Ok, jetzt muss ich dich auch noch mal fragen - warum ist DAS wichtig? Oder geht es dir darum, dass der/die TherapeutIn dich über deine Kunst verstehen müsste?
Das ist ja das tolle an Kunst, wenn man das Gefühl hat, genau zu wissen, was der Künstler fühlt/ meint und sich darüber so unglaublich verbunden fühlt.
Und andersrum, wenn es scheinbar keiner versteht, fühlt man sich, als hätte man sich komplett nackig gemacht und wird nur fragend, verwirrt angeschaut - das ist Folter.
Ich muss dabei an ein modernes klassisches Konzert denken, bei dem ich mal war und das Gefühl hatte, die Musiker würden bis zum Ende nur ihre Instrumente stimmen
. Da hatte ich einfach keinen Zugang zu, das war mir zu hoch! Es wäre so furchtbar für diese Komponisten, wenn sie daran gescheitert wären - also an der Unterkomplexität (nett ausgedrückt
) von Menschen wie mir.
Ich hatte irgendwo mal diesen Vergleich gehört: ein hochbegabter Mensch fühlt sich im Gespräch mit normalbegabten Menschen wie Normalbegabte im Gespräch mit Menschen mit einer geistigen Behinderung. Bei einer Höchstbegabung bleiben bestimmt nicht viele, die der Komplexität gewachsen sind - erst Recht, wenn das Interesse noch dazu sehr speziell ist. Ich kann mir vorstellen, dass sich das ziemlich einsam anfühlen kann.
Hmmm, ich merke gerade selbst, dass ich Quatsch geschrieben habe - würde es darum gehen, hättest du es ja geschrieben ![]()
Können sich Therapeuten vielleicht nicht vorstellen, welchen Stellenwert Kunst für dich hat und geben Tipps, die einen normalen, gesungen Lebensstil begünstigen à la Schlaf, Bewegung, ausgewogene Ernährung? Dabei muss ich an den Film „Wie im Himmel“ über einen ausgebrannten Dirigenten denken ![]()