Hm, vielleicht die Ärzte, die Prinzen, vielleicht fällt nir noch mehr ein.Georg Kreisler, der ist aber eher Österreich, ein bisschen USA, Deutschland, alles ein bisschen.
Kommt jedenfalls in die Vorauswahl.
Och, mein Lieblingsmensch kommt aus dem Ländle, vielleicht kann ich den ja dazu überreden, Rechnerle für Smartphone zu sagen. Jedenfalls sagt der konsequent Ländle.
Hm, wir haben hier noch „Asterix im Morgeländle“ rumliegen …
Na so war doch der Thread gemeint, zum Entgleisen.
Ich habe Nöstlinger auch gern gelesen. Das mit dem Gewöhnen war eher auf die Flexibilität bezogen. Da wird Sprache halt aufgesaugt und akzeptiert.
Das waren nur irgendwelche Krimis aus der Schweiz, kann ich bei Gelegenheit mal raussuchen.
SciFi: In letzter Zeit habe ich wieder zu Asimov zurückgefunden. Ich finde, die Autoren damals haben erstaunlich viel von dem technischen Salat vorweggenommen, den wir heute haben. Dass die Maschinen und Rechner eine Psyche haben, wirkt zwar vernietlichend, aber ich sehe es als Symbol für das nicht mehr Berechenbare, außerdem sind wir ja heute längst an einem Punkt, dass Menschen Chatbots antropomorphisieren.
auch nicht so meins. Vielleicht Westernhagen oder Puhdys. Ich habe mich nur gefragt, wenn jetzt gar nichts aus USA gekommen wäre, wie deutsche oder europäische Musik dann heute klingen würde. Aber vor der Pop- und Rockmusik gab es ja auch schon den Jazz, der aus USA kam. Wenn man es ganz genau nimmt, hat dann auch Afrika viel Einfluss auf unsere Musik genommen, weil der Jazz viele Einflüsse aus der afrikanischen Musik hatte, und damit auch die Pop- und Rockmusik. Und dann nahmen die afrikanischen Musiker wieder die Einflüsse aus Jazz und Popmusik bei sich auf. Da kann man letztendlich gar nicht mehr sagen, was genau woher kam. Das ist jetzt fast schon mehr Weltkultur.
Mit Influencern kenne ich mich gar nicht aus… aber ich fände es auch sehr schade, wenn die Österreicher oder die Schweizer nicht mehr so reden würden, wie sie es immer getan haben. Mir gefällt das nämlich.
Cringe kannte ich als Wort noch gar nicht, daher auch nicht die Bedeutung. Wäre das dann sowas wie Fremdschämen? (achja, achtarm hat das schon erwähnt)
Würde ich gut finden! Vielleicht übernehme ich das ja für mich selbst.
Also ich so als „alte Frau“ habe gelernt, wer heute noch „Smartphone“ sagt, outet sich. Die Jungen nennen das Teil einfach „Handy“ (was ja ein original deutscher Begriff ist - nur falsch ausgesprochen quasi )… Die machen aber echt auch alles damit außer telefonieren.
Naja, was heißt schon outen … So jung bin ich nicht mehr und ich will auch nicht dafür gehalten werden. Also oute ich mich freiwillig. Lieber absichtlich peinlich als aus Versehen peinlich, ist da meine Devise. Wahrscheinlich ist auch „outen“ schon out, genau wie „out“ bereits out ist.
Manchmal sage ich auch Schmartfon. Handi klingt aber auch gut. Manno, meine Sprachausgabe sagt immer noch Händi dazu und nicht Handi!
Eben, weil man mit dem Teil alles macht außer telefonieren, wäre Rechnerle schon konsequent.
So komplett lassen sich die Kulturen nicht trennen, wäre auch gar nicht sinnvoll. Wobei es ja bei den hysterischen Diskussionen über kulturelle Aneignung manchmal den Eindruck erweckt, dass völlige Separation statt Verständigung gefordert wird. Falls du da nicht drin bist, erspare es dir besser, lohnt sich nicht.
Mir geht es sogar eher darum, dass wir uns ruhig mehr trauen sollten, sozusagen unseren eigenen Stempel aufzudrücken, zu unseren Geschichten und Perspektiven zu stehen usw., nicht nur übernehmen, sondern auch adaptieren. Vielleicht lässt sich das noch besser ausdrücken.
Ich finde schon, dass sich viele importierte Serien z.B. irgendwie nach Fremdkörper anfühlen, weil wir emotional anders temperiert sind als die USA. Da gibt es einfach viel Kitsch, der nicht so richtig hierher passt. Spontan fällt mir dieses Motiv ein, wenn jemand herausfindet, dass er oder sie adoptiert wurde und dann das totale Drama ausbricht, das eigene Leben komplett in Frage gestellt wird usw. Total bescheuert aus meiner Sicht. Meine „richtigen“ Eltern sind verdammt nochmal die, die mich erzogen haben.
Da wäre ich dafür. Oder auch manchmal überlegen, ob es wirklich das englische Wort unbedingt sein muss.
Das hab ich auch nie verstanden. Ich bin nicht adoptiert, aber wenn es doch so wäre, dann wären ja trotzdem meine (Adoptiv-)Eltern meine Eltern und es gibt keinen logischen Grund, deswegen sauer zu sein oder auszuflippen.
Ansonsten habe ich auch schon öfter gedacht, man könnte im TV häufiger Filme und Serien auch aus anderen Ländern zeigen, nicht nur aus den USA, Frankreich, GB und Deutschland.
Also zum „Schwyzerdytsch“, Sorry ich schreibe es jetzt einfach mal auf diese Weise, und das obwohl mir natürlich klar ist das daraufhin unter Schweizer:innen Diskussionen über die richtige Schreibweise entstehen werden, aber da ihr meine liebenswerten deutschen diese Diskussionen unter uns Schweizern:innen ohne Untertitelung eh nicht verstehen würdet, lasse ich das jetzt hier gerade einfach mal so stehen.
Aber eben, und weil ihr meine lieben deutschen, halt wie gesagt, einerseits unsere Schweizer Sprachkultur nicht kennt, und das obwohl diese Sprachkultur tatsächlich einerseits sehr alt ist, und z.B. bei uns z.T. bis heutzutage noch Dialekte gesprochen werden die bis heute tatsächlich dem sogenannten „altdeutsch“ sehr ähnlich sind, so wie z.B. der sogenannten alemannischen Sprache, wobei ich dieses Beispiel nur zum allgemeinen Verständnis aufführe, weil das einigen deutschen sogar bekannt ist, aber bei uns bis heute eben natürlich auch noch viele andere alte Dialekte „überlebt“ haben, über die die wenigsten Menschen aus dem deutschsprachigen Raum heutzutage überhaupt über den geschichtlichen Hintergrund dazu noch irgend etwas wirklich darüber wissen.
Aber nebst der Tatsache das unsere schweizerdeutschen Dialekte tatsächlich bis heute streng genommen wirklich sehr alten Dialekten entstammen, kommt bei uns ausserdem dazu, dass wir in unserer kleinen Schweiz ein mehrsprachiges Land sind, und zwar von insgesamt 4 verschiedenen Landessprachen, heisst Schweizerdeutsch, französisch, italienisch, und rätoromanisch.
Und jedenfalls ist es bei uns z.B. normal das deutschschweizer Kinder nebst natürlich deutsch, auch schon möglichst früh einerseits französisch, als heutzutage natürlich auch englisch in der Schule lernen müssen.
Liebe @tamaracha , was das Fernseher Programm betrifft bin ich übrigens absolut Deiner Meinung, heisst ich persönlich würde es sehr begrüssen wenn wir im Fernseher Programm nicht immer nur, und zum 150zigsten Mal, immer wieder die selben Filme und Serien, welche grösstenteils aus den USA, oder Grossbritannien, oder Deutschland stammen, immer wieder „vorgesetzt bekämen“, sondern unser aller Fernsehr Programm endlich Mal vielfältiger, und endlich auch internationaler werden würde.
Da ich kein Sprachgenie bin und vor allem wegen Französisch zu dem ich nie einen Zugang gefunden habe, bin ich ehrlich gesagt froh nicht in der Schweiz aufgewachsen zu sein.
Wobei ich mir fast sicher bin, dass in der Realität die Schweizer nicht wirklich quasi 3-4 sprachig aufwachsen.
Zum Deutschen: Ich bin immer wieder verwundert, wenn mir Deutsche nicht glauben wollen, dass Schweizer Deutsch und Österreichisch eigene offizielle(!) Varianten des Deutschen mit eigenem Wörterbuch sind. Mir wollten schon so viele erklären, Österreichisch wäre quasi ein Dialekt - ähm, tja…
Wenn man es schon nicht weiß (was ich bei der eigenen Muttersprache jetzt schon verwunderlich bis unschön finde), wieso zweifelt man das so beharrlich an? Wir schlagen eben nicht im Duden nach, sondern haben das Österreichische Wörterbuch - und in der Schweiz haben die ganz sicher auch ein eigenes Wörterbuch.
Ich bin sicher in der Einleitung des Dudens steht das sogar alles genau erklärt (müsste mal im Duden meines Mannes nachschauen).
Ich lasse mir auch nicht von einem Deutschen in Österreich gern erklären, wie wir „richtig“ zu sagen haben, wenn er es nicht mit dem Österreichischen Wörterbuch belegen kann.
Im übrigen weiß ich seeeehr viele „bundesdeutsche“ (so sage ich gerne, um das einfach abzugrenzen ) Begriffe verschiedener Gegenden, teils mehr, als mir deutsche bekannte. Finde ich auch immer witzig. Aber mal ehrlich, man kann in der eigenen Muttersprache auch ein bisserl über den Tellerrand schauen.
Ich finde auch Dialekte interessant. Aber das ist eher nicht so mein Spezialgebiet.
Noch kurz zum Thema Adoption: Ich denke, das kann man nicht beurteilen, wenn man nicht betroffen ist.
Rational ist das eine, aber es macht ganz sicher etwas mit einem, wenn man adoptiert wurde. Alleine schon weil wir schon mit einem ganz bestimmten Famlienbild aufwachsen. Und dann haben Babies wohl schon ein Trauma, wenn sie bei der Geburt getrennt werden, das wohl mehr oder weniger in einem steckt (fieserweise sicher im Unterbewussten). Aber ganz erfassen kann man dieses Gefühl sicher nur als betroffene…
Es gibt dazu auch viele Studien. Adotopierte haben mit so manchem wohl tendenziell mehr Probleme.
Aber dann müsste die Offenbarung neben anfänglicher Verunsicherung fast eher so etwas wie Erleichterung auslösen. Endlich weiß ich, warum ich so anders, labil oder was auch immer bin. Ehrlich gesagt habe ich mir das manchmal sogar irgendwie gewünscht, weil es etwas erklärt hätte.
In irgendwelchen Shows oder Filmen wird das aber oft zu einem riesendrama hochgespielt. So was geht doch subtiler und authentischer. Überhaupt, warum müssen Emotionen da immer so absurd extrem ausgedrückt werden? Da gehen meine eigenen emotionen in Abwehrhaltung.
Tja und das mit dem Familienbild, da könnten wir eigentlich mal so langsam über die Mama-Papa-Kind-Nummer hinausgekommen sein. Erst gestern hatte ich mit jemandem kurz über das Thema Frauen-WG gesprochen. Mein biologischer Erzeuger hat sich verdrückt, als ich drei war, und meine alleinerziehende Mutter war überlastet. Da hätte ich jedes alternative Modell dankend akzeptiert, wenn es entlastung und Ausgleich gebracht hätte. In dieser Hinsicht klingen diese Argumente zu biologischen Eltern, frühkindlichem Trauma bei Trennung usw. für mich irgendwie elitär und privilegiert.
Rechnerle wurde bereitwillig akzeptiert. Danach hatten wir es noch von diesen Fotos, die schief in Pappdeckel eingebaut sind, damit man das Motiv in 3D stereoskopisch sehen kann. Die gab es früher mehr und die hießen Guckis. Naja, im Laufe des Abends haben wir angefangen, den Touch Screen und auch das Handy einfach als Fühli zu bezeichnen. Man muss etwas über den eigenen Schatten springen (sprichwörtlich), aber nach ein paar Malen geht es sogar.
Seine leider verstorbene großmutter soll eine wahre Meisterin darin gewesen sein, schwäbische Wörter für solche Dinge zu erfinden oder zumindest zu verwenden. Cornflakes waren z.B. Geschnäcksel.
Hallo @achtarm , Super hast Du daran gedacht zu erwähnen das Schweizerdeutsch als eigene Sprache gilt, und wir deshalb in der Schweiz, (wie bei euch in Österreich), auch eine eigene Rechtschreibung besitzen, und deshalb eben auch nicht einfach z.B. deutsche Schulbücher in unseren Schulen benützen, sondern unsere eigenen benützen.
Und ja, Du hast natürlich absolut Recht, nicht jeder Schweizer spricht alle 4 Landessprachen, sondern ist es in der Deutschschweiz so das zwar französisch Unterricht schon recht früh in der Schule beginnt, aber das deshalb trotzdem später nicht unbedingt fliessend französisch sprechen/schreiben/lesen kann, sondern sich ehr gerade so „einigermassen mittelschlecht bis Grottenschlecht“ mit seinem französisch „durchschlagen kann“.
Ausser jemand muss von Berufswegen französisch können, und falls das so ist muss man vorher, oder währenddessen im In oder Ausland Kurse belegen, weil da das Übliche Schulfranzösisch eh nicht dafür ausreicht.
Aber genug ausgeschweift, jedenfalls Danke für Deinen Beitrag, und übrigens wie es mit dem Deutsch in Österreich ist dass wusste ich nicht, heisst dank Dir habe ich wieder was dazu gelernt.
P.s. ich mag die österreichische Küche.
Ach so und noch etwas, übrigens haben die Kinder heutzutage zuerst sogenanntes frühenglisch bevor dann später noch das frühfranzösisch dazu kommt, jedenfalls war es glaube ich bei meinen Kindern so, jedenfalls wenn ich mich noch richtig erinner.