Ich bin von meinem Mann mit ADHS und Depression nur noch genervt

Perspektive

„anon24013096s Raum“ befindet sich im öffentlichen Bereich eines ADHS-Forums. Hier wird überhaupt nichts gekapert. Wenn ich Besuch bekomme, kapere ich ja auch nicht den Raum des Besuchers.
Ganz im Gegenteil erwarte ich zu Recht von dem Besucher, daß Er mich höflich behandelt und nicht sofort laut zu lamentieren beginnt, wie nervig und anstrengend ich bin. Und wenn er dann auch noch am schwarzen Brett für alle Hausbewohner ankündigt wo man die kompletten Beleidigungen finden kann Ich bin von meinem Mann mit ADHS und Depression nur noch genervt , dann handelt es sich dabei bestimmt um Vieles - aber bestimmt nicht um einen Safe-space.

Und nein, ich finde den Titel nicht akzeptabel und nicht angemessen. Ich finde den Titel provozierend und tendenziös.

Und ich habe mir erlaubt auch @Bine82 auf meine Ignore-Liste zu setzen, weil mich diese besserwisserischen Einlassungen immens triggern. Vielleicht ändere ich das ja, wenn Sie auch mal eine ADHS-Diagnose hat. Aber bis dahin finde ichs’s nur anmaßend.

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Schade das du jetzt nicht lesen kannst das ich meine Diagnose erst mit 43 bekommen habe.

Und ich bis dahin 4 Depressionen hatte, 3 Psychiatrie Aufenthalte und 3 Ambulante Therapien.
Die Üblichen falschen Diagnosen kPTBS, PTBS, BPS.

Auch habe ich ein sehr ausgeprägtes RSD. Allerdings habe ich auch Verstand und Empathie.
Dazu kommen Traumata, zu meinem Unglück auch noch Gewalterfahrung in jede Richtung. Physisch, Sexuell, wie Psychisch. Ich hab viel durch. Sogar Obdachlosigkeit, Mobbing, Ausgrenzung, Promiskuität, Prostitution nur um mal einen Hauch von Zuwendung zu bekommen.
Kaum einen Hob habe ich länger als 3 Jahre durchgehalten und bis zum erkennen dieser o.g. Dinge hielt keine Beziehung länger als 2 Jahre und in diesen 2 Jahren habe ich sogar Gewalt ausgeübt.

Und ja wir sind eine Belastung für andere und das nervt. Da lässt sich nichts dran rütteln.

Was du draus machst, das du ein schlechter, unwürdiger Mensch wärst. Das sind denke ich deine Lebenserfahrung. Das ist bedauerlich. Wirklich.

Das Gefühl unzulänglich, schlecht, unbedeutend und gar lächerlich zu sein kenne ich zu gut. Ich bin sehr froh das ich das überwinden konnte.

Allerdings scheint das meine Hochbegabung zu sein. Soziale Dinge, Interaktionen, aber auch eigene Glaubenssätze zu erkennen. Nützt mir wenig. Denn wie auch bei dir ecke ich damit an.

Deswegen ist es aber nicht unwahr.

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ich habs versucht anders zu erklären, ging wohl in die hose. empfinde ich nämlich genau so.

Frauen sind aber statistisch häufiger von burnout betroffen will ich noch gesagt haben.

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Erkennt ihr denn das, dass EURE Empfindungen sind?
Das sind eure Emotionen.

Sagt euch Schulz von Thun etwas?

Dürfen andere auch Emotionen haben, erschöpft sein und das äußern oder nur wir?

Ich sehe in anon24013096 eine Person die müde, erschöpft ist und Zuspruch braucht. Ich sehe da nirgendwo Provokation.

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deswegen macht sie ja jetzt urlaub oder nicht?

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Meinst du gerade mich mit der Antwort?

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Das hat für mich etwas von einem Depressiven zu sagen „Mach mal Urlaub“ … „geh mal an die Luft“ … „mach Sport…“

Ja Urlaub entzerrt, Urlaub lässt entspannen/ erholen. Aber Urlaub alleine ist kein Allheilmittel.

Angehörige sind genauso Menschen. Es gibt keinen Mensch der nicht irgendwie beeinträchtigt ist. Angehörige haben schlechte Tage, sind selber krank, haben eigene destruktive Copinstrategien etc.

Menschen wirken IMMER aufeinander ein. Das soll ausgeglichen sein. In der Konstellation einer Depressiv der andere nicht ist das unausgeglichen. Von einer Partnerschaft erwartet/ erhofft man ja auch was.

Der Angehörige möchte genauso Zuwendung, halt haben. Das fällt meist schonmal weg. Weil dieser sich doch so oft zurückzieht.
Auch die gedrückte Stimmung. Eine Beziehung wünscht man sich doch Leicht und Belebend. Das ist schwer und bedrückend.
Zu alldem hat der Angehörige dann noch sein eigenes Leben.

Angehörige warten darauf das sich das wieder einstellt. Haben Hoffnung und werden bei einem Rezidiv genauso zurückgeworfen.

Urlaub macht das nicht weg. So wie sich der Angehörige sich bewusst entscheiden muß das auszuhalten. Muß dem betreffenden klar sein das dieser da rein hält. Ich denke das die meisten sich dem Klar sind. Es kommt aber eben auch häufig vor das eine Beziehung dann noch vom RSD torpediert wird. der Depressive so in seiner Welt gefangen ist das er dem Angehörigen gar vorwürfe macht.

Macht der Angehörige dauerhaft vorwürfe etc. dann ist dieser selber schon deutlich beeinträchtigt. Also selber Seelisch krank. Den ein Ausgeglichener Geist handelt und Denkt erwachsen. Sachlich, verständnisvoll, differenziert.

Ich hatte einst einen Partner der von mir immer wollte das ich normal bin. Erstmal konnte ich damit nicht anfangen, noch war das mir gegenüber Fair.

Und es gibt einen schönen Spruch. „liebe allein reicht nicht für einen Beziehung“

Das ist für beide Arbeit.

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also bisher habe ich nur einen „quasi vorwurf“ im titel des threads gelesen.

ja ich weiß alles kompliziert und nicht schwarz weiß. hast du schön und verständlich ausgeführt. danke.

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ne erklär mal bitte?

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Deswegen bekomme ich nichts mehr von ihr angezeigt und laufe auch nicht mehr Gefahr, getriggert zu werden.

Ist besser so. Eine der ersten Regeln die ich in Internetforen gelernt habe.

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Ich gehe mal davon aus, das war keine Ironie.

Der hat Kommunikationsmodelle entwickelt, womit man versuchen kann zu analysieren, was neben der reinen Sachaussage noch alles in einer Botschaft mit übertragen wird oder was vielleicht auch von einem selbst reininterpretiert wird. Das ist jetzt nur der bekannteste Teil, die Arbeiten sind viel umfangreicher.

Wenn ich zu dir sage: „Die Ampel ist grün!“, steckt dem Modell nach folgendes drin, natürlich bei jedem ein bisschen anders abgewandelt:

  1. Die Sachebene, also eben die Tatsache, dass die Ampel grün ist
  2. Appellebene: Die Aufforderung „Fahr los!“
  3. Beziehungsebene: „Ständig muss man dich anleiten, alles muss ich selber machen/dran denken.“
  4. Selbstoffenbarung: „Ich bin ungeduldig.“

So, das war jetzt schnell aus dem Stegreif gebrainstormt. Jedenfalls kann man durch diese 4 Seiten, Fenster, Ohren, nenne es wie du willst, ein bisschen versuchen aufzudröseln, was man alles gehört hat, wenn gerade wieder eine anstrengende Botschaft eingetroffen ist. Teilweise kann man sich überlegen, welche dieser 4 Botschaften da oben man wirklich an sich ranlassen will.

Nachtrag: Ehrlich gesagt finde ich auch, der Titel ist schon eine ziemliche Ansage. Das Anliegen in diesem Thread finde ich völlig legitim, auch Angehörige können wahnsinnig erschöpft und ausgebrannt sein. Der Titel hat aber schon Triggerpotential. Vielleicht kann man den Teil mit „mit ADHS und Depression“ weglassen.

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Schwierig in einem ADHS Forum, glaube ich aber danke für die Erklärung.

Eigentlich schon, kann ich auch manchmal trotz Autismus. :partying_face:

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Sach ich doch, Dopamin Knaller Titel.

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Die Formulierung klang sehr nach Ironie, aber in der angespannten Situation hätte ich jetzt eher nicht mit Ironie gerechnet. Letzteres hat gewonnen. :wink:

Selbst ohne die dopamin-Achterbahn fällt das schwer. Sonst wäre ein Großteil der Kommunikationstrainer und Psychomenschen wahrscheinlich arbeitslos. :rofl:

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Ich hatte lediglich versucht meine Innenwelt zu schildern als ich über den Titel nun mehrfach gestolpert bin. Dachte es geht auch anderen so, daher ein versuch darauf aufmerksam zu machen. Perspektivübernahme und so…

Hat wohl nicht geklappt. :slightly_smiling_face:

edit: und falls es untergegangen ist, ich kann mir schon denken dass sowas herausfordernd ist, wenn ein mensch der einem nahesteht in so einer schlechten verfassung ist, habe ich aber weiter oben schon erwähnt.

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Moment - sie geht mit ihrem Kind in den Urlaub. Das bedeutet zwar Abstand von der schwierigen Beziehung, aber ob es ansonsten Erholung bedeutet hängt stark vom Alter und der Persönlichkeit des Kindes ab. Ich war in den letzten 10 Jahren einige Male im Urlaub mit meinen Kindern, aber erholsam wars eigentlich nie :upside_down_face: Tapetenwechsel ja, schön auch, aber Erholung? :woman_shrugging:

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Eine Mutter Kind Kuhr wäre vielleicht Sinnvoller zur Erholung und ein Klinikaufenthalt für den Mann auch. Kenne ich mich aber nicht damit aus, ich bin schon lang raus aus der Arbeitswelt und seine Lebensenergiezerrenden Strapazen.

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Wer es nicht mehr lesen mag, hat die Möglichkeit, am Ende eines Themas die Glocke zu verbimmeln.

Selbstfürsorge ist wichtig :slight_smile:

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Tun wir, auch wenn es immer wieder mal Zwischentöne gibt…

Bist du, denn hier schleichen alle rum und ich hoffe, du bist auch immer noch da und hast nicht, vor Schreck oder Enttäuschung, inzwischen die Flucht ergriffen…

100%tige Zustimmung

Sehr traurig, aber sehr wahr…

Klar, auch deine Kapazitäten sind begrenzt, gerade auch wenn dich dieses Gefühl erwischt, allein auf weiter Flur zu sein, alles zu machen und zu tun, für alles Verständnis haben zu müssen etc.pp

Nur zur Erinnerung, unser @schlingelprinz lag/liegt richtig, in Sachen Urlaub.
Ich hoffe trotzdem @anon24013096 , du schaust hier trotzdem noch rein…

Wenn unser @SneedleDeeDoo so in seine Glaskugel schaut, dann lässt es häufig nicht lange auf sich warten…

Nein, das möchtest du sicher nicht, der Dampf muss eben raus und nun ist es hier passiert, in dieser Form.

Und damit du noch ganz lange davon verschont bleibst, reden wir auch darüber hier, denn das will sicher niemand von uns, den Partner ebenso in einen dunklen Keller schicken.

Das hoffe ich doch nicht, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung…

Isso, da lässt sich aber auch gar nix schön reden…

Empfinde ich als einen essentiellen Satz, Dankeschön.

So nämlich.

Nö, nicht nur, erstmal ist es eine Erklärung, weshalb es nicht so läuft , wie bei Familie 0815, mal ganz flappsig ausgedrückt.

Das ist ja keine Einbahnstraße und auch kein Freibrief für alles, wie bisher. Da sind schon beide Seiten gefragt, eher so eine Hand wäscht die andere…

…und manchmal ist es , wie mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen oder auch, was ist zuerst rausgekrochen, hat ihn die unbehandelte ADHS in die Depression geschubst…

Ein kleines Licht am Horizont, was mit Ausdauer aber zu einem Leuchten werden kann…

Stimmt, erleben ist nochmal eine ganz andere Baustelle, fragen, lesen, reden, überhaupt Kommunikation, schwierig, aber wichtig…

Du bist schon richtig hier @anon24013096

Deshalb hoffe ich, das du noch nicht geflüchtet bist…

Absolut.

:white_heart:

Unter Umständen steht ja auch einiges auf dem Spiel, da wäre doch so ein Aufenthalt gar nicht so abwegig, vor allem auch, bevor du gar nicht mehr kannst und beschließt , zu gehen…soll nun keinen Druck zusätzlich für deinen Mann aufbauen, aber es ist schon eine große Herausforderung…

Isso, wissen glaube ich viele von uns…

S.T.O.P.
So tief wollen wir doch nicht wirklich sinken, das ist doch hier kein Wettbewerb…

Menschen sind individuell und je nachdem, in welchem Mikrokosmos ich mich bewegt habe oder bewege, sind Erfahrungen & Empfinden höchst unterschiedlich.

Aber, meiner persönlichen Meinung nach, sollte sich niemand gezwungen sehen, seine Belastungen offen darzulegen, wir machen doch hier keinen Sch*anzvergleich.

RSD ist 'ne absolute Bitch…und die persönliche Schwelle ist variabel und eben ganz persönlich…

Und wenn es sich vorbeugen lässt, ich bitte darum…

Na ja, ich habe auch einmal tief durchgeatmet, dann hat die Neugier gesiegt und joar, so unrecht hat sie nicht grübelKopfkratzt

Klickbait, ich glaube (Achtung gefährliches Halbwissen) könnte sowas auch genannt werden, denn die Wortwahl knallt schon rein.

Und je nachdem in welchem Zustand oder Umfeld sich die geneigte Leserschaft gerade bewegt, spricht es unterschiedlich an.

Da du, lieber @Gartenpirat dich gerade in einer äußerst
[hier mächtigen Fäkalausdruck einsetzen] Situation befindest, trifft es dich nochmal anders, als unseren @schlingelprinz , der gerade die Welt für sich neu entdeckt.

Nee, sicher nicht, aber es kann helfen durchzuatmen, den Kopf durchpusten zu lassen.

Gerade um sich seiner selbst wieder bewußt zu werden, schaffe ich das, kann ich es schaffen und auch will ich es überhaupt schaffen.

Diese Gedanken funktionieren zu Hause, im Alltagsgeschäft nur sehr schwer,
Kind, Kegel, care - Arbeit…

Genau, um dieses Bewusstsein aber klar für mich definieren zu können, fahre ich weg, möglichst neutral, um mir über mein weiteres Leben Gedanken zu machen. Das hat auch nix mit mangelnder Zuneigung zu tun.

Egal, in welcher Richtung, Dankeschön.

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Die Situation in der ich mich befinde ist weit weniger bescheiden als es sich von außen betrachtet vielleicht liest.

Seit meine Frau und ich uns getrennt haben und ich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und in meinen Chaos-Werkstattkeller eingezogen bin - verstehen wir uns deutlich besser.
Eben weil wir einander nicht mehr ständig auf der Pelle hocken und uns gegenseitig triggern.
Wir sind zwar kein Paar mehr, aber wir sind sehr gute Freunde.

Meine vergleichende Schilderung war also wirklich nur Anschauungsmaterial und nicht Ausdruck meiner Wut, wie es die Antwort von Bine unterstellt - und wie es Einige offensichtlich gespeichert haben.

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