Es gibt inzwischen keine Mengenbeschränkung mehr bei der Verschreibung von BtM auf einen Monat.
Dass ein Arzt aber erst dann mehr raus gibt, wenn er einen Patienten besser kennt, kann ich nachvollziehen.
Hallo TaTü und Ulbre,
Vielen Dank für Eure Tipps! Ich werde das beim nächsten Besuch ansprechen und ja, ich bin ja für den Anfang selbst froh, wenn ich ihn in engerer Taktung sehen kann und ich kann die anfängliche Begrenzung auf 30 Tage völlig verstehen. Aber gut zu wissen, dass das auch anders möglich ist. Hat er ja selbst so auch schon angedeutet.
Liebe Grüße
Ich tue mich schwer mit der Entscheidung, ob ich die Dosis nochmals erhöhen oder lieber zurückschrauben soll.
Seit 14 Tagen nehme ich Elvanse 50 mg (nachdem ich langsam von 30 mg über 40 mg gesteigert habe).
Mit 50 mg geht es mir bislang an einem normalen Tag am besten, die Wirkung rauscht zwar ziemlich heftig ran aber dann normalisiert sich alles und ich gleite recht gut durch den Tag. Allerdings fühle ich mich dabei emotional und körperlich etwas „kippelig“. So, als wäre ich auf dünnem Eis unterwegs.
Sobald dann irgend etwas quer läuft (zu viel Stress, zu wenig gegessen, nicht regelmäßig gegessen o.ä.), verliere ich die Kontrolle und falle ins Loch. Ich werde extrem unruhig, innerlich und äußerlich, und mein Puls schnellt nach oben. Mittlerweile habe ich für diese Situationen mein Neurexan griffbereit. Hilft aber nicht wirklich. Das ist für mich keine gute Situation, weil es mich verunsichert. Mein Schlaf ist mit 50 mg auch schlechter.
Mit 40 mg war ich nicht so schön über den ganzen Tag versorgt und bin abends regelmäßig in Trübsal versunken aber es war trotzdem alles irgendwie stabiler und zuverlässiger.
Jetzt meine konkrete Frage: Würdet Ihr an dieser Stelle die 60 mg probieren, den 50 mg noch ein wenig Zeit geben oder auf die 40 mg zurückgehen?
Bin gespannt auf und dankbar für Eure Einschätzung.
Erstens solltest du tun, was dein Arzt sagt
Zweitens ist Grundsatz: wenn eine Erhöhung Verschlechterung bringt, noch eine Stufe höher testen, bevor du zurückgehst. Manchmal wird es dann nämlich wieder besser.
Ich habe meinen Arzt um eine Telefonsprechstunde gebeten. Zwischen mir und ihm liegen drei Stunden Anfahrt… Er hatte mir in der letzten Sprechstunde aber auch freie Hand bei der Eindosierung zugestanden und mir deswegen extra 90 Stück 20er und 90 Stück 30er verschrieben, damit ich Spielraum habe.
Übers WE bin ich jetzt mal auf 40 mg zurückgegangen. Merke aber schon, dass mir die Wirkung nicht ausreicht. Ich bekomme abends auch wieder dieses „Craving“-Gefühl. Das führt zu Frustration. Der Müdigkeitseinbruch kommt auch ca. zwei Stunden früher. Aber dafür nicht so krass. Und die Müdigkeit legt sich dann nach etwa einer halben Stunde auch wieder.
Nach einem Tag mit 50 mg hat es mir abends manchmal (wenn ich noch im Sport war oder besonders viel Stress hatte) derart den Stecker gezogen, dass ich teilweise den „Umweg“ übers Bad gar nicht mehr hinbekommen habe, sondern nur noch ins Bett gekrochen bin. Und ich hatte aber gleichzeitig adrenerg das permanente Gefühl „on the edge“ zu sein.
Je nachdem, was mein Arzt meint (und wie schnell ich ihn sprechen kann), probiere ich es nochmals mit 50 mg und wage dann vielleicht doch noch die 60 mg. Ich hatte das schon auch gelesen, dass man, wenn es beim Eindosieren bei einer Dosis schlechter wird, nochmals einen Schritt weiter gehen soll. Das fühlt sich für mich nur ziemlich beängstigend an.
Deswegen ist mir der Austausch hier auch so wichtig. Danke für Eure Rückmeldungen und viele Grüße
ich hab jetzt ehrlich gesagt nicht den ganzen Thread gelesen, aber ich möchte kurz etwas teilen, weil ich im Moment so Probleme bei der Neu-Eindosierung habe und glaube ich heute ein echtes Aha-Erlebnis habe.
Ich hatte vor 2 Wochen noch mal mit Elvanse angefangen, mit 10 mg, weil ich so empfindlich auf Medikamente reagiere. Das war tatsächlich für eine Woche okay. Dann bin ich hoch auf 15 mg und ich hatte starke NW, so dass ich gar nicht mehr richtig gut funktional war. Als wären meine ADHS-Symptome viel stärker geworden.
Also hab ich es erstmal wieder gelassen und Pause gemacht. Jetzt hatte ich die ganzen letzten Tage aber so stark meine „normalen“ ADHS-Symptome, dass ich heute doch noch mal einen Versuch gemacht habe, um einfach noch mal irgendwie ins Tun zu kommen und mich vielleicht ein bisschen besser zu fühlen. Also wieder 10 mg genommen - furchtbar. Alles wieder schlimmer als ohnehin schon.
Da ich vorher hier etwas gelesen hatte, dachte ich, dass das vielleicht wirklich eher Unterdosierungs-NW sind. Ich habe 10 mg nachgenommen und nach 1-1,5 Stunden ist eine solche Ruhe eingekehrt in meinem Kopf und im ganzen Körper. Ich fühle mich ruhig, entspannt und emotional ausgeglichen. Der Kontrast zu 2 Stunde vorher ist echt extrem!
Daher gehe ich davon aus, dass ich vorher tatsächlich unterdosiert war.
Dennoch ist es merkwürdig, dass es 2 Wochen vorher okay war mit den 10 mg. Aber da ging es mir auch insgesamt besser. Hängt also vielleicht stark mit dem Zustand des Nervensystems und der Zyklusphase zusammen?
In jedem Fall bin ich richtig dankbar, dass ich hier zufällig gerade etwas über die Möglichkeit von Unterdosierungs-NW gelesen hatte, sonst hätte ich wahrscheinlich einfach aufgegeben und entschieden, dass ich anscheinend selbst mit Mini-Dosen nicht zurecht komme.
Ich nehme jetzt seit 11 Tagen Elvanse und bin schon auf 70mg. Meine Psychiaterin gab mir direkt 30mg Kapseln, meinte ich soll es ausprobieren und dass ich bestimmt eine höhere Dosis brauche. (Hatte auch davor 60mg Ritalin am Tag.)
Bei 30mg bemerkte ich quasi nichts.
Bin dann direkt auf 45mg, da wars ganz gut, vor allem ruhig, aber hielt nicht sehr lange an und vom Fokus her absolut kein Vergleich zum Ritalin.
Dann kamen 60mg, deutlich mehr Konzentration, aber vielleicht das Gefühl schnelleren Pulses, bin unsicher. Am ersten Tag hatte ich leichte Probleme beim Scharfstellen der Augen, ging dann weg.
Heute dann auf 70mg gesteigert, nun ist der Fokus bei der Arbeit schon ähnlich zum Ritalin Niveau, wieder bisschen Probleme beim Scharfstellen. Bilde mir ein etwas verspannter im Nacken zu sein.
Ist zu erwarten, dass Nebenwirkungen beim Sehen, Verspannungen oder Puls sich nach der Eingewöhnung etwas geben? Mundtrockenheit und verringerter Appetit sind wohl normal, aber das kenne ich schon. Die Wirkung auf Konzentration und Antrieb wären so schon ganz gut. Super ist die ausgeglichene Stimmung und kaum Rebound. Mit Ritalin war ich abends echt nicht zu ertragen: Grantig, überreizt, völlig erschöpft, geräuschempfindlich.
Uh, wow! Innerhalb von elf Tagen von 30 mg auf 70 mg… das nenne ich einen Ritt!
Nach meiner Erfahrung legen sich die Nebenwirkungen wie Verspannung und Mundtrockenheit. Der hohe Puls ist bei mir geblieben, der Blutdruck ist aber eher niedrig und somit mache ich mir da keine großen Gedanken. Allerdings habe ich für die Aufdosierung von 30 mg auf 60 mg drei Monate gebraucht.
Bin gespannt, wie es Dir in den nächsten Tagen und Wochen ergeht. Gerne berichten!
Leider ging mein Blutdruck etwas durch die Decke, daher bin ich stufenweise wieder runter, um erstmal zu beobachten und zu protokollieren.
Der Blutdruck war bei 60 direkt wieder besser, bei 50 wieder normal. Die Verspannungen waren dann bei 40mg schlagartig wieder weg.
Ich bleibe jetzt eine Woche auf 40 und probiere es dann nochmal mit 50. Vielleicht ging es doch einfach zu schnell. Rein vom Kopf her, würde eine höhere Dosis schon besser passen.
Hallo, ich bin auch jemand der sich ganz langsam rantasten muss und geringe Dosen braucht. Mein erster Versuch mit Einstieg 10mg ist komplett in die Hose gegangen. Beim 2.Mal habe ich mit 5mg angefangen und mich über 8 Wochen langsam auf 15mg hochgearbeitet. An manchen Tagen ist die Wirkung perfekt, habe aber noch nicht immer genug stabile Wirkung und es gibt auch ganz verlorene Tage. Habe allerdings 3 Tage lang 20mg probiert und das war gefühlt zu viel und nicht schön. Ich lese jetzt zum ersten Mal davon, dass sich auch Unterdosierung nach „zu viel“ anfühlen kann?? Also Schwitzen, erhöhter Puls, Nervosität, Fahrigkeit und Schlaflosigkeit kann von „zu wenig“ kommen? Ich bin verwirrt.
Nee, das sollte eigentlich nicht der Fall sein bei einer zu niedrigen Dosis - zumindest habe ich diese Erfahrung nie gemacht. Bei mir fühlt sich das dann einfach an wie ADHS hoch 2 und ich bekomme vor allem kognitiv ganz unangenehme Symptome (Fokus super merkwürdig und unflexibel, Schwindel, manchmal Kopfschmerzen, Müdigkeit… so was). Wobei, fahrig und nervös fühle ich mich dann manchmal schon auch, aber ich glaube, einfach aufgrund des komischen Zustands. Es passiert halt sehr offensichtlich etwas im Gehirn, aber nicht genug, um da oben aufzuräumen, sondern es macht dann mehr Chaos und vernebelt mein Gehirn mehr als normal
Aber diese körperlichen Symptome (Schwitzen, erhöhter Puls), wie du sie beschreibst, hatte ich persönlich bei für mich zu niedrigen Dosen nicht.
Probleme mit dem Schlaf hab ich bei Elvanse leider immer, auch schon bei 20 mg. Das ist auch der Grund, warum ich es nicht mehr nehme, obwohl ich es sonst super fand.
Das heißt du hast es jetzt doch ganz gelassen? Und probierst du nun was anderes? Tut mir voll leid und ich drücke die Daumen dass du eine gute Lösung findest.
Ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass irgendeine Kombi (HRT/ MPH) helfen wird dass es richtig greift. Schlafen kann ich zumindest mit 15mg ganz gut.
Ich nehme Medikinet Adult und Ritalin Adult. Da die eine kürzere Retardierung haben, komme ich damit in Sachen Schlaf super klar. Und Wirkung ist bei mir vergleichbar, eher sogar besser, also alles gut
Ich hoffe, das klappt für dich weiterhin mit Elvanse. Vielleicht bleibst du mal ne Weile bei 15 mg und gehst dann noch mal auf 20 mg. Könnte sein, dass dein Körper sich einfach etwas länger gewöhnen muss. Aber ist natürlich eine komplexere Findungsphase mit HRT on top.
Mach langsamer..
Der Körper muss sich erst gewöhnen. Du gewinnst nichts, wenn du schneller machst, weil dein Körper Anpassungsreaktionen zeigt,. Du kannst sie dann nur nicht zuordnen…
LDX hat einen Steady state vn 5 Tagen, d.h. erst nach 5 Tagen bist du wirklich auf der neuen Dosis.
Ja, das ist möglich.
Stimulanzien sind tricky beim eindosieren.
Auf der sicheren Seite ist man, wenn der Arzt einen bei eine Verschlechterung nochmal höher schickt. Wird es dann noch schlimmer. Ist es kaum ein Zwischentief sondern ziemlich sicher ein zuviel.
Ach echt? Gibt es Menschen, die auf zu wenig Wirkstoff mit (eigentlich ja typischen Überrerregungssymtomen wie) Schwitzen und vor allem mit erhöhtem Puls reagieren? Dann hab ich jetzt auf jeden Fall auch was Neues gelernt, danke
Wobei, nach etwas drüber Nachdenken kann ich es mir sogar irgendwie erklären. Wenn man sich einfach total neben der Spur fühlt, kann das ggf. ja auch zu vegetativer Erregtheit führen, weil das stresst oder Angst macht. Oder gibt es da noch weitere Erklärungsmodelle?
Ja, bei 40 mg gings mir nachmittags so lausig, mit Ohrensausen, Kopfschmerz usw.. Vitalfunktionen weiß ich nicht mehr.
Mit 50mg meist ganz gut, jedoch insb. zyklusabhängig zeitweise weniger Wirkung/mehr Tüddeligkeit, Emotionsregulation und so.
Allerdings fehlt für Spätnachmittag-/Abendveranstaltung ganz eindeutig die Konzentration.
Mein Arzt schlug beim letzten Mal vor, mir noch 20mg Kapseln bei Bedarf für die zweite Tageshälfte zu verschreiben.
Hatte ich da ausgeschlagen und wir haben es erstmal mit Medikinet probiert, das wirkt auch deutlich fühlbar (und irgendwie spannend), hat aber für mich nicht akzeptable Nebenwirkungen.
Ich solle mal bissl rumprobieren, sagte er. Endlich! Kann seiner Herangehensweise mittlerweile aber tatsächlich was abgewinnen. Anfangs fand ich sie ganz klar blöd und bremsend und sowieso und überhaupt und was quält der mich so lang, ohne dass wir hier mal vorankommen.
Da es nicht so eilt, werde ich das nächste Mal diesen Vorschlag mit den 20mg wohl nochmal aufgreifen und probieren. Wobei für die Konzentration das MPH tatsächlich schon genial war… Und vor allem auch zeitnah mit Wirkung um die Ecke kam. Wenn dieser nervig lange Wirkeintritt bei Elvanse nicht wäre…