@tamaracha hat es geschafft, das Ganze in logische Sätze zu verpacken, danke dafür 
@CaHa
Die Studien, auf die ich Verweise auf der ADxS-Webseite gelesen habe, befassten sich wohl wirklich nur mit den bekannten Stimulanzien-Wirkstoffen, also Methylphenidat und Lisdexamphetamin. Solche alltäglichen Stimulanzien wie Energy-Drinks, Kaffee etc. müsste man in der Tat mal erforschen.
Drogen, also in dem Fall wohl Amphetamin, sind meines Wissens nach erforscht, weil das die Ausgangsbasis für die Medikamenten-Entwicklung war. Wenn Menschen darauf eine paradoxe Wirkung zeigen, wäre das vermutlich wirklich ein Indiz mal nach ADHS zu schauen. Aber da kenne ich mich viel zu wenig aus und habe auch selbst noch nie in meinem Leben Drogen genommen.
So weit weg vom Thema sind wir gar nicht!
außerdem mag ich die Diskussion und finde sie spannend, deshalb habe ich kein Problem damit die in meinem Thread zu führen.
Komplett zurück zum Thema:
ich habe mich die Tage ein wenig in die neurobiologischen Ursachen von ADHS eingelesen und selbst als Laie, der wirklich nicht viel von den medizinischen Fachbegriffen versteht, hilft es mir ernorm über die Forschung zu lesen. Es fühlt sich zum ersten Mal an, als könnte ich die Unterschiede in meinem Gehirn tatsächlich benennen.
Jedenfalls kam mir in dem Zusammenhang der Gedanke, dass ADHS und Autismus sich als Entwicklungsstörungen in vielen Dingen überschneiden, aber eben ganz verschiedene Schwerpunkte in der Symptomatik haben. Mit Sicherheit ist das kein bahnbrechend neuer Gedanke, aber da es hier im Thread viel um die Unterscheidung der beiden Störungen ging, fand ich das interessant.
Wenn ich annehme, wie Krause & Krause das in “ADHS im Erwachsenenalter” schreiben, dass ADHS eine Störung in der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen ist, dann wäre Autismus für mich in dem Sinne eine Störung der Aufnahme und Verarbeitung von Information der Kommunikation mit der sozialen Umwelt. Wohlgemerkt jeweils im Schwerpunkt, was bedeutet, andere Bereiche sind in den meisten Fällen auch betroffen.
Das sind gerade nur aufgeschriebene Gedanken und ich glaube, sie ergeben (noch) nicht so viel Sinn, aber ich wollte sie einmal festhalten. Da stecken mir noch zu viele Widersprüche und Unklarheiten drin.
Noch ein Gedanke:
Die autistische Sehnsucht nach Routine und Vertrautheit wird immer wieder als Gegensatz zur “klassischen” ADHS-Sehnsucht nach Neuem und Spannendem genannt. Aber ist es nicht gerade mit einem ADHS-Gehirn so, dass man sich nach Routine, Vertrautheit und Struktur sehnt? Die meisten können sie nicht halten und wissen gleichzeitig, dass sie ihnen (maßvoll und selbstbestimmt eingesetzt) sehr gut tun kann. Nicht jedem und immer, das ist klar, aber in einer Vielzahl vermutlich schon. Für mich sind diese Gegenüberstellungen deshalb maximal verwirrend.