Diskussion - Elvanse: wie sind eure Symptome bei Überdosierung, wie bei Unterdosierung und wie im Rebound ❓

Freut mich generell zu lesen, dass du mit 3 x 20 gut schläfst :slight_smile:

Bzgl. den Kopfschmerzen:

Trinkst du ausreichend?

Merke das bspw. bei mir, wenn ich tagsüber nicht ausreichend trinke, dass ich gegen Abend Kopfschmerzen bekomme.


Eiskalte Hände / Füße sind bei mir leider auch Standard… Also so > = 20 Jahre (jedoch irgendwie nicht den ganzen Tag über :thinking:).

Wobei das in meiner Jugend damit anfing, dass die rechte Hand kälter war, als die linke. Klar, ist ja auch die “Maus Hand”, wobei die linke, wenn ich morgens am PC saß, dann unter der Decke war, da damals (2000er) das spielen bei manchen Strategie Games noch gut nur mit der Maus ging :see_no_evil_monkey: (Gut, geht heute auch, da bin ich nur zu bequem und nutze lieber zusätzlich die Tastatur :rofl:)

Kann mir da, außer wie @UlBre sagt, mit dem Reynaud, leider auch keinen Reim drauf machen… Hab das aber ehrlich gesagt bisher nicht prüfen lassen… Vielleicht mal für den nächsten Termin mit auf die Liste setzen. Steht ja eh demnächst an :thinking:

Ja aber erst sobald die Wirkung ausläuft

Ja meine Liste ist schon gut gewachsen :smiley: was mir gestern extrem aufgefallen ist,ist dass ich n extrem sauren Geschmack im Mund bekomm sobald ich was mit Zucker gegessen habe. Daraus werd ich auch noch nicht ganz schlau. Durch ne relativ seltene Krankheit IIH wurde schon mal so ne Art Zuckertest gemacht nüchtern bei 108 ohne irgendwelche Medikamente. Und scheinbar spielt bei dieser Krankheit Prädiabetes ne Rolle laut neuesten Studien. Da war aber der frühste Termin im Januar zu haben. Nehm ich keine Medikamente hab ich diesen Geschmack nicht. Alles bisschen mysteriös

Zum Thema trinken ist mir tatsächlich aufgefallen,dass ich ausser Kaffee tatsächlich kaum getrunken hab. War aber zuvor schon ein extrem schlechter trinker :sweat_smile: 1l ist ca das höchste der Gefühle. Heut probier ichs mal , dass ich auf mindestens 2 komm

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Dass du Kaffee (sofern nicht ohne Koffein) vermeiden solltest, ist dir klar?

Warum?

  • “Normaler” Kaffee = Koffein
  • Koffein = Stimulanz
  • Elvanse = Stimulanz
  • Stimulanz + Stimulanz = gute Chance auf Überdosierung + potentieller Crash, wenn der Kaffee raus ist

Hoffentlich nicht Kaffee :rofl: :see_no_evil_monkey:

Okay, da hab ich bisher noch nichts von gehört.

Ich weiß, dass ich ne Fruktose Intoleranz habe, weswegen ich mittlerweile seit knapp 10 Jahren komplett auf Zucker verzichte. (Wenn ich das nicht mache, sind die Magenschmerzen und so echt nicht mehr feierlich.)

Seit etwa einem halben Jahr / Jahr fange ich ganz langsam wieder an, zumindest Früchte (Beeren usw) zu essen, was zumindest in kleinen Mengen klappt. Insbesondere welche, die wir selbst gezüchtet haben und somit frei von was auch immer sind.

Okay, da hab ich leider echt keine Idee… :thinking:

Hoffe, du hast den klar gemacht?

Kurzfristig irgendwo Termine zu bekommen, ist echt unmöglich. (Warte bspw. nun seit rund 2 Jahren auf n Termin zur ASS Diagnose :zipper_mouth_face: )

Interessant eure Beiträge hier so zu lesen, vielleicht kann mir irgendwer noch mehr Erfahrungen nahebringen ohne das ich wieder Stunden hier rauf und runter lese… Zu mir: Ich bin derjenige von den Pechvögeln die vor Ewigkeiten die Eindosierung mit Kaffee und Zigaretten gestartet hat. Ja, da häng ich jetzt drin und muss auf Anraten der Situation von Umschulung und stressiger Zeit beibehalten. Koffein habe ich schon massigst reduziert und Rauchen…mal mehr mal weniger. Aufhören ist leider nicht drin da ich quasi darauf eingestellt bin seit Monaten. Vor allem sind Entzugserscheinungen extrem heftig, gefühlt mit zusätzlicher Verstärkung der Nebenwirkungen (Tremor, getrieben sein und Unruhe). Bin von Medikinet auf Elvanse gewechselt und nehme Elvanse seit fast einem Jahr. Habe monatlich den Sprung von anfänglich 30mg auf nun 50mg.

Dazu Escitalopram 10mg aber das ist konstant vorhanden seit 2 Jahren, dazu auch Verhaltenstherapie seit 4 Jahren

30mg: Soweit ganz gut, kaum Stress verspürt, Konzentration war für 2 Stunden da mit Hyperfokus Tendenzen.

40mg: Keinerlei Änderung außer gelegentlich mal RLS aber da hab ich gelernt, kein Kaffee nach 16 Uhr

50mg: Mal ne Hochphase und mal depressiv, mal konzentriert, mal komplett matsche, Motivation ist auch ein Mischmasch.

Mein Konsum halte ich relativ gleichmäßig damit das nicht so hart verfälscht. Ich bin der komplizierte ADHS Mischtyp.

Ich hab das Gefühl seit ich die 50mg nehme sind Hyperfokus, Reizverarbeitung und grübeln stärker geworden. Bevor einer fragt: Ich trinke 2 - 3 Kaffee oder manchmal nur Milchkaffee oder Cappuccino.

Ich traue mich tatsächlich nicht die Dosis weiter zu erhöhen und spiele mit dem Gedanken auf Atomoxetin zu wechseln aber auch davor hab ich Angst

Also, ich weiß nicht, ob ich eine vollständige Liste liefern kann, aber ich trage gerne mal das bei, was ich bisher so bemerkt habe.

Unterdosierung: Ich werde ziemlich müde. So ähnlich wirkt bei mir komischerweise zu viel Kaffee (also etwa ab 3 normalen Tassen). Ich könnt mich hinlegen und wegpennen. Auch hab ich teils das Gefühl, dass mein Fokus zwar da ist, aber irgendwie nicht vollständig. Also ein Gefühl von ‘Mh, da wär irgendwie noch Luft nach oben, glaub ich’. Zudem hab ich seltsamerweise auch stärkere Muskelschmerzen, wenn ich zu wenig einnehme. Ansonsten merke ich nicht sonderlich viel.

Überdosierung: Ich weiß nicht (und hoffe sehr), dass ich in diesen Zustand bisher nicht geraten bin. Aber ich hab mal die Erfahrung gemacht wie es ist ausversehen parallel Elvanse und Kaffee gleichzeitig aufzunehmen. Vielleicht ist das so ähnlich, weil sich das gegenseitig hochschaukelt? Jedenfalls hab ich mich da etwas zittrig gefühlt, mein Herz hat stärker geklopft, ich war irgendwie ‘huddelig’ im Kopf und konnte mich kaum stoppen beim Sprechen. Ich hab dann auch den ‘Zombiemodus’ drin. Also es kann sein, dass ich dann dämmerig an die Wand starre und meine Umwelt gar nicht richtig mitkriege. Ich kann mich zwar konzentrieren, bin dann aber in eine Tätigkeit so eingerastet, dass ich mich gar nicht lösen kann. Wie ein sehr unangenehmer Hyperfokus.

Rebound: Vor allem ein Gefühl von innerer Leere und Antriebslosigkeit. Manchmal auch gemischt mit einer deprimierten Stimmungslage. Starke Müdigkeit und Schmerzen im Körper.

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Hallo ins Forum. Ich habe eine ADHS Diagnose aus der frühen Kindheit und vor einem Jahr eine Autismus-Diagnose. Mir ist nicht klar, ob ich heute nochmal ADHS diagnostiziert bekäme, auch wenn das nahliegen würde. Mein Hausarzt hat mir auf Bitte trotzdem Ritalin Adult verschrieben 20mg, das habe ich nicht vertragen, dann Elvanse 30mg, jetzt nehme ich das zwei Wochen und bin mir noch etwas unsicher. Ich bin männlich, wiege 117kg bei 184cm und mittlerer Muskulatur. Zusätzlich nehme ich 100mg Sertralin (SSRI).

  • Die ersten Tage hatte ich einige Stunden nach Einnahme einen deutschen Endorphinschub, kaum Appetit und ich habe sofort das ganze Haus aufgeräumt.
  • Die folgenden Tage bei der Arbeit war ich sehr fokussiert und habe kaum Fehler gemacht und auch etwas strukturierter und ordentlicher gearbeitet.
  • An allen Tagen wurde ich abends sehr sehr müde.
  • Einen Tag war ich so verpeilt, dass ich zweimal zum falschen HNO-Arzt gegangen bin und mein Handy im Supermarkt liegen lassen habe.
  • Der Appetit war stellenweise eher größer als sonst, das ist bei mir nicht gut, weil ich zu sehr impulsivem Essverhalten tendiere. Aufräumen und Zähneputzen konnte ich gar nicht mehr.
  • Wenige Nebenwirkungen, außer vielleicht ein zu trockener Mund und diese Müdigkeit.

Bin ich unter- oder überdosiert oder genau richtig oder ist das überhaupt sinnvoll für mich??

SSRI wie Escitalopram erhöhen die Dopamintransporter (DAT), die bei ADHS eher zu hoch sind und auf die Methylphenidat und Elvanse als Wiederaufnahmehemmer wirken.
Escitalopram ausschleichen…

Echter Pechvogel…

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Sertralin und Elvanse: siehe Post von soeben zu Escitalopram…

Das mit dem ständigen gähnen kenne ich sehr gut.

Das hab ich auch vermehrt wenn die Wirkung nachlässt Richtung rebound. Ansonsten kenne ich es hauptsächlich nach anstrengenden Gesprächen wenn ich total überfordert bin von jemandem.

Das ist als würde der Körper nach Luft ringen und sich irgendwie Sauerstoff holen. Aber warum das so ist weiß ich leider auch nicht. Würde mich aber auch interessieren.

Liebe Grüße Stephi

Menschen gähnen sogar um dem unbekannten Gegenüber, dass einem Entgegen kommt auf einem z.B. Gehweg, zu Signalisieren, dass sie keine Gefahr sind, wenn sie sich bedroht/ eingeschüchtert fühlen.

Hi, ich kämpfe aktuell auch mit meiner Elvanse Dosierung und weiß aktuell nicht weiter.

aktuelle Dosis:

Aktuell bin ich bei 150mg Bupropion und 30mg Elvanse (20mg früh, 10mg mittags).

Wirkung am Beispiel des Arbeitstages:

Das Elvanse (in Wasser gelöst) nehme ich früh mit ausreichend Frühstück (primär Haferflocken) zu mir, und merke nach circa 45m-1h die ersten Wirkungen.

Aktuell ist es Vormittag so, dass ich nur mäßig auf Arbeit zurechtkomme, sprich mittelmäßige Motivation, Antrieb und kognitive Leistungen. Nach circa 5h ist die Wirkung auch zu Ende, und ich dosiere nach dem Mittagessen mit 10mg nach.

Das geht dann circa 2h-2,5h gut, bevor die Wirkung abstürzt und die Symptome sich verschlimmern. Ab diesem Zeitpunkt sinkt auf Arbeit die Produktivität gen 0.

Seit einem Monat nehme ich nun zusätzlich das Bupropion (wegen Motivationsproblemen), spüre aber im Alltag wenig Unterschied, im Vergleich zu der Zeit davor. In den letzten Wochen gab es nur wenige Momente, in denen ich mich gut stimuliert fühlte. Ich erinnere mich da gerne an Momente auf der Arbeit, wo ich wie ausgetauscht war. Ich war weniger lethargisch, fühlte mich kognitiv deutlich leistungsfähiger, und mir fiel das Denken leichter, wo durch ich auch deutlich weniger KI im Alltag nutzte.

Jetzt würde ich gerne zu dem Punkt zurückkommen, und frage mich, ob ich unterdosiert oder überdosiert bin.

Die letzten Woche im Vergleich:

Die letzten Wochen bin ich immer mit 20mg früh, 20mg mittags gefahren, aber ich habe das Gefühl, dass die Dosierung trotz des Bupropions zu niedrig ist. Die “guten” Momente, sprich die, in denen die Wirkung gut ist, war im frühen Nachmittag, kurz nach der zweiten Dosis.

Test dieser Woche mit höherer Dosis:

Deshalb habe ich Anfang dieser Woche testweise mal 25mg früh, 15mg mittags probiert, was jedoch schlechter als erwartet ablief.

Ich war müder und unkonzentrierter als sonst, gestern hatten wir z.B. ein relativ langes Meeting, wo wir 4h den Präsentationen zugeschaut hatten, und ich hatte Probleme, fokussiert zu bleiben, ständig aus dem Fenster heraus geschaut, und das Gefühl, dass es mir Augen zusammenzieht. Gegen Mittag nach dem Meeting hatte ich Probleme, mich sozial ins gemeinsame Mittagessen zu integrieren, ich schaute lieber aus dem Fenster, als ich fertig mit essen war. Nach dem Mittag hatte es sich angefühlt, als würde die 2. Dosis nur recht kurz halten, als wären meine Dopaminlager aufgebraucht.

Deshalb bin ich erstmal wieder auf 20/10/0 herunter.

Um diesen Thread nicht nur mit meiner Symptomatik zu spammen, hier noch meine typischen Symptome bei Überdosierung und Unterdosierung:

Überdosierung:

  • warmer Kopf

  • leichter Druck im Kopf

  • Brainfog

  • hoher Puls (+10-15bpm)

  • Wortfindungsstörung

  • zu starke Fokus auf Sache xy (starren auf Monitor beim Meeting)

Unterdosierung:

  • Brainfog

  • schlechter Reizfilter, Arbeit meist mit Kopfhörern

  • schnell abgelenkt (was macht der Kollege da drüben eigentlich?)

  • Wortfindungsstörung

  • Müdigkeit

Nun meine Fragen:

  • Macht es sinn, testweise die Dosierung einen größeren Schritt nach oben zu schrauben, und nach einer Woche zu schauen, ob die Symptome sich bessern?

  • Wenn ja, wie groß die Schritte, und wie würdet ihr es am besten anstellen?

  • Habt jemand Erfahrungen mit Elvanse in Kombination mit Magnesiumglycinat? Im ADHDUK-Subreddit wird vom Magnesium geschwärmt, da es gegen die Nebenwirkungen vom Elvanse helfen soll

  • Ich habe in meine Eindosierungstabelle geschaut, und da hatte ich letzten Herbst vermehrt Tage, an denen ich mit 30-40/30/0 gut gefahren bin. Da hatte ich 30m-45m die erste Wirkung, und mit der zweiten Dosis die gute Wirkung bis abends 18:30 (ausgenommen des Zeitraums zwischen den beiden Dosen).

Hi, wie sah denn deine Eindosierung aus? Mit welcher Dosis hast du gestartet und für wie lange?

Wollte hierauf antworten, hat irgendwie nicht geklappt

Gestartet hatte ich mit 10mg, und bin damit seit letztem Sommer langsam nach oben, bis ich im Herbst bei 40/30/0 angekommen war. Seit dem Herbst ist aber auch Sertralin, und Nikotin ausgeschlichen worden.

Okay. Wie lange bist du dann immer bei den Schritten geblieben? Wann kam das Thema zweite Einnahme dazu?

Ich frage nur nochmal, da ich leider auch dachte das ich zwei Dosen brauche, was im ziemlichen Chaos geendet is.

Aber das is bei jedem unterschiedlich

jeweils mindestens eine Woche, und dann jeweils 5mg pro Woche nach oben. Die zweite Einnahme kam vor einigen Monaten dazu, da ich gegen Mittag nahezu keine Wirkung mehr spürte, was aber natürlich auch an der zeitlichen Differenz zum Frühstück sein. Meine Psychiaterin hat mir dahingehend freie Hand gegeben.

Also du bist bis 30 mg hoch dann eine Woche gewartet und dann mit 5mg als zweite Einnahme gestartet?

Als zweite Einnahme war ich pauschal mit 50% der Initial-Dosis. Es war damals mehr oder weniger Rätselraten mit der Dosierung. Jetzt kenne ich mich besser aus, bzgl. der Erkennung der Symptome ob zu viel, zu wenig, als auch der Wirkdauer.

Wie habt ihr herausgefunden, ob die geringere Wirkung am Mittag am Essen liegt, oder an der Wirkdauer?