Elvanse zu hoch dosiert?

Ich bin seit April beim Eindosieren von Elvanse, nachdem ich MPH ab 30mg nur medium vertragen habe, mehr Nebenwirkungen als Wirkung, siehe hier: Medikinet vs Concerta vs LDX (+ Intuniv)

Bis 50mg Elvanse habe ich eigentlich nicht richtig viel gemerkt, immerhin auch keine Nebenwirkungen. Etwas ruhiger und müde. Bei 60mg hatte ich mal kurz so einen Art Chill-Effekt, aber das hat sich leider wieder gelegt.
Zunehmend hab ich Schwierigkeiten mit dem Fokus, beim Blickwechel, das fand ich mein Autofahren lästig. Deshalb bin von 70mg wieder temporär runter auf 50mg, jetzt probiere ich nochmal 70.

Ich würde sagen, dass ich auch eher wieder unruhig und aufgekratzt bin, wie vom MPH ab 30, deshalb ist mein Gefühl, dass 70mg LDX zuviel sein könnten. Will aber nicht zu früh aufgeben.
Wie lange sollte man das mindestens durchziehen? Hat sich temporäre Unruhe wieder gelegt?

Grüße und Danke!

1 „Gefällt mir“

Habe selber mit dem Medikament keine Erfahrung, aber laut dem Eindosierungsguide sollte man 5-7 Tage probieren und dann den „Mittelwert“ aus der Erfahrung nehmen. Gibt ja immer wieder mal Tage wo man anders reagiert.
Dabei auch auf Koffein, Energy Drinks etc verzichten!

Medikamente ADHS | Dosierung Medikinet Elvanse - ADxS.org

2 „Gefällt mir“

Du brauchst ca. 5 Tage Einnahme zur gleichen Zeit für einen Steady-state und nach 3 Tagen hab ich immer gemerkt ob es überhaupt nicht passt, die ersten 3 Tage kann von kacke, guck, ok über gut kacke, gut/ok etc alles sein und wenns ok ist kann es sich auch noch geben.
.Mußt du selbst was merken? Hast du eine gute Eigenwahrnehmung? Oder haben andere viel gemerkt wo du nix gemerkt hast? Weil du weniger Stress mit allen hattest etc.

2 „Gefällt mir“

Ich hatte 70mg beim ersten Mal 6 Tage am Stück genommen, unterbrochen habe ich es primär wegen der Problematik mit den Augen. Meine mich aber zu erinnern, dass es insgesamt nicht so toll war, aber da war es zum Teil stressig, kurz vor dem Urlaub. Selbst beim MPH wurde es am Ende mit Concerta 37 langsam besser, als ich mal ein paar Wochen die gleiche Dosis hatte, auch wenn es nie optimal war.

Heute ist wieder Tag 1 70mg und ich fühle mich überreizt und unsouverän, allerdings waren 70 auch schon mal unangenehmer.
Werde das nicht überbewerten und in einer Woche nochmal schauen, mich bemühen es 14 Tage am Stück durchzuziehen und dann endgültig bewerten. Habe auch die Dosis normalerweise erst alle 10 bis 14 Tage erhöht, eher etwas langsamer.

1 „Gefällt mir“

Kein Koffein mehr seit den Stimulanzien. Da gehe ich durch die Decke.

2 „Gefällt mir“

Also jeder ist anders, weswegen es schwierig ist zu sagen ob das für dich eine hohe Dosis ist oder nicht, aber wenn Du die Statistik anschaust dann bist Du mit 70 mg Einmaldosis ziemlich drüber raus.
Es gibt zwar viele die so viel nehmen aber die meisten teilen die Dosen über den Tag auf.

70mg auf einmal würden mich komplett ausnocken, aber ich kann locker 80-90 mg über den Tag verteilt nehmen. Jedenfalls wenn Du von 70mg kaum was merkst dann befürchte ich, dass Du ein Non-Responder bist.
Würde aber auf jeden Fall noch versuchen, höher zu gehen. Gibt ja dann doch mal Ausnahmefälle, die halt mehr brauchen.

1 „Gefällt mir“

Das muß nicht.

Es ist nicht zwingend das eigene Empfinden ausschlaggeben, denn es kann falsche Erwartung sein, es kann eine verschobene Wahrnehmung sein, die wenn abgesetzt wird erst zeigt, was Lisdexamfetamin dann doch wirklich bewegt hat, es kann sein, das es so subtil wirkt, das das Umfeld die deutlich Veränderung wahrnimmt, weil wenn man sie fragt sagen, daß man weniger gestresst, weniger impulsiv, weniger streitlust oder was auch immer man für negative Eigenschaften hat. Das muß man auch sein Umfeld bevor man absetzt/ reduziert wirklich fragen, gerade wenn man offen kommunizieren kann.

Aus den Rückmeldungen kann man ggf. auch viel ableiten, vielleicht ist aber auch deutlich weniger auf einmal und dann aber 2 oder 3 Gaben in Wirkung, Nebenwirkungen und dem was man im Alltag schafft anders/besser/hilfreicher.

Mal so ne Liste führen was hab ich vorher am Tag ohne Medikamente gemacht und geschafft und was schaffe ich jetzt wie sieht jetzt mein Tagesablauf aus.
Nicht das irgendeine „Wunderwirkung“ erwartet wird und das was man doch durch die Medikamente mehr und besser schafft als viel zu selbstverständlich erachtet.

In vielen Beiträgen und ich such mal einen der letzten Tage hieß es sinngemäß ‚wenn man nichts merkt, mehr schafft‘ hat man die richtige/optimale Wirkung.

Ich gehts in meinen Tasks mal suchen, denn Stimulanzien verändern nicht das Leben sondern ermöglichen, das mein sein Leben selber besser geändert bekommt (ich glaube auch Sinn aus besagtem Beitrag)

Wenn die Nebenwirkungen so deutlich sind, wird ja reagiert.

Wie war es ohne Stimulanzien? Du hast dann doch direkt wieder welche nehmen wollen, oder? oder hab ich den falschen Beitrag in Erinnerung?

Wenn dem so ist, gibt es ja positive Wirkungen auf die Adhs Symptome, nur sind sie dir dann kicht bewußt…

2 „Gefällt mir“

So nach langem Suchen gefunden

[Elvanse wirkt bei mir nicht - #17 von Mixkassette](https://adhs-forum.adxs.org/t/elvanse-wirkt-bei-mir-nicht/2


7911/17)

Der Text über das Kind mit der Wirkung fand ich gut und denkanregend

2 „Gefällt mir“

Schwierig zu sagen, heute zumindest kann ich defintiv sagen, dass es keine signifikant positive Wirkung gab mit 70mg: Impulsiv und überreizt. Gut möglich, dass die „wenig wirkenden“ 50 oder 60mg eben jenen subtilen positiven Effekt hatten.

Interssanterweise hatte ich bei MPH das Gefühl, dass ich etwas reflektierter war, kann aber daran liegen, dass ich sehr mit den Nebenwirkungen beschäftigt und deshalb etwas „eingeschüchtert“ war.

Zwei Dosen sind ja bei Elvanse eher unüblich? Könnte ich mir zwar gut vorstellen, da bei höheren Dosen der Rebound etwas signifikanter wird. Wobei ich eigentlich 2 Dosen lieber vermeiden möchte. Rein organisatorisch.