Ich verstehe ihn nicht

Genau das ist es doch. Man sagt sehr schnell, dass man „jemandem für etwas liebt, schätzt oder mag“, aber was ich meine, ist, dass Liebe immer bedingungslos ist und mit den Eigenschaften der geliebten Person erstmal nichts zu tun hat, sondern die kommen höchstens on top!

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Ich könnte aber auch wiederum Eigenschaften nennen, die es verhindern würden, dass ich jemanden lieben kann.
Aber vielleicht nicht bei meinen Kindern und meiner Nichte.

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Und genau das hat wohl den Spruch geprägt, dass die reinste Liebe die Liebe zwischen Mutter und Kind ist.

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@anon19297773 also ICH hasse es einfach wenn mir jemand die Haare „wuscheln“ will oder mich im Gesicht berühren will.
Mein Partner LIEBT es ja geradezu wenn ich sein Gesicht streichle, besonders seine Augenlider, oder wenn ich ihm eine Gesichtsmassage verpasse, allgemein ist er ein grosser Fan von Massage.
Ich persönlich mag Massage auch, ausser im Gesicht oder an der Kopfhaut.
Und was ich tatsächlich noch viel weniger ertragen kann sind Fussmassagen, da drehe ich durch weil ich einfach extrem kitzelig an den Füssen bin, so das ich keine Berührung an den Füssen ertragen kann.

Das kann sehr gut sein. Das ist bei mir auch so.

Dazu habe ich off topic ein sehr schönes Beispiel: es geht zwar nicht um Liebe, aber um Sympathie:

Wir hatten vor 14 Tagen unsere Weihnachtsfeier der Firma und eine Kollegin, die ich sehr mag, hat mich, da ich mich vorher noch umziehen musste, zu Hause abgeholt und mitgenommen.

Ganz ADHSlerin, suchte ich wie eine Bekloppte noch den Schal, der mein Outfit komplettieren sollte. Obwohl ich ihn vorher zurecht gelegt hatte, fand ich ihn nicht und fegte verzweifelt durch das Appartement während sie draußen im Auto wartete. Ich habe sie angerufen und gesagt, sie solle fahren, ich würde dann mit meinem eigenen Auto hinterher kommen.
Sie blieb jedoch ganz ruhig und ging mit mir alle Möglichkeiten durch und meinte dann, sie könne sich nicht vorstellen, dass der Schal so wichtig sei.

Als ich dann ohne Schal, aber völlig aufgelöst in ihrem Auto saß, meinte sie nur, dass ich ein super Outfit hätte und sowieso auch ohne Schal ich ein klasse Mensch sei und jeder auf der Feier das bestimmt so sehen würde. Es würde mich wohl niemand weniger mögen, nur weil ich mal nicht nach meinen eigenen Maßstäben perfekt gestylt sei.

Da musste ich fast vor Rührung weinen, denn sie hat ja recht! Die Persönlichkeit ist vollkommen unabhängig von den Klamotten, die jemand trägt. Sie macht mir immer Komplimente wegen meiner Outfits, aber mögen tut sie mich wegen anderer Gründe.

Das lässt sich auch auf die Liebe übertragen. Man findet bestimmte Eigenschaften an einem Menschen attraktiv, aber lieben tut man ihn oder sie aus Gründen, die sich uns nicht wirklich erschließen.

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Ich konnte, kann, nur einen Menschen lieben der in Wahrheit nichts von mir „erwartet“.
Sobald mich ein Mensch „einengt“ egal auf welche Art und Weise, dann spüre ich einen sehr starken Fluchtinsinkt, dass war schon immer sehr ausgeprägt bei mir.
Es ging oder geht mir nicht darum ob ich meinem Partner untreu sein könnte oder dürfte, sondern ganz im Gegenteil, je treuer, ehrlicher und loyaler mein Partner mir gegenüber ist, desto zuverlässiger, treuer, loyaler werde ich zu meinem Partner stehen.
Dann sind Worte wie " bis der Tod euch scheidet" für mich keine Floskeln, sondern bin ich die treuste und ehrlichste Seele die sich ein Mensch nur wünschen kann.
Werde ich aber hinters Licht geführt, mein fast schon kindliches Vertrauen enttäuscht und missbraucht, dann bin ich schneller weg als diese Person nur bis drei zählen könnte, und dann empfinde ich auch keine Liebe mehr, lebe in Schwarz oder Weis, entweder Du liebst mich aus vollstem Herzen so wie ich Dich, oder es ist vorbei.
Wenn eine Beziehung bei mir zu Ende ist, dann ist das immer entgültig, On-OFF gibt es bei mir nicht.

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:point_up: Öh, Hallo?

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Ja, ich weiß, die Väter sollen nicht vergessen werden, aber da nun mal die Frauen und nicht die Männer die Kinder 9 Monate im Köper tragen, ist diese Liebe dann doch noch ein klein wenig anders.:wink:

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Die Liebe zwischen Mutter und Kind ist normalerweise sehr stark und einzigartig, ist jedoch anders und deshalb nicht zu vergleichen zwischen Liebespartnern.
Die Liebe zum Partner ist ja auch sexuell begründet, von daher niemals gleichzusetzen wie die Liebe die man als Mutter zu seinen Kindern empfindet.
Bei mir PERSÖNLICH ist es so, auch wenn viele das nicht hören wollen, dass ich am meisten Liebe für einen „Lebenspartner“ empfinde der gleichzeitig mein bester Freund ist, der zu mir steht wenn andere mich anzweifeln oder sogar verlassen würden, der mich versteht wenn ich an mir selbst zweifle, der mich stärkt wenn ich schwach bin, der meine Träume kennt und mit mir teilt, der mit mir Grenzen überschreitet und wir uns trotzdem nicht trennen oder deshalb verlieren oder mich verurteilt, der mit mir lacht und mit mir weint, der mich wärmt aber nicht erdrückt, der mit mir zusammen das Leben erkundet, der verzeihen kann, der Geduld mit mir hat, der mir Freiraum lässt und mich trotzdem nie alleine lässt.
Und wohlgemerkt giltet das selbe auch für mich, zählt Verlässlichkeit, treue, Ehrlichkeit, füreinander da sein in allen Belangen des Lebens.
Trotzdem sich weder einzuengen, den Partner nicht als selbstverständlich zu sehen, sich zu bedanken und wert zu schätzen, sich immer wieder gegenseitig zu sagen: „ich liebe Dich so wie Du bist, bleibe so wie Du bist, verändere Dich nicht für mich, denn ich liebe Dich so wie Du bist, ich liebe Deine Eigenarten, ich liebe Deine Ecken und Kanten, auch wenn wir uns manchmal zanken, aber Hauptsache Du und ich sind und bleiben immer beste Freunde“.
Denn Liebe und Freundschaft schliesst sich für mich nicht aus, sondern ganz im Gegenteil, je besser ich mit einem Menschen befreundet bin, desto mehr liebe ich ihn.
Und das Geheimnis meines jetzigen Partners und mir, die tiefe Liebe die wir füreinander empfinden übersteigt das sexuelle bei weitem.
Wir würden füreinander durchs Feuer gehen, aber nur weil wir uns so gut kennen, dass wir beste Freunde sind, weil uns so viel mehr als Sex verbindet.
Sexpartner* sind im Prinzip beliebig austauschbar, aber Liebe übersteigt diese kurzen Glücksmomente die einem Sex vielleicht kurzzeitig verschaffen kann.
Aber die echte Liebe eines Menschen die kann man nicht kaufen, die muss man sich verdienen.

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Liebe, die man sich verdienen muss, ist nicht bedingungslos.

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Anno domini, an einem Klassentreffen, war ich an der Reihe, dem Plenum ein paar Worte zu erzählen. Ich erwähnte meine damalige Partnerin und wie wir glücklich wären, dass „wir in wenigen Wochen unser Kind bekommen“.

Lachen im Saal.

Das war einer jener Momente, in denen ich das Gefühl bekam, zwar Klassenbester, aber sonst einfach nur blöd und dumm zu sein. Jemand klärte mich auf, ich hätte doch „wir bekämen ein Kind“ gesagt. Ich könne doch keine Kinder bekommen.

Ach, ok, lustig. Zur Rettung meines Selbstwertgefühls stufte ich innerlich die ganze Bande einfach ein paar Levels runter. Unwürdiger Pöbel! Tiefstes Urschweizer Patriarchat! Hinterwäldlerische Ignoranten!
So funktioniert wohl Selbstschutz. Und als Nebenwirkung kostenlos etwas zusätzliche Einsamkeit. Ich kann heute über die Situation als solche lachen. Dass ich mich noch immer daran erinnere zeigt jedoch, was so eine vermeintliche Banalität für Spuren hinterlassen kann.

Ich war sehr lange Teilzeit-Hausmann und für zu ca. 3/4 für Haus, Garten und Kinder zuständig. Das mit grossem Abstand wunderbarste Geschenk und Glücksgefühl aus dieser Zeit war für mich das Bonding mit den Kleinkindern. Ich bin dankbar, auch der Mutter, „ihre“ 9 Monate wohl auf die bestmögliche Art „nachgeholt“ haben zu dürfen. Ich möchte keine Sekunde davon missen. Auch nicht jene langen mitten in der Nacht, weil irgendwas ist immer mit Kleinen.

Ja, Schwangerschaft und Geburt: Wir Männer werde nie wirklich Mitreden und Nachfühlen können.

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Schön, wie du das formulieren kannst. Ich wünsche euch, möglichst viel davon gelinge.

Als Ideal und Vorbild - ich sehe das genauso. Einiges davon allerdings: Ich bekomme es nicht auf die Reihe. Auch dann nicht, wenn ich genau weiss, wo es „klemmt“. Vielleicht wird es mir künftig, dank dem Wissen um mein ADS, besser gelingen. Wir werden sehen…

Ich stolpere auch etwas über das „verdienen“, glaube aber zu verstehen, was du meinst: Verlässlichkeit, Treue, Ehrlichkeit oder die Balance zwischen Verbundenheit und Freiraum sind ja keine Naturkonstanten, sondern Dinge, an denen man stetig arbeiten muss.

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Hm ja, da hast Du natürlich Recht meine liebe @Andromache , da habe ich mich einfach wieder mal nicht richtig ausgedrückt, denn jetzt wo Du das schreibst, erkenne ich das ich es eigentlich auch garnicht so gemeint habe wie ich es geschrieben habe, aber wie fasse ich mich jetzt mal wieder in die richtigen Worte?, muss also noch mal gründlich darüber nachdenken und hoffen das ich noch die richtigen Worte finde.

Aber ja, wenn man ernsthaft darüber nachdenkt stellt sich tatsächlich die Frage, gibt es die Bedingungslose Liebe zwischen Menschen überhaupt?, oder stellen wir Menschen unterschwellig immer Bedingungen und können garnicht anderst?.
Selbst wenn wir meinen das uns zum Beispiel ein Tier, nehmen wir einen Hund, anscheinend bedingunglos liebt, ist das wirklich so?.
Oder geht es dabei nicht in Wirklichkeit nicht immer um Dominanz und Unterwürfigkeit?.
Da ich zum Beispiel mit der Erziehung von Hunden Erfahrung habe, weiss ich, dass mich ein Hund immer nur respektiert hat wenn ich ihn dominiert habe, dann war mir jeder Hund ergeben, war das nicht so wollte mich der Hund dominieren, was ich natürlich nicht wollte, denn dann kann ein Hund durchaus gefährlich werden.
Wir Menschen sehen uns gerne den Tieren als überlegen, dabei funktionieren wir tatsächlich in sehr vielen Bereichen unseres Lebens durchaus animalischer oder ursprünglicher als wir es gerne wahr haben würden.
Wir Menschen sind in unserer Evolutionären Entwicklung eben immer noch nicht so weit wie unserer technologischen Entwicklung voran geschritten ist ebenbürtig.
Diese ist im Verhältnis zu unserer Evolution um ein Vielfaches schneller voran geschritten, und wir Menschen hinken dieser extem schnellen Entwicklung eigentlich in Wahrheit gnadenlos hinterher.

Wie auch immer, @Felixyz ich glaube Du hast mich wahrscheinlich besser verstanden als ich mich in Worten ausdrücken konnte, ich hoffe aber das ich meine Gedanken noch mal besser sammeln kann, um vielleicht entstandene Missverständnisse oder sogar gänzliche Fehlinterpretationen ausräumen zu können, was auch immer, denn es ist einfach so extrem schwer, zumindest für mich, um mich immer richtig und verständlich ausdrücken zu können.

P.s. nehme ich z.B. meine Ex Beziehung, dann war diese Partnerschaft ein einziger Kampf.
Während ich und mein neuer Partner uns als Team verstehen, wir echte Freunde sind, wir uns akzeptieren und wertschätzen so wie wir sind.
Unsere sexuelle Anziehungskraft leidet darunter übrigens nicht, im Gegenteil, mein jetziger Partner und ich haben sexuelle Praktiken ausprobiert die zwischen meinen Ex Partner und mir nie denkbar gewesen wären, weil wir uns eben besser kennen und vertrauen als es in Wahrheit in meiner Ehe jemals der Fall war.

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NEIN - Niemand darf mir durch die Haare wuscheln!

Auch Berührungen oder gar Umarmungen anderer sind mir äußerst unangenehm.
Nur mein Mann darf mir ungefragt so nah kommen. Aber der darf sowieso alles, sogar frech werden.

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Also vielleicht muss man sich die Liebe doch irgendwie verdienen?, muss man dafür arbeiten um sich wahre Liebe, das Vertrauen, Loyalität, Treue zu verdienen?.
Sind „echte“ Gefühle, ist „echte“ Liebe etwas „wertvolles“, etwas das nicht „jeder*“ verdient oder umsonst bekommt?.
Etwas wo einen höheren Wert hat als alles Geld der Welt jemals „aufwägen“ könnte?.
Weil es um Echtheit geht?.
Nicht um diese vorgespielten Emotionen die uns immer und überall an so vielen Orten entgegen prallen?.
Nicht um in Wahrheit durch Schauspielerei zu seinem Ziel zu kommen?, was in der Regel meistens heisst um an viel Geld zu kommen, oder mindestens etwas vom Ruhm und der Berühmtheit einer Person ab zu bekommen, was in Wahrheit herzlos und habgierig ist, aber mit Liebe rein garnichts zu tun hat.

P.s. sehr oft verstehen Menschen erst was Liebe ist, wenn sie alles verloren haben, wenn sie denken das sie sich alles im Leben versaut haben, dass es da nichts mehr gibt warum irgend ein Mensch sie überhaupt noch für irgendwas lieben sollte.
Und dann kommt da dieser eine Mensch daher der sagt " was war das war, ich liebe Dich aber so wie Du jetzt bist", und wenn das keine Liebe ist, dann weiss ich ja auch nicht.

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Weder das eine, noch das andere. Echte Liebe ist absolut bedingungslos. Echte Liebe ist der dringende Wunsch, dass der andere glücklich ist, auch wenn man selbst nicht Teil dieses Glückes ist.

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Nein. Nein. Ein entschiedens Nein.

Die Liebe ist ein Geschenk.

Was man sich verdienen muss, ist die Bewahrung der Liebe.

Also den ganzen Rest wie Respekt, Toleranz und all den Kram, damit die Liebe auch jeden Alltag überlebt. Was Liebenden einfacher fällt. Falls sie sich denn wirklich leiben…

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Liebe muss man sich nicht verdienen.
Noch nicht mal, Sie zu behalten - selbst wenn man eine Abwesenheit von Herabwürdigung, Vernachlässigung, Unterdrückung, aktiver oder passiver Gewalt etc. als „Leistung“ sehen wollte. Denn wenn diese Unterlassung eine echte Leistung ist, steht die Beziehung auf ganz ganz dünnem Eis. Bei gleichzeitiger globaler Erwärmung ist die Lebensdauer prognostizierbar.
Insofern: auch das ist keine Leistung.
„Er hat nur seine Ex geschlagen, mich noch nie…“? Just don’t do it.

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Ich sage meinem Mann immer: „Ich weiß nicht wieso, aber ich liebe dich!“

Ich denke das umschreibt es am Besten. :heart:

@AbrissBirne ich denke, ich weiß was du meinst.
Liebe ist bedingungslos. Sie ist einfach da.

Was sie auch bei wahren und echten Gefühlen ist:
Ein Geben und Nehmen, mal mehr, mal weniger. Und trotzdem wird keine Erwartung gestellt, weil die Selbsterhaltung der wahren Liebe das Geben und Nehmen immer in Balance hält. Wahre Liebe kann geben und wahre Liebe kann auch nehmen. :heart: