Differenzialdiagnose ADHS (Berufsunfähigkeitsversicherung und Private Krankenversicherung)

Das hier war meine Verbeamtung auf Lebenszeit und der Amtsarzt sagte, das dokumentieren wir nicht auch noch + er hat den Eintrag gesehen und meinte ja pfff löschen. Ich sehe nicht wo ich gelogen haben soll.

Ich bin in einer Gewerkschaft, bringt mir das irgendwas? Ich habe von der Ärztin schriftlich, was denn mein Problem sei, dass seien ja nur ein paar Anamnesenotizen und die würden ja wohl kaum die Verbeamtung beeinflussen. Gut, ich habe verdammt Glück gehabt, was das angeht. Es gibt keine Abrechnung über die Krankenkasse (wie auch, die Notiz wurde ja erst jetzt hinzugefügt :see_no_evil_monkey:)

Ja :see_no_evil_monkey: das brauche ich jetzt nicht auch noch.

Und WENN dir Ärztin tatsächlich Anhaltspunkte gesehen hat, warum hat sie dann keine Überweisung zum Facharzt ausgestellt oder mindestens Wieder Vorstellung veranlasst? Warum gab es eine Blutabnahme, einen diagnostizierten Vitamin D Mangel und Vitamininfusionen :face_with_peeking_eye:

Meinst du im Kontext Verbeamtung oder PKV / DUV?

Verbeamtung: Kann ich dir mit Diagnose nicht sagen. Vom Hörensagen weiß ich, dass man trotzdem verbeamtet werden kann. Mit Notiz als Akteneintrag habe ich vom Amtsarzt zu hören bekommen: Ja, pfff löschen.

DUV: :see_no_evil_monkey: Die sehen das als enormes Risiko an. Mit viel Telefonieren, Situation erklären usw. habe ich eine Normalannahme erreichen können.

PKV: Normalannahme, wenn ich eine Bestätigung vorlege, dass ich keine ADHS Diagnose habe.

Weißt du ob an Behörden, Versicherungen und Co nur die Diagnosen weiter gegeben werden oder auch der Fließtext in den Patientenakten? Aber gut so oder so verlasse ich mich darauf nicht :face_with_peeking_eye:

Ich bin etwas verwirrt wegen der PKV. Wenn Du jetzt auf Lebenszeit verbeamtet wurdest, dann musst Du doch vorher auf Widerruf/Probe verbeamtet gewesen sein? Warst Du in der Zeit noch in der GKV, bzw. bist es jetzt auch noch?

„DD“ heißt halt, dass es Symptome gibt, die auf ADHS hinweisen könnten, aber abgeklärt werden muss, ob es wirklich ADHS ist oder die Symptome woanders her kommen.

Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie kommt der Versicherungsfuzzi oder die Versicherung an die Notiz in Deiner Patientenakte? :adxs_noidea: Hast Du ne vollumfängliche Schweigepflichtentbindung für alle Ärzte unterschrieben, so dass die Versicherung in Deine Patientenakten schauen darf?

Ärzte haben gegenüber jedem Dritten Schweigepflicht. Die dürfen nur soweit Auskunft geben, wie Du es ihnen gestattest (Schweigepflichtentbindung). Die KGV erfährt alles, was für die Abrechnung relevant ist - also auch Diagnosen oder Verdachtsdiagnosen, wenn Untersuchungen zur Abklärung abgerechnet werden. Das hast Du damals unterschrieben, als Du Dich bei der GKV angemeldet hast.

Weder die PKV, noch irgendwelche Behörden, noch der Amtsarzt dürfen „einfach so“ in Deine Patientenakten schauen - Du müsstest für jeden einzeln eine Schweigepflichtentbindung unterschreiben. Dazu bist Du aber nicht in jedem Fall verpflichtet - und Du kannst auch entscheiden, welche Informationen der Arzt weitergeben darf.

Wenn die Versicherung Dir (irgendwann) Betrug (wegen Unterschlagung von Diagnosen) unterstellt, dann werden sie natürlich drauf drängen, dass sie in die Patientenakten schauen dürfen. Stimmst du dem nicht zu, verweigern sie halt die Leistung. :person_shrugging:

Es dürfte ziemlich schwer sein, einen Arzt zu finden, der Dir ohne ausführliche Diagnostik bescheinigt, dass Du kein ADHS hast. In die Nesseln wird sich wohl keiner setzen wollen.

Ich würde wohl auch einen Anwalt fragen, wie man die Kuh jetzt am besten vom Eis bekommt.

Ich bin in Berlin. Hier habe ich vorher lange Zeit angestellt gearbeitet und bin dann direkt ins Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übernommen worden. Nein, natürlich habe ich keine vollumfängliche Schweigepflichtsentbindung unterschrieben. ABER im Leistungsfall will ich, dass die DUV greift. Und natürlich prüfen die im Leistungsfall die vorvertragliche Anzeigepflicht. Und aus der PKV zu fliegen ist auch kein Spaß.

An die Krankenkasse wurde keine Verdachtsdiagnose übermittelt, weil es ja eigentlich ein Termin war bei dem es um Prävention ging. Es wurde Z86.1 Infektiöse und bakterielle blablabla in der Eigenanamnese abgerechnet, also komplett harmlos.

Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, ob diese eine Notiz tatsächlich anzeigepflichtig ist. Oder ob mich da nicht ein Anwalt im worst case auch raus geklagt bekäme. Aber ein Leistungsfall wäre ja im worst case ohnehin kein Spaziergang. Aus der PKV zu fliegen wäre auch kein Spaß und ich riskiere erst recht nicht aus dem Beamtenverhältnis zu fliegen. Also ja, natürlich gebe ich das überall an.

Achso und nein, ich habe keine vollumfängliche Schweigepflichtsentbindung unterschrieben. Im Gegenteil, ich habe unterschrieben, dass ich im Leistungsfall selbst Auskünfte erbringe bzw. dann entscheide was ich frei gebe. Aber ich kann ruhiger schlafen, wenn ich es angebe.

Nur ein kleiner Einwurf: Ich bin verbeamtet auf Lebenszeit und trotzdem in der GKV, das geht auch. Nahm sich in meinem Fall preislich nicht viel, da mein Mann jetzt über mich familienversichert ist und wir beide in der PKV Zuschläge hätten zahlen müssen. Und dieses ganze Theater, was bei den Ärzten so hinterlegt war, kenne ich auch und habe diverse Ärzte kontaktiert und überlegt, wie ich einige Einträge durch andere Ärzte “widerlegen” lassen kann und hatte meinen Frieden erst gefunden, als ich beschloss, dann eben in der GKV zu bleiben.

Übrigens finde ich es total kacke, wenn ich das mal so sagen darf, dass man sich in jungen Jahren möglichst nicht gründlich untersuchen lassen sollte, vor allem psychisch, weil man sonst keine Versicherungen bekommt! :enraged_face: Was hätte ich mir an Leid erspart, wenn mein ADHS schon viel früher diagnostiziert worden wäre! Aber ich vermied sowas, da ich das Abschließen von Versicherungen prokrastinierte und daher erst zu einem Psychiater gehen wollte, sobald ich alle Versicherungen abgeschlossen habe. Bezüglich der Verbeamtung war das vorherige Prokrastinieren so gesehen aber ein Glücksfall. :wink::grinning_face_with_smiling_eyes:

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Bei mir war es so und ist es so.

Und mir ist mein greifbares Wohlbefinden durch Behandlung wichtiger wie auf eine evtl. Leistung einer Versicherung zu (hoffen) für einen Fall, der hoffentlich nicht eintritt und wo Versicherungen eh versuchen nicht zahlen zu können.

Ich habe z.b. keine BUZ . Ich habe lieber keine hatte aber dafür Unterstützung um Arbeitsfähig zu werden .
Also selbst wenn jetzt der Fall käme wo mir eine BUZ helfen könnte und ich dann doof da stehe , weiß ich ja worauf ich zurückblicke und warum es so isst, dass ich keine habe .

Außerdem lasse ich nicht eine Versicherung darüber entscheiden ob ich mir helfen lasse oder nicht. „Dann eben nicht!“:face_with_symbols_on_mouth:

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Und wäre ich damals so reif gewesen wie du, dann hätte ich mir auch noch den jahrelangen Druck, unbedingt eine BU-Versicherung abschließen zu müssen, ersparen können. :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ich hatte es dann geschafft drauf zu achten über 10 Jahre Nix besonderes mehr in den Akten stehen zu haben , aber natürlich nicht mehr an BUZ gedacht und dann wurde ich krank und zack, wieder verpasst .:sweat_smile: Aber auch da war mir die Gesundheit wichtiger , ohne passende Diagnose nunmal keine passende Behandlung :sweat_smile:

Zumal ein solches Vorgehen nicht ungefährlich ist. Versicherung(en) abschließen und dann innerhalb von sagen wir mal einem halben bis zwei Jahren die Diagnose anstreben sieht im Nachhinein, also spätestens wenn es zu einem Leistungsfall kommt, gar nicht gut aus! Die Versicherungen wissen selbst, dass ein ADHS-Verdacht nicht von einem auf den anderen Tag vom Himmel fällt.

Daher: Wenn man ADHS bei sich vermutet, ist es für Versicherungen eigentlich zu spät. Also lieber sich freuen über das, was man vor vielen Jahren abgeschlossen hat, und was den Rest betrifft - dafür fallen immerhin auch keine Beiträge an.

Die Versicherungen, die wirklich jede/r haben sollte, also Privathaftpflicht, Tierhalterhaftpflicht, Hausrat oder Wohngebäude, kriegt man Gott sei Dank in der Regel auch ohne nach ADHS gefragt zu werden.

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Ich strebe keine Diagnose an :see_no_evil_monkey:, weder jetzt noch in einem halben Jahr, noch in 5, 10, 15 , 20, 30 Jahren…

Und die BU bzw DU habe ich ja auch mit Angabe des Akteneintrags bekommen. :woman_shrugging:

Und der Eintrag an sich ist ja jetzt schon über 1,5 Jahre alt :upside_down_face:

Waren es bei dir Arztnotizen oder F Diagnosen?

Dann bleibt dir wohl nichts außer abzuwarten, was da jetzt bei der aktuellen Versicherungsgeschichte rauskommt und ob die einen „DD-Vermerk“ überhaupt als Risiko berücksichtigen dürfen. Wenn ich es oben richtig gelesen habe, ist das seitens der PKV noch nicht abschließend geklärt.

Oder eben per Anwalt.
Oder einen Arzt finden, der es ausschließt / bescheinigt.

Mehr kann man hier dann wohl nicht tun :man_shrugging:

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Ja, hier sind sich Markler komplett uneins :woozy_face::woman_shrugging:.