Herausgabe verweigert - trotz Rezept. Negative Vorurteile der Apothekerin führten zu unnötiger Gängelung

Kann es hier vielleicht örtliche Unterschiede geben? Ich bekam wie gesagt ja auch mal Ärger, als mein Steinzeitarzt mir ein normales Rezept mit gab, das von Hand geschrieben war. “Nur noch maschinell oder E Rezept! Das können wir so nicht annehmen!” - haben sie dann nach etwas Diskussion zwar doch.

Aber das ist definitiv der Grund dafür, warum mir handgeschrieben Rezepte nicht so lieb sind. Und die Apothekerin aus dem Vorfall ist ein gutes Beispiel dafür, warum ein maschinell erstelltes Rezept in meinem Fall weniger Angriffsfläche bietet.

Es gibt bei mir in der Nähe eine Apotheke die mal sehr nett darauf hinwies, dass sie sehr kooperativ sind bei Medikamenten, die bestellt werden müssen. Zu der wollte ich gerne mal hingehen, sobald die Vertretungssituation sich in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Was meinem eigenen Empfinden für Fairness aber schon irgendwie aufstößt ist jetzt zu wissen, dass Leute “wie sie” im wahrsten Sinne des Wortes Patienten weg mobben.

Man muss gar nicht jede Frage beantworten. Geht sie ja nix an. Einfach in der Luft hängen lassen und freundlich gucken.
Und die anderen dürfen denken, was sie wollen. Ist ja ein freies Land, ne? :grin:

Ich fänds schon interessant, was Krankenkasse und Apothekerkammer dazu sagen würden!

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Ich hab offenbar Glück gehabt.
Ich bin bei einer großen Apotheke in der Innenstadt in der Nähe meiner Arbeit gelandet. Da rufe ich morgens an, sage, was ich brauche, und kann ab 14 Uhr, meist auf dem Heimweg, abholen. Und obendrein haben sie bis 20 Uhr geöffnet und Impfungen (Grippe, Covid) bieten sie auch noch an. :+1:

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Richte mal den Punkt „Stigmatisierung“ weg von dieser Situation. Es liegt eher an der Apothekerin.

Bin seit 2017 in ADHS Foren unterwegs , es gibt hin und wieder mal Berichte von Problemen in Apotheken aber eher wegen Missverständnisse und Unwissenheit. Stigmatisierung vereinzelt vielleicht auch, kann mich aber aktuell konkret an nichts erinnern.

Mit ADHS reagiert man auf solche Sachen sehr emotional und bleibt mit dem Fokus drin kleben.

Du hast die absolute Freiheit eine Apotheke auszusuchen wo du unkompliziert deine Medis bekommen kannst und somit hast du auch für die Zukunft eine Lösung. Ich nutze sogar zwei Apotheken. Die eine Apotheke direkt beim Arzt (weiter weg )und meine vor Ort und das entscheide ich direkt in der Apotheke beim Arzt. Ich geh dort meist mit einem Medikament wieder raus und nehme ein Rezept wieder mit und bestell es direkt telefonisch bei meiner Stammapotheke vor Ort.

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Danke für die Ratschläge, ich finde die sehr hilfreich.

Ich find’s klasse, dass du in deinem Umfeld anscheinend bessere Erfahrungen gemacht hast als ich. Das gibt Hoffnung!

Leider lebe ich in einem Umfeld in dem sehr viele negative Vorurteile gegen ADHS herrschen - und ich würde fest unterschreiben das viele davon leider definitiv in den Bereich der Stigmatisierung fallen. Denn die Art und Weise, wie diese Menschen darüber reden ist… leider sehr grenzwertig. :frowning:

Und die meisten gehören leider zu der Gruppe der Älteren.

Da sind auch Menschen dabei denen ich meine Diagnose niemals ever mitteilen könnte, weil sie so eine feste, negative Meinung haben. Und ungefähr die Hälfte der Leute aus meinem Umfeld mit Erwachsenendiagnosen, können dies ihren Eltern auch nicht mitteilen. Aus ähnlichen Gründen.

Daher wird dann auch mein Schluss kommen: Ich mache wiederholt die Erfahrung, dass vor Allem Ältere dazu so eine schlechte und ja auch stigmatisierende Haltung haben → Ergo erinnert sie mich daran, und ich denke es mir dann als Erklärung um für mich selbst ihr Verhalten irgendwie einordnen zu können.

Ich möchte es wie bereits erwähnt dann später auch nochmal mit einer anderen Apotheke versuchen. Allerdings erst dann, wenn ich nicht mehr den Eindruck habe, dass handgeschriebene Rezepte für mich einen Nachteil bedeuten, der nur durch Menschen ausgeglichen werden kann, die mich als Kunde bereits kennen. Daher mal schauen, ob das nächste Rezept wieder maschinell erstellt sein wird. Das würde mir meine Unsicherheiten zum größten Teil nehmen. Egal ob ich dieser Frau nochmal unter die Augen treten muss, oder jemand anders. :slight_smile:

Das ist ja klasse!

Vielleicht lässt sich das mit der einen Apotheke, mit der ich schonmal im Gespräch war, ja auch einrichten, sobald die Vertretungssituation überstanden ist. :slight_smile:

Ist und kann es nicht sein.

Ich kenne auch Krankenschwestern die sich sehr blöd verhalten

aber im Verhältnis ist das sehr gering und das jeweilige Unternehmen hat dann Sorge zu tragen das niemand unter diesen Mitarbeitern leiden muß. Wie sie das bewerkstelligen ist definitiv das Problem des jeweiligen Unternehmens

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Mach das. Aber nur schriftliche Beschwerde kann was erreichen

Übrigens wenn dir Medikamente nicht gefallen darfst du sie ablehnen und das Rezept zurückverlangen und in eine andere Apotheke gehen.

Sie sind zur Herausgabe verpflichtet.

Sobald du aber die Oackung nimmst ist das konkludentes Handeln => durch dein schlüssiges Handeln stimmst du zu.

Du kannst nur Medikamente am Thesen ablehnen und nie zurückbringen

Vielleicht hilft das auch schon für die Zukunft oder lieber eine andere Apotheke wählen

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Du kannst ihr vorwerfen gegen die §§ 263 und 263 III StGB wegen Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen strafbar zu machen weil du nicht zustimmst

und die §§ 1, 3, 7, 15 AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz

zudem Artikel 3 Abs 3 Satz 2 GG (Grundgesetz)
§37 a SGB IX

§§233 ff , 185 ff, 240 StGB

§240 StGB Nötigung wenn Menschen mit Beeinträchtigung zu etwas gezwungen/ gedrängt werden

Schreib dir das auf und zitiere did Paragraphen gegen die sie sich strafbar macht wenn sie wieder ihre Spielchen spielt und dir nicht die verordneten Medikamente in der verordneten Menge und du dann Strafanzeige und ein Ziviles Regressverfahren gegen sie einleiten wirst weil du dich seit der letzten schlechten Behandlung mit rinem Rechtsanwalt beraten hättest um zukünftig solche Situationen mit ihr deutlich rechtlich würdigen lassen zu können

Ich liebe es Juristin zu sein u d seit ich diese Waffen habe setze ich sie auch wirklich ein und die Menschen und Ärzte sind sofort auf Spur - sehr spannend

aber Paragraphen muß man zitieren und ich werde nie müde jedem Arzt das ständig unter die Nase zu reiben…diese Gesichter sind genial erst recht wenn Frau sich verteidigen kann und nicht mehr ausgeliefert ist/ sein muß

stimmt nicht im Gerichtsverfahren bei der Polizei etc. wird der verordnende Arzt bestätigen was und wieviel verordnet wurde. Der Arzt hat ja keinen Grund zu lügen

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Ich hab es kaum jemanden erzählt und weiß gar nicht ob ich direkt stigmatisiert würde. Viel haben halt eine Meinung zu ADHS aber kein Wissen. Da ich eh selbst damit klarkommen muss und die Verantwortung eh bei mir liegt bringt es mir vermutlich so oder so keinen wirklichen Vorteil wenn ich es erzählen würde. Hab genug mit mir selbst zu tun und habe keinen Bock oder Energie mich da noch mit anderen auseinanderzusetzen zu wollen..

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Ich hab’s nicht überall rumposaunt, aber Leuten, die mir nahestehen und zu denen ich Vertrauen habe, schon. Die kennen mich ja auch schon lang, können da nicht auf komische Gedanken kommen, informieren sich vielleicht auch aus verlässlichen Quellen oder fragen mich, behandeln solche Infos vertraulich und können sich vielleicht so meine eine oder andere kleine Macke erklären.
Hilft vielleicht auch zur Aufklärung.

Manchen habe ich es auch erzählt, mit etwas Hintergrund, weil ich denke, dass sie selbst betroffen sind, es aber nicht wissen.
Einem habe ich, weil die Situation passte und er für mich das Schild „ADHS“ quasi auf der Stirn trägt, sogar gesagt, dass ich mir das bei ihm auch vorstellen könnte. Er hat auch nicht widersprochen. Entweder er weiß oder ahnt das schon oder er muss drüber nachdenken.

Aber eigentlich ist das ein anderes Thema und gehört hier nicht her…

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Den Gedanken möchte ich unterstützen.

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Geht bei mir zB im familiären Kontext auch absolut nicht darum, dass ich mir irgendwelche Vorteile erhoffe, sondern darum, dass ich gewisse Dinge schon gerne mit ihnen ausdiskutieren würde. Dies aber nunmal nicht mit jedem Schlag Mensch möglich ist.

Und in manchen Situationen muss man es nunmal erwähnen (zB auf der Suche nach einem Arzt oder Psychiater) und begegnet dann (nicht immer aber manchmal) den sehr negativen Vorurteilen.

Dass das nicht jedem passiert ist klasse denn es zeigt, dass unsere Gesellschaft langsam umdenkt.

Es wurde bereits angemerkt, dass dieser Punkt hier ja hier in diesem Thread auch nicht Thema ist. Wenn euch das Thema interessiert können wir dafür ja auch einen separaten Thread eröffnen oder schauen, ob es schon einen gibt. :slight_smile:

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Wie krass awesome bist du denn!

Vielen dank, das wusste ich so tatsächlich noch nicht. Das hilft mir tatsächlich sehr dabei mich fürs nächste Mal sicherer zu fühlen. Vielen Dank!

WOW danke dir!

Da hast du mir ja echt viel an die Hand gegeben. Ich werde mir die Paragraphen dann auch nochmal in Ruhe genauer ansehen. Finde das gerade auch auf ne Art echt spannend. Vielen lieben Dank an dich Kathy, ich weiß deine Hilfe SEHR zu schätzen!! :blush:

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Nein. Dafür müsste man ihr schon nachweisen (oder es müsste klar auf der Hand liegen), dass sie das Medikament bewusst unterschlagen hat.

Aber bis es soweit ist, gäbe es viele Nachfragen, und das wäre für sie natürlich extrem peinlich und unangenehm.

Nein, noch nie. Ich nehme seit 22 Jahren Methylphenidat, und es gab niemals auch nur einen bösen Blick.

Auch nicht bei Fachärzten, im Krankenhaus oder auch bei der Blutspende. Immer mal wieder Rückfragen mit der Erklärung, das habe man nicht oft bei Erwachsenen. Aber eher verwundert bis interessiert und noch nie abschätzig.

Und selbst wenn Mitarbeiter/innen in der Apotheke Vorurteile hätten, gehört es zu ihrer Professionalität, sich das nicht anmerken zu lassen. Sie haben ja täglich mit sehr persönlichen Dingen ihrer Kund/innen zu tun, seien es Mittel gegen Erektionsstörung oder Hämorrhoiden oder auch Ersatztherapien für (ehemalig) Drogensüchtige.

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Vielen Dank, dass du deine Erfahrung mit mir teilst!

Und vielen Dank auch für die guten Beispiele. Das macht es greifbarer. :slight_smile:

Es freut mich sehr zu sehen, dass die Menschen dir eher mit Neugierde begegnen. Das ist ein total gutes Zeichen.

Ein großer Teil der Gesellschaft scheint sich also in eine gute Richtung zu bewegen. Das ist wirklich schön zu lesen!

Sowas „kleines“ kann einen riesen Effekt haben und extrem helfen

Niemals von „Suppenhühnern an Thresen“ verrückt machen lassen. Du hast die Kraft selbst zu gestalten :grinning_face:

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Hallo,

die Sache ist für mich jetzt etwas nachvollziehbarer (aber nicht entschuldbarer). Da ist die Apotheke in demselben Haus wie die auf ADHS spezialisierte Psychiaterpraxis. Und die Apothekerin hat Vorurteile gegenüber ADHS-Medikamenten und sieht es als Zumutung an, mehrmals täglich diese an Leute auszugeben, die sie ihrer Meinung nach gar nicht brauchen.

Demgegenüber bin ich in meiner Kleinstadt-Apotheke vielleicht der einzige erwachsene Kunde, der regelmäßig Ritalin bekommt (mein Psychiater ist 150 km entfernt). Das heißt, die müssten erst einmal auf die Idee kommen (!), Vorurteile zu haben.

Ich würde an deiner Stelle in diese Apotheke nicht mehr gehen. Es gibt ja genug andere, nimm doch lieber eine in der Nähe deines Wohnortes - dann ist es einfacher, nochmal hinzugehen, wenn etwas bestellt werden muss.

Auch wenn die anderen Angestellten nett sind - die Gefahr, an diese spezielle Dame zu geraten, ist ja immer da. Das würde mir genügen, um woanders hin zu gehen.

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Ich habe nochmal nachgelesen, dein Medikament ist dort gar nicht immer vorrätig, sondern du musst oft noch einmal hinfahren, um es abzuholen?

Dann gibt es ja gar keinen Grund, die Apotheke in demselben Haus wie die Arztpraxis aufzusuchen. Wenn die dort immer alles da hätten okay. Aber wenn du nochmal hin musst, ist es doch viel besser, eine Apotheke an deinem Wohnort zu nehmen. Auch wenn es nur eine Bahnstation ist, bei dir zu Hause ist es vermutlich nur eine kurze Fahrradfahrt.

Du brauchst den Drachen nicht mehr wieder zu sehen und würdest auch noch Zeit sparen.

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Das ist korrekt. Ich war davon ausgegangen, dass es in einer Apotheke, die genau unter solch einer Praxis sitzt, es die wenigsten Probleme geben würde. Denn die müssten ja damit rechnen das auch mal Patienten “von oben” zu ihnen “nach unten” kommen.

Alle dort arbeitenden Apothekerinnen bis eben auf diese eine haben auch absolut keine Probleme damit und mich auch immer hervorragend betreut und beraten. Ich hatte sozusagen “Pech” diesmal ausgerechnet an sie zu geraten.

Das Medikament ist zumeist am selben Tag noch da. Ich denke, sie wollen es dort halt nicht direkt lagern. Wo auch immer sie es bis dahin aufbewahren, ab 16 Uhr liegt es dann im Safe. Ich kann es also sogar am selben Tag noch mitnehmen, wenn ich zu der Uhrzeit keine Termine habe.

Und die Apotheke selbst ist tatsächlich so nah dran, dass ich nicht mal fahren muss. XD

Ich höre beim Laufen 3 Songs aus meiner Playlist und bin da. Auf derselben Strecke befinden sich zudem auch noch Örtlichkeiten, die ich aus anderen Gründen sowieso oft aufsuchen muss. In sofern bin ich dann sowieso in der Gegend.

Hinzu kommt noch, dass die Apothekerin, die mich sonst bedient, meinen Arzt kennt und mich daher bei meinen Fragen in der Eindosierungsphase super unterstützt hat. Es gab also bis zu dem Vorfall mit der anderen Kollegin keinen logischen bzw. schlüssigen Grund, nicht dort hinzugehen.

Dieses Verhältnis ist nun natürlich durch den Vorfall verschoben.

Sollte die Vertretung mir beim nächsten Mal ein maschinelles Rezept ausstellen (so tut das normaler Weise mein Arzt) würde ich mich auch sicher genug fühlen, damit zu einer anderen Apotheke zu gehen, wo mich keiner kennt, und sich somit auch keiner im Falle kritischer “Fragen” für mich einsetzen müsste. :slight_smile:

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