Falsche Autismus-Diagnose - nur Kompensation des ADHS

Ich bin ganz ehrlich: Die mittlerweile rund 200 Beiträge habe ich mir nicht durchgelesen, sondern lediglich die ersten paar der Threaderstellerin – und jene ganz am Ende. “Oben” hört es sich für mich so an, als wäre der Fall für Dich klar – weiter unten beginnen dann wieder (leichte) Zweifel.

Was die beiden Diagnosen betrifft, gehe ich seit einem Jahr durch die Hölle, siehe hier.

Meine persönliche Meinung danach ist, a) diese Diagnosen wird es in fünfzig bis hundert Jahren, in der jetzigen Form, nicht mehr geben. Und b): In Deutschland gibt es keine fünfzig Diagnostiker, die ADHS und Autismus wirklich sauber voneinander unterscheiden können. Wenn Du hochgradig maskierend (und vielleicht auch noch weiblich) bist, dann scheint es richtig problematisch zu werden.

Pragmatisch:
Nimm zehn sehr gute Ratgeber zum Thema Autismus und ADHS (findet man eher im englischsprachigen Bereich). Schau, welche Dir am meisten Hilfe bieten. So wie ich das bei Dir raus lese, relatest Du mehr mit den ADHSlern. (Bei mir ist das völlig anders: Ein Großteil der ADHS-Bücher sind für mich Altpapier. Ich kann damit nichts anfangen, es ist nicht zutreffend. Bei Autismus ist das komplett anders, da trifft 90% zu). Und: Es geht eigentlich nur darum, die richtige Hilfe zu bekommen. Der einfachste Ansatz bei ADHS sind Betäubungsmittel: Profitierst Du sehr von diesen? Sehr gut! Strebst Du eine Erwerbsminderungsrente an? Dann wäre eine Autismus-Diagnose sehr viel hilfreicher! Brauchst Du Ergotherapie? Die bekommt man auch mit ADHS. Und so weiter, und so fort … Der Bereich der Diagnostik scheint mir irgendwie subjektiv zu sein, sofern der Fall nicht sehr eindeutig ist.

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