Ich habe kürzlich in einer FB-Gruppe für (sehr) Hochbegabte (ich bin an der unteren Kante dort) gelesen, dass es für die Personen dort so gut wie unmöglich ist, eine/n geeigneten TherapeutIn zu finden. Zumindest, wenn es eine Therapieform ist, die kognitiv orientiert ist und bei der es wichtig ist, dass die Therapieperson vom Wissensstand und von der Geschwindigkeit her mithalten kann.
Ich selbst arbeite mit jemandem, der sich von mir nicht beeindrucken lässt, dafür aber sehr auf mich eingestellt ist. Er bleibt dran, bis es für ihn Sinn macht. Trennt dann sofort das Problem von der Geschichte, weil das nur dazu verleitet, das Problem im Außen zu suchen. Der Grund für ein Problem ist nämlich egal für das Lösen des Problems, das im reaktiven Nervensystem liegt. Dass das Problem im Innen liegt, bedeutet übrigens nicht, dass man selbst dran schuld ist. Nicht, dass das hier unempathisch rüberkommt. Es ist nur so, dass jeder in seiner Wahrnehmung einzigartig ist und allein dadurch erklärt sich das.
Der Trick ist, den Kopf weitestgehend rauszulassen und die Reaktkvität zu adressieren. Es wird nie langweilig.
Ich habe den Thread nur überflogen. Es sind viele Worte und es bleibt doch an der Oberfläche. M.E. überwiegend Noise.
Ich lese folgende Dinge raus:
Das Problem wird außerhalb deiner selbst gesucht,
es besteht eine erhebliche Reaktivität, der mehrere Schichten nicht bewusster Emotionen zugrundeliegen, die wahrscheinlich nichts mit dem Außen zu tun haben. Das können z.B. Projektionen, Objektrelationen oder Missverständnisse (mein Pet Peeve) sein, die Dich erheblich leiden lassen,
es besteht ein übermäßiges Attachment mit der Künstler-Identität. Das würde ich eher in den Bereich Charakterfixierung einordnen, sofern es nicht austismus-spezifisch ist. Ich meine, O. Ichazo nannte das den Egotyp Melancholie.
Zusätzlich bist Du wahrscheinlich mit einem erwähnenswerten inneren, wie äußeren Kritiker ausgestattet, wodurch Du einen Riesenhaufen Hass an Bord hast. Klingt hart, ich weiß. Haben aber die meisten Leute, ohne dass es ihnen bewusst ist. Es lohnt sich sehr, damit zu arbeiten. Dann kann man auch die Andersartigkeit leichter integrieren.
Meine Empfehlung wäre, mit jemanden zu arbeiten, der sich damit auskennt 
Meiner Ansicht nach sind viele Therapieformen da ungeeignet, denn meistens wird verhaltenstherapeutisch oder mit unterschiedlichen Arten von Gesprächstherapie gearbeitet, was nur das Masking verstärkt, bzw. nicht an die Wurzel kommt. Einfaches Reframing reicht ebenfalls nicht.
Die Arbeit muss man am Ende also sowieso selbst machen. Experience is your teacher 
Gegen die Depressionen könntest Du versuchen, einen Arzt zu finden, der Ketamin-Therapie anbietet. Das muss man zwar selbst zahlen, wäre aber einen Versuch wert und man weiß sehr schnell, ob es hilft, oder nicht. Ansonsten kann man in Nachbarländern (legal) auch mit anderen Substanzen super Erfolge erzielen. Es laufen aber auch hierzulande Studien an großen Kliniken, die zu substanzgestützter Therapie von behandlungsresistenten Depressionen forschen. Eventuell kommt man da noch in eine rein.
Ansonsten ist eine gute ADHS-Medikation das Wichtigste und da geht’s halt nach der Methode Trial and Error.
Sei freundlich zu Dir! Compassion is key 