheinlich einfach noch ein „Digga Yo Yo Yo“ oder „Brudi“ hintendran
vor einiger Zeit so passiert: Ich wollte den Müll runter bringen und war auf dem Weg zum einkaufen. Es kam wie erwartet, ich nahm die Mülltüte mit Richtung Supermarkt. Glücklicherweise war auf dem Weg ein Mülleimer.
Leider sind wir hier in einem Dorf auf dem Land und ich ohne Auto, shoppen gehen fällt also raus. Die anderen Betreuer kenne ich kaum und möchte zumindest den Anschein wahren, dass ich organisiert bin Das ganze geht hier aber auch nur vier Tage, das bekommt man schon irgendwie hin
Gestern war Tag 2, da habe ich die Achseln der Bluse mit blumigem Harrparfüm besprüht, das hat gut geklappt. Abends wollte ich sie noch waschen, habe das aber natürlich auch wieder vergessen
Heute an Tag 3 hatte ich die Idee, meinen Schal um die Schultern zu tragen und wenn das nicht warm genug war, die Schalenden um meine Arme zu wickeln. Wer vergesslich ist, muss kreativ werden (Hatte auch kurz überlegt, ob ich eine Leggins als Bolero umfunktionieren könnte… dann fiel mir zum Glück der Schal ein).
Morgen geht es wieder zurück und ich freue mich jetzt schon darauf, mich in einen frisch gewaschenen, warmen Hoodie zu kuscheln
Die Legging- Bolero idee ist auch super. Man schneidet im Schritt ein Loch wo der Kopf durch soll, zieht ein Tshirt drüber und Tadaa. Fertig das Doppelshirt
Morgen wird es auch - je nach Gegend natürlich - schlagartig wärmer, da kommst du doch vielleicht auch mit kurzärmligen Top aus auf der Rückreise, mit Jacke drüber?
Ich bin die Löschfraktion… Was ich so mit der Kraft des Wassers veranstaltet hab… Selbstgebaute „Feuerwehr“ für den Adventskranz (hat der Opa geholfen )… oder Schiffe im Kinderzimmer… der Transport von vollen Eimern Wassern quer durch die ganze Wohnung war sehr, sehr schwierig ohne Überschwappen…
man denke dabei auch an die vielen umgestoßenen Kaffee-/Teetassen, verschütteten Wassergläsern, Putzeimer etc.
Irgendwie muss ich bei sowas immer mit einer Pfütze rechnen. Ich frage mich, wie es andere schaffen, sich etwas zu trinken einzuschenken, ohne danach putzen zu müssen.