Eindosierung Sohn 7 Jahre

Mit dem retardierten Medikinet sind wir ja nicht klar gekommen. 20mg hatten keine Wirkung sondern nur Traurigkeit als Nebenwirkung, deshalb sind wir wieder zurück zu den unretardierten. Und da ist einfach das Problem, dass diese nicht lange wirken. Seine Klassenlehrerin würde bestimmt eine Tablette nachlegen und darauf schauen, dass das auch klappt. Dann hätten wir VIELLEICHT die komplette Schulzeit abgedeckt, nachmittags würde uns das aber nichts bringen, hmm….

Ich denke schon, dass die Lehrerin das übernehmen würde mit den zweiten Tabletten aber so ganz Recht ist es mir nicht und der restliche Tag ist dann nicht abgedeckt aber vielleicht versuchen wir es mal.

Heute hat er 12,5 unretardiert genommen. Die Wirkung war wirklich durchschlagend. Er hat alle 5 Hausaufgaben in einer Stunde gemacht, die er die komplette Woche nicht hinbekommen hat. Nach 3 Stunden kam der Rebound und er war sehr wütend und traurig aufgrund zweier Situationen.

Wenn er also die Tabletten unter der Woche um 7 nimmt, ist die Wirkung ja um 10 Uhr (!) schon wieder vorbei, also mitten in der 3. Stunde.

Aber es hilft mir, dass die 12,5 jetzt wirken und es doch nicht zuviel ist wenn wir dann nachlegen.

Also vielleicht 12,5 -5 -5 ?

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Entschuldigt, ich muss nochmal anschauen wie ich richtig zitieren kann :grinning_face_with_smiling_eyes: er hat bisher immer nur Medikinet genommen.

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Warum probiert ihr dann nicht ein anderes retardiertes Medikament, z.B. Ritalin LA oder Equasym oder Concerta? Vielleicht verträgt er Medikinet retard einfach nicht so gut.

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Hatte er mal mehr als 20 retardiert? Vielleicht war das zu wenig? 2x12.5 = 25

Wir sind bei Medikinet Retard nie über die 20 hinaus da er sich komisch verhalten hat und einen traurigen Eindruck machte.

Elvanse hatte uns die Ärztin auch noch ans Alternative empfohlen. Allerdings glaube ich schon, dass MPH der richtige Wirkstoff für unseren Sohn sein könnte. Ich werde dann wohl mal doch nach Ritalin und Concerta fragen. Ersteres wollte sie uns erst nicht geben….

Ich dachte eigentlich ich bin informiert aber so langsam werde ich wahnsinnig und frage mich was da passiert. Aktuell ist er abends extrem aufgedreht, kaum zu halten und einschlafen dauert ewig….

Nun kommt noch hinzu, dass wir zu Weihnachten 9 Tage in den Urlaub fliegen und es ein Staatsakt ist die Medikamente mitzunehmen. Die Ärztin meint, wir können die 9 Tage auch aussetzen aber ich bin unsicher?! Oder bis dahin weiter probieren mit den unretardierten und den Urlaub als Pause nutzen um danach das Präparat zu wechseln. Ist das möglich oder ist das alles Unsinn? Bin schon Matsch in der Birne :see_no_evil_monkey:

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Wohin geht es denn in den Urlaub?

Nach Ägypten

Schön aber „ui“ im Bezug zu Medikamenten. Kennst du denn die Vorgaben ?

Das “ui” trifft es gut. Die Ärztin würde uns ein Schreiben mit der Dosis, Grund etc. aufsetzen. Damit sollte man wohl auch noch zum Gesundheitsamt gehen. Originalverpackung würde mitkommen…

Aber ob das ausreicht? I don’t know, offiziell haben wir nichts gefunden. Mein Mann möchte ungern das Risiko eingehen, dass da etwas nicht klappt. Er fliegt mit unserem Sohn alleine. :see_no_evil_monkey:

Kommt denn dein Sohn dann ohne Medis klar?

Naja, im Alltag ist es sehr schwierig da er die ganze Zeit Hummeln im A…hat, am Fluchen und schimpfen ist etc. Er dreht am Rad, hört kein Wort.

Allerdings ist er ja nachmittags sowieso noch nicht eingestellt (die 5-10mg nachmittags wirken so gut wie nicht). Wenn er also die Medikamente mitnehmen würde, dann wären eh auch nur 2 Stunden am Tag abgedeckt. Im Urlaub klappt es meist einigermaßen, da kann er sich austoben, ist im Freien, alles ist neu und somit interessant und die Dynamik ist ne andere da sie nur zu zweit dort sind.

Vielleicht als Möglichkeit nutzen und danach Ritalin LA oder Concerta versuchen?

Komme mir selbst gerade gerade wie ein kleines eingeschnapptes Kind vor, das keinen Bock mehr hat :see_no_evil_monkey:

Ich bin Team Concerta und habe-stand jetzt- super gute Erfahrungen gemacht. Versuch macht klug. Die Umstellung war bei uns problemlos. Ihr seid ja jetzt bei 12,5 als Einzeldosis. Da gibt es von Concerta nichts.

Wir hatten auch 12,5 als optimal empfunden, 15 war zu viel und 10 zu wenig. Wir haben jetzt 5mg unretadiert mit 36 mg Concerta und sind super zufrieden. Die nächst höhere Dosis haben wir nicht ausprobiert. Da würde der Kinderarzt auch nicht mitgehen, weil ihm das als zu viel erscheint. Rein rechnerisch hat er dann als erste Dosis 12,5 und als 2. und 3. ca. 10 mg.

Auch hier gilt es auszuprobieren. Ich würde es auf jeden Fall ausprobieren.

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Vielen Dank dir. Dann werde ich das mal der Ärztin vorschlagen. So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen. Heute wieder schon mehrfach wegen dem Kind geheult…und man wird gefühlt einfach alleine gelassen, auch was die Medikation betrifft. Da bin ich froh über die hilfreichen Tipps, die man hier bekommt :heart_hands:t3:

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Mir ging es genauso: Der erste Arzt (Psychiater in einer Institutsambulanz) kannte nur Medikinet und hatte das Prinzip der Retard Kapseln nicht verstanden. Dank der super Infos aus dem Forum konnte ich den Kinderarzt von der jetzigen Dosierung überzeugen.

Und ja, manchmal ist es zum Verzweifeln!

Wie lange kann ein Rebound denn anhalten? Aktuell ist es eine richtige Katastrophe am Nachmittag: Schreien und Wüten bei den Hausaufgaben, die kleine Schwester wird ständig geärgert und ihr Angst eingejagt, ständiges Schimpfen, gestern sogar seit langem wieder mit den Nachbarskindern angeeckt und ich komme 0 zu ihm durch.

Ich frage mich ob das noch an einem Rebound liegen kann? Aber die Tabletten nimmt er ja morgens uns die wirken dann ja schon lange nicht mehr - die Dosis für den Nachmittag bringt gefühlt nicht viel. Aber kann ein Rebound so lange anhalten? :thinking:

Zu Concerta: Für uns wäre es auch für die Schule wichtig, dh da müsste er ja dann höchstwahrscheinlich auch noch Medikinet morgens mit dazunehmen. Braucht er da dann nicht ne mordshohe Dosis Concerta wenn er bei 12,5mg unretardiert ist?

Also, 22% der Dosis wird schnell freigesetzt. Der Rest über den Tag verteilt in 2 Dosen.

Der Ausgangswert ist 31,13mg Methylphenidat pro Tablette Concerta 36mg. 22% Prozent sind ungefähr 7mg und dazu geben wir 5mg Unretadiertes. Dann sind wir bei 12 mg bei der ersten Dosis. Bleiben für die zweite und dritte Dosis jeweils 12 mg übrig. Da die Tablette über ein Osmose-Verfahren funktioniert, gibt es immer noch Rest-Medikament in der Kapsel, das mit ausgeschieden wird. Deshalb wird 36mg Concerta für Kinder empfohlen, die eine Einmaldosis von 10 mg haben.

So sieht es auf dem Blatt Papier aus, aber man muss einfach ausprobieren, ob es passt. Ich hoffe, dass verwirrt jetzt nicht noch mehr?

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Das hört sich richtig gut an. Ihr habt ja sozusagen dieselbe Dosis unretardiert wie wir, da würde Concerta mit 36mg gut passen. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, sind es Kapseln? Das könnte schwierig werden….

Muss nochmal eine Eindosierung stattfinden?

Ich gehe aktuell wirklich auf dem Zahnfleisch und hab schon gesagt, dass ich das nicht mehr kann. Ich habe wirklich das Gefühl, dass er die ganze Familie zerstört. Ist es wirklich normal für ADHS, dass ein Kind einfach überhaupt nicht hört und jegliche Grenze überschreitet? Er ärgert seine Schwester und hört einfach NICHT auf. Dann beleidigt er uns alle ständig (nicht immer wenn er zornig ist, auch einfach so weil er es lustig findet etc.). Mir sind die Hände gebunden da er einfach nicht hört - das kommt dann immer erst wenn es eskaliert ist, ich ihn anschreie und heule.

Und schlimm ist, dass ich mittlerweile auch hauptsächlich nur noch negativ auf ihn blicken kann. Wir wollten heute nochmal auf einen Weihnachtsmarkt, mir graut es schon seit gestern davor….

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Das kenne ich auch zu gut. Jedenfalls war es auch so bevor mein Sohn gut eingestellt war mit den Medis. Er konnte nicht anders. Das weiss ich heute.

Jetzt ist das nicht komplett weg. Aber ein “Stopp” funktioniert viel besser! Und er kann ins Zimmer geschickt werden wenn es eskaliert. Das ging ohne Medikation gar nicht.

Auch das kenne ich. Es hat mich irgendwann auch einfach alles an meinem Kind nur noch genervt. Einfach weil er so oft über meine Grenzen ging und ich so sehr erschöpft war.

Manchmal habe ich ihn mir dann angeschaut wenn er friedlich geschlafen hat. Dann konnte ich wieder mehr Liebe empfinden.

Das würde ich zum Beispiel einfach nicht machen. Diesen Stress habe ich uns erspart.

Ich habe zeitweise nur noch Ausflüge gemacht wo mein Kind sich nicht benehmen musste. Ohne Reizüberflutung. Ohne Menschenmassen.

Wald. Natur. Bach. Etc. Das hat prima funktioniert. Auch für mich. Der Druck war weg. Und wirklich verpasst haben wir auch nichts

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