Dosiserhöhung bei Elvanse

Hallo zusammen!

Ich habe echt Probleme mit meinem ADHS, dass ich immer nie das mache, was wichtig ist und mittlerweile auch dadurch halt extrem hohe Social Anxiety entwickelt habe. Und das ist auch das Ding ich bin schon immer sehr nervös und innerlich unruhig.

Ich hatte Medikinet bekommen und erstmal überrascht, wie ruhig ich war. War halt sehr subtil, aber ja. Hab dann aber irgendwann gemerkt, dass mich Medikinet dann doch eher nervös macht, gerade am Abend, ich innerliche Unruhe hab. Lag auch oft daran denke ich, dass ich aufgrund des immer Essen zu müssen vorher, manchmal halt überdosiert war, weil ich nicht viel esse immer. Hatte halt bei Medikinet eher dieses Motivations-Gefühl, dass ich Druck hatte Sachen zu machen.

Deswegen bin ich mit meinem Arzt zu Elvanse umgestiegen, 30mg. Erstmal sofort gemerkt wie entspannter ich war. 30mg waren ganz gut was meine Anxiety anging. Ich war ruhiger, gelassener, schon leicht besser drauf, konnte mit Menschen leichter reden, hatte sogar auch Lust mit Menschen zu kommunizieren, was mich echt erstaunt hat. Wenn mich jemand was gefragt hat wurde ich nicht sofort ungeduldig, sondern konnte entspannt zuhören.

Aber ich hatte halt immer noch das Problem, wichtige Sachen zu machen, wurde oft abgelenkt, also typisch auch oft „Hypferfocus“, bzw. eher halt ich mache gerade was ganz unwichtiges und kann nicht switchen zu der wichtigen Sache. (vor allem an der Arbeit).

Jetzt sind wir deswegen die Woche auch 50mg gegangen, also dritter Tag heute. Ja bisschen mehr Euphorie, Motivation. Aber gleichzeitig auch so leichtes Gefühl wieder von innerer Unruhe und ich habe das Gefühl, dass ich wieder etwas nervöser bin. Auch wieder leicht ungeduldiger. Für die Motivation tut das natürlich gut, weil ich jetzt eher Druck verspüre das zu machen, was ich soll.

Aber ich bin mir unsicher, ob die Dosis zu hoch ist? Ich kenne das ja von Koffein. Koffein fühlt sich ja bisschen ähnlich an, man ist mehr gehyped, will mehr Sachen machen, gleichzeitig aber ist die Nervosität dann viel zu hoch. Deswegen habe ich gerade das Gefühl, dass es gerade besser ist als Koffein auf jeden Fall. Es ist halt echt an der Grenze, unangenehm zu sein. Aber dieses Gefühl von leichter Nervosität und Ungeduld ist dann trotzdem da.

Aber trotzdem ich bin mir ungewiss, wird das besser? Viele sagen ja, das legt sich, die Wirkung und Aufgeregtheit lässt dann eher nach. Ich mochte die eher beruhigendere Wirkung, gleichzeitig aber ja, brauch ich auch bisschen die stimulierendere Wirkung, um halt Druck zu bekommen, was wichtig ist. Und wenn es eh nachlässt, vielleicht auch ok. Ich hab auch ansonsten keine anderen Probleme, ich bin momentan abends immer sehr müde, gestern auch relativ früh schon schlafen gewesen.

Ich weiß ich sollte das mit meinem Arzt klären, aber hätte halt nur gerne euren Input. Weil ich durch die letzten Wochen merke, wie mein Gehirn funktioniert und wie Koffein sich auch immer ausgewirkt hat und was eure Erfahrung mit Nervosität ist.

Moin und herzlich Willkommen @Shinichi

Der Form halber:
Verzichtest du absolut auf jede Form von Koffein?

Nun erstmal meine vorab Einschätzung:
Es klingt fast so als ob die 50 etwas viel für dich wären.

Wie lange reicht denn der Wirkpegel?

Und wie fühlt sich der Unterschied zu 30 an?

Ich selbst nehme übrigens 3 x 20mg Elvanse um über den Tag zu kommen (ja, ist eher die Ausnahme denn die Regel, ist genau genommen off-label, vertrage aber nichts anderes :wink: )

Wir finden schon eine Lösung / Antwort für dich, damit du besser mit deinem Arzt kommunizieren kannst. Da bin ich mir absolut sicher :slight_smile:

Genau ich verzichte jetzt schon seit ich Medikinet angefangen hatte (Juni) auf Koffein.

Wegen dem Wirkpegel ist es echt schwierig zu beurteilen, angeblich soll ja Elvanse bis zu 14 Stunden lang aktiv sein.

30mg waren wie gesagt sehr subtil. Morgens einfach leichte Euphorie, war gelassener, aber auch halt stark abgelenkt und hatte das Gefühl, dass diese Gelassenheit dazu geführt hat, dass ich eher wichtige Sachen kleinrede. Ja das tut gut, weil ich immer sehr starke Anxiety habe und immer innerlich unruhig bin und mir dadurch selbst zu viel Stress mache. Hatte das Gefühl, dass ging schon bis abends, auch wenn bis dahin die etwas stimulierende Wirkung glaub ich nachgelassen hat.

50mg ist es so, dass ich auf jeden Fall eher das Gefühl habe, motiviert zu sein. Wie auch jetzt heute. Habe heute morgen so eine Motivation Sachen zu machen, hab mir Früstück gemacht, war gut produktiv was Arbeit angeht und auch richtig Lust gehabt Sachen anzupacken. Ist auch immer noch so.

Aber ja gleichzeitig bin ich wie gesagt bisschen unentspannter, rede wieder bisschen schneller, leicht ungeduldiger wieder.

Ich hatte ja Medikinet abgebrochen, weil ich dann so innere Unruhe hatte. Die wie gesagt glaub ich ja auch durch die Motivation und die stimulierende Wirkung kommt. Aber ja ich weiß noch, wie ich im Urlaub war, ich eine Situation hatte, die mich überfordert und gestresst hatte und mich das dann zwei Tage lang beschäftigt hat und ich nicht mehr zur Ruhe kam. Und so fühlt sich das gerade auch leicht an, vor allem in Stresssituationen.

Dass ich auch jetzt wieder ein bisschen die Nervosität habe, was ich ja alles noch machen muss, und ich mich lieber beeilen soll, bevor ich Stress kriege.

Aber das ist das was ich gerade versuche zu verstehen. Also dass ja, die Tabletten wirken gut, sie motivieren mich, ich bin produktiver. Aber ich weiß nur nicht, ob das mit der inneren Unruhe dann besser wird mit der Zeit, oder es schonmal ein klares Anzeichen einer Überdosis ist. Oder aber es ist normal, weil es sind ja Stimulanzien und die regen ja natürlich an. Und dass ich dann vielleicht anders diese innere Unruhe anders beheben muss.

Also geht halt auch bisschen darum, wie sollten die Medikamente generell wirken, was da eure Erfahrung auch ist :).

Dass die Tabletten bei dir wirken (und das scheinbar gut) brauchen wir uns denke ich nicht drüber streiten :wink:

Bei mir ist die von dir geschilderte Unruhe ein klares Zeichen einer Überdosis.
Nur als Beispiel was passiert wenn ich 50mg Elvanse nehme:
Hochgradig Hyperaktiv, innere Unruhe, Gedankenkreisen, 0 Konzentrationsfähig, getrieben, Schweißausbrüche, „Sprechdurchfall“ usw…

Hat dir dein Arzt die 50mg starr vorgegeben oder darfst du etwas probieren?
Denn der ist der Maßstab.

Die 40mg Tabletten sind leider noch nicht lieferbar.
(Das wäre die Dosierung die ich an deiner Stelle vielleicht mal als nächsten Schritt versuchen würde.)

Zur Erklärung:
Aktuell ist für Adult nur 30, 50 & 70mg verfügbar.
Jedoch wurden mittlerweile auch 20, 40 und 60mg in der EU zugelassen.

Wann jedoch Lieferverfügbarkeit hergestellt ist, konnten wir noch nicht rausfinden.
Aber ich schaue die Tage mal, vielleicht gibt es ja neue Infos…

Ja, angeblich.
Es gibt mehrere Online Umfragen die eben auch eine andere Sprache sprechen.
Ich rede hier nicht von Einzelfällen, sondern von (mindestens) mehreren hundert Teilnehmern.
Bspw. wurden auf Reddit (mehrere?) Umfragen angestoßen, im Forum hatten wir auch schonmal welche bzgl. Wirkdauer.
Dann gibt es meines Wissens nach Umfragen, die berücksichtigen ob mehrere Dosierungen pro Tag eingenommen werden usw…

Und anhand der Teilnehmer der Umfragen kannst du dir ja vermutlich denken, dass es noch deutlich mehr sind, die so handeln.

Es ist zwar nicht die Regel, aber eben auch keine Ausnahme (wie es manchmal gerne dargestellt wird).

Das ist es ja genau. Das was du hast „Hochgradige Hyperaktivität“, „0 Konzentrationsfähigkeit“, „Schweißausbrüche“, „Sprechdurchfall“ habe ich überhaupt nicht. Aber so ein leichtes nervöses Gefühl und leichte Panik. Was ja scheinbar normal sein soll.

Die Frage ist halt nur, ob es besser wird, oder ich runtergehen soll und ob vielleicht das einfach nicht möglich ist, also eine Dosis zu bekommen, wo man motiviert ist ohne eine gewisse Nervosität, weil das eine das andere ja vorraussetzt.

Wie ist das bei dir, bezüglich der Wirkung?

Ja der Arzt hatte gemeint, ich soll es mal probieren, wenn nicht, dann würden wir wieder auf 30mg gehen. Ich glaub das mit 40mg hat er nicht auf dem Schirm. Ich kann es ja morgen mal so probieren, was ist wenn ich das auflöse in Wasser und dann aufteile in etwa 40mg. (Scheint ja angeblich zu gehen…).

Was halt hinzukommt 11. September habe ich geplant nach Japan in den Urlaub zu fliegen. Natürlich will ich da auch nicht verpeilt sein, deswegen generell wären ja Medikamente dann cool, müsste ich halt nur dann vorher noch abklären und müsste da die genaue Dosis angeben die ich mitnehmen will :D. 50mg hab ich halt auch die Befürchtung, dass das dann für den Urlaub nicht passt, wenn ich dann eher innerlich unruhig bin, ist ja schon genug Stress dann.

Oder ich lasse die Medikamente mal 3 Wochen komplett weg, weiß aber nicht, inwiefern das klug ist, müsste ich auch mal besprechen mit meinem Arzt.

Ganz ehrlich?
Nein.

Ich laufe auf den 3x20 seit… das müssen bald 9-10 Monate sein :thinking:

Als ich meine Dosis gefunden hatte, war es einfach nur angenehm Subtil im Hintergrund.
Bzw. war es vorher teilweise auch, aber manchmal war ich auch wie getrieben…
30mg war z.B. okay, hatte halt nicht lang genug gewirkt.
bei 2 x 30mg konnte ich nicht schlafen (nicht spürbarer Bereich noch zu hoch (Elvanse kannst du generell in einen spürbaren und in einen nicht mehr spürbaren Bereich aufteilen, da es eine sehr langsam abflachende Wirkkurve hat. Sobald du den „spürbaren“ Bereich verlässt, heißt dass noch nicht dass du nichts mehr im Organismus hast. Es ist halt nur so gering, dass du nichts mehr davon großartig merkst.))

Ich nehme bspw. morgens um / gegen 7 die erste und nach 40min flutet die Wirkung so langsam an.
Richtig schön im Hintergrund, nicht wie bei Medikinet mit einem Hammerschlag oder wie mit einem Lichtschalter.

Die massive Konzentration war nur die ersten paar Monate da.
Da hatte ich mir irgendwann auch eingebildet, dass ich morgens zum arbeiten was mehr brauchen würde (teile mit Zustimmung meines Arztes per Feinwaage und Leerkapseln auf) und habe ein paar Wochen 25/20/20 genommen.
Diese 5mg morgens mehr, hatten mich aber im Endeffekt massiv erschöpft.
Auch wenn der Antrieb zum „Start“ besser war.
Dafür war ich am Abend völlig platt.

Bin dann wieder auf 3 x 20 zurück und alles ist top.

Dieses von dir beschriebene Euphorie zum Start ist normal.
Nennt sich Honeymoon Phase :wink:

Da erfolgt dann mit der Zeit eine gewisse Gewöhnung.
Was auch völlig normal ist.
Denn dieser „neue“ zustand wird eben irgendwann zu deinem neuen „normal“.

Und das ist definitiv KEIN Zeichen, dass du immer mehr brauchst.
Das wäre ein massiver Trugschluss.

Nicht nur angeblich.

Wir haben im Team da mal was vorbereitet :wink:

Wie gesagt, ich teile auf Leerkapseln auf (von mir ist auch das entsprechende Video) einfach weil Kapseln für mich einfacher zu Händeln sind.

Und zur Info für dich für deinen Arzt da ich nicht weiß wie „fit“ der mit Elvanse ist:
Du darfst die Kapseln lt. Beipackzettel öffnen um die Einnahme zu erleichtern.
Bspw. um die in Wasser aufzulösen oder um in eine weiche Speise unterzuheben.

Was zwar explizit nicht gestattet wird, ist das aufteilen.
Jedoch geht es da meines Erachtens nach um Haftung und so.
Es gibt Global vermutlich mehr als ausreichende Erfahrungen zu diesem Thema.
Und eine nicht unbeträchtliche Anzahl der User im Forum muss es ebenfalls so handhaben, da die erforderlichen Dosierungen teilweise einfach nicht verfügbar sind.

Ganz ehrlich, ich würd das nicht machen.
Die Zeit danach wird dir vermutlich erstmal wie die Hölle vorkommen.

Du gewöhnst aktuell dein Gehirn an den „neuen“ zustand.
Das kannst du nicht von jetzt auf gleich rückgängig machen.
Es ist wieder ein umlernen.

Also bleib bitte nach Möglichkeit dabei.

Wenn sich das „Problem“ bis dahin nicht zweifelsfrei gelöst hat, würde ich schauen ob du dafür 30mg bekommen kannst.
Ist mit der Einfuhrgenehmigung vermutlich einfacher.

Bitte rechtzeitig (am besten im laufe der nächsten Woche, ich weiß nicht wie lange das dauert) drum kümmern.

Aber da kann @Daydreamer vielleicht mehr zu sagen :wink:

Ja das ist das halt, deswegen bin ich bisschen in Panik, dass ich es rechtzeitig noch klar stelle. 30mg klingen ja erstmal nach dem Vernünftigeren

Ich würde halt auch gerne in Japan grüner Tee trinken. Weil ich das vor den Medikamenten immer gerne getrunken habe und dort ja man auch mega guten Tee bekommt. Und will halt nicht noch mehr Stimulation dann. Deswegen dann auch die Überlegung die Medikamente komplett wegzulassen und dann erstmal wieder Koffein als „Antrieb“ zu nehmen.

Lese halt online unterschiedliches, dass viele null Probleme hatten Elvanse abzusetzen, manche aber schon. Ich frag mich halt wie das ist, weil eigentlich ist es ja abends auch aus dem System theoretisch, bzw. ist man ja dann jeden Abend nicht mehr richtig medikamentös. Gerade bei Medikinet noch früher, deswegen haben ja auch viele Rebounds.

Ist dann eher die Gewöhnung wahrscheinlich, dass man nun sich im Alltag wieder schwerer tut.

Bzw. hab auch eine Freundin, gut die nimmt halt ein anderes Stimulanz-Medikament, sie vergisst of die Einnahme, oder lässt sie am Wochenende weg (auch abgesprochen). Sie hat gemeint, sie hätte da jetzt nie irgendwelche Entzugserscheinungen oder so. Aber ja vielleicht auch für jeden unterschiedlich.

Für mich halt nur blöd, weil ich ja dann wieder eingewöhnen muss danach :).

Das ist einer der Gründe warum ich sage besser durchnehmen :wink:

Das Problem hierbei ist, dass es jeweils hochgradig individuell ist.
Es kommt auf Faktoren an wie Stoffwechsel, Genetik, wie viel hast du geschlafen, hast du ausreichend getrunken usw…

Ja, vieles ist ähnlich.
Aber ähnlich ist nicht gleich :wink:

Spricht ja nichts dagegen.
Allein deswegen wäre ja schon die niedrigere Dosierung ratsam.
Halt nur bitte aufpassen wg. den Teein.

Darum auch mein Vorschlag :wink:

Und bleib ruhig, wir schaffen das alles.
Du bist nicht alleine :slight_smile:

Ja das stimmt. Vielen Dank dir auch für deine Hilfe :slight_smile:

Eine Frage, die ich auch noch habe, weil ich mich ja reinlese. Scheinbar ist es ja das Norepinephrine, also Noradrenalin, was diese Aufgeregheit und Nervosität macht. Norepinephrine ist ja sozusagen wichtig für Fokus und Aufmerksamkeit, weil es wie Adrenalin ist.

Und das ist das was ich noch nicht ganz verstehe. Warum sind dann „Non-Stimulants“ nur darauf beschränkt? Weil in meinem Kopf ist das jetzt so, mehr Norepinephrine → Eher die Gefahr, dass man nervös wird. Wieso macht das dann das so stark aus? Und wenn wir jetzt von guter Dosis reden, wie würde sich dann ein normales Balance anfühlen von Norepinephrine.

Ist für mich halt irgendwie gerade widersprüchlich. Weil ich habe ja Anxiety, also habe oft genug „Adrenalin“ und wieso hat mir dann weniger Elvanse geholfen entspannt zu sein? Bzw. ist mir vielleicht einfach das Adrenalin dann nicht so aufgefallen und das Dopamin dann hat dann ja für die Euphorie und die Ruhe gesorgt im Kopf?

Dafür bin ich hier :wink:

Gute Frage… Bevor ich da was falsches sage, würde ich diesen teil gerne an jemand mit mehr Ahnung von der tieferen medizinischen Seite weitergeben. @Justine kannst du das evtl. fachlich korrekt erklären?
Bei mir wären es lediglich Vermutungen.

Aber wie du bereits gelesen hast, ist es bei mir ja nicht groß anders.
Wie lange kommst du eigentlich mit einer Dosis ungefähr hin?

Ja als ich mich eingelesen habe, ist es wohl dass die Anxiety durch zu wenig auch entstehen kann was ja ADHS wäre und Norepinephrine wohl angeblich auch indirekt zu mehr Serotonin führen kann (???). Würde ja bedeuten, dass ich vielleicht gerade einfach ein bisschen zu viel hab und wieder runter müsste, was auch dann halt das Dopamin beeinflusst.

Was meinst du mit wie lange ich mit einer Dosis ungefähr hinkomme? Also ich habe das Gefühl, dass diese eher euphorische Phase eher morgens/vormittags ist und dann gegegen nachmittag abnimmt. Die Aufgeregtheit merke ich aber immer noch für den Abend auch. Hatte auch gestern lustigerweise seit Jahren mir mal angeschaut, was ich eigentlich so an Gas und Strom eigentlich für meine Wohnung mittlerweile bezahle und da paar Sachen organisiert. Das war irgendwie komisch, weil eigentlich cool, dass ich mich darum kümmere endlich, halt auch aus der inneren Unruhe und glaub auch den Gefühlen, kann doch nicht sein, dass ich das so schleifen lasse. Aber an sich halt auch wieder eher dann so die ADHS-Sypmtomatik auch. Eher unstrukturiert, „Hyperfocus“, also Zeitgefühl war nicht da und habe auch deswegen erst spät gegessen.

Bzw. als ich die 30mg hatte hielt es glaub ich auch sehr lange. Ist halt schwierig zu beurteilen, da bei 30mg wie gesagt der Effekt, sehr, sehr subtil war und mir da auch die Motivation gefehlt hat, was ja wohl dann Norepinephrine steuert, dass man weiß, man muss jetzt was machen. War halt wie gesagt eher im Tagesrückblick einfach solider in sozialen Aktionen und etwas entspannter. Aber ja manchmal hatte ich auch keine Wirkung gefühlt und war dann trotzdem wieder aufgeregt. (Hab aber aufgepasst immer zu essen und kein Vitamin C/Säure morgens).

Bedenke bitte dass es auch sehr darauf ankommt, wie viel du trinkst.
Das ist, grade am Anfang, maßgeblich.

Wirklich über den Tag verteilt ausreichend trinken. Im Zweifelsfall über Reminder steuern :wink:

Zudem kommt es, grade bei Frauen, auch auf den Zyklus an.
Der ist bei Männern nicht so ausgeprägt (auch wenn er trotzdem vorhanden ist).

Dann wären die 30mg vom Gefühl her eher deine Dosierung.
Bzw. die Richtung zumindest.
Auf jeden Fall aufgrund deiner Schilderungen erheblich mehr als die 50mg.

Klingt Vormittags nach nem ziemlichen Peak der dann, aufgrund des langsamen abflachen der Wirkkurve, erst gegen Nachmittags durch ist.

Spricht auch eher für die 30mg.

Gibt / gab es einen Punkt mit den 30mg ab dem du sagst dass die Konzentration langsam schwierig wird?

Anhand dieses, zugegeben relativ subjektiven Punktes, kannst du im Endeffekt deine ungefähre Wirkdauer bestimmen.

Nur als Beispiel: Mit 30/0/0 bin ich so um die 7h hingekommen. Reicht also nicht um über den Tag zu kommen.

Mit 3 x 20 komme ich von 7 bis etwa 21/21.30 Uhr hin (Wirkbeginn konstant nach etwa 40min).

Das erhöhte Noradrenalin kann zu Symptomen wie Aufgeregtheit und Nervosität führen. Noradrenalin beeinflusst den “Flucht- oder Kampf”-Mechanismus und kann daher zu einem Gefühl der Unruhe oder Anspannung führen.

Dafür sorgt Dopamin oft für Belohnung und Motivation - kann aber in höheren Mengen auch zu Überstimulation und Symptomen wie Unruhe oder Nervosität führen.

Bupropion ist ein Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Das löst eben den Kampf und Flucht Modus aus - und wenn Ängstlichkeit auftritt ist es ein Zeichen von Überdosierung.

Ein Ungleichgewicht dieser Neurotransmitter (Also NA und Dopamin) kann zu Angstzuständen führen. Wenn Elvanse dazu beiträgt, diese Balance zu korrigieren, kann dies zu einer Verringerung der Angst führen.

Wenn du die RICHTIGE Dosis hast.

Dann verändert sich der Fokus - kein Hyperfokus mehr auf die Ängste.

Zu viel macht oft eher Angst. Rebound macht auch oft Angst.

Man muss immer das Gleichgewicht finden.

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Hi @Shinichi ,

Wollte nur kurz klarstellen: Die Stimulanzien machen keine Entzugserscheinungen und sind auch keine Spiegelmedikamente. Was hier gemeint war, war eher: Wenn du sie absetzt, kommen deine ADHS-Symptome wieder und du nimmst sie vielleicht verstärkter war - weil du ja jetzt die Ruhe kennst. :wink:

Hey Zoi, ja danke nochmal fürs richtig stellen. Hatte ich ja auch so verstanden, aber die Frage ist, was es für Auswirkungen hat. Und das meinte ich, also ja die ADHS-Symptome sind wieder da und das wird bestimmt nerven. Aber ja sie sind ja dann eigentlich auch abends immer wieder da, also weiß ich nur nicht, wie „krass“ sich das dann anfühlt.

Also bei mir sind die Abende um einiges ruhiger und entspannter, als ohne Medikation!
Ich denke, weil der Stresspegel am Tag so viel niedriger ist, empfinde ich „mein ADHS“ abends am Wirkende als nicht schlimm oder anstrengend :slight_smile:

Hey danke dir. So hab ich es auch verstanden. Deswegen hatte ich auch die Befürchtung, wegen der leichten Überdosis, dass ohne Medikamente die innere Unruhe von dem Ungleichgewicht kommt, ich mit 30mg eher am Balance war, weil ich entspannter war bisschen, und jetzt mit 50mg vielleicht ein Tick zu viel. Aber ich hab ja jetzt keine krasse Panik oder so. Und das ist was ich mich frage, weil ich online von vielen gelesen habe (Ja Erfahrungsberichte immer sehr biased), aber dass bei vielen das wohl nachgelassen hat mit der Anxiety. Bzw. viele, die von Anxiety als Nebenwirkung sprechen, das richtig stark hatten, also Schweißausbrüche, Weinen, nicht mehr schlafen können, extrem hoher Puls. Und das habe ich ja nicht. Ich merke aber trotzdem so ein leichtes Gefühl, dass vielleicht bald irgendwas schlimmes passieren kann, so leichte Panik.

Kann das besser werden mit der Zeit, also nochmal ne Woche warten? Oder sollte ich sofort zum Doktor (klar was man eh machen sollte) um das abzuklären? Hab halt die Angst, dass er um sich aus der Verantwortung zu stehlen direkt auf 30mg geht, ist leider eh jemand, der nicht viel reden will, sondern nach 1 Minute direkt zum nächsten Patienten will.

Und wegen Bubpropion, sind nicht Medikinet und Elvanse, also Methyphenidate und Ampethamine nicht auch Wiederaufnahmehemmer? So hab ich es ja verstanden, die Nervenzelle gibt Dopamin ab, wird aber zu schnell wieder aufgenommen und die beiden Wirkstoffe blockieren die Wiederaufnahmekanäle, was mehr Dopamin und Noradrenalin bedeutet, dadurch dann eher elektrische Impulse.

Das ist mir beim Recherchieren irgendwie nicht wirklich klar geworden, was da genau der Unterschied ist.

Ah nice zu hören! Ja Ich habe auch das Gefühl, dass dadurch, dass ich am Tag über auch mehr Erfolgserlebnisse hatte, ich abends dann ein bisschen zufriedener sein kann. Also sei es sozial oder beruflich auch.

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Ja trinken ist normalerwese kein Problem bei mir, trinke immer sehr viel.

Wie gesagt wegen der Wirkung, kann ich echt mega schwer beurteilen, wann genau es nachlässt, weil es halt eben sehr subtil und sehr schwach ist. Was natürlich auch gut ist, dass ich scheinbar keinen Rebound habe. Aber gerade deswegen, dachte ich halt, dass die Dosis zu niedrig ist, weil ich selbst in der Euphorie-Phase sehr abgelenkt bin und mich nicht richtig motivieren kann.

Nur mal so aus Interesse…
Geht es dabei um Aufgaben die du eigentlich gerne machst oder die eher eine „Pflichtübung“ sind?
Also im Endeffekt eher lästig?