Ich habe tatsächlich auch schon darüber nachgedacht,zu einem Hörgeräteakustiker zu gehen, in der Hoffnung, dass der DIE Lösung hat.
Allerdings ist glaube ich meine größte Hoffnung,bzw mein größter Wunsch,„einfach“ ohne Hilfsmittel auszukommen. Aber das geht denke ich den meisten so.
So kann man zumindest dankbar über die ganzen kleinen Helferlein sein. Denn das zeigt ja auch,dass es ganz vielen Menschen so geht.
Es ist wirklich traurig,dass man so oft schräg angeguckt wird, wenn etwas anders ist,als es sich die Mehrheit der Gesellschaft vorstellt. Zumindest in manchen Punkten ist es mir mittlerweile ansatzweise egal geworden und ich verzichte nicht mehr durchgehend auf Hilfsmittel oder Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit, die es mir erträglicher machen, durchzuhalten.
Am härtesten trifft es, wenn vermeintliche Freunde kein Verständnis aufbringen. Für jemanden der ohnehin als „Sonderling“ gilt und Schwierigkeiten hat, soziale Beziehungen herzustellen, sehr entmutigend.
Oftmals ist es Unwissenheit aber sehr oft auch schlichtweg fehlende Empathie und der Mangel, Verständnis aufbringen zu wollen.
Ich habs auch nicht als Angriff gesehen, jedenfalls nicht nach dem dem zweiten, erklärenden Beitrag von @Salabroksidus, alles gut
Aber ich mache seit Jahren nichts anderes, als zu versuchen, das Selbstwertgefühl meiner Tochter zu stärken. Ich hab mir jegliche professionelle Unterstützung für sie ins Boot geholt, die für uns möglich ist. Ich arbeite seit Jahren therapeutisch an mir, für mich, aber auch für sie. Trotzdem wird ihr Selbstwert eher schlechter statt besser. Das tut sehr weh beim Zusehen. Insofern bin ich da natürlich auch schnell getriggert, wenn ich das Gefühl bekomme, irgendwer würde denken, ich müsse das nur anders angehen, dann würde sie das schon mal eben schnell lernen
Aber wie gesagt, ich bin überhaupt nicht beleidigt oder so, ich kann alle Sichtweisen hier gut nachvollziehen
Moinsen dem evtl Traumabezug würde ich auch zustimmen. Hinter der starken Geräuschsensitivität eine erhöhte,unbewusste, Wachsamkeit stecken…
Viele Grüße Thomas
Habe jetzt beschlossen, dass ich noise cancelling Kopfhörer kaufen werde, aber ich bin vollkommen überfordert, wonach ich da suchen muss um welche zu finden, die zwar Geräusche gut filtern, mit denen man aber trotzdem ansprechbar bleibt
Kannst du mir da was empfehlen? Oder natürlich auch gern jemand anderes, falls wer einen Tipp hat
Ja, sollte ohne gehen, wenn man keine Musik hören möchte
Also theoretisch bei Bedarf die Einstellungen per App über Blootooth Verbindung nach Belieben anpassen und dann macht der Chip in den Ohrmuscheln sein Ding.
Hier gibt’s paar allgemeine Infos zu den Noise Cancelling Techniken:
Ich hab irgendwas gelesen von wegen Bluetooth und dass der Geräuschfilter nur aktiv ist, wenn das an ist und dann hatte ich so die Assoziation, dass das nur irgendwie mit dem Smartphone verbunden sein muss
Ich glaube du hastcda was wichtiges überlesen, denn es sind in erster Linie „nur Kopfhörer“ die Noise Canceling können. Sie müssen eingeschaltet sein und da sie Kopfhörer sind zum Musik hören, Potcasts und Fulme etc gucken geeignet sind, funktioniert das Noisecanceling wohl nur, wenn die mit dem Handy oder Tablett verbunden sind und überschreiben dann die Geräusche bzw filtern sie heraus in dem Gegengeräusche erzeugen die dann die Umweltgeräusche herausfiltern. Da du die Geräusche wählen kannst (wahrscheinlich Kategorien oder Typengeräusche (Straßenlärm, Gruppengespräche und ähnliches))
Dazu braucht es wohl die App zum steuern und quasi als extern arbeitendes Mainbord über das Handy.
Danke! Die Befürchtung hatte ich auch ich hab zwar ein Smartphone, aber das nutze ich nur zuhause quasi als Tablet-Ersatz. Dh eine App könnte ich installieren, aber die Kopfhörer wären nicht verbunden, wenn meine Tochter in der Schule ist. Doof
Von dem, was du da verlinkt hast muss ich mal weiter suchen, weil es muss over-ear sein, sonst trägt sie das auf Dauer nicht. Die loops sind bisher das einzige, was sie in-ear trägt, ansonsten hasst sie das.
Sag mal bevor du überall suchst bist du schonmal einfach zum Hörakustiker oder zum HNO Arzt gegangen hast das Problem angesprochen und über entsprechende technische Empfehlungen oder Möglichkeiten gesprochen. Das ist ihr tägliches Geschäft und ihr seit bestimmt nicht die einzigen in der Situation und beim Hörakustiker kann es sogar individualisierte Lösungen geben und du kannst das vor Ort mit deiner Tochter ausprobieren, ist mir Hörgeräten auch so, dazu hat Fielmann auch die Geldzurückgarantie wenn es nicht gefällt.
Zumak Krankenkassen eh viel mehr bei Kindern bezahlen könntest du das Glück haben, daß ein Teil vielleicht sogar eine vollständige Kostenübernahme gewährt wird.
Hallo zusammen! Darf ich mich mit einer Frage anschliessen, die gerade so schön ins Thema passt? Mein Mann (ADHS) war schon immer eher geräuschempfindlich, in letzter Zeit hat sich das aber zugespitzt (ev. ein Zusammenhang mit dem Medikationsstart?). Ich rede wohl eher etwas laut, aber (soweit ich das selbst beurteilen kann) nicht aussergewöhnlich laut. Nun ist es aber so, dass in letzter Zeit ständig ein „Psssst!!“ oder „Nicht so laut!!“ von meinem Mann kommt, wenn ich ihm irgendwas erzähle. Das treibt mich in den Wahnsinn Natürlich passe ich dann meine Lautstärke an, aber meine „Standardlautstärke“ zu ändern, ist mir bisher nicht gelungen… Und dieses ständige zurechtgewiesen werden… Ich verstehe ja, dass es für ihn unangenehm ist, aber was kann man da tun?? Hat irgendjemand einen Tipp?
Da es hier ja u.a. um Ohrstöpsel ging, wäre das eine Möglichkeit für ihn.
Durch das Dopamin gibt’s natürlich Veränderungen im Botenstoffhaushalt und die Wahrnehmung verändert sich entsprechend auch.
Dann gibt’s noch andere mögliche Ursachen, aber am Ende gehts dann vielleicht schon zu tief ins Neurologische rein.
Wobei ich persönlich genau das halt total spannend und lohnenswert finde, da mal genauer einzusteigen - um eben ADHS & Co. zu verstehen und was die Medikamente genau machen
Und was nimmt er und in welcher Dosis und wie lange?
Danke für deine Antwort! Er nimmt Concerta 27mg 1x täglich seit einigen Wochen (ca. 2-3 Monaten oder so…). Anfangs nicht so regelmässig, aber inzwischen konnte ich ihn überzeugen, dass regelmässig zumindest für den Anfang besser wäre. Habe aber das Gefühl, die Medikation ist nicht ideal. Oft ist er am mittleren/späten Nachmittag immer stärker gestresst, was ich als Rebound interpretiere.
Könnte dann tatsächlich bedingt durch das Ausschleichen des Wirkstoffs sein, wenn man bei optimaler Dosis von 8-12h Wirkung ausgeht.
Länger wirkt leider nichts, aber es gibt natürlich die Möglichkeit, den Rebound durch schnell freisetzendes Methylphenidat zu verhindern und die Wirkung zu strecken.
Das dann leider auf Privatrezept, aber 100stk kosten da um die 30€. Und die sind mindestens teilbar.
Wirkt aber eben dann auch nur 3-4h.
Ob eine zweite Gabe von Concerta (vielleicht die niedrigere Dosis dann) sinnvoll wäre und wie mehrfache Einnahmen davon über Tag zusammenspielen, das weiß ich leider nicht.
Jedenfalls deckt eine Einnahme morgens ganz sicher nicht den ganzen Tag ab und die ADHS hat man halt 24/7
Da hilft ihm wohl nur der Gang zum Arzt, um über die Tagesabdeckung zu sprechen.