Familienkrise - Einweisen oder nicht?

Hi @Alleinseinkeit :adxs_wink:

Nachdem ich schon ein par mal angefangen hatte zu lesen, habe ich heute die Beiträge nochmal überflogen und wollte auch noch etwas Senf da lassen.

Erst mal finde ich es wirklich toll, dass Du auf Dein Bauchgefühl hörst und Dein Kind nicht einfach in die Klinik „abschiebst“, nur weil irgendein Arzt das will! :+1:
Du kennst Dein Kind besser als jeder Arzt und nach dem, was Du beschreibst, würde ich mein Kind auch nicht einweisen lassen, sondern nach jemandem suchen, der eine anständige ambulante Diagnostik macht. Ist leider nicht so einfach, aber es gibt solche Kinder- und JugendpsychiaterInnen.

Das müssen auch nicht die sein, die ihre Expertise lang und breit präsentieren. Oft hilft auch da das Bauchgefühl. Ich habe im letzten Jahr eine KJP-Praxis für meinen Sohn gesucht für eine 2. Diagnostik und bin zufällig über eine recht junge Kinder- und Jugendpsychiaterin „gestolpert“ die gerade eine Praxis von einer in Rente gegangenen KJP übernommen hatte.

Webseite schlicht, aber ansprechend aufgebaut. Kurze Infos zum Behandlungsspektrum. Nix mit „toller“ Expertise, Lehrgängen, Titeln… nur Fotos von den Mitarbeiten (die darauf sehr natürlich und sympathisch rüberkommen) mit Namen und Berufsbezeichnung, keine Lebensläufe usw. Angerufen - sehr nettes Telefongespräch, Wartezeit auf ein Erstgespräch über 6 Monate, Termin gemacht.

Inzwischen hatten wir unsere Termine und ich bin sehr zufrieden. Gute Organisation, umfassende Diagnostik mit Blick über den Tellerrand, es wird alles erklärt, Fragen werden beantwortet - auch die vom Kind! Es wird nicht über das Kind gesprochen, sondern mit dem Kind.

Deswegen ist mir auch das aufgefallen:

Ich habe meinen Sohn auch bei seiner 1. Diagnostik voll mit einbezogen, da war er 9 (jetzt ist er 15). Es geht ja letztlich um ihn. Er weiß, dass er Probleme hat und leidet schließlich auch selbst darunter. Wir haben ihm damals erklärt, dass wir rausfinden wollen, warum er diese Probleme hat und was man dagegen machen kann. ADHS war da auch schon u.a. Thema.

Wir haben unserem Sohn erklärt, welche seiner Probleme zu ADHS passen würden, aber ob es ADHS oder was anderes ist, müssen die Fachleute rausfinden. Es hat sich dann tatsächlich eine andere Diagnose bestätigt und für eine ADHS-Diagnose hat es damals „nicht gereicht“. War für ihn aber o.k. so. Er wollte nicht DIE Erklärung haben, sondern EINE Erklärung für sein Anderssein.

Deswegen kann ich das nur unterschreiben:

Eigentlich kein anderes Thema. ADHS fällt nicht vom Himmel - das hat eine nicht unerhebliche erbliche Komponente. Wenn Du als Elternteil undiagnostiziert selbst betroffen bist, dann nimmst Du viele „ADHS-spezifische“ Verhaltensweisen Deiner Kinder als „normal“ wahr. Weil Du es nicht anders kennst und nie in Frage gestellt hast, ob das „normal“ ist.

Damit bin ich dann beim Bruder:

Auch wenn der Bruder „normal“ und entspannt wirkt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht klein, dass er auch betroffen ist. Sowohl von der hohen Intelligenz, als auch der Neurodversität. Die „Ruhigen“ gehen leider viel zu oft unter, weil sie weniger Probleme machen. Sie können aber durchaus Probleme haben. Die sind nicht so offensichtlich, aber die Kinder leiden dann still vor sich hin. Ihr solltet den Kleinen daher auch gut im Blick haben und das Hinterkopf behalten. :adxs_zwinker:

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Meine Tochter ist jetzt 18 und mit der Schule fertig und beginnt eine Ausbildung. Meine Tochter und ich haben ADHS. Bei jedem ADHS´ler kommt irgendwann der Zeitpunkt, da stellt sich nicht mehr die Frage der Diagnose, sondern wann es diagnostiziert wird. Bei meiner Tochter war es mit 13 Jahren so schlimm dass sie in die geschlossene musste. Dort wurde auch diagnostiziert und Medikamente eingestellt. Mit Medikamente konnte sie die mittlere Reife erfolgreich erlangen. Ich bin spätdiagnostiziert und verbrachte die meiste Zeit meines Lebens ohne ADHS Medikamente geschafft ;-). Was ich Dir damit mitgeben will ist, für alle Beteiligten ist es meiner Meinung nach das Beste für dein Kind und für Dich, die Verantwortung kurzfristig an Vollprofis abzugeben. Für mich war es eine schwierige Zeit, aber das Beste für unser Kind.

LG Andreas

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Also Wow ich muss schon sagen, meine Liebe @Alleinseinkeit , Du hast hier wirklich eine ganz tolle Beteiligung von ganz tollen und überaus hilfsbereiten Menschen aus unserem Forum, dass freut mich gerade extrem für Dich. :+1:

Jedenfalls, nebst allen bisherigen überaus sehr wertvollen und sehr liebenswerten Beiträgen von allen Super taffen und erfahrenen Forenmitgliedern die hier mitschreiben, ist mir persönlich gerade eben beim mitlesen unter anderem gerade der Beitrag von @Schusselflummi aufgefallen, weil ich es Super finde das Schusselflummi „ihren Senf dazu gegeben hat“.

Und zwar weil ich persönlich ebenfalls der Meinung bin, dass es sehr wichtig ist dass man mal sämtliche Familienangehörige, am besten aus beiden Familien Verbänden, heisst väterliche und mütterliche Herkunftsfamilie, sozusagen auf ADHS, und/oder Autismus Spektrum Störung „abklopft“.

Denn wenn ich persönlich z.B. MEINE EIGENE Herkunftsfamilie anschaue, dann habe ich sowohl in meiner mütterlichen und in meiner väterlichen Abstammungslinie „mehrere Menschen“ die sehr starke Anzeichen in ihren Lebensgeschichten und ihrem gesamten Verhalten zeigen, welche sehr starke Symptome von ADHS, aber auch dem Autismus Spektrum zeigen.

Von daher ist es oft nicht „verwunderlich“, wenn Eltern „nachdem ihre Kinder eine Diagnose bekommen haben“, daraufhin selbst erkennen müssen, dass sie ja die jenigen sind, die ihr Erbgut an ihre Kinder weiter gegeben haben, heisst sie selbst in Tat und Wahrheit eigentlich höchstwahrscheinlich von ADHS und/oder dem Autismus Spektrum betroffen sein könnten.

Und deshalb wollte ich übrigens daran erinnern, wie wichtig es ist, dass sich im Grunde, also streng genommen, eigentlich immer, die gesamte Familie eines ADHS Kindes auf ADHS und/oder das Autismus Spektrum untersuchen lassen müssten.

Warum wegen der Autismus Spektrum Störung?, weil ADHS und Autismus durchaus oft zusammen bei einem Menschen gleichzeitig vorkommen können. :heart:

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Bad Kreuznach ist eine ADHS Klinik wo wohl auch ein Elternteil mitfährt.

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Danke euch allen! Ich kann gerade zeitlich nicht ausführlich antworten, aber hole das nach!

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So, da bin ich wieder. :slightly_smiling_face: Hier war viel los. Um die Ausgangsfrage zu beantworten, werden wir den Sohnemann jedenfalls nicht jetzt akut einweisen.

Und jetzt die lange Antwort.
Wir hatten letzte Woche den KJP Termin und wir saßen sage und schreibe 1,5 Stunden bei ihm drin. Bauchgefühl sagt: passt. Er hat zuerst ganz lang mit unserem Sohn gesprochen und dann allein mit uns. Wir waren uns recht schnell einig, dass er Diagnostik auf ADHS und ASS bekommt (er sagte: viele Autisten bekommen erst ihre ADHS Diagnose und dann später ASS). ADHS wird im September getestet, für ASS steht er auf der Warteliste.
Er geht wieder zur Schule und es steht noch ein Termin mit der Schule aus, wie wir ihn stressfrei bis zu den Ferien durch die Schule kriegen. Alternative wäre nämlich Krankschreibung und dass will er nicht und ist wahrscheinlich auch nicht im Sinne der Schule und Klassengemeinschaft.
Ansonsten gab es das volle Programm: Ergo, Psychotherapie, Reha und Einweisung für stationäre oder teilstationäre mit vorhergehender Klinikbesichtigung (?!). Ergo haben wir diese Woche bereits gestartet, ich wusste gar nicht, dass es das Spezialgebiet der Kinder und Jugendpsychiatrie in der Ergotherapie gibt… Es ist tiergestützt, Pferde und Hunde, da geht Sohnemann total drin auf. Die Therapeutin arbeitet u.a. mit Kindern im Spektrum und als der ADHS Verdacht zur Sprache kam, sprach sie irgendwas von Trauma als Ursache. Hat mich etwas verunsichert, weil ich bisher so informiert war, dass es genetisch bedingt ist und entweder zum Tragen kommt oder nicht. Aber wahrscheinlich ist es viel komplizierter, die Frage nach Henne und Ei…

Dann der Kracher. Ich habe für nächste Woche einen Termin bei einer Psychotherapeutin bekommen! Die Therapeuten die ich vorher erreicht hatte, setzten uns nicht mal auf die Warteliste. Am Telefon hatte ich jedenfalls ein gutes Gefühl mit ihr. Sie war die erste und einzige, die - nach meinen Ausführungen zum Problem und zum Verdacht des KJP - frei heraus fragte „was sagen sie denn dazu, sie kennen doch ihr Kind?“. Und am Schluss gab sie mir sogar schon einen Rat mit auf dem Weg für die Tage bis zum Termin. Sehr sympathisch!

Nun schaue ich die Rehakliniken durch und wusel mich durch die Anträge. Man könnte ja für all das eine Sekretärin einstellen…

Ja und die Einweisung gibt er uns als Möglichkeit für 1. Tagesklinik (seine Empfehlung) oder 2. - wenn wir wünschen - vollstationären Aufenthalt für eine weitere Diagnostik Meinung, da können wir eine Klinik aussuchen, die mich mit aufnehmen würde.

Ich habe mich in den letzten Wochen ja viel informiert und schon viele Podcasts von der Anna Maria Sanders gehört. Wenn ich mit diesem Wissen auf mein Kind schaue, erklärt sich vieles. Und wenn ich versuche ihre Ratschläge umzusetzen, entspannt es die Situation doch schon etwas, gibt weniger Ausraster. Großes Thema ist bei uns nämlich die fehlende Selbstständigkeit, da hab ich wahrscheinlich die ganzen Jahre einfach zu viel verlangt. :worried:

Da haben wir hier schon viel drüber gesprochen… Mein Mann ist definitiv kein Betroffener. Und der Mini ist ihm sehr ähnlich. Aber klar, hast du Recht, man muss es im Auge behalten. Das sollten wir ansprechen, wenn wir das Abschlussgespräch beim KJP haben. Und was mich betrifft, ja, es ist möglich und vielleicht hab ich irgendwann die Kraft mich darum zu kümmern. Im Moment wüsste ich nicht, wie mir das hilft, es schwarz auf weiß zu haben, außer dass ich dann ein „Recht“ auf Medikamente hätte.

Das ist eine gute Idee. Ich glaube das mit den Fragebögen könnte ich wirklich gut mal mit ihm machen. Ich habe gesehen, dass es hier welche auf der Website gibt, hab mich da aber noch nicht so vertieft. Gibt es da einen speziellen, den auch schon ein 11 jähriger gut verstehen kann?

Vielen Dank euch allen schonmal! Es hat mich echt berührt, eure Antworten zu lesen! Natürlich halte ich euch auf dem Laufenden! :white_heart:

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Ich habe gerade keine Zeit und kann nur kurz antworten.
Das klingt alles hervorragend! Wirklich toll, wie schnell ihr jetzt an Hilfe kommt!

Einzig die Trauma-Aussage vergiss mal ganz schnell wieder. Es gibt zwar Symptome, die auch bei Traumapatienten vorkommen, aber die haben dann trotzdem kein ADHS.

Also wie gesagt, ich freue mich gerade sehr für euch!

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Mir ist auch mal eine Psychotherapeutin so gekommen und wollte nicht mal was von ADHS wissen .
Dann hab ich ne gute Traumatherapeutin gefunden und die wusste was von Trauma kam und was ADHS war

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Hach, wie schön.

Vor einer Woche sah die Welt noch so trüb aus und *schwubsdiwubs… :adxs_tanz:

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Mich hat das doch echt etwas überrumpelt. Ich hab hier nun die Suche bemüht und wie erwartet bin ich nicht die Einzige, die sich die Henne-Ei-Frage stellt. Werde mir die Videos von Barkley anschauen die dort empfohlen wurden.

Na und dann werden wir sehen ob wir auf einen grünen Zweig miteinander kommen und was die Therapeutin denn nun wirklich genau über die Ursachen von ADHS denkt. Sie will jetzt vorrangig an der Selbstregulation arbeiten, also er soll lernen wie er mit seinen Ängsten umgehen kann.

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Also, natürlich kann man ADHS und Traumata haben. Man kann auch durch das ADHS vermehrt in traumatische Situationen kommen oder anfälliger für Traumata sein. Aber es ist nicht so, dass man traumatisiert wird und dann ADHS bekommt. Man kann traumatisiert werden und Symptome entwickeln, die es auch bei ADHS gibt. Das ist aber nicht das Gleiche.
Das auseinanderzunehmen kann schwierig sein, aber dafür gibt es ja Diagnostiker und Therapeuten.

Die Aussage, dass ein Kind traumatisiert sei (und sei es nur durch flapsige Formulierungen), ist schon erstmal unprofessionell. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie genau das war, aber beim Auswertungsgespräch in der Tagesklinik wurde meiner Tochter auch gesagt, sie hätte eine Zwangsstörung und das sei unter Anderem Folge von traumatischen Ereignissen, aber auf Nachfrage konnte die Psychologin nicht ein Beispiel nennen, woher das denn nun gekommen sein soll. Keinerlei Beweisführung, aber Diagnose stellen. Sowas habe ich ja gerne. Als Eltern macht man sich ja auch erstmal verrückt und fragt sich, was man seinem Kind angetan hat, dass es so eine schwerwiegende Störung entwickelt. Natürlich haben wir diese Fehldiagnose nicht eine Sekunde geglaubt, da absolut nicht haltbar.

Was ich damit sagen will ist, dass du dich nicht von irgendwelchen Aussagen verrückt machen lassen sollst. Ja, dein Kind KÖNNTE auch traumatische Situationen erlebt haben. Das kann immer passieren. Manchmal sind es Dinge, die für Außenstehende überhaupt nicht schlimm erscheinen. Aber jetzt direkt Angst zu haben, dass dein Kind davon betroffen ist, wäre falsch.

Ich würde es mit der Therapeutin auch erstmal versuchen, aber bleib aufmerksam, welche Einstellung und Meinung sie zu diesem Thema hat. Es wäre falsch, wenn sie jetzt alle Ängste nur auf Traumata schieben würde. Also die Ursache der ADHS darin sieht und dadurch der Eindruck erweckt wird, man müsse nur diese Ursache bearbeiten und dann ginge das ADHS weg. Wenn das dann nämlich nicht funktioniert, sucht der Patient die Ursache des Versagens bei sich selbst. Dann hat er sich nicht richtig angestrengt und ist Schuld am nicht Fortkommen.

Aber wir gehen jetzt mal davon aus, dass sie nur meinte, dass beides zusammen vorkommen kann. Definitiv ist Selbstregulation und Umgang mit Ängsten erlernen eine gute Sache.

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Wir kennen ja den Hintergedanken zur Frage der Therapeutin nicht und alles mögliche abklappern und ausschließen würde sie wahrscheinlich eh müssen / wollen, um sich ein umfangreiches Bild machen zu können.

Das hier wäre aber (soweit ich lesen kann) der aktuelle Stand der Wissenschaft, während es natürlich weiterhin einiges zu erforschen gilt.

Henne, Rührei, Spiegelei, Omelette - Hauptsache ADHS - und bissl Differenzialdiagnostik

Genetische Prädisposition

ADHS ist überwiegend eine neurobiologische Entwicklungsstörung mit hoher Erblichkeit.
Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien schätzen die Heritabilität auf etwa 70–80 % oai_citation:0‡pmc.ncbi.nlm.nih.gov oai_citation:1‡nature.com.

Einfluss von Kindheitstraumata

Traumatische Erlebnisse in der Kindheit können ADHS nicht neu auslösen, wirken aber als Verstärker vorhandener Symptome:

Gen-Umwelt-Interaktion

Kinder mit hohem genetischem Risiko für ADHS reagieren besonders empfindlich auf widrige Umweltfaktoren.
Traumata können über epigenetische Veränderungen die Expression von Genen modulieren und so die ADHS-Symptomatik verschlechtern oai_citation:4‡link.springer.com oai_citation:5‡en.wikipedia.org.

Differenzialdiagnostische Abgrenzung

Schwere Traumatisierung kann Symptome verursachen, die ADHS ähneln (z. B. Hypervigilanz, Reizbarkeit).
Daher ist eine sorgfältige Diagnostik nötig:

  • Persistenz der Kernsymptome seit der Kindheit
  • Symptome in mehreren Lebensbereichen
  • Ausschluss von Traumafolgestörungen (z. B. PTBS)

Fazit

  • Ursache: ADHS entsteht primär durch genetische Disposition.

  • Modifikation: Kindheitstraumata verschlimmern und machen ADHS stärker auffällig.

  • Prävention:

    • Primärprävention richtet sich auf genetisch gefährdete Kinder.

    • Sekundärprävention behandelt Traumafolgen, um eine zusätzliche Verschlechterung zu vermeiden.

Im Kompendium auf adxs.org gibt es auch ganz viel dazu.

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Auf den Punkt. :100:

Ich werde sensibel bleiben und genau hinhören.

@SneedleDeeDoo danke für die super Zusammenfassung!

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Hallo Liebe @Alleinseinkeit , bitte entschuldige wenn ich mich jetzt hier SOFORT auf Deinen ERSTEN POST zu den NEUSTEN NEWS spontan melde, was ich einfach machen MUSS bevor ich beim weiterlesen vielleicht wieder vergesse warum es mir so wichtig ist Dir jetzt hier und SOFORT antworten zu müssen.

Jedenfalls haben sich mir die Haare im Nacken aufgestellt als Du im Prinzip geschrieben hast: "Was soll mir eine eigene Abklärung momentan bringen?, ausser das ich dadurch die Berechtigung hätte um Medis beziehen zu dürfen?.

Und alleine dazu möchte ich Dir unbedingt eigentlich zuschreien: "Weisst Du denn nicht wie glücklich Du Dich eigentlich schätzen kannst, wenn ein/e Arzt/Ärztin Dir „jetzt schon“ im Prinzip schon „zugesteht“, dass Du selbst höchstwahrscheinlich von ADHS und/oder ASS, oder beidem betroffen sein könntest, aber dies bis heute bei Dir vielleicht einfach nur noch nicht „erkannt wurde“, weil Du Quasi notgedrungen gelernt hast, Dich einerseits zu maskieren, oder andererseits übermässig anzupassen, nur damit Du nicht „auffällst“, und Dich das aber inzwischen so viel Kraft gekostet hat, dass Du nun endlich soweit bist, um all diese Mechanismen in Deinem „inneren“ endlich „erkennen zu können“, und Du in Wahrheit inzwischen auch keine Kraft mehr hast, um Deine Schutzmechanismen noch länger aufrecht erhalten zu können?.

Sondern JETZT wirklich Hilfe brauchst, weil es inzwischen nicht mehr nur um Dich selber geht, sondern es inzwischen „Nachfahren“ gibt, nämlich Deine eigenen Kinder, und Dir das alles jetzt „alleine“ einfach über Deinen Kopf hinaus wächst, und Du zugeben musst, dass nicht nur Deine Kinder Hilfe benötigen, sondern auch Du selbst.

Und deshalb, vergiss solche Gedanken wie „Scham“, denn Du bist selbst ein Opfer von einem anerkannten ADHS und/oder ASS, oder beidem.

Und deshalb musst Du selbst „ab jetzt sofort“ so extrem viel über ADHS und das Autismus Spektrum lernen, dass Du dabei wirklich, und absolut, Hilfe „von Aussen“ brauchst, und Du ein Hilfsangebot wie Du es derzeit jetzt anscheinend angeboten bekommst, deshalb auch auf garkeinen Fall in irgendeiner Art und Weise ausschlagen solltest.

Und Medikamente können tatsächlich helfen, allerdings nur wenn man aufgeschlossen dafür ist und eine allgemeine positive Veränderung in seinem Leben aus tiefsten Herzen wünscht.

Wie auch immer, mir persönlich helfen meine Medikamente, aber es sind „nicht nur“ meine Medikamente die sich positiv auf mich auswirken, sondern ausserdem meine eigene Bereitschaft mich selbst „weiter entwickeln ZU WOLLEN“, heisst das ich „anerkenne“, dass ich als Erwachsener Mensch, unabhängig davon „wie alt ich bin“, „als Mensch in Wahrheit NIEMALS „ausgelernt habe“, sondern JEDEN TAG in meinem Leben IMMER WIEDER etwas NEUES dazu lernen kann“.

Und jedenfalls, bevor ich jetzt so spät, wo meine Medis inzwischen nicht mehr wirken „zu weit vom Thema abkomme“, wollte ich persönlich jedenfalls das noch erwähnen, dass Medis wie gesagt „helfen können“, aber allerdings nicht immer automatisch „müssen“, weil die Sache mit den Medikamenten halt auch immer sehr „individuell“ ist, und kein Medikament bei jedem Mensch IMMER „gleich wirkt“.

Und sowieso, wenn jemand jetzt z.B. „extrem Angst“ vor Medikamenten hat, dann wird dies höchstwahrscheinlich Auswirkungen auf die Wirkung von Medikamenten haben, heisst: „Erwarte ich nur negatives, wird dies eintreffen“, erwarte ich nur positives, werde ich mich mit der Gabe von Medis vermutlich „gut fühlen“, und/oder bin jedenfalls wahrscheinlich ehr bereit dazu, um mich überhaupt auf eine medikamentöse Behandlung einzulassen.

Wie auch immer, auf jeden Fall finde ich ist Deine Rückmeldung aus meiner persönlichen Sicht eigentlich als voller Erfolg einzustufen, heisst es sieht danach aus, dass Deinem Kind und Deiner ganzen Familie geholfen werde könnte. :four_leaf_clover::heart:

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Liebe @AbrissBirne , über diesen Satz bin ich hauch kurz gestolpert und wollte etwas dazu sagen, aber dann habe ich mich doch erstmal auf die andere Sache konzentriert.
Es ist aber gut, dass du das Thema beleuchtest.

Liebe @Alleinseinkeit,
ich kann verstehen, wenn dein Fokus gerade auf deinem Kind liegt.
Was Abrissbirne sagt, ist aber sehr richtig. Die meisten von uns haben betroffene Kinder, aber niemand hat uns erzählt, dass es eine erbliche Komponente gibt. Oft sind wir erst nach vielen Jahren selbst dahinter gekommen und für viele Familien, vor allem Mütter, bedeutete das lange Jahre unnötigen Leidens und erhöhter Belastungen. Dass für viele von uns die eigene Diagnose so spät kam, ist sehr belastend und oft mit Trauer und Wut über so viele harte Jahre verbunden. Dass wir so allein gelassen wurden und zusätzlich noch dem Gaslighting ausgesetzt waren, hat bei vielen Spuren hinterlassen.

Dass du an jemanden geraten bist, der so umfassend und bedacht diagnostiziert und auch dich als Mutter einbezieht ist ein großes Glück!

Nun kann es ja durchaus sein, dass du selber gar keinen so großen Leidensdruck hast. Dass du dann nicht direkt an eine eigene Diagnostik denkst ist in diesem Fall nachvollziehbar und ok.
Es sagt auch niemand, dass jeder ADHSler Medikamente nehmen MUSS. Ganz sicher nicht.
Sollte bestätigt werden, dass dein Sohn ADHS hat, dann kann es ihm helfen wenn er weiß, nicht alleine zu sein. Bei uns ist es so, dass wir in unserer Familie durchaus viele Verwandte haben, die alle in dieses oder jenes Spektrum fallen könnten, aber vor allem, weil sie schon älter oder schon verstorben sind, nie diagnostiziert wurden. Aber es hilft trotzdem zu wissen, dass man nicht das schwarze Schaf der Familie ist.
Vielleicht hilft dir ja dieser Gedanke. Also dass eine Diagnostik nicht nur für dich Erklärungen bieten könnte, sondern auch deinem Kind hilft.

Du hast ja bisher kaum etwas über dein eigenes Erlebnis geschrieben. Dass du auch ADHS haben könntest ist nur eine Vermutung. Dass diese überhaupt vom Arzt geäußert wurde ist ein großes Plus und leider nicht üblich.

Solltest du doch einen Leidensdruck haben und betroffen sein, dann kann die Diagnose aber mehr als nur Medikamente bringen. Sie kann helfen, negative Gefühle aus der eigenen Biografie aufzuarbeiten. Sie kann helfen, sich selbst und auch das Kind besser zu verstehen, Mechanismen zu verstehen und Lösungen zu erarbeiten. Sie kann helfen, Schuld und Scham abzubauen.
Und falls dann doch Medikamente zum Einsatz kommen können diese helfen, neue Routinen aufzubauen, emotionale Stabilität zu bringen oder eben individuelle Herausforderungen besser bewältigen zu können.

Wenn du mal einen Moment der Ruhe hast und das Gröbste für dein Kind geregelt ist, dann nimm dir mal die Zeit und sei für dich selbst da. Schau, ob was dran sein könnte an einer möglichen Diagnose und vielleicht könnte sie dir doch helfen. Und wenn du zu dem Schluss kommst, dass das unnötig ist, dann ist das auch ok. Dann hast du aber immerhin einen super Arzt, der alle Faktoren bedenkt und einbezieht.

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Danke euch @AbrissBirne @Hobbyhopper für den höflichen A**tritt. Ich weiß ja, dass ihr Recht habt. Aber im Moment hab ich keine Kraft mich um eine Diagnostik für mich zu kümmern. Denn wie würde sowas ablaufen?

Psychiatrische Praxis für Erwachsene suchen und Verdacht äußern
→ Herausforderung: finde eine Praxis für Erwachsene, die sich auch noch mit ADHS auskennt und noch neue Patienten aufnimmt

oder

Ambulanz aufsuchen
→ Wartezeiten von 1 bis 2 Jahren? :face_with_spiral_eyes: und wer macht die „Nachsorge“?

oder

in psychiatrische Klinik einweisen lassen
→ wer weist mich ein? Verhältnis zur HÄ ist so mittelgut. Und wer kümmert sich um die Kinder, wenn ich weg bin? Ist bei meinem Mann jobmäßig sehr schwer weil Führungsposition.

Bei allem wird die Diagnostik vermutlich schwer (so stelle ich mir das jedenfalls vor), weil ich so git wie keine Kindheitserinnerungen habe und schon viele Jahre „Waise“ bin. Da ist also keiner zum Fragen… Grundschulzeugnisse müsste ich noch haben, aber sonst nichts.

Ich habe tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, zu einer Psychotherapeutin zu gehen, die sich auf Neurodivergenz spezialisiert hat. Allerdings steht schon auf der Website, dass es absehbar keine Einzeltherapieplätze gibt, sie arbeitet wie es scheint vor allem im Gruppensetting ( → sinnvoll?).

Ich glaube, das ist ein Missverständnis. Der KJP hat nicht darüber gesprochen, schließlich gibt es ja auch noch keine Diagnose. Mir selbst kam der Verdacht, je mehr ich mich mit ADHS beschäftigt habe. Ich habe mich da in vielen Teilen wiedergefunden.

Darüber habe ich schon mit ihm gesprochen. Ich denke, mein Empfinden über mich und mein Leben ist mir so normal, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie es anders sein kann. Als Kind habe ich mich immer wie von einem anderen Stern gefühlt…

Jaja, eine Vorstellungsrunde wäre an der Zeit… i know :melting_face:

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Ah ok, das habe ich tatsächlich missverstanden.

Also ich sag mal so. Wenn du dich nicht um eine Diagnostik bemühst, dauert es bis zur Diagnose länger. Also Wartezeit plus nicht Anmelden gleich Gesamtzeit der ausstehenden Diagnose und Behandlung :grimacing:

Ich habe mich für die Diagnostik bei meiner zuständigen PIA gemeldet. Bei uns ist es so, dass die eine Überweisung vom Hausarzt haben wollen. Meiner ist da sehr offen und macht alles mit, wenn der Patient ausreichend Gründe oder Sorgen mitbringt.
Ich habe hier auf der Hauptseite den Test gemacht, aber der Bogen für den Arzt ist viel zu lang, als dass sich das jemand angeschaut hätte.
Ich habe mir also Kernsymptome rausgesucht und diese mit jeweils ein bis zwei Beispielen aufgeschrieben. Das an den Hausarzt und damit war eine Überweisung kein Problem.
Nach der Diagnostik wurde eine Behandlung direkt angeschlossen. Ich beziehe meine Medikamente also direkt von der PIA.

Du kannst auch Praxen in deiner Umgebung abtelefonieren oder per Mail anschreiben. Wichtig ist nur, dass sie wirklich eine Diagnose stellen dürfen. Bei meiner PIA bin ich persönlich jetzt nicht so zufrieden, daher habe ich ein bisschen rumtelefoniert und eine Psychiaterin gefunden, die diagnostizieren und Medikamente verordnen darf. Mal schauen, wie das wird.

Ich musste auch über ein Jahr auf eine Diagnostik warten. Das ist natürlich blöd. Aber in der Zeit kann man sich wirklich gut informieren und schon viel selber machen. Also schon mal Tests machen, Beispiele für Symptome finden, kompensierte und maskierte Auffälligkeiten finden und somit seine Argumentationskette stützen etc.

Die Testung selbst war bei mir nur ein relativ kurzer Termin. Meine Kindheit wurde gar nicht bedacht. Das ist natürlich nicht ok so, aber es hat insgesamt für eine Behandlung gereicht, da mein Leidensdruck entsprechend groß war. Die Behandlung ist nicht perfekt und wie gesagt, ich habe nicht umsonst eine Alternative zur PIA gesucht. Aber was ich damit sagen will ist, dass das alles gar nicht so schlimm ist.

Es gibt durchaus die Möglichkeit, auch ohne Kindheitsbeweise die Diagnose zu bekommen. Manche Betroffene sind schon so alt, dass die Eltern keine Auskünfte mehr geben können. Manche haben gar keine Zeugnisse. Und trotzdem kann die Diagnose gestellt werden. Manche Diagnostiker stellen sich aber auch stur. Da lohnt es sich aber, das direkt bei der Frage nach einem Termin zu besprechen. So kannst du ausschließen, dass du 2 Jahre wartest, nur um dann gesagt zu bekommen, dass das unter diesen Umständen nicht gemacht wird.

Zur Gruppentherapie: da habe ich keine Erfahrungen. Ich weiß aber von meiner Tochter, dass sie in der Tagesklinik von Gesprächen mit anderen Jugendlichen profitiert hat. Und auch in meiner Mutter-Kind-Kur fand ich die Gesprächsrunden mit den anderen Müttern am hilfreichsten.

Ich würde dir jetzt folgendes raten: wenn Ferien sind und etwas mehr Ruhe in euren Alltag gekommen ist, forderst du mal die Adressliste an und dann gehst du der Reihe nach durch und machst einen Termin für deine Diagnostik. Lass dich bei Bedarf auch auf mehrere Wartelisten setzen. Absagen kannst du immer noch, wenn du irgendwo anders einen Termin bekommst. Das kostet dich zwar etwas Zeit und Energie, doch dann ist erstmal eine ganze Weile nichts zu tun, weil du ja auf den Termin warten musst.
In der Zwischenzeit informierst du dich ja für deinen Sohn weiter, was nebenbei auch dir selber helfen kann.

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Hallo,

was 2. betrifft, lesen wir hier oft nichts Gutes über deren Qualität. ADHS-Ambulanzen scheinen in vielen Kliniken ein Platz zu sein, wo unerfahrene Praktikant/innen zwischengelagert werden, und bei drei Terminen trifft man drei Personen, die voneinander nichts wissen.

Und 3.? Welche (stationäre) psychiatrische Klinik diagnostiziert ADHS? Die stationären Psychiater/innen sind meist die, die am allerwenigsten von ADHS wissen, besser gesagt nicht wissen wollen. Du investierst schlimmstenfalls 6 Wochen und bringst deine Kinder unter für nichts.

Von daher sehe ich 1. als einzige Möglichkeit, neben den inzwischen gar nicht so wenigen Angeboten in Deutschland, die eine ADHS-Diagnose für privates Geld machen. Aber natürlich leider genauso wenig mit Garantie, am Ende wirklich eine zu bekommen. Und die Frage der weiteren Behandlung stellt sich dort auch.

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So bin ich da durch, mit wirklich langer Wartezeit, da war es bereits ein Erfolg, endlich einen Platz auf der Liste zu ergattern.

Aber das gibt dir Zeit, dein Leben Revue passieren zu lassen und hilfreiche Stichpunkte zu notieren, ebenso Klinken putzen, wer dich im Falle einer Diagnose weiter begleiten würde, auch medikamentös falls gewünscht…

Jap hier, ich hatte nur mich, aber endlose Geschichten…wahrscheinlich wären es viele Zettel geworden, hätte ich das Forum zu diesem Zeitpunkt bereits gekannt…

Es lohnt sich, der Start ist nervig, aber dann…alles Gute…
:four_leaf_clover:

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Hmm :thinking: also ich weiss nicht, mag ja sein das einzelne Personen mit einer Notfall Ambulanz in ihrer Nähe, heisst wo jemand jeweils wohnt oder arbeitet schlechte Erfahrungen gemacht hat, was natürlich für die betreffenden Personen Scheisse ist, und natürlich für die betreffenden Personen auch traurig ist, und ich persönlich für diese einzelnen Menschen auch wirklich zu 100% tiefstes Mitgefühl aufbringe.

Und dennoch MUSS es NICHT IMMER SO SEIN!, oder von wegen das deshalb ALLE psychischen Notfall Ambulanzen Quasi generell und überall Scheisse wären!.

Ich persönlich habe jedenfalls KEINE SCHLECHTEN ERFAHRUNGEN mit der Hilfe durch eine psychologische Notfall Ambulanz in meiner Nähe gesammelt.

Sondern sogar im Gegenteil, weder liess man mich lange warten, noch nahm man mich nicht ernst, sondern nahm man sich sogar extra Zeit für mich und hörte mir ernsthaft zu, heisst man hat mich wirklich sehr ernst genommen, und auch das sofortige Verschreiben von Medikamenten war überhaupt kein Problem. :+1:

Jedenfalls finde ich es ehrlich gesagt NICHT in Ordnung, wenn man jetzt hier @Alleinseinkeit von einer Notfall Ambulanz abrät, nur weil man selbst vielleicht keine guten Erfahrungen gemacht hatte.

Denn jeder Mensch ist erstens anders, jeder Mensch wohnt irgendwo anders, jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, jeder Mensch trifft jeweils auf einen anderen Arzt oder Ärztin, wie auch immer, kurz gesagt kann man niemand anderem im Prinzip „voraussagen“ wie seine eigene Abklärung an einem bestimmten Ort verlaufen wird, und das nur aufgrund eigener schlechter Erfahrungen.

Und im Prinzip ist es genauso wenig möglich jemanden den Arzt oder Ärztin Soundso NICHT zu empfehlen nur weil man selbst mit diesem Mann oder Frau nicht zurecht gekommen ist, heisst man sich nicht für den Herrn Doktor, oder Frau Doktor Soundso „erwärmen“ konnte, oder jedenfalls irgendwie die Chemie nicht stimmte.

Denn Tatsache ist, dass jemand anderes den Herrn Doktor, oder Frau Doktor, welche/n wir persönlich vielleicht furchtbar fanden, ein anderer Mensch vielleicht sogar tatsächlich sogar toll findet, und vielleicht sogar schon seit vielen Jahren, oder sogar Jahrzehnten, voller Vertrauen und tiefster Überzeugung, immer wieder genau zu diesem Herrn Doktor, oder Frau Doktor geht, welche/n wir persönlich vielleicht sogar irgendwie als total unsympathisch und nicht besonders vertrauenerweckend empfunden hatten.

Wie auch immer, jedenfalls möchte ich persönlich hier nur an solche Möglichkeiten erinnern, und weiter nichts, und jedenfalls ist es meine persönliche Meinung das Du Liebe @Alleinseinkeit ja JETZT, oder zumindest „möglichst bald“ Hilfe brauchst, und nicht erst wenn bei irgendeinem Psychiater/in wieder ein Platz auf der Warteliste frei geworden ist, und Du dann eigentlich vielleicht nicht mal weisst, wann das dann überhaupt genau passieren wird, heisst ob Du dort noch 1 Jahr, oder vielleicht 2 Jahre warten musst, oder Du vielleicht nicht mal irgendeine Antwort erhälst, und das heisst vielleicht nicht mal eine total blöde und „automatisch Computer generierte Antwort Mail“ bekommst, sondern schlicht und einfach vielleicht gar nichts, heisst einfach vielleicht sogar garkeine Antwort bekommst.

Und wenn dann wie gesagt jemand wirklich dringend Hilfe braucht, dann sollte er/sie nie davor zurück schrecken um sich bei einer psychiatrischen Notfall Ambulanz zu melden!.

Und ganz besonders NICHT wenn jemand unter Depressionen leidet, sondern im Gegenteil, denn dann sollte man sich erst Recht!, und nur noch um so mehr!, so schnell wie möglich an die nächstgelegene psychologische Notfall Ambulanz in seiner Nähe wenden!.

Und deshalb darf niemand, weder hier noch andernorts, irgendjemand versuchen einzureden, dass man den Versuch sich bei einer psychiatrischen Notfall Ambulanz zu melden, vielleicht besser sein lassen sollte.

So was ist nicht nur gefährlich, sondern nicht o.k.

Ich hoffe ich habe mich deutlich genug ausgedrückt.

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