hunter Farmer theory

Und wegen Rückentwicklung der Menschheit, das fand ja meines Wissens z. B. nach dem Untergang des römischen Reiches auch schon mal statt, wo gewisse ehemalige „Kolonien“, als auch die Römer selbst, im „finsteren“, Mitelalter lebten und die Errungenschaften der Römer nicht mehr weiter entwickelt wurden.

Oder auch nach dem Untergang anderer Hochkulturen wie z. B. der alten Ägypter oder Maya, war die menschliche Entwicklung auch rückläufig.

Das selbe kann auch mit unserer heutigen Kultur wieder passieren, wobei ich mich frage ob das bereits passiert?, weil wir ja ohne Unterlass daran arbeiten uns selbst auszulöschen.

Das finstere Mittelalter heißt vor allem so, weil es aus dieser Zeit kaum Quellen gibt. Ganz so dramatisch kann man das imho nicht sehen mit der Rückentwicklung, zumal das auch eine sehr Eurozentristische Sicht ist.
Das oströmische Reich bestand ja noch bis ins Hochmittelalter und viele Dinge wissen wir schlicht gar nicht.
Trotzdem hat die Entwicklung der Menschheit tatsächlich oft einen Schritt zurück gemacht um dann wieder zwei Schritte nach vorne zu gehen. Die Frage ist, ob unsere heutige Situation jetzt gut oder schlecht für uns ist… Who knows…

@f_luxus das wir inzwischen bei Ufos und ausserirdischen gelandet sind, sind nur die berühmten „Gedankensprünge“ bei Adhs. :totlach

Ich zitiere von der ideenleitenden Startseite:
„Sie soll ihnen die Kraft geben, welche sie brauchen, um in einer Gesellschaft erfolgreich bestehen zu können, die sogenannte „Andersartige“ oft als Außenseiter ausgrenzt bzw. sie über Therapien, Medikamentierung und Disziplinierung ruhigzustellen und gleichzuschalten versucht, statt ihnen zu helfen, ihre besonderen Fähigkeiten zu entwickeln und die negativen Begleiterscheinungen besser zu bewältigen. Für Betroffene ist eine korrekte Diagnose und fundierte Information oft der erste und wichtigste Schritt zur Verbesserung ihrer Lebenssituation.“

Werden Menschen mit ADHS aufgrund ihrer Andersartigkeit ausgegrenzt - oder ist es nicht so, dass wir einfach auch recht schwer erträglich sind?
Leide ich an der Ausgrenzung? Oder nicht eher daran, dass ich mir mit meinem Mangel an Impulskontrolle selbst massiv im Weg stehe?

Wer ADHS-Medikation als „Ruhigstellen“ und „Gleichschaltung“ betrachtet, hat ohnehin den Schuss nicht gehört. Eigentlich kann man da schon aufhören weiterzulesen…

Diese Überhöhung von ADHS führt fast immer eine Abwertung „normaler“ Menschen mit sich. Wer permanent betont, dass die Fähigkeiten von ADHS-Menschen sooo besonders sind, hat ein Problem mit der Selbstwahrnehmung - ich tippe da auf eine narzisstische Auslenkung.
Sind wir doch mal real: Die meisten Menschen mit ADHS leiden nicht unter der Andersartigkeit sondern daran, dass eine Disposition sie daran hindert, sich „normal“ zu verhalten und die Dinge zu tun, die sie gerne tun wollen. Die (wir) wollen nicht „besonders“ sein, sondern einfach nur normal - und, wie jeder andere, einfach ihre Ruhe haben.
Ich will als Kind nicht aufspringen und rumrennen. Ich will die Geschichte zu Ende hören - auch wenn sie zwischenrein uninteressant ist…

„Menschen, mit der Fähigkeit, mehr Reize aufnehmen zu können, als andere, sind wie Diamanten. Sie leuchten heller und sind oftmals zu höheren Leistungen fähig. Gibt man ihnen nicht die Chancen, welche sie benötigen, sondern versucht sie mit der Masse gleichzuschalten, auszugrenzen oder abzuschieben, ist das wie ein Diamant, der statt in einer schmucken Fassung die Hand oder das Dekoltee einer Frau zu verschönen, hell und schnell verbrennt. Zurück bleiben seelische Krüppel und die Asche ihrer selbst!“

Da wird einfach mal Hochbegabung, Hypersensibilität und ADHS einfach mal gleichgesetzt…
Schlimmer: Die negativen Symptome oder Auswirkungen von ADHS werden einfach mal ausgelagert.
Nicht ADHS ist das, was stört oder was mich hindert - nein, es ist die Gesellschaft, es sind die anderen. Die machen mich zum Krüppel. Die nehmen mir meine Chancen.
Da werden dann irgendwelche Theorien und Modelle zusammeninterpretiert und so hingebogen, dass sie zu dieser Denke passen.

Dass die Versorgung und Betreuung von Menschen mit ADHS suboptimal ist - daran gibt es nichts zu deuten. Das kann / muss man verbessern. Nicht nur für ADHS sondern für alle anderen Bereiche, in denen Menschen nicht „funktionieren“. Das ist absolut kritikwürdig (aber gar nicht Teil dieser Ausführungen).

Aber die Grundidee (Medikation / Psychoedukation / Therapie) ist absolut in Ordnung: Menschen zu befähigen, mit sich zurechtzukommen. Sich soweit selbst steuern / regulieren zu können, dass man wirksam sein kann, sein Leben so leben kann wie man es wirklich möchte. Dann erst kann man sehen, was für Fähigkeiten da schlummern. Dafür lohnt es sich auch, sich einzusetzen.
Aber irgendeiner Chimäre nachzujagen, nur um sich besser / auserwählter zu fühlen, das ist doch kindisch.

Hm, @f_luxus also zu Deiner These bezugnehmend, stimme ich Dir zu das Menschen mit „Behinderung“ egal welcher Art, nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen werden sollten, respektive ihren Platz bekommen in dem sie sich als Mitglied der Gesellschaft einbringen können und nicht stigmatisiert werden, oder "weggesperrt.

Ausser, ein Mensch stellt eine ernsthafte Bedrohung für sich selbst, oder andere dar!.

Aber eben, ein heisses Eisen und vorallem nicht leicht die richtigen Antworten zu finden.

Wegen den Psychopathen/Soziopathen/Narzissten, habe ich schon einige Berichte gelesen, das diese sehr oft in hohen leitenden Funktionen von Firmen, Banken und so weiter, als auch in der Politik, anzutreffen sind.
Oder auch als Kopf einer Gang, Mafia oder anderen kriminellen Verbindungen als Anführer fungieren.

Dies lässt sich sicher auf den Mangel, oder komplettes Fehlen von Empathie, sowie einem in gewissem Sinne „raubtierhaftem“ Verhalten, ähnlich einem Wolf zurück führen.
Was natürlich für die „Lämmer“ unter den Menschen, die in der Mehrheit sind, extrem gefährlich ist.

@AbrissBirne man muss eben zwischen malignen, bzw. schädlichen Psychopathen, Narzisten etc. und unschädlich oder sogar nützlichen unterscheiden.
Das Buch „Gestatten, ich bin ein Arschloch“ wäre da wohl eine spannende Lektüre.

Ich persönlich hatte es bis jetzt nicht so interpretiert, das es in der Diskussion darum geht, sich selbst als Adhs Betroffenen als „besonders“ darzustellen, oder als Opfer einer missratenen Gesellschaft.

Ehr darum, darüber zu sinnieren was uns ausmacht, oder wo unser Platz ist, oder auch sein könnte.

Schlicht verschiedene Gedanken zu sammeln, um verschiedene Denkansätze anzuschauen.

Wahrlich, kein leichtes Unterfangen, erfordert grosse Offenheit und auch Neugier für die Ansichten verschiedener Menschen.

Das betrachten verschiedener Inputs macht mir persönlich einfach grossen Spass, mit einer Prise Humor sogar noch mehr, ich nimm’s locker. :wink:

Genial!!! :totlach

Ja, das gibt es tatsächlich, wurde auch schon bewiesen.

So, jetzt bin ich auch upgedated. Sehr interessante Diskussionsrunde hier!!

Möchte auch gerne - vorsichtig - meine Ansicht miteinbringen… :rotwerd

Auch ich bin sehr nah an dieser These des „Jägers und Sammlers“.
Letzes Wochenende kam eine Doku über Vorzeitliche Kulturen. Hier in Deutschland und Europa, es gab ja damals nicht solche Grenzen wie heute. War sehr interessant!!
Na jedenfalls sind Wissenschaftler davon überzeugt, die erste sesshaft gewordene Gegend gefunden zu haben, beim schwarzen Meer etwa (keine Garantie, nur Erinnerungsfetzen) Die große Frage hier war nun, warum wohl der Mensch sesshaft geworden ist…
Auf einer Zeitskala ein nur kleiner Abschnitt bis heute. Sprich, der Mensch, wurde als Nomade geboren! Und hier benötigte er spezielle Fähigkeiten, um zu überleben. Also, im Zeitraffer ist der sesshafte Mensch noch relativ jung. Somit ist es logisch mMn, dass auch heute noch diese Erbanlagen in uns vertreten sind. Und dass ADHSler weniger sind als als Normalos (sorry) (Wer hat eigentlich entschieden, was normal ist und was nicht), also,dass der %Anteil der ADHS ler geringer ist, könnte meiner Meinung nach daran liegen, dass es zB nur einen Alpha gibt. Hole ich nun zu weit aus?.. Es können nicht 10 vorne dran stehen und sagen was zu tun ist. Und wenn doch, dann hat sich eben ein neuer stamm entwickelt oder es gab Krieg, und da waren dann auch die vorne dran, die von ihrer Impulsivität und Risikobereitschaft getrieben waren.
Und natürlich war man von einander abhängig, um Nahrung zu finden, um sich vor fressfeinden zu schützen, aber um sich zu Erden muss jeder seinen Weg finden. Nicht jeder ADHSler zieht sich in sein Schneckenhaus zurück. Schaut euch mal die extrovertierten an. Die wissen nicht mal wie ein Schneckenhaus von innen aussieht.

Allerdings find ich das nun nicht ganz passend, deren Steinzeitleben mit unserem zu vergleichen. Denn wenn damals gejagt wurde, dann wussten die Jäger, dass wenn sie nicht auf der Hut sind, sie selbst zum Opfer werden konnten. Glaube nicht, dass da einer den heranhetzenden Säbelzahntiger übersehen konnte.
Ich denke eher, dass der hochkonzentrierte Spurenleser vom eigentlichen Jäger während des Suchens beschützt wurde. Somit haben wir schon 2 verschiedene ADHSler bei der Arbeit.
Dann hatten die Homo sapiens Vorfahren ja auch alle möglichen Pflanzen, nicht nur zur Heilung sondern auch solche zur Entspannung!

Und in welcher natürlichen Kultur sitz man 8 Stunden an seiner Arbeit?
Man förderte die Kinder in dem Bereich, für den sie sich interessierten. Man brachte ihnen das Spurenlesen bei, das Jagen, die Pflanzen, das Tierverhalten…
Heute müssen alle Kinder dasselbe lernen, allerdings nichts Realitätsnahes. Und wehe ein Kind braucht länger um etwas zu verstehen, dann ist es sofort schlecht in der Schule und ungeeignet für weiters. Oder es traut sich einfach nicht, vor der Klasse etwas zu sagen oder laut vorzulesen. Und schon hast deinen Stempel auf der Stirn und Steine im Weg.
Wie oft wird einem gesagt, dass sich jedes Baby anders entwickelt. Das eine läuft mit 11 Monaten, das andere halt erst mit 15 Monaten. Da ist noch alles normal. Aber wehe ein Kind ist im Kindergarten etwas anders!

Ich denke, wir bräuchten mehr Kompromisse und mehr Verständnis.
So, ich muss jetzt Gassi gehen

Du ordnest damit „ADHS“ also auch unter „überlegen“ ein. Als „Alpha“. Ernsthaft?
Führungspersönlichkeiten mit ADHS - da fallen mir ein ganzer Haufen Schaumschläger und Schwätzer ein, die anderen die mühsame Arbeit überlassen und die Lorbeeren einheimsen. Normalos (oder auch die nicht-Dampfwalzen-ADHSler mit weniger Selbstüberzeugung) versuchen dann, das Chaos zu beseitigen und das beste draus zu machen. Leider sind solche Leute oft sehr beeindruckend. Ich weiß das, ich bin in so einer Familie aufgewachsen und kenne einige aus meiner beruflichen Laufbahn.

Sicherlich haben Menschen mit ADHS Stärken. Aber wenn man die eigenen Schwächen massiv überhöht, damit sie sich wie Stärken anfühlen, lügt man sich m.E. die Taschen voll. Das ist das Gegenteil von Selbstakzeptanz oder Selbstsachtung. Die setzt voraus, dass man sich selbst akzeptiert und nicht irgendeinen Popanz aufbaut in dem man sich spiegelt. Überlegenheit. Scout. Jäger. Chef. Weil man ADHS hat. Nicht ernsthaft.
Stärken sind, bei allen Menschen mit oder ohne ADHS, sehr abhängig von ihrer Persönlichkeit, ihren Eigenschaften, ihrer Umwelt, ihren Erfahrungen dem Umgang damit.

Manche entwickeln sich kompensatorisch - wenn ich schlechter Routinen lernen kann, behalte ich ein offeneres Denken. Das ist fein - bringt mir aber nix, wenn ich nicht die Fähigkeit und Ausdauer habe, die daraus folgenden Fähigkeit ruhig und systematisch zu entwickeln. Letzteres wäre eine Leistung, selbst wenn es nur kleine Schritte sind. Und da braucht man Menschen, die einen unterstützen, den Weg mit einem gehen. Keine Beifallklatscher und Hochjazzer.


Steinzeitliches Bullerbü sozusagen.
Glaub ich nicht dran.

Ich möchte sagen, die Stärken sind auch gleichzeitig die Schwächen bei ADXSlern, und umgekehrt.
Da sehe ich keine Selbsterhöhung dahinter. Ich denke, die Grundfertigkeiten, oder das Denken, was ADX u.a. mit sich bringt, kann unter den richtigen (auch sozialen) Voraussetzungen eine Menge bewirken. Es ist halt definitiv abhängig von der Kultur und der Sozialisation, inwieweit die Fertigkeiten von ADXSlern auch genutzt werden (können).
Das hat mit alle wollen Jäger sein nun auch wirklich nichts zu tun. Im Gegenteil.


Ist aber so. In kleinen Gruppen wie eben bei J-S Völkern ist die Gruppe nunmal davon abhängig, inwieweit die Interessen und Fähigkeiten des Einzelnen gefördert und gefordert werden.
Schau Dir doch mal Papua Neuguinea an, die Forschungsreise von 2013 glaube ich.
Sehr aufschlussreich, grad für uns.


Steinzeitliches Bullerbü sozusagen.
Glaub ich nicht dran.
[/quote]

Doch, ich schon. Und das hat nichts mit Bullerbü zu tun. Obwohl? Der Michel?
Du kannst von mir aus die Masse nehmen und denen allen das gleiche beibringen, klar klappt. Aber halt nicht bei allen… Und genau da liegt der springende Punkt. Genau diese einzelnen Kinder sind früher gefördert worden, heute wird nur noch die Masse gefördert.

Sorry, das Zitieren klappt immer noch nicht wie ich mir das vorstelle :roll:

@Hibbelanna
Ich sehe wirklich niemanden als überlegen. Ich selbst fühle mich immer unterlegen.
Nein, ich habe nur die Vorstellung, dass wenn im Ernstfall einer die Kontrolle übernehmen müsste, bräuchte man wirklich die Fähigkeit unter diesem Adrenalinschub klar zu handeln. Und da kommen dann eben meine Erfahrungen dazu. Und das ist, dass nur bestimmte Menschen dann noch klar denken und handeln können.
Die meisten werden nervös, werden zappelig, fahrig, wissen nicht wo sie mit anpacken können und verlieren die Nerven.

Was ich ziemlich erstaunlich finde, auch an der DIskussionsfreude gerade zu diesem Thread:

Wenn ich es richtig verstehe, verspricht der Ansatz doch primär eine Reduktion von Stigma und einen weiteren Anstoß zu „Tolerieren wir einander“/„Arbeiten wir idealerweise in gemischten Teams“, denn beide Veranlagungen haben ihre Vorteile. Aber mehr beansprucht er doch gar nicht?

Und gleichzeitig fliegen uns links und rechts gerade neue neurobiologische Erkenntnisse oder zumindest Theorien um die Ohren, die wirklich konkrete Einwirkungsmöglichkeiten auf den subjektiven Leidensdruck und das „seine ganz individuellen PS auf die Straße bringen“ haben können, auch Hoffnung auf Neuroplastizität, etc?

Ist in der Blickrichtung nach vorn nicht viel mehr Rock 'n Roll gerade als in der entgegengesetzten? Wirklich als Frage formuliert… Die Sichtachsen sind ja bekanntlich so frei wie die Gedanken.

Also ich merke, dass ich Fähigkeiten habe, die meine Umwelt überwiegend nicht hat. Z.B. beim Reimen, unkonventionelle neue Ideen haben, vierblättrige Kleeblätter zufällig erspähen, Tagträumen, usw

Und ich habe Bereiche in denen ich gnadenlos unterlegen bin. Z.B Aufräumen, Papierkram erledigen, Zuhören usw :hugs:

Macht mich das zu einem Überflieger? Nein.

Besonders nicht in einer Umgebung die Aufräumen, Papierkram und Zuhören besonders notwendig macht. :wink:

Trotzdem sind das tolle Fähigkeiten die irgendwann Mal sehr nützlich sind.

Darf ich mich gut fühlen, wenn ich innerhalb von wenigen Minuten ein Lied besser umtexten kann als viele andere es in Tagen könnten?
Oder muss ich mich komplett Scheiße fühlen, weil ich jeden Morgen meine Sachen vergesse und oder ewig suche und einfach oft nicht bei der Sache bin?

Es geht hier in der Diskussion gerade ein wenig zwischen Defizit- und Kompetenzzuschreibungen hin und her. ​

Und zum Thema Außerirdische: ich frage mich, warum sich alle darauf stürzen, dass Leben nur auf erdähnlichen Planeten und auf Kohlenstoffbasis existieren könnte. Warum nicht auf anderer Basis?
Ich würde annehmen, dass unter anderen physikalischen Rahmenbedingungen auch eine andere Grundlage möglich wäre, wenn z.B. bei anderer Temperatur und anderem Druck andere Reaktionen und Bindungsverhalten herrschen könnten.

Und zum Thema möglicher Beitrag von ADHS zur Menschheitsentwicklung:
eine Sache die wir gut können ist abschweifen und Neues probieren. Ständig neue Ideen verfolgen. Klar, wir sterben dabei auch häufiger als andere weil die Ideen mitunter verrückt sind aber neue Ideen sind auch sehr wichtig.

Tatsächlich ist alles Menschengemachte auf Ideen zurückzuführen. Bevor es einen Stuhl gab, hatte irgendwer keine Ruhe bis er die Idee hatte ein Ding zu machen worauf man bequem sitzen kann.

Alles was wir haben gibt es nur wegen einer Idee. Haus, Brot, Messer, Säge, Auto usw.
Kreativität sollte man also auch feiern und kultivieren. Das bedeutet wiederum nicht, dass nur wir das können, aber es ist eine mögliche Kompetenz. Und daher auch ein möglicher Selektionsvorteil.

Was glaube ich gerne allzu schnell vergessen wird, ist ja wie schnell die technologische Entwicklung seit der Industrialisierung voran geschritten ist.

Und dann allein die regelrechten „Quantensprünge“ der technologischen Entwicklung die allein seit der letzten 30 - 40 Jahren stattfand.

Nur schon für einen Menschen meiner Generation(50+), ging die technologische Entwicklung derart rasant, sowas gab es ja in der gesamten Menschheits Entwicklung niemals zuvor.

Das Menschen, auch ohne Adhs , damit total überfordert sind, ist ja nicht weiter erstaunlich.

Das Problem dabei ist, das den Menschen im Grunde nicht die Zeit gegeben wird die sie „bräuchten“ um sich darauf einstellen, um sich ebenfalls weiter zu entwickeln.
Inzwischen sind wir nur noch Nummern in einem gigantischen aufgeblähten Finanzmarkt in dem wir zu „Konsumenten“ geworden sind, wie es dem einzelnen Menschen dabei geht, ist nicht von Interesse, logisch das infolge dessen psychische Erkrankungen immer mehr zugenommen haben.

„Steinzeitliches Bullerbü“: wie gesagt, Romantik für diese archaischen Zustände muss man sich leisten können und das geht natürlich eher, wenn man Vikings, The Last Kingdom, Apokalypto, The Revenant auf Netflix oder im Kino mit Popcorn schauen kann… aber trotzdem hat es seinen Reiz, darüber zu philosophieren :clap::+1:

…die Seeshaftwerdung begann nicht an einem Ort (der früheste und wichtigste ist der fruchtbare Halbmond im Nahen Osten), sondern auch wieder quasi Statistik, an verschiedenen Orten unabhängig voneinander (die Kultivierung von Mais muss anscheinend unzählige Generationen gebraucht haben, bis aus der Wildform dieses Geundnahrungsmittel gezüchtet bzw. kultiviert wurde in Mexiko) und sesshaft vs. nomadisch sind auch wieder jeweils nicht schwarz oder weiß, sondern Grautöne, Grauzone, Tendenzen, unzählige Nuancen… die Hunter-Farmer-Theorie ist letztendlich ein Modell, die Wirklichkeit ist viel komplexer und vielfältiger…


Genaugenommen sind alle Erklärungsversuche zu ADXS oder anderen psychischen Nicht-Normalitäten lediglich Modelle und/oder Annahmen.
Ich finde bei der Diskussion hier bringt ein „entweder oder“ auch rein gar nichts. Ein „sowohl als auch“ macht wohl eher Sinn. Hunter-Farmer ist auch nur als Analogie zu betrachten, und nicht als Statische Gebilde.
So nehme ich das zumindest an.