Eindosierung Attentin um dann Elvanse Adult zu nehmen

Hallo ihr lieben,

ich bin gerade total verunsichert und habe nicht das passende in den Beiträgen gefunden.
Zu mir: Ich habe vor einem halben Jahr die Verdachtsdiagnose ADHS bekommen, diese hat sich reltiv schnell bestätigt und ich habe heute mit den Medikamenten, die mir meine Psychiaterin verschrieben hat, begonnen.
Mit meiner Psychiaterin habe ich ausgemacht, dass ich mit Attentin 5 mg beginne, hochdosiere und dann auf Elvanse Adult 30 mg umsteige. Im Forum habe ich aber jetzt gelesen, dass 5 mg Attentin ungefähr 20 mg Elvanse entsprechen. Wenn ich jetzt alle 2-3 Tage meine Dosis um 5 mg Attentin erhöhe (Sprich, Tag 7 dann 20 mg) wäre ich ja weit über´s Ziel hinausgeschossen, richtig?

Zu meiner Erfahrung heute bei 5 mg Attentin: Ich habe die Tablette um 7:10 Uhr genommen. Puls ist durchnittlich bei 90. Ich war ein wenig konzentrierter bei der Arbeit und hatte ein wenig das Gefühl in Watte gepackt zu sein, alles wirkte leiser.
Jetzt gerade habe ich eine leicht verschwommene Sicht und leichten Druck im Kopf (12:20 Uhr), aber völlig aushaltbar und nicht belastend.

Für die Eindosierung mit Attentin haben wir uns entschieden, weil ich ein Schisser bin und schauen wollte, wie es mit Herzrasen aussieht. Die Wirkdauer ist ja wesentlich geringer.
War das jetzt die richtige Entscheidung? Soll ich das überhaupt bis 20 mg hochdosieren? Nach den ganzen Beiträgen kommt mir das viel zu viel vor.

Viele Grüße
Samara

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Willkommen im Forum.

Ich weiss nicht inwiefern man die beiden einfach umrechnen kann.
Attentin ist ja soweit ich weiss nicht retardiert, Elvanse schon.
Das macht eine Umrechnung schwierig, ausserdem ist Elvanse ja eine Prodrug bei der, der Körper dann den Wirkstoff zu Dexamphetamin umwandelt, salopp ausgedrückt.

Hinzukommt, dass Attentin nur für Kinder und Jugendliche zugelassen ist.
Wenn du Älter bist, musst du das selber zahlen.

Wegem Herzrasen würde ich mir nicht soviel sorgen machen, wenn du nicht Herzkrank bist, ist das höchstes unangenehm.
Die erste Dosis könntest du einnehmen, wenn jemand dabei ist.

Persönlich würde ich trotzdem mit Elvanse anfangen (mit der tiefsten Dosis, weiss grade nicht ob das in Deutschland für Erwachsene 20 oder 30mg ist).
Der Vorteil ist, dass es halt einen ganzen Tag reichen kann (oftmals nicht, aber doch länger als Attentin), der Reboundeffekt ist normalerweise minimal.

Auch wenn im Beipackzettel von Elvanse davon abgeraten wird:
Du kannst Elvansekapseln öffnen und selber dosieren (im Wasser oder Feinwaage), falls die Dosis sonst zu hoch wäre.
Vielleicht kannst du das mal mit deiner Psychiaterin anschauen.

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Ich schließ mich dir mal an.
Man beginnt mit 30mg nicht 20mg.
Ich dosiere gerade Elvanse 30mg morgens ein und hab kein Herzrasen @Samara

Ich seh das so wie Arik. Wäre es nicht wirklich leichter mit Elvanse anzufangen? Ich kann deine Angst verstehen ich hatte auch total schiss. Aber im Grunde ist nichts negatives passiert.
Außer das ich nach der Wirkung Müde und hungrig werde :joy:

Du kannst dir das ja nochmal in Ruhe überlegen. Vielleicht kannst du sogar absprechen das du sogar noch niedriger als normal anfängt mit 20mg.

Wichtig ist immer das du mit deinem Arzt darüber sprichst. Im Beipackzettel stehen natürlich auch immer die krassesten Nebenwirkungen.
Elvanse ist nicht dafür bekannt groß krasse Nebenwirkungen zu haben.

Wenn ich mir den Beipackzettel von Medikinet angucken würde, dann wäre mir auch ganz schlecht.

Du brauchst aber wirklich keine Angst haben. Wichtig ist nur bei der Eindosierung den Koffein weg zu lassen. Elvanse und Koffein sind beides Stimulanzien. Da kann es gut mal vorkommen das, das Herz dann rast. Aber da hast du ja Einfluss drauf. Ich trinke nur Koffeinfreien Kaffee :slight_smile:

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Hallo ihr beiden, danke für eure Antworten.
Ich hab ja tatsächlich heute die erste Dosis Attentin genommen und sehr gut vertragen.
Ich habe in 2 Wochen den nächsten Termin bei meiner Psychiaterin, da werde ich dann direkt auf Elvanse umsteigen und schauen, ob ich es gut vertrage und es mir hilft.
Ich war nur echt irritiert, weil ich im Forum gelsen habe, dass die ungefähre Umrechnung so wäre, wenn man es umrechnen müsste. Man lernt nie aus :sweat_smile:.

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Bevor du groß umrechnest wenn das überhaupt geht, würde ich das Elvanse direkt nehmen. Ich glaube das es einfacher ist für dich. Und du dir weniger einen Kopf machen musst.

Du kannst wärend der eindosierung mit Elvanse weiter im Forum aktiv bleiben falls du unsicher bist wegen der Wirkung.
Meistens kann man die Leute beruhigen weil es dann doch nicht so schlimm ist wie man immer denkt.

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Also Attentin 20 mg ist ja die Maximaldosis für den ganzen Tag- und weil es kurz wirkt nimmt man es mehrmals am Tag.

Elvanse 30 mg wirbt doppelt bis dreimal so lang wie Attentin und in 30 mg Elvanse stecken ca 9 mg Attentin.

Du kannst auch mal 2,5 mg Attentin nehmen.

Wie lange wirkt es denn? 4 Stunden?

Alle 2-3 Tage 5 mg und bis 20 mg ist zu schnell und zu heftig für meinen Geschmack.

Mein Sohn nimmt 2x täglich 5 mg Attentin. Er ist 11, als 6-jähriger nahm er zuerst 2,5 und später 3,75 mg als Einzeldosis.

Es gibt ein paar Leute, für die die Einzeldosis 20 mg Attentin richtig ist. Ob du das bist und ob es gut ist in wenigen Wochen bis dahin zu dosieren, weißt du aber nicht.

Das Schöne an Attentin, du kannst in feinen Stufen dosieren. Es gibt 5-er, 10-er und 20-er Tabletten, und alle lassen sich sehr gut vierteln.

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Hi Justine,

ja, ich würde sagen, es hat 4 Stunden gewirkt und dann bin ich „runter gekommen“. War ca. 30-60 min müde, leichtes Kopfdrücken und leicht verschwommene Sicht. War aber nicht schlimm. Da kenne ich von meiner Partyphase ganz andere Zustände :scream::laughing:.
Ich muss sagen, dass die 5 mg jetzt nicht so viel bewirkt haben, ich weiß aber nicht, ob ich vielleicht einfach zu viel erwarte. Ich war zwar ein wenig konzentrierter, aber meine Gedanken waren wie immer. Also viele :sweat_smile:.

Oh, ich hab die Antwortfunktion gefunden :sweat_smile:.

Das ist eine gute Idee mit dem Teilen. Ich werde das kleinschrittiger bis zum nächsten Termin angehen. Danke.

Ich finde es nicht verkehrt mit Attentin zu beginnen! Habe ich auch so gemacht. So kann man mal schauen wie man auf Dexamfetamin reagiert und hat nicht gleich den ganzen Tag ruiniert, wenn die Dosis gar nicht passt.

Mein erster Versuch mit Elvanse Anfang des Jahres ist total in die Hose gegangen. Ich wollte mit kleinen Dosierungen anfangen um kein Risiko einzugehen - jetzt weiß ich allerdings, dass kleine Dosierungen (unter 30) bei mir besonders negative Nebenwirkungen verursachen.

Den zweiten Versuch habe ich erst vor kurzem begonnen und habe auch ganz bewusst mit Attentin begonnen - auch wenn man die Dosierung nicht direkt umrechnen kann und Attentin und Elvanse etwas unterschiedlich wirken - ich würde es wieder so machen.

Bei MPH empfehlen auch viele mit unretardiertem einzudosieren.

Elvanse ist kein Retardpräparat sondern ein prodrug.

Hier ging es um Eindosierung Attentin:

Danke dir, Justine. Den Beitrag habe ich mir durchgelesen. Sind auf jeden Fall viele hilfreiche Tipps dabei.

Ich finde das auch eine gute Idee erst mal Attentin zu testen, wegen der geringeren Wirkdauer. Gerade bei mir Schisser :sweat_smile:. ~12h Herzrasen hätte ich eher nicht so gut vertragen.

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Nä 5mg sind mehr als 20mg Elvanse.

In 20mg Elvanse sind 5.8mg Dexamphetamin. Allerdings über die doppelte Zeitspanne wie Attentin. Heißt 20mg entsprechen eher 3mg Attentin. Also sind 5mg Attentin in der Wirkstärke so im Bereich von 35mg Elvanse. Aber ist auch ziemlich inviduell und kommt auf deinen Stoffwechsel an.

Und ja ich bin auch Fan von Attentin zum Eindosieren. Viel flexibler und leichter zu kontrollieren. Elvanse ist ein Glücksspiel.

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Ich wäre auch lieber mit Attentin angefangen.
Ich finde es sehr umsichtig , dass deine Ärztin deine Sorgen ernst nimmt und dir eine Alternative zu Elvanse angeboten hat, auch wenn sie die Umrechnung nicht ganz im Blick hatte.

Ich würde deine Körper und Sorgen etwas Zeit geben und langsam steigern. Du hast ja schon in 14 Tagen wieder einen Termin zur weiteren Eindosierung was ja schon sehr zeitnah ist zu dem was man sonst oft hier ließt.

Mal eben mit 30mg Elvanse ist nicht für jeden gut aber ebenso auch nicht unterdosiert zu starten . Es bleibt immer auch eine individuelle Sache .

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Eine unpassende Dosis kann sehr unangenehm sein - sowohl zu viel als zu wenig. Das hatte ich lange nicht geglaubt, dachte eigentlich „unangenehm“ bedeutet immer zu viel.

Das Problem bei Elvanse ist dann die lange Wirkdauer. Und dann soll man auch noch tagelang bei der gleichen Dosierung bleiben.

Das ist nicht auszuhalten. 6 Stunden gehen da besser vorbei, wenn’s mal nicht passt.

Das ist ja auch die Idee warum einige die Eindosierung mit unretardiertem Ritalin empfehlen/ bevorzugen.

Aber bei Elvanse denkt da fast keiner dran.

Natürlich kann man es auch nicht so richtig umrechnen - aber eine Idee bekommt man schon.

Hallo ihr drei,

Dankeschön:).

Meine Psychiaterin ist leider gerade im Urlaub bis zum 06.12., daher frage ich euch, weil ihr mir schon so gut weitergeholfen habt.
Ich hab gestern erst mein Blutdruckmessgerät erhalten, daher konnte ich vorher noch nicht schauen. Gestern Abend lag mein Blutdruck bei 144/101 und mir war auch echt nicht gut. Das Attentin hatte schon lange aufgehört zu wirken (Wirkung von 8 - 12 Uhr ca.), trotzdem denke ich, dass es daran lag. War es zu viel (10 mg)? Soll ich jetzt weiter machen? Ich hab gerade echt etwas Schiss, dass es heute Abend wieder so ist.
Heute Morgen war mein Blutdruck bei 135/70.

Hallo @Samara

Verstehe ich das richtig, dass du von 5mg direkt auf 10mg gegangen bist?
Und bei 5mg hattest du das Herzrasen nicht, wohl aber bei 10mg? Wie war denn die Wirkung so insgesamt?

Was hast du an dem Tag sonst noch gemacht? Sport? Kaffee oder Schwarztee oder so getrunken?

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass Attentin unter Umständen in sehr kleinen Schritten eindosiert werden sollte. Bei mir beispielsweise: Attentin 5mg sind okay aber nicht ausreichend, 6.25mg sind perfekt, 7.5mg sind schon zu viel…

Damals mit Elvanse war meine optimale dosis irgendwo zwischen 40mg und 50mg. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke würde ich sagen, 5mg Attentin entsprechen in etwa 40mg Elvanse… aber da wird vermutlich jeder was anderes sagen, ist sicher individuell… von daher halte ich es eher für schwierig, Attentin einzudosieren um dann auf Elvanse zu wechseln. Aber kann ja sein, dass das für dich genau richtig ist :slight_smile:

Hallo :slightly_smiling_face:

ich hatte noch einen Zwischenschritt mit 7.5mg dazwischen für 2 Tage.
An sich fand ich die Wirkung bei 10mg bisher am besten. Ich konnte mich zu Aufgaben bewegen auf die ich sonst so gar keine Lust hatte, ich war motivierter und mir ging es während der Wirkung echt gut, abends kam dann der hohe Blutdruck (Herzschlag war tatsächlich gar nicht so hoch ~80BPM). Ich lag vor dem Fernseher, auf Koffein etc. verzichte ich seit der Eindosierung und Sport mache ich nicht (außer lange spazieren gehen mit dem Hund, aber das mache ich ja immer).
Bei 5mg und 7,5mg hatte ich das Gefühl noch verpeilter zu sein und mehr zu „hängen“ (also z.B. vor dem Herd zu stehen, Kopf war leer, „was wollte ich gerade machen?“) und irgendwie war ich sehr langsam. Motorisch und im Kopf.
Durch den Blutdruckanstieg hab ich dann Freitag und Samstag erst mal auf die Einnahme verzichtet, weil mir das echt Angst gemacht hat, habe aber gestern wieder mit 5mg angefangen. Am Donnerstag habe ich den Termin bei meiner Psychiaterin, da werde ich das direkt ansprechen.

Hallo alle :slight_smile:

Ich wollte mal berichten, wie es mir in den letzten Wochen ergangen ist.
Der Blutdruck war wirklich nur an dem einen Tag so hoch, ich denke, dass es an den Süßigkeiten lag, die ich an dem Abend gegessen habe, da hab ich vorher gar keine Verbindung gesehen.

Ich war am 7.12. bei meiner Psychiaterin und habe am 8.12. angefangen 30 mg Elvanse zu nehmen. Die ersten Tage hatte ich nach Wirkbeginn ein euphorisches Gefühl, war sehr gut gelaunt und habe ein paar Sachen geschafft, die ich mir vorgenommen habe. Seit Tag 4 habe ich das Gefühl, keine positiven/negativen Effekte von Elvanse zu haben. Ich habe genauso wenig Motivation z.B. die Wohnung aufzuräumen wie ohne Medikamente, ich habe viele Gedanken im Kopf (wie immer), die ich nicht wirklich ordnen kann, Konzentration ist auch wie vorher, nur meine Laune ist etwas besser/beständiger, was aber auch an meiner Trennung und somit wegfallendem Stressfaktor, liegen kann.
Nebenwirkungen habe ich keine und kann normal schlafen (8-9 Std., wie vorher auch) und auch der Appetit ist wie immer (leider :rofl:), Blutdruck und Herzschlag sind minimal höher als ohne Medikamente. Zwischendurch hatte ich mal das Gefühl, dass mein Herz piekt, aber auch das ist wieder weg. Ein Wirkanfang merke ich ein wenig, ein Wirkende gar nicht.
Ich habe morgen wieder einen Termin mit meiner Psychiaterin und werde dann auch mit ihr besprechen, wie wir weiter verfahren. Mich würden aber eure Meinungen/Erfahrungen dazu interessieren. Klingt das nach einer Unter-/Überdosierung?
Ich hatte gehofft, dass Elvanse ähnlich wie Attentin wirkt, bloß über den ganzen Tag verteilt. Bisher ist das leider nicht so.
Ach so, ich esse regelmäßig, trinke kein Koffein, aber rauche :confused: (aufhören derzeit nicht geplant).

Viele Grüße

10 mg Attentin würde ja mindestens 70 mg Elvanse entsprechen, eher sogar höher.

Also 70 mg Elvanse enthalten 20 mg Dexamfetamin, wirkt aber 2-3 mal so lang. Und wenn du vorher 10 Attentin brauchtest müsste deine Elvanse Dosis wohl höher sein als 30 mg.

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